0

L’An: 1707.


Jn allen meinen tahten, laß ich
den Höchsten rahten.


Wolffenbüttel den
1. Ianuar 1707.

Ludewig Rudolff.
00
1

Geistliche Verrichtungen.


Den 1. Ianuar hat zum ersten mahl in der
Beatæ Mariæ Virginis +Kirchen in der Heinrichstadt+Wolfenbüttel, Hauptkirche B. M. V.:
Die der Muttergottes ("Beatae Mariae Virginis") geweihte Hauptkirche der Heinrichstadt zu Wolfenbüttel, 1608-1624 anstelle einer älteren Marienkapelle errichtet, bis 1767 Grablege der herzoglichen Familie.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

in Volckreicher Versamlung seine Antrits Predigt
deß Vormittages abgelegt, nachdem er vorhero
ordentlich alß General-Superintendente
etc. +über daß ganze herzogthumb WolffenbüttelBraunschweig-Wolfenbüttel, Herzogtum:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+
eing von Doktor MeierNiemeier, Johann Barthold (1644-1708):
Sohn von Barthold Niemeier (1612-1666), Pfarrer in St. Andreasberg, und Elisabeth, geb. Dringenberg (1619-1671); Schulbesuch in St. Andreasberg; ab 1658 Besuch der Klosterschule Walkenried; ab 1665 Studium in Helmstedt; 1671 Magister; ab 1675 Prof. phil. (Metaphysik), ab 1690 zugleich Prof. phil. (Logik); 1692 Dr. theol.; ab 1698 Prof. theol.; mehrfach Dekan der Theologischen Fakultät, auch Vizerektor der Universität Helmstedt; seit 1680 1. Ehe mit Anna Margaretha Behrens (1650-1694), seit 1696 2. Ehe Sophia Elisabeth Stisser (1670-1738).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
1 von HelmstedtHelmstedt:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

introducirt worden; der herr Pastor TreueTreuer, Gottlieb (1657-1729):
Sohn von Gotthilf Treuer (1604 - nach 1657), Bürgermeister in Beeskow, und Magdalena, geb. Hoffmann; Studium der Theologie in Leipzig, 1681 Konrektor in Wriezen (Oderbruch), 1682 Pfarrer in Jakobsdorf (Neumark), 1687 bis 1702 Pfarrer an der Heilig-Geist-Kirche in Magdeburg, 1702 bis 1707 Prediger am Dom, seit 1707 Konsistorialrat, Generalsuperintendenten und Pastor primarius an der Hauptkirche B. M. V. in Wolfenbüttel durch Herzog Anton Ulrich, zugleich Abt von Riddagshausen; maßgeblich beteiligt an der Kirchenordnung von 1709; Beichtvater des Erbprinzen August Wilhelm; seit 1714 Oberhofprediger und seit 1720 Generalissimus-Superintendent; seit 1682 1. Ehe mit Barbara Sabina Höhn, geb. Lampert (gest. 1708), seit 1720 2. Ehe mit Agnes Katharina Cohen.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

so an der MagdeburgischenMagdeburg:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+Dom+Kirche bis daher
ge in Ministerio gestanden. Von fürstlichen
Persohnen seiendt darbey geweßen, mein herr
bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; Printz FerdinandBraunschweig-Wolfenbüttel, Ferdinand Albrecht II., Herzog von (1680-1735):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1701 Obristleutnant in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1701-1705 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und Ernest von
Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Ernst Ferdinand, Herzog von (1682-1746):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1706 kurbrandenburg-preußischer Obrist, 1711 Generalmajor (1713 Abschied aus dem Militärdienst; 1707-1746 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 paragierter Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern; seit 1714 Ehe mit Herzogin Eleonore Charlotte von Kurland (1686–1748).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, der Printz Leopold von Holstein-
Norburg
Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg, Ernst Leopold, Herzog von (1685-1722):
Sohn von Herzog Rudolph Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1645-1688) und Bibiane, geb. von Promnitz (1649-1685); nach 1688 am Hof zu Wolfenbüttel erzogen; später Offizier in kaiserlichen Diensten, letztlich Generalfeldwachtmeister und Obrist eines Dragonerregiments.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
. Er ist an den verstorbenen Abts SpechtsSpecht, Christian (1647-1706):
Sohn des Wolfenbütteler Generalsuperintendenten und Abts des Klosters Riddagshausen Christoph Specht (1599-1657) und dessen Ehefrau Dorothea, geb. Gatzemeier (1628-1680); Lutherischer Theologe aus Göttingen gebürtig; Besuch des dortigen Gymnasiums; bis 1670 Studium an der Universität Jena, dann Diakon in Wunsdorf, 1676 Pastor an der Kreuzkirche in Hannover; 1689 Hofprediger, Konsistorialrat und Superintendent in Eutin; seit 1692 Oberhofprediger, Konsistorialrat und Oberpfarrer an der Marienkirche in Wolfenbüttel, zugleich seit 1693 auch Abt des Klosters Riddagshausen; seit 1674 Ehe mit Ilse Lucia, geb. Steding (1649-1709).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

stelle gekommen.


Den 2. Ianuar hat eben derselbigeTreuer, Gottlieb (1657-1729):
Sohn von Gotthilf Treuer (1604 - nach 1657), Bürgermeister in Beeskow, und Magdalena, geb. Hoffmann; Studium der Theologie in Leipzig, 1681 Konrektor in Wriezen (Oderbruch), 1682 Pfarrer in Jakobsdorf (Neumark), 1687 bis 1702 Pfarrer an der Heilig-Geist-Kirche in Magdeburg, 1702 bis 1707 Prediger am Dom, seit 1707 Konsistorialrat, Generalsuperintendenten und Pastor primarius an der Hauptkirche B. M. V. in Wolfenbüttel durch Herzog Anton Ulrich, zugleich Abt von Riddagshausen; maßgeblich beteiligt an der Kirchenordnung von 1709; Beichtvater des Erbprinzen August Wilhelm; seit 1714 Oberhofprediger und seit 1720 Generalissimus-Superintendent; seit 1682 1. Ehe mit Barbara Sabina Höhn, geb. Lampert (gest. 1708), seit 1720 2. Ehe mit Agnes Katharina Cohen.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß
Vormittages in hießieger Schloß-kirchenWolfenbüttel, Schlosskirche:
Seit 1556 aus dem ehemaligen Wohnturm an der Südostflanke des Schlossareals unter Herzog Heinrich d. J. (1489-1568; reg. seit 1514) im Stil der Frührenaissance errichtet, immer wieder aus- und umgebaut, ab 1570 durch Herzog Julius (1528-1589) Renovierung und Umgestaltung zu einer evangelischen Kirche; 1796 abgerissen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

zum ersteren mahl in presentz meinß herrn
VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geprediget und deß Mittages ist
er zur taffel bey hoffe geblieben nebst
seinem IntroductoreNiemeier, Johann Barthold (1644-1708):
Sohn von Barthold Niemeier (1612-1666), Pfarrer in St. Andreasberg, und Elisabeth, geb. Dringenberg (1619-1671); Schulbesuch in St. Andreasberg; ab 1658 Besuch der Klosterschule Walkenried; ab 1665 Studium in Helmstedt; 1671 Magister; ab 1675 Prof. phil. (Metaphysik), ab 1690 zugleich Prof. phil. (Logik); 1692 Dr. theol.; ab 1698 Prof. theol.; mehrfach Dekan der Theologischen Fakultät, auch Vizerektor der Universität Helmstedt; seit 1680 1. Ehe mit Anna Margaretha Behrens (1650-1694), seit 1696 2. Ehe Sophia Elisabeth Stisser (1670-1738).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
. Der hertzog war nicht
mit an taffel.

2


Den 18. Ianuar bin ich durch die Gnade
+Gottes+ nebst denen Anderen fürstlichen Persohnen,
alß meinen herrn brudernBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, seiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; Printz Ferdinand AlbrechtBraunschweig-Wolfenbüttel, Ferdinand Albrecht II., Herzog von (1680-1735):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1701 Obristleutnant in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1701-1705 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und Ernst FerdinandBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Ernst Ferdinand, Herzog von (1682-1746):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1706 kurbrandenburg-preußischer Obrist, 1711 Generalmajor (1713 Abschied aus dem Militärdienst; 1707-1746 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 paragierter Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern; seit 1714 Ehe mit Herzogin Eleonore Charlotte von Kurland (1686–1748).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

zur Beichte gangen; und habe ich zum
beicht Vatter, nebst meiner Gemahlin und
dem Printz Ernst Ferdinand den Dohm-Prediger zu
BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und Superintendenten über
daß Ambt CampenCampen, Amt:
Verwaltungseinheit des Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttel.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+H. Fi. Herrn FühnenFinen, Eberhard (1668-1726):
Sohn von Hans Finen, Ratsherr in Braunschweig, und Elisabeth, geb. Heine; Besuch des Gymnasiums Martineum in Braunschweig, Studium der Theologie in Jena (1688-1690) und Helmstedt (1694-1697); 1691-1694 Hofmeister bei Georg Wilhelm von Mahrenholtz; 1698 Diakon an St. Stephani zu Helmstedt; 1704 Pastor an St. Blasii zu Braunschweig; 1706 Superintendent des Amtes Campen und Hofprediger in Wolfenbüttel; 1708 Konsistorialrat; 1709 Abt des Klosters Michaelstein bei Blankenburg; 1725 Hofprediger in der (neuerbauten) Schlosskirche zu Braunschweig.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+
gehabt, und
haben deß Nachmittages um 2 uhr;
alhier in der schloß-KircheWolfenbüttel, Schlosskirche:
Seit 1556 aus dem ehemaligen Wohnturm an der Südostflanke des Schlossareals unter Herzog Heinrich d. J. (1489-1568; reg. seit 1514) im Stil der Frührenaissance errichtet, immer wieder aus- und umgebaut, ab 1570 durch Herzog Julius (1528-1589) Renovierung und Umgestaltung zu einer evangelischen Kirche; 1796 abgerissen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
[,]
die andern aber deß vormittages in
der Heinrichstädtischen stadt-KirchenWolfenbüttel, Hauptkirche B. M. V.:
Die der Muttergottes ("Beatae Mariae Virginis") geweihte Hauptkirche der Heinrichstadt zu Wolfenbüttel, 1608-1624 anstelle einer älteren Marienkapelle errichtet, bis 1767 Grablege der herzoglichen Familie.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

bey dem herrn TreuerTreuer, Gottlieb (1657-1729):
Sohn von Gotthilf Treuer (1604 - nach 1657), Bürgermeister in Beeskow, und Magdalena, geb. Hoffmann; Studium der Theologie in Leipzig, 1681 Konrektor in Wriezen (Oderbruch), 1682 Pfarrer in Jakobsdorf (Neumark), 1687 bis 1702 Pfarrer an der Heilig-Geist-Kirche in Magdeburg, 1702 bis 1707 Prediger am Dom, seit 1707 Konsistorialrat, Generalsuperintendenten und Pastor primarius an der Hauptkirche B. M. V. in Wolfenbüttel durch Herzog Anton Ulrich, zugleich Abt von Riddagshausen; maßgeblich beteiligt an der Kirchenordnung von 1709; Beichtvater des Erbprinzen August Wilhelm; seit 1714 Oberhofprediger und seit 1720 Generalissimus-Superintendent; seit 1682 1. Ehe mit Barbara Sabina Höhn, geb. Lampert (gest. 1708), seit 1720 2. Ehe mit Agnes Katharina Cohen.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gebeichtet.


Den 19. Ianuar Seiendt wir, nachdem
der hertzog mein herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, erst
gebeicht und gecommunicirt bey herrn
FühnenFinen, Eberhard (1668-1726):
Sohn von Hans Finen, Ratsherr in Braunschweig, und Elisabeth, geb. Heine; Besuch des Gymnasiums Martineum in Braunschweig, Studium der Theologie in Jena (1688-1690) und Helmstedt (1694-1697); 1691-1694 Hofmeister bei Georg Wilhelm von Mahrenholtz; 1698 Diakon an St. Stephani zu Helmstedt; 1704 Pastor an St. Blasii zu Braunschweig; 1706 Superintendent des Amtes Campen und Hofprediger in Wolfenbüttel; 1708 Konsistorialrat; 1709 Abt des Klosters Michaelstein bei Blankenburg; 1725 Hofprediger in der (neuerbauten) Schlosskirche zu Braunschweig.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, deß vormittages nach der
Predigt in der schloßkirchenWolfenbüttel, Schlosskirche:
Seit 1556 aus dem ehemaligen Wohnturm an der Südostflanke des Schlossareals unter Herzog Heinrich d. J. (1489-1568; reg. seit 1514) im Stil der Frührenaissance errichtet, immer wieder aus- und umgebaut, ab 1570 durch Herzog Julius (1528-1589) Renovierung und Umgestaltung zu einer evangelischen Kirche; 1796 abgerissen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zum heiligen 3
Abendmahl gegangen; der herr TreueTreuer, Gottlieb (1657-1729):
Sohn von Gotthilf Treuer (1604 - nach 1657), Bürgermeister in Beeskow, und Magdalena, geb. Hoffmann; Studium der Theologie in Leipzig, 1681 Konrektor in Wriezen (Oderbruch), 1682 Pfarrer in Jakobsdorf (Neumark), 1687 bis 1702 Pfarrer an der Heilig-Geist-Kirche in Magdeburg, 1702 bis 1707 Prediger am Dom, seit 1707 Konsistorialrat, Generalsuperintendenten und Pastor primarius an der Hauptkirche B. M. V. in Wolfenbüttel durch Herzog Anton Ulrich, zugleich Abt von Riddagshausen; maßgeblich beteiligt an der Kirchenordnung von 1709; Beichtvater des Erbprinzen August Wilhelm; seit 1714 Oberhofprediger und seit 1720 Generalissimus-Superintendent; seit 1682 1. Ehe mit Barbara Sabina Höhn, geb. Lampert (gest. 1708), seit 1720 2. Ehe mit Agnes Katharina Cohen.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

hat gepredigt; und war der Text genom-
men; auß dem Propheten Micha; am IV.
capitel vers 1. 2. Deß Mittages ist in herrn
VattersBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Vorgemach gespeißt worden an
einer taffel von 12 Persohnen, darran
die beyden beicht-Vätters mit ansaßen;
die zwey Printzenß von Bevern aber
blieben in ihrer cammer, deß Nach-
mittages hat in der Schloß-KircheWolfenbüttel, Schlosskirche:
Seit 1556 aus dem ehemaligen Wohnturm an der Südostflanke des Schlossareals unter Herzog Heinrich d. J. (1489-1568; reg. seit 1514) im Stil der Frührenaissance errichtet, immer wieder aus- und umgebaut, ab 1570 durch Herzog Julius (1528-1589) Renovierung und Umgestaltung zu einer evangelischen Kirche; 1796 abgerissen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

der herr FühneFinen, Eberhard (1668-1726):
Sohn von Hans Finen, Ratsherr in Braunschweig, und Elisabeth, geb. Heine; Besuch des Gymnasiums Martineum in Braunschweig, Studium der Theologie in Jena (1688-1690) und Helmstedt (1694-1697); 1691-1694 Hofmeister bei Georg Wilhelm von Mahrenholtz; 1698 Diakon an St. Stephani zu Helmstedt; 1704 Pastor an St. Blasii zu Braunschweig; 1706 Superintendent des Amtes Campen und Hofprediger in Wolfenbüttel; 1708 Konsistorialrat; 1709 Abt des Klosters Michaelstein bei Blankenburg; 1725 Hofprediger in der (neuerbauten) Schlosskirche zu Braunschweig.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
einen sermon vor
dem Altar gehalten; der Text war
auß dem 32. Psalm: wohl dem, dem
die Ubertretung vergeben sind, dem
die sünde bedeckt ist, wohl dem
Menschen, dem der herr, die Mißetaht
nicht zurechnet, in deß Geist kein falsch
ist. Dießen tag ist der Neue General
Superintendente herr TreueTreuer, Gottlieb (1657-1729):
Sohn von Gotthilf Treuer (1604 - nach 1657), Bürgermeister in Beeskow, und Magdalena, geb. Hoffmann; Studium der Theologie in Leipzig, 1681 Konrektor in Wriezen (Oderbruch), 1682 Pfarrer in Jakobsdorf (Neumark), 1687 bis 1702 Pfarrer an der Heilig-Geist-Kirche in Magdeburg, 1702 bis 1707 Prediger am Dom, seit 1707 Konsistorialrat, Generalsuperintendenten und Pastor primarius an der Hauptkirche B. M. V. in Wolfenbüttel durch Herzog Anton Ulrich, zugleich Abt von Riddagshausen; maßgeblich beteiligt an der Kirchenordnung von 1709; Beichtvater des Erbprinzen August Wilhelm; seit 1714 Oberhofprediger und seit 1720 Generalissimus-Superintendent; seit 1682 1. Ehe mit Barbara Sabina Höhn, geb. Lampert (gest. 1708), seit 1720 2. Ehe mit Agnes Katharina Cohen.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß 4
vormittages auf dem Consistorio
denen Ubrigen herren Superintendenten
deß fürstentuhms WolffenbüttelBraunschweig-Wolfenbüttel, Herzogtum:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
vorgestellt
worden.


Den 23. Ianuar Jst deß Vormittages in der
schloßkircheWolfenbüttel, Schlosskirche:
Seit 1556 aus dem ehemaligen Wohnturm an der Südostflanke des Schlossareals unter Herzog Heinrich d. J. (1489-1568; reg. seit 1514) im Stil der Frührenaissance errichtet, immer wieder aus- und umgebaut, ab 1570 durch Herzog Julius (1528-1589) Renovierung und Umgestaltung zu einer evangelischen Kirche; 1796 abgerissen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu WolfenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+in+ welcher die
Kantzel und der herren PriggenPrigge, Prieche, Priegel:
Vom Gestühl der Allgemeinheit abgesonderter, herausgehobenen Personen vorbehaltener Sitzplatz in einer Kirche; auch Empore
oder
stühle mit schwartz behengt, die Ge-
dächt+nüß+ und leichen Predigt, über den
Pr +Verstorbenen+ Printzen Heinrich Ferdinand von Be-
vern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Heinrich Ferdinand, Herzog von (1684-1706):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); kaiserlicher Obristleutnant.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gehalten worden, von dem General-
Superintendenten TreuenTreuer, Gottlieb (1657-1729):
Sohn von Gotthilf Treuer (1604 - nach 1657), Bürgermeister in Beeskow, und Magdalena, geb. Hoffmann; Studium der Theologie in Leipzig, 1681 Konrektor in Wriezen (Oderbruch), 1682 Pfarrer in Jakobsdorf (Neumark), 1687 bis 1702 Pfarrer an der Heilig-Geist-Kirche in Magdeburg, 1702 bis 1707 Prediger am Dom, seit 1707 Konsistorialrat, Generalsuperintendenten und Pastor primarius an der Hauptkirche B. M. V. in Wolfenbüttel durch Herzog Anton Ulrich, zugleich Abt von Riddagshausen; maßgeblich beteiligt an der Kirchenordnung von 1709; Beichtvater des Erbprinzen August Wilhelm; seit 1714 Oberhofprediger und seit 1720 Generalissimus-Superintendent; seit 1682 1. Ehe mit Barbara Sabina Höhn, geb. Lampert (gest. 1708), seit 1720 2. Ehe mit Agnes Katharina Cohen.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, der Text,
war; Jch habe einen guten kampf gekämpft[,]
Jch habe den lauf vollendet forthin +ich habe glauben gehalten+ +hinfort+
ist mir beygelegt die Chrone der
Gerechtigkeit, welche mir der herr an
jenem Tage, der Gerechte Richter ge-
ben wird, nicht mir aber allein, 5
sondern auch allen, die seine Erscheinung
lieb haben, vers 7. 8. Capitel IV auß der
anderen Epistel Pauli an Timotheum.
Die fürstlichen Manß-Persohnen hatten
lange Mänteln +an+, die Dameß schwartz Flor
auf dem haubt; deß +Nach+Mittages wurde an
eben selbigem ohrt deß Verstorbenen
Printz Christian Ferdinands von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Ferdinand Christian, Herzog von (1682-1706):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1705-1706 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
Leichen Predigt gehalten von herrn FühnenFinen, Eberhard (1668-1726):
Sohn von Hans Finen, Ratsherr in Braunschweig, und Elisabeth, geb. Heine; Besuch des Gymnasiums Martineum in Braunschweig, Studium der Theologie in Jena (1688-1690) und Helmstedt (1694-1697); 1691-1694 Hofmeister bei Georg Wilhelm von Mahrenholtz; 1698 Diakon an St. Stephani zu Helmstedt; 1704 Pastor an St. Blasii zu Braunschweig; 1706 Superintendent des Amtes Campen und Hofprediger in Wolfenbüttel; 1708 Konsistorialrat; 1709 Abt des Klosters Michaelstein bei Blankenburg; 1725 Hofprediger in der (neuerbauten) Schlosskirche zu Braunschweig.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
.
Der Text; war. Jch elender Mensch, wer
wird mich erlößen von dem leibe
dieses Todes, Vers 24. VII. Capitel Epistel
an die Römer.


Den 24. Ianuar bin ich deß Morgenß
mit Printz Ernst von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Ernst Ferdinand, Herzog von (1682-1746):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1706 kurbrandenburg-preußischer Obrist, 1711 Generalmajor (1713 Abschied aus dem Militärdienst; 1707-1746 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 paragierter Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern; seit 1714 Ehe mit Herzogin Eleonore Charlotte von Kurland (1686–1748).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in
der betstunde in der stadtWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gefahren.
Hernach haben wir in der schule
über die beyden seeligst verstorbenen
Printzen perorirenPeroriren:
eine (eifrige) Rede halten, Schulrede
gehört, der rectorWeichmann, Friedrich (1667-1744):
Geburtig aus Adelebsen; Studium in Helmstedt; spätestens 1697-1701 Rektor der Schule in Harburg, 1701-1710 Rektor der Stadtschule in Wolfenbüttel, 1710-1733 Rektor der Martini-Schule in Braunschweig; seit 1697 Ehe mit Hedwig Dorothee Grünenberg (gest. 1721).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
6
hielte eine oration in lateinisch,
hernach zwey schüler einera +declamirte+ in lateinis-
chen Versen, der andere in teutschen.2


Den 3. Februar Jst der herr TreueTreuer, Gottlieb (1657-1729):
Sohn von Gotthilf Treuer (1604 - nach 1657), Bürgermeister in Beeskow, und Magdalena, geb. Hoffmann; Studium der Theologie in Leipzig, 1681 Konrektor in Wriezen (Oderbruch), 1682 Pfarrer in Jakobsdorf (Neumark), 1687 bis 1702 Pfarrer an der Heilig-Geist-Kirche in Magdeburg, 1702 bis 1707 Prediger am Dom, seit 1707 Konsistorialrat, Generalsuperintendenten und Pastor primarius an der Hauptkirche B. M. V. in Wolfenbüttel durch Herzog Anton Ulrich, zugleich Abt von Riddagshausen; maßgeblich beteiligt an der Kirchenordnung von 1709; Beichtvater des Erbprinzen August Wilhelm; seit 1714 Oberhofprediger und seit 1720 Generalissimus-Superintendent; seit 1682 1. Ehe mit Barbara Sabina Höhn, geb. Lampert (gest. 1708), seit 1720 2. Ehe mit Agnes Katharina Cohen.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
alß
Abt deß Closters RiddagshausenRiddagshausen:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, da-
selbst introducirt worden von
dem herrn Canzelär Probst von Wend-
hausen
Probst (von Wendhausen), Philipp Ludwig (1633-1718):
Sohn des Gandersheimer Stiftskanonikers Georg Wilhelm Probst (gest. 1721); Erbherr auf Wendhausen, Schöningen und Riddagshausen; Studium in Helmstedt (1650), in den Niederlanden (Leiden), England (Cambridge, Oxford), in Frankreich (Orléans) und der Schweiz (Genf); 1658 Dr. jur. (Helmstedt); 1660 Syndikus der Landschaft; 1669 Rat Herzog Rudolph Augusts von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); 1678 Konsistorial- und Klosterrat, 1673-1680 Dekan des Stifts St. Blasii in Braunschweig; 1680 Kanzler des Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttel und seit 1685 Leiter des Geheimen Rats, des Konsistoriums und der Klosterratsstube; 1683 Erhebung in den Reichsadelsstand ("Probst von Wendhausen"); 1695 Probst des Klosters St. Lorenz bei Schöningen.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; in beysein de meinß herrn
brudernBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; Printzß Ferdinand Al-
brechts von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel, Ferdinand Albrecht II., Herzog von (1680-1735):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1701 Obristleutnant in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1701-1705 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; und Leopolds
von Holstein
Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg, Ernst Leopold, Herzog von (1685-1722):
Sohn von Herzog Rudolph Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1645-1688) und Bibiane, geb. von Promnitz (1649-1685); nach 1688 am Hof zu Wolfenbüttel erzogen; später Offizier in kaiserlichen Diensten, letztlich Generalfeldwachtmeister und Obrist eines Dragonerregiments.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; nebst vielen Ministern,
und Und haben sie sämbtlich d-
raußen gespeißet.


Den 6. Februar Jst deß Morgenß in
der Dom-kirchenBraunschweig, Dom St. Blasii:
Kirche des Stiffts St. Blasii in Braunschweig, direkt am Burgplatz gelegen, meist an sich falsch vereinfachend "Dom" genannt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, zu BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
die neue erbauete Canzel und klei-
nern Altar durch eine Predigt von 7
herrn FühnenFinen, Eberhard (1668-1726):
Sohn von Hans Finen, Ratsherr in Braunschweig, und Elisabeth, geb. Heine; Besuch des Gymnasiums Martineum in Braunschweig, Studium der Theologie in Jena (1688-1690) und Helmstedt (1694-1697); 1691-1694 Hofmeister bei Georg Wilhelm von Mahrenholtz; 1698 Diakon an St. Stephani zu Helmstedt; 1704 Pastor an St. Blasii zu Braunschweig; 1706 Superintendent des Amtes Campen und Hofprediger in Wolfenbüttel; 1708 Konsistorialrat; 1709 Abt des Klosters Michaelstein bei Blankenburg; 1725 Hofprediger in der (neuerbauten) Schlosskirche zu Braunschweig.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
solenniter eingeweihet worden
und der Actus mit einer schönen Musi-
que
angefangen und beschloßen worden.
Jst auch darbey abgeführet worden,
wie gestalt mein herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
daß
in seinem Alterthum seiende Gottes-
hauß wieder erneuert worden; indem
der Do Cohr und PriggenPrigge, Prieche, Priegel:
Vom Gestühl der Allgemeinheit abgesonderter, herausgehobenen Personen vorbehaltener Sitzplatz in einer Kirche; auch Empore
anderst
gebauet und gerenovirt worden; nebst
einer gantz neuen Cantzel und alt+Altaren+.


Den 26. Februar bin ich deß Morgenß
zu HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in der Reformirten
kirchen
Hannover, Reformierte Kirche:
Reformierte Kirche in der Calenberger Neustadt, die 1705 eingeweiht und maßgeblich durch die Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714) gefördert wurde.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geweßen.


Den 23. April Bin ich durch die
Gnade Gottes mit denen übrigen
fürstlichen Persohnen +und herrn vatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+
; zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

in der schloßkircheWolfenbüttel, Schlosskirche:
Seit 1556 aus dem ehemaligen Wohnturm an der Südostflanke des Schlossareals unter Herzog Heinrich d. J. (1489-1568; reg. seit 1514) im Stil der Frührenaissance errichtet, immer wieder aus- und umgebaut, ab 1570 durch Herzog Julius (1528-1589) Renovierung und Umgestaltung zu einer evangelischen Kirche; 1796 abgerissen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zur Beichte geweßen.


Den 24. April Zum Abendmahl, und 8
seiend gegangen; mein herr bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
[,]
seine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, die MeinigeBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, ich,
die zwey Printzen von Bevern und
der Printz von HolsteinSchleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg, Ernst Leopold, Herzog von (1685-1722):
Sohn von Herzog Rudolph Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1645-1688) und Bibiane, geb. von Promnitz (1649-1685); nach 1688 am Hof zu Wolfenbüttel erzogen; später Offizier in kaiserlichen Diensten, letztlich Generalfeldwachtmeister und Obrist eines Dragonerregiments.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

seind haben communicirt in ihrem
Gemache.


Den 6. August bin ich abermahl durch
die Gnade Gottes zur beichte gangen,


Den 7. August zum heiligen Abendmahl.
und Seindt mein herr vatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
wieb,
herr bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und seine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gangen
so in der kirche gebeichtet und vor
der Predigt gecommunicirt; Jch bin
auch vor der Predigt nebst meiner
GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gangen in ihrem Gemache
wegen ihrer unpäßlichkeit.


Den 14. August Jst deß Morgenß in 9
der Dom-KircheBraunschweig, Dom St. Blasii:
Kirche des Stiffts St. Blasii in Braunschweig, direkt am Burgplatz gelegen, meist an sich falsch vereinfachend "Dom" genannt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Zu BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ein
Jude nahmenß David BenedictusBenedictus, David (Christian):
Aus Altona stammender Jude, der am 14. August 1707 in der Domkirche St. Blasii zu Braunschweig auf den Namen Christian getauft wurde. Da der erste in Braunschweig zugelassene Hofjude, Alexander David (1687-1765), 1707 unter Herzog Anton Ulrich aus Halberstadt zugezogen war (und übrigens niemals konvertierte), kommt ein Angehöriger seines Hausstandes für diese Konversion nicht in Frage. Ob der aus Altona stammende Täufling aus der Gruppe der Messe-, Handels- oder Wanderjuden stammte, also nicht in Stadt oder Land Braunschweig ansessig war, kann vermutet werden, zumal die jüngere jüdische Gemeinde in Braunschweig überhaupt erst 1707 mit der Ankunft Alexander Davids allmählich entstand.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; von
AltonaAltona:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
bürtig, getaufet worden von
herrn PfeiffernPfeiffer, Georg Heinrich (1662-1734):
Theologe und Bibliothekar; Studium in Wittenberg und Leipzig; Hofprediger und Bibliothekar des Herzogs Rudolph August von Braunschweig-Lüneburg; seit 1693 Pastor an St. Katharinen zu Braunschweig
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Pastoren bey der Ca-
thrinen kirchen
Braunschweig, St. Katharinen:
Kirche in Braunschweig an der Ostseite des Hagenmarktes; Pfarrkirche des Stadtteils Hagen, einem der fünf Weichbilde der Stadt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; hat den nahmen bekom-
men; Christian. Die fürstlichen Gevat-
tern seiendt geweßen; herr vaterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
dafür
mein herr bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gestanden; die Admi-
nistratorin und Bischöffin von Gottorf
Schleswig-Holstein-Gottorf, Albertina Friederike, Herzogin von, geb. Markgräfin von Baden-Durlach (1682-1755):
Tochter von Markgraf Friedrich VII. Magnus von Baden-Durlach (1647-1709) und Augusta Marie, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1649-1728); seit 1704 Ehe mit Herzog Christian August von Schleswig-Holstein-Gottorf (1673-1726), Fürstbischof von Lübeck.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
[,]
die Æbtissin von GandersheimBraunschweig-Wolfenbüttel, Henriette Christine, Herzogin von (1666-1753):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); seit 1681 Kanonisse im Reichsstift Gandersheim, 1693 Äbtissin (bis 1712); 1712 nach Konversion zum Katholizismus Stiftsdame in Roermond.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; die
Printzeßin von GottorffSchleswig-Holstein-Gottorf, Marie Elisabeth, Herzogin von (1678-1755):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694/95) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1718 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, und meine tochter
Antoinette AmalieBraunschweig-Wolfenbüttel, Antoinette Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel. (1696-1762):
Jüngste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1712 Ehe mit ihrem Cousin Herzog Ferdinand Albrecht II. von Braunschweig-Wolfenbüttel(-Bevern) (1680-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
. Jch habe vor der Eltesten
Printzeßin von OstfrieslandSchwarzburg-Rudolstadt, Christine Sophie, Fürstin von, geb. Fürstin von Ostfriesland (1688-1750):
Tochter von Fürst Christian Eberhard von Ostfriesland (1665-1708) und Eberhardine Sophie, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1666-1700); seit 1729 Ehe mit Fürst Friedrich Anton von Schwarzburg-Rudolstadt (1692-1744).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
alß Ambas-
sadeur dießem Actui beygewohnet.
Jch bin auch in wehrender Laurentii
Messe
Braunschweiger Messe:
1498 landesherrlich, 1505 und 1521 kaiserlich privilegierte Messen in der Stadt Braunschweig, zweimal im Jahr, für jeweils 10 Tage im Sommer (um Laurentii, 10. August) bzw. im Winter (um Mariae Lichtmeß, 2. Februar), stattfindend; Niedergang im 16. und 17. Jahrhundert; nach der Eroberung der Stadt Braunschweig 1671 durch Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel neu belebt und offiziell beginnen lassend mit dem Montag nach Mariae Lichtmess (2. Februar) bzw. Laurentius (10. August) für jeweils 18 Tage; gehörten bis Anfang des 19. Jahrhunderts neben den Messen in Leipzig und Frankfurt am Main zu den größten und frequentiertesten in Deutschland
von dem herrn Geheimbten raht
von SchleunitzSchleinitz, Hans Christoph von (1661-1747):
Sohn von Hans Christoph von Schleinitz (1625-1679), auf Schieritz, Bornitz, Ochsensaal und Jahna, und Perpetua, geb. von Holleufer (1632-1685); Geheimer Rat in Gotha, 1706 Geheimer Rat in Wolfenbüttel, ab ca.1711 Oberhofmeister der Zarewna Charlotte Christine Sophie, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1694-1715), zugleich russischer Minister, später kaiserlich-russischer außerordentlicher Gesandter in Wolfenbüttel, Hannover und Paris (1725/26), 1727 erneut Geheimer Rat, auch Hofmarschall in Wolfenbüttel; Ehe mit Luise Marie von Kanne (1668-nach 1728).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu Gevattern zu
einem jungen sohnSchleinitz, Friedrich August von (1707-):
Sohn von Hans Christoph von Schleinitz (1661-1747) und Luise Marie, geb. von Kanne (1668-nach 1728); 1725/26 Adelsreise nach Russland, Polen, Österreich; später kurpfälzischer Oberhofgerichtsrat, später in österreichischen Diensten; Konversion zum Katholizismus; vgl. http://digital.slub-dresden.de/id402108426.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gebethen worden[.]

10


Den 9. September Jst zu SaltztalenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

nach gehaltener Morgen Predigt So
der PriorPrätorius, Samuel Rudolph (1667-1749):
Aus Lüneburg stammend; Studium in Jena; 1700-1749 Pastor zu Salzdahlum und Atzum, 1706-1748 zugleich Superintendent, seit 1701 zugleich auch Propst des Klosters Salzdahlum; seit 1701 Ehe mit Dorothea Magdalena Böttiger.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
verrichtete; eineß Kammer-
dienerß Schwester tochter bey
der Cuhrfürstin von HannoverSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; als
eine Kostgängeringe eingekleidet und
eingeführt worden nebst noch einer
andern.


Den 11. September Jst die
Elteste fraulein von SteinbergSchack, Sophia Elisabeth von, geb. von Steinberg (1688-1756):
Tochter von Friedrich von Steinberg (1651-1718), Obermarschall, und Gertrud Luise, geb. von Grapendorff (1667-1743); 1707 Kanonisse in Steterburg; seit 1709 Ehe mit dem Hofmeister Emico Johann von Schack (1675-1731) auf Wendorf.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß
ObermarschalßSteinberg, Friedrich von (1651-1716):
Sohn von Friedrich von Steinberg (1619-1679), auf Bodenburg, Brüggen und Achim, und Elisabeth, geb. von Spiegel zu Peckelsheim (1620-1660); Studium in Rinteln, Utrecht, Tübingen und Genf, 1677 Volontär beim braunschweig-wolfenbüttelschen Militär, 1677 Assessor am Hofgericht zu Wolfenbüttel, 1684 Schatz- und Landrat, 1687 Oberhofmeister an der Ritterakademie in Wolfenbüttel, 1692 Geheimer Rat, 1693 Obermarschall, 1701 auch Oberberghauptmann und Hofrichter sowie Kammerdirektor, 1687-1703 zudem Leiter der Ritterakademie zu Wolfenbüttel; Erbherr auf Brüggen; seit 1686 Ehe mit Gertrud Luise von Grapendorff (1667-1743).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
tochter nebst eine[m]
Fräulein von CramenCramm, N. N. (2) von:
Angehörige des niedersächsischen Uradelsgeschlechts; ab 1707 Kanonissin im Stift Steterburg.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; Zu SteterburgSteterburg:
Seit ca. 1000 n. Chr. Standort eines Nonnenklosters, mit der Reformation seit 1568 ein evangelisches Frauenstift, 1691 ein adeliges Damenstift, 1939 aufgehoben.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

alß Chanonessinnen eingeführt
worden; in beyseyn sämbtlicher
herschafft; und denen frembden
so damahlß davonc waren; deß 11
morgenß wurde erst Predigt gehalten
von dem herrn ReckReck, Heinrich Ernst (1669-1721):
Aus Werningerode stammend; 1699-1721 Pastor in Thiede, seit 1703 zugleich Superintendent; seit 1704 Ehe mit Maria Sophie Binnius (1684-1766).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, hernach geschahe
eine andre vor dem Altar; von dem
Abt TreueTreuer, Gottlieb (1657-1729):
Sohn von Gotthilf Treuer (1604 - nach 1657), Bürgermeister in Beeskow, und Magdalena, geb. Hoffmann; Studium der Theologie in Leipzig, 1681 Konrektor in Wriezen (Oderbruch), 1682 Pfarrer in Jakobsdorf (Neumark), 1687 bis 1702 Pfarrer an der Heilig-Geist-Kirche in Magdeburg, 1702 bis 1707 Prediger am Dom, seit 1707 Konsistorialrat, Generalsuperintendenten und Pastor primarius an der Hauptkirche B. M. V. in Wolfenbüttel durch Herzog Anton Ulrich, zugleich Abt von Riddagshausen; maßgeblich beteiligt an der Kirchenordnung von 1709; Beichtvater des Erbprinzen August Wilhelm; seit 1714 Oberhofprediger und seit 1720 Generalissimus-Superintendent; seit 1682 1. Ehe mit Barbara Sabina Höhn, geb. Lampert (gest. 1708), seit 1720 2. Ehe mit Agnes Katharina Cohen.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; darauf musten sie vor
dem Altar daß juramentum erst von sich
geben; denen orsta ordensstatuten
gemäß zu leben; hernach führten
mein herr bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und ich, er die
SteinbergenSchack, Sophia Elisabeth von, geb. von Steinberg (1688-1756):
Tochter von Friedrich von Steinberg (1651-1718), Obermarschall, und Gertrud Luise, geb. von Grapendorff (1667-1743); 1707 Kanonisse in Steterburg; seit 1709 Ehe mit dem Hofmeister Emico Johann von Schack (1675-1731) auf Wendorf.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, und ich die CrammenCramm, N. N. (2) von:
Angehörige des niedersächsischen Uradelsgeschlechts; ab 1707 Kanonissin im Stift Steterburg.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

wie wir sie in die KircheSteterburg, Stiftskirche:
Stiftskirche des Damenstifts.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geführt
wieder hinauß auf den Cohr; Eß
wurden ihnen beyden aber erst; noch-
mahlen die Statuten vor geleßen
in den Römeter3; durch den Closter-
raht VoigtVoigt, Johann Justus (1664-1724):
Sohn von Justus Voigt (1619-1693), Oberverwalter des Klosters Riddagshausen, und Katharina Hedwig, geb. Osterwald (1638-1705); fürstlich braunschweigischer Kanzlei-, Grenz- und Klostersekretär in Wolfenbüttel, auch Hof-, Amts- und Klosterrat; seit 1693 Ehe mit Katharina Elisabeth Schwarz (1678-1738).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; in presence meineß
herrn brudern und meiner; welches+worauf+
sie dan der ÆbtissinKötzler, Maria Eleonora von (1655-1732):
Hofdame der Herzogin; 1691 Stiftsfräulein zu Steterburg, 1694-1732 Äbtissin des Stifts Steterburg.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; und
meiner tochter Antoinette AmalieBraunschweig-Wolfenbüttel, Antoinette Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel. (1696-1762):
Jüngste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1712 Ehe mit ihrem Cousin Herzog Ferdinand Albrecht II. von Braunschweig-Wolfenbüttel(-Bevern) (1680-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
alß Coadjutorin 12
mit einem handschlag angeloben
musten fleißig nachzukommen; hernach
wurde gespeißet an 3 herren taffeln,
in der ÆbtissinKötzler, Maria Eleonora von (1655-1732):
Hofdame der Herzogin; 1691 Stiftsfräulein zu Steterburg, 1694-1732 Äbtissin des Stifts Steterburg.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hauße[,] an der
ersten saßen an; die ChurfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+und+ die Steinbergische
familie +so präsent+. An der anderen mein
herr bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und die CrammscheCramm, N. N. (2) von:
Angehörige des niedersächsischen Uradelsgeschlechts; ab 1707 Kanonissin im Stift Steterburg.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
an der dritten ich nebst Printz
Ernst von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Ernst Ferdinand, Herzog von (1682-1746):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1706 kurbrandenburg-preußischer Obrist, 1711 Generalmajor (1713 Abschied aus dem Militärdienst; 1707-1746 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 paragierter Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern; seit 1714 Ehe mit Herzogin Eleonore Charlotte von Kurland (1686–1748).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; und einigen
Ministren frembde Gräffinnen
und andern; dan war noch eine
taffel, daran saßen der ProbstGrone, Heinrich Eckbrecht von (1663-1726):
Aus niedersächsischem Adelsgeschlecht stammend; Sohn von Christian Georg von Grone (1626-1667), königlich-schwedischer Obristleutnant, und Gertrud Agnes, geb. von May (1628-1703); braunschweig-wolfenbüttelscher Land- und Schatzrat; 1691-1726 Probst des Stifts Steterburg; Erbherr zu Westerbrak; vor 1701 Ehe mit Anna Lucia von Engersen (ca. 1670-1721).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

und die stifftsfräuleins. Nach
dem eßen fuhr man wieder
nach SaltztahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; ich habe mit
der Cuhrfürstin, meiner SchwesterBraunschweig-Wolfenbüttel, Henriette Christine, Herzogin von (1666-1753):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); seit 1681 Kanonisse im Reichsstift Gandersheim, 1693 Äbtissin (bis 1712); 1712 nach Konversion zum Katholizismus Stiftsdame in Roermond.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
der
Æbtissin von Ganderßheimb und der
Æltesten RaugräfinPfalz, Luise, Raugräfin von der (1661-1733):
Tochter von Kurfürst Karl I. Ludwig von der Pfalz (1618-1680) a. d. H. Pfalz-Simmern und seiner morganatischen Ehefrau Raugräfin Marie Luise, geb. von Degenfeld (1634-1677); blieb unverheiratet.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in einer Carosse
gesessen; NotaBene in der Mückte[?] daß ArsenalWolfenbüttel, Zeughaus:
Herzogliches Waffenarsenal; 1618 errichteter Großbau im Stil der Spätrenaissance.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu WolfenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gesehen

13

Hochzeiten.


Den 20. Februar Jst deß Abends zu
BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß Herrn Obristen
BobardBobart, Daniel Arnold von (1663-1736):
1694 Hauptmann (Kapitän) im Leibbataillon des Herzogs Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel, 1695 Major, 1697 Obristleutnant im Leibbataillon Prinz August Ferdinands, 1702 Obrist, 1714 Brigadier, 1726 Generalmajor, 1731 Geheimer Kriegsrat, zugleich 1704-1714 Oberkommandant der Festung Wolfenbüttel, um 1710-1736 Kommandant der Festung Braunschweig; seit 1707 Ehe mit Justine Dorothea von Jettebrock.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hochzeit mit der +Eltesten+ Fräulein
JettebroeckBobart, Justine Dorothea von, geb. von Jettebrock:
Vermutlich Tochter des Stiftsdekans und Schatzrats Georg Ernst von Jettebrock (gest. 1701); um 1701 Kammerfräulein der Herzogin Elisabeth Juliane von Braunschweig-Lüneburg (1634-1704); seit 1707 Ehe mit Daniel Arnold von Bobart (1663-1736).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gehalten worden, in
meineß herrn VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
kleinem hauseBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

alda auch hernach gespeißet und gedan-
zet worden.


Kurtz vorhero, Jst zu ZellCelle:
Bis 1705 Residenz der Herzöge von Braunschweig und Lüneburg.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
. deß jungen
HarlingsHarling, Otto Georg von (1666-1708):
Sohn von Christoph Heinrich von Harling (1622-1695) auf Bienenbüttel, braunschweig-lüneburgischer Capitain, und Martha Christina, geb. von Wangenheim (gest. vor 1681); Studium an der Ritterakademie in Lüneburg (1681-1687), dann an der Universität Helmstedt (1687); fürstlich braunschweig-lüneburgischer Kammerjunker in Hannover; seit 1707 Ehe mit Eleonora Stechinelli von Wickenburg (gest. nach 1708).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hochzeit mit der Eltesten
StickenelliHarling, Eleonora von, geb. Stechinelli von Wickenburg (gest. nach 1708):
Tochter von Francesco Maria Stechinelli von Wickenburg (1640-1694); seit 1707 Ehe mit Kammerjunker Otto Georg von Harling (1666-1708).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geweßen.


Der StreithorstStreithorst, N. N. (1) von der:
Evtl. Sohn des Wolfenbütteler Schatzrates Franz Christoph Ernst von der Streithorst (gest. nach 1701?) und Anna Sophia von Roßau; Erbherr auf Küblingen; seit 1707 Ehe mit N. N. (2) von der Streithorst .
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von KüblingenKüblingen:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hat
sich mit der BuchwaltinBuchwald, N. N. von:
Kammerfräulein bei Herzogin Sophia Amalia von Braunschweig-Wolfenbüttel (1670-1710).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
SchwesterStreithorst, N. N. (2) von der, geb. von Buchwald:
Schwester von N. N. von Buchwald, Kammerfräulein der Erbprinzessin; seit 1707 Ehe mit N. N. (1) von der Streithorst auf Küblingen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

im monaht Julio verheyrahtet.


Den 11. October bin ich auf deß
cammerrahts MöringsMöring, Julius Johann (gest. 1720):
Spätestens 1685 Kammerverwalter, spätestens 1693 Kammermeister in Wolfenbüttel, vor 1709 Kammerrat.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
tochterHeiring, Sophia Lucia, geb. Möring:
Tochter von Kammerrat Julius Johann Möring (gest. 1720); seit 1707 Ehe mit Georg Valentin Heiring (gest. 1728), Oberamtmann zu Wolfenbüttel.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hochzeit
mit deß Ambt MansHeiring, Jakob (1655-1715):
Sohn von Valentin Heiring (1608-1668), fürstlich anhaltischer Amtsschreiber zu Walternienburg bei Zerbst, und Anna Magdalena, geb. Landgraf; 1675 Studium in Wittenberg; 1684 Amtsverwalter in Hessen; 1688-1702 Amtmann zu Hessen; seit 1702 Oberamtmann von Hessen; seit 1705 zugleich Amtmann von Jerxheim; seit 1684 Ehe mit Margaretha Elisabeth Meyer (gest. 1724).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von HessenHessen:
Ort auf halber Strecke zwischen Wolfenbüttel und Halberstadt; das dortige Schloss, seit 1560 im Renaissancestil umgestaltet, wurde im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert von den braunschweig-wolfenbüttelschen Herzögen als Sommerresidenz und später als Jagsdschloss genutzt; umgebaut ab 1726 durch den herzoglichen Landbaumeister Hermann Korb (1656-1735).
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
2. SohnHeiring, Georg Valentin (ca. 1690-1728):
Sohn von Jakob Heiring (1655-1715), Amtmann von Hessen, und Margaretha Elisabeth, geb. Meyer (gest. 1724); Gerichtsschultheiß zu Wolfenbüttel, seit 1714 zudem Hofgerichstassessor und Kammerkommissar; seit 1717 Oberamtmann zu Wolfenbüttel; seit 1707 Ehe mit Sophia Lucia Möring.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, 14
geweßen, welche hochzeit auf dem
Möhringschen hoffe zu HalchterHalchter:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

gehalten wurde; mein herr bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und
etliche von den Geheimbten Rähten
waren auch daselbst.

15 15a 15b 16 17 18 19 19a 19b 20
21

Kindtauffen.


Den 1. Februar ist deß Abends zu
HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in der Cuhr-PrinzessinGroßbritannien und Irland, Caroline, Königin von, geb. Markgräfin von Brandenburg-Ansbach (1683-1737):
Tochter von Markgraf Johann Friedrich von Brandenburg-Ansbach (1654-1686) und Eleonore, geb. Herzogin von Sachsen-Eisenach (1662-1696); seit 1705 Ehe mit Herzog Georg August von Braunschweig-Lüneburg (1683-1760), seit 1727 König Georg I. von Großbritannien und Irland sowie Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

Gemach der Neu-Gebohrne PrintzBraunschweig-Lüneburg, Friedrich Ludwig, Herzog von (1707-1751):
Sohn von König Georg II. von Großbritannien und Irland (1683-1760), Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg, und Caroline, geb. Markgräfin von Brandenburg-Ansbach (1683-1737); 1726 Duke of Edinburgh; 1727 Duke of Cornwall sowie Duke of Rothesay; 1729 Prince of Wales; seit 1736 Ehe mit Herzogin Augusta Dorothea von Sachsen-Gotha-Altenburg (1719-1772).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in
beysein deß Cuhr-fürstenGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, der Cuhr-
fürstin
Sophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, und deß Cuhr-PrintzenßGroßbritannien und Irland, Georg II. August, König von (1683-1760):
Sohn von Kurfürst Georg von Braunschweig-Lüneburg (1660-1727), seit 1714 König Georg I. von Großbritannien und Irland, und Sophie Dorothea, geb. Herzogin von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726); seit 1727 König von Großbritannien und Irland und Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1705 Ehe mit Markgräfin Caroline von Brandenburg-Ansbach (1683-1737).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

und meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
getauft; und
der Nahme beygeleget worden. Friderich
Ludewig. Die herren Gevatteren
seiendt geweßen; der König von
Preussen
Brandenburg, Friedrich III., Kurfürst von (1657-1713):
Sohn von Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688), Herzog in Preußen, und Luise Henriette, geb. Gräfin von Nassau-Dillenburg[-Oranien] (1627-1667); seit 1688 Kurfürst von Brandenburg und Herzog in Preußen; seit 1701 König in Preußen; seit 1679 1. Ehe mit Landgräfin Elisabeth Henriette von Hessen-Kassel (1661–1683), seit 1684 2. Ehe mit Herzogin Sophie Charlotte von Braunschweig-Lüneburg (1668-1705).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche. Preußen, Friedrich I., König in (1657-1713):
Sohn von Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688), Herzog in Preußen, und Luise Henriette, geb. Gräfin von Nassau-Dillenburg[-Oranien] (1627-1667); seit 1688 Kurfürst von Brandenburg und Herzog in Preußen; seit 1701 König in Preußen; seit 1679 1. Ehe mit Landgräfin Elisabeth Henriette von Hessen-Kassel (1661–1683), seit 1684 2. Ehe mit Herzogin Sophie Charlotte von Braunschweig-Lüneburg (1668-1705).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, der Cuhr-Fürst und
Cuhr-Fürstin. Meine Gemahlin ist
alß Tau[f]zeuge mit darbey ge-
weßen.


Den 25. April Jst zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

in der schloß-kirchenWolfenbüttel, Schlosskirche:
Seit 1556 aus dem ehemaligen Wohnturm an der Südostflanke des Schlossareals unter Herzog Heinrich d. J. (1489-1568; reg. seit 1514) im Stil der Frührenaissance errichtet, immer wieder aus- und umgebaut, ab 1570 durch Herzog Julius (1528-1589) Renovierung und Umgestaltung zu einer evangelischen Kirche; 1796 abgerissen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, ein erwachßener
Jude, so schon frau und kinder [hat,] 22
durch den Prediger NiedschNitsch, Georg (1663-1729):
Aus Altstrelitz stammend; Schulbesuch in Altstrelitz, Prenzlau, Stralsund und Brandenburg; Studium in Wittenberg (1684), Leipzig (1684) und Jena (1685); seit 1692 als Kollaborator an der Schlosskirche zu Wolfenbüttel, 1693 Pfarrer an der Kirche des Gotteslagers zu Wolfenbüttel (St. Trinitatis); seit 1710 Generalsuperintendent und Pastor primarius sowie Konsistorialassessor in Gotha; seit 1691 1. Ehe mit Clara Sophia Finen, seit 1693 2. Ehe mit Katharina Maria Sacer (1676-1710), seit 1712 3. Ehe mit Joannette Schmidt, seit 1715 4. Ehe mit Anna Regina Schröpfer, geb. Hedenus (gest. nach 1729).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
bey
der kirche auf dem WalleWolfenbüttel, Trinitatiskirche:
Der Heiligen Dreifaltigkeit geweihte Kirche in der östlichen Vorstadt Gotteslager, am Standort des vormaligen Kaisertores; 1700 geweiht, kurz darauf 1705 abgebrannt, dann neu erbaut und 1719 neuerlich geweiht.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; getauft
und ihme der Nahme CarolusN. N., Carolus:
Ein Jude, der am 25. April 1707 in der Schloßkirche in Wolfenbüttel auf den Namen Carolus getauft wurde und bereits verheiratet war und Kinder hatte.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gegeben
worden; die Gevattern seiend gewe-
sen; der HertzogBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, mein herr bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, ich[,]
Seine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, Meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
die beyden Printzen von Bevern,
daß hießige Consistorium; und der
raht; Wir seiendt alle mit unten
in der kirche geweßen; außgenom-
men; herr Vatter; so noch in der
Cammer blieben; Vom Consistorio
stand der herr Geheimbte Raht LüdeckeLüdeke, Urban Dietrich von (1655-1729):
Sohn von Jacob Lüdecke (1625-1696), kurbrandenburgischer Amtmann zu Giebichenstein, und Klara Elisabeth, geb. Kern; (Halb-)Bruder des Hofgerichtsassessors Gebhard Levin Lüdeke (1662-1732); Besuch des Gymnasiums in Halle; Studium in Leipzig (1672) und Frankfurt an der Oder (1675); 1678-1680 Bildungsreise durch die Niederlande, England und Frankreich; seit 1681 praktizierender Jurist in Halle, auch Pfänner und Inspektor der Ratskämmerei; ab 1685 Assessor am Schöppenstuhl; 1686 Hofrat am Hofgericht zu Wolfenbüttel berufen; 1693 herzoglich braunschweig-wolfenbüttelscher Geheimer Rat; 1697 Wirklicher Geheimer Rat; seit 1703 zugleich Geheimrat, Hauptmann und Obersteuerdirektor des Reichstifts Quedlinburg; seit 1704 zugleich braunschweig-wolfenbüttelscher Kanzlei- und Konsistorialdirektor; 1714 Rücktritt von seinen kurbrandenburgischen Ämtern; 1718-1729 Kanzler des Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttel; 1704 erblicher preußischer Adelsstand; Erbherr zu Sickte; seit 1681 Ehe mit Clara Elisabeth Mathesius (1661-1721).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
vom Raht; der hoffraht
ReicheReiche, Andreas Otto (gest. 1738):
Gerichtsschulze, später Geheimer Justizrat und Hofrat in Wolfenbüttel.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; so auch Gerichtschultze.

23 24 25 26
27

Begräbnüßen.


Den 5. Februar Jst deß weyland
gottseeligen Prinzenß Heinrichs Ferdinands
von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Heinrich Ferdinand, Herzog von (1684-1706):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); kaiserlicher Obristleutnant.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+leiche+ in der nacht, von Lichten-
berg
Lichtenberg (Salzgitter):
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
kommende, gantz in der stille
in dero begräbniß zu BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

in der Dohm-KircheBraunschweig, Dom St. Blasii:
Kirche des Stiffts St. Blasii in Braunschweig, direkt am Burgplatz gelegen, meist an sich falsch vereinfachend "Dom" genannt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
beygesetzet worden.
Dieße leiche[,] so lange zu TurinTurin (Torino):
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gestanden,
ist von dar bis nach Braunschweich
10 wochen unterwegenß geweßen.


Den 5. November Jst deß herrn OppelnOppel, Moritz Friedrich von (1668 oder 1669-1707):
seit spätestens 1697 Kammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel, erneut bestallt 1699, tätig bei Herzogin Elisabeth Juliane (1634–1704), dann bei Herzog Anton Ulrich (1633-1714).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

geweßenen Cammerjunkers bey meiner
Seeligen frau mutterBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Juliane, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonora, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1680); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, und hernach bey
herrn vatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, begräbnüß geweßen;
der hertzogBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ist des Abends +um 7 uhren+ selbst hin-
nunter nach deß verstorbenen hause in
der stadtWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gefahren; +in+ welches die Gemächer
schwartz bezogen; daselbst hat der junge 28
herr von CrammCramm, August Adolph von (1685-1763):
Sohn von Hans Adolph von Cramm (1655-1705), auf Volkersheim, und Eleonore Elisabeth, geb. von Cramm (1655-1701); 1701-1705 Studium an der Ritterakademie zu Wolfenbüttel, Studium in Halle; Hofjunker bei Herzog Ludwig Rudolf von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), 1708 Auditor der fürstlichen Kanzleien zu Wolfenbüttel und Blankenburg, 1710 Kammerjunker und Assessor am Hofgericht in Wolfenbüttel; mehrfach Gesandter der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel u.a. in Regensburg, St. Petersburg, Moskau; 1714 Hofrat bei der fürstlichen Regierung und Kammer zu Blankenburg, 1718 Oberhauptmann und Hofmarschall in Blankenburg, 1724 Geheimer Rat, später Wirklicher Geheimer Rat und Regierungspräsident in Blankenburg; seit 1731 Propst des Stifts Steterburg und Mitglied des Konsistoriums zu Wolfenbüttel; 1744 Premierminister.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, von VolckerenVolkersheim:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

eine Abdankung gehalten; die wörter
zu sein[em] scopo genommen; suum cuique4
und sonsten sehr wohl perorirtPeroriren:
eine (eifrige) Rede halten, Schulrede
; her-
nach ist man der Adelichen leiche
so auf einem leich wagen, dafür 6
Pferde gespannet; geführt wurde, in
Carossen nachgefolget; und zwar die
herschafftlichen Carossen alle mit
sechß Pferden bespannet; auf beyde
seiten seiendt soldaten mit pech-fackeln
gangen; und in der stadtWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hin und
wieder Peckränze5 außgesteckt worden,
in der KircheWolfenbüttel, Kirche St. Johannis:
Seit 1661 erbaute, 1663 geweihte Kirche in der Auguststadt zu Wolfenbüttel.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
so in der AugustadtWolfenbüttel, Auguststadt:
Stadtteil von Wolfenbüttel; ab Mitte des 17. Jahrhunderts erfolgte Stadterweiterung nach Westen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

wurde die leiche vor den großen
Altar niedergesetzet, und darauf musi-
cirt; bey der und hernach etliche geistliche
sterbe lieder gesungen; darauf alß man 29
anfieng Nun last unß den leib begraben6
zusingen; wurde die fräulein FizlebenFizleben, N. N. (1) von:
Um 1701 Hofmeisterin der jungen Prinzessinnen, um 1704 Hofmeisterin bei der Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747) sowie zugleich bei den jungen Prinzessinnen; um 1707 anscheinend Hofdame der Äbtissin von Gandersheim, Herzogin Henriette Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel (1666-1753).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

so bey der Æbtissin von GandersheimbBraunschweig-Wolfenbüttel, Henriette Christine, Herzogin von (1666-1753):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); seit 1681 Kanonisse im Reichsstift Gandersheim, 1693 Äbtissin (bis 1712); 1712 nach Konversion zum Katholizismus Stiftsdame in Roermond.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

war; hinunter gefuhret; von ihrem stand[,]
um die Crohne so von diamanteren
und perlen war; und zum häubten auf
einen Rothen Sametten küßen lag;
dem seligverstorbenen abzunehmen; und
auf den Altar zu legen; wie solches
geschehen[,] kame der herr rittmeister
HaxhausenHaxthausen, Anton Ulrich von (1675-1732):
Sohn von Hermann Rabe von Haxthausen (1624/25-1682) und Agnes Maria, geb. Kamptz von Godau (gest. 1695); Militär in in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, um 1688 Fähnrich, 1695 Cornet bei der Leibgarde zu Pferd, um 1697/1702 Leutnant bei der Leibgarde zu Pferd, um 1707 Rittmeister und Hofjunker, 1712 Obristleutnant; Oberstallmeister bei Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) in Blankenburg; Erbherr zu Georgenhausen; seit 1723 Ehe mit Albertine Charlotte von Haxthausen (1689-1761).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von der Garde zu Pferde
und nahme ihme deßen bloßen degen
nebst der stücke7 vom grab und über-
liefferten es seine diener; hierauf
wurde die leiche in ihre Gruft
gesencket; und nach geschehener gehaltener
Collecte; fuhr alles nach hoffe
und nach hause, die Dameß waren 30
schon vorher in der kirchen
geweßen und hatten zugesehen.


Den 6. November wurde deß
Nachmittages in der schloß kirchenWolfenbüttel, Schlosskirche:
Seit 1556 aus dem ehemaligen Wohnturm an der Südostflanke des Schlossareals unter Herzog Heinrich d. J. (1489-1568; reg. seit 1514) im Stil der Frührenaissance errichtet, immer wieder aus- und umgebaut, ab 1570 durch Herzog Julius (1528-1589) Renovierung und Umgestaltung zu einer evangelischen Kirche; 1796 abgerissen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
die leich-predigt
dem selig verstorbenenOppel, Moritz Friedrich von (1668 oder 1669-1707):
seit spätestens 1697 Kammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel, erneut bestallt 1699, tätig bei Herzogin Elisabeth Juliane (1634–1704), dann bei Herzog Anton Ulrich (1633-1714).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu ehren ge-
halten von herrn Superintendenten FühnenFinen, Eberhard (1668-1726):
Sohn von Hans Finen, Ratsherr in Braunschweig, und Elisabeth, geb. Heine; Besuch des Gymnasiums Martineum in Braunschweig, Studium der Theologie in Jena (1688-1690) und Helmstedt (1694-1697); 1691-1694 Hofmeister bei Georg Wilhelm von Mahrenholtz; 1698 Diakon an St. Stephani zu Helmstedt; 1704 Pastor an St. Blasii zu Braunschweig; 1706 Superintendent des Amtes Campen und Hofprediger in Wolfenbüttel; 1708 Konsistorialrat; 1709 Abt des Klosters Michaelstein bei Blankenburg; 1725 Hofprediger in der (neuerbauten) Schlosskirche zu Braunschweig.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

der Text war auß dem buch
Hiob.

31 32
33

Festins, Messen.
und allerhand Festivitæten.


Den 3. Ianuar Jst in den ordinairen Eßsall,
alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
auf dem schloßWolfenbüttel, Schloss:
Ursprünglich eine Wasserburg, die nachweislich im 11. Jahrhundert errichtet und im 13. Jahrhundert erstmals zersört wurde. Seit Mitte des 14. Jahrhunderts Residenzanlage der Welfen und erneute Zerstörung im Schmalkaldischen Krieg, worauf allerdings ein abermaliger Wiederaufbau erfolgte. Größere Umbaumaßnahmen wurden im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert durchgeführt, wobei die heutige Gestalt maßgeblich durch Hermann Korb geprägt wurde.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, wegen
deß bischoffs von Olmütz und OsnabrügksLothringen, Karl Joseph, Herzog von (1680-1715):
Sohn von Herzog Karl V. von Lothringen (1643-1690) und Eleonore Maria Josepha, geb. Erzherzogin von Österreich (1653-1697); seit 1695 Bischof von Olmütz, seit 1698 Bischof von Osnabrück und seit 1711 Erzbischof und Kurfürst von Trier.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; an
zwo taffeln deß Abends öffentlich gespeiset
worden. Und haben an der +1+ fürstlichen taffel
an geseßen; der bischoff, auf deßen lincken
die ErbprintzeßBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; auf seiner rechten; meine
GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; bey der Erb-Printzeß mein herr VaterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
bey meiner Gemahlin; mein bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; bey
meinem herrn Vattern ich, bey meinem brudern
der Printz Ferdinand Albrecht von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel, Ferdinand Albrecht II., Herzog von (1680-1735):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1701 Obristleutnant in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1701-1705 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
;
bey mir ein Graff CorelliCorelli, Graf, N. N.:
Im Januar 1707 im Gefolge des Bischofs von Olmütz und Osnabrück, Herzog Karl Joseph von Lothringen, am Hof zu Wolfenbüttel bezeugt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
so in deß bischoffs
Suite mitgekommen; bey dem Printzen
von Bevern; der herr Cadroni8; auch ein
Cavallier von dem herrn bischoff; bey dem-
selbigen noch ein Cavallier von dem
herrn bischoff, Elßd. Die fürstlichen Personen
seindt alle auf rohten sammetten seßel[!]
geseßen. Der bischoff und herr Vatter aber 34
nur alleine durch Cavalliers servirtserviren:
bedienen
,
an der anderen taffel hat meine tochter Antoinetta AmaliaBraunschweig-Wolfenbüttel, Antoinette Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel. (1696-1762):
Jüngste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1712 Ehe mit ihrem Cousin Herzog Ferdinand Albrecht II. von Braunschweig-Wolfenbüttel(-Bevern) (1680-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; nebst ihrer hoff-
meisterin
Cramm, N. N. (1) von (gest. 1704):
Um 1701 Hofmeisterin der jungen Prinzessinnen, um 1704 Hofmeisterin bei der Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747) sowie zugleich bei den jungen Prinzessinnen; Ehe mit Johann Ludwig von Cramm (ca.1665-1712).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und dan Einigen Cavallieren
vom hoffe geßeßen. Vor der taffel ist
AssembleéAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande")
geweßen.


Den 4. Ianuar Jst deß Mittages eben der-
gleichen Taffel geweßen; deß Abendts aber
ist bunte reyheBunte Reihe:
Höfisches Gesellschaftsspiel, bei dem die Kavalliere und Damen des Hofes ausnahmsweise sowie mitunter verkleidet an der fürstlichen Tafel speisen, wobei die Sitzordnung ausgelost wird und jeweils ausgeloste Paare (Mann und Frau) zusammensitzen, aber diverse Variationen möglich sind
9 geweßen; und seiend der
hertzogBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
mein Herr Vatter von taffel ge-
blieben; Jst auch nicht servirtserviren:
bedienen
seind+auch+
keine seßelß geweßen. Deß Abends ist
AssembleéAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande")
gehalten worden.


Den 5. Ianuar Jst der bischoffLothringen, Karl Joseph, Herzog von (1680-1715):
Sohn von Herzog Karl V. von Lothringen (1643-1690) und Eleonore Maria Josepha, geb. Erzherzogin von Österreich (1653-1697); seit 1695 Bischof von Olmütz, seit 1698 Bischof von Osnabrück und seit 1711 Erzbischof und Kurfürst von Trier.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
nebst
unß Printzen nach SaltztahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß
Mittages hinnauß geweßen; haben da-
selbst geßen; deß morgenß hat Er mei-
neß brudernBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
reitschule besehen; deß
Abends ist AssembleéAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande")
geweßen. 35


Den 6. Ianuar Jst deß Abends daß
königspielKönigsspiel:
Das Königsspiel steht im Zusammenhang der Spiele um den Tag der Heiligen Drei Könige (6. Januar). Dabei wurde ein ganzer königlicher Hof in einem Rollenspiel abgebildet, wobei die jeweilig durch die Teilnehmer eingenommenen Ämter und Rollen, die variieren konnten, vorher ausgelost wurden. Es existierten zahlreiche, auch volkstümliche Abwandlungen des Spiels, wie der "Bohnenkönig", wo eine in einen Kuchen eingebackene Bohne und das Finden derselben im eigenen Kuchenstück darüber entschieden, wer aus Familie oder Haus König für einen Tag sein durfte. Vgl. hierzu auch "Bauernhochzeit".
zu hoffe gespielt worden,
und ist der könig, der RittMeister bey
der Guarde zu Pferde HaxhausenHaxthausen, Anton Ulrich von (1675-1732):
Sohn von Hermann Rabe von Haxthausen (1624/25-1682) und Agnes Maria, geb. Kamptz von Godau (gest. 1695); Militär in in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, um 1688 Fähnrich, 1695 Cornet bei der Leibgarde zu Pferd, um 1697/1702 Leutnant bei der Leibgarde zu Pferd, um 1707 Rittmeister und Hofjunker, 1712 Obristleutnant; Oberstallmeister bei Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) in Blankenburg; Erbherr zu Georgenhausen; seit 1723 Ehe mit Albertine Charlotte von Haxthausen (1689-1761).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

geweßen; die königin die Obermarschallin
von SteinbergSteinberg, Gertrud Luise von, geb. von Grapendorff (1667-1743):
Tochter von Hieronymus von Grapendorff (1618-1671), braunschweig-lüneburgischer Geheimer Rat, Hofmarschall und Großvogt zu Celle, und Anna Sophia, geb. von Haaren (1634-1711); seit 1686 Ehe mit Obermarschall Friedrich von Steinberg (1651-1718).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
königin; die Cron-Prinzes-
sin meine Elteste t die Schloß-haubtmän-
nin BennigsenBennigsen, Magdalena Agnes von, geb. von Steinberg (1674-1727):
Tochter von Friedrich von Steinberg (1619-1679), auf Bodenburg, Brüggen und Achim, und Hedwig, geb. von Wiedensee (gest. 1699); seit 1698 Ehe mit dem Schlosshauptmann Levin Adolf von Bennigsen (1656-1716).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; ihr der Cron-Printz
der Graff CorelliCorelli, Graf, N. N.:
Im Januar 1707 im Gefolge des Bischofs von Olmütz und Osnabrück, Herzog Karl Joseph von Lothringen, am Hof zu Wolfenbüttel bezeugt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; so bey dem bischoff
mit war; der bischoffLothringen, Karl Joseph, Herzog von (1680-1715):
Sohn von Herzog Karl V. von Lothringen (1643-1690) und Eleonore Maria Josepha, geb. Erzherzogin von Österreich (1653-1697); seit 1695 Bischof von Olmütz, seit 1698 Bischof von Osnabrück und seit 1711 Erzbischof und Kurfürst von Trier.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
war Ambassadeur,
die Ambassadrice meine Elteste TochterElisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
diße sonste der hertzogBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
mein herr Vatter,
Capell-Meister; ich, Printz Ferdinand
Albrecht von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel, Ferdinand Albrecht II., Herzog von (1680-1735):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1701 Obristleutnant in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1701-1705 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, Monsieur JordanJordan, Carl Friedrich von (gest. nach 1728):
Vor 1715-1727 Kammerjunker bei Königin Christiane Eberhardine von Polen (1671-1727); seit 1715 Ehe mit Eleonore Sophie von Seebach (1687-1756), Kammerfräulein bei Königin Christiane Eberhardine.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

Cammerjuncker bey der königin von PohlenChristiane Eberhardine, Königin von Polen, geb. Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth (1671-1727):
Tochter von Markgraf Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth (1644-1712) und Sophia Louise, geb. Herzogin von Württemberg (1642-1702); seit 1693 Ehe mit Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen (seit 1697: König August II. von Polen).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
AugustiAugust II., König von Polen (1670-1733):
Sohn von Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen (1647-1691); seit 1694 Kurfürst von Sachsen sowie von 1697-1706 und erneut 1709-1733 zugleich König von Polen und Großherzog von Litauen.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Gemahlin; Monsieur WalterWalther, Friedrich Hans von (1662-1710):
Sohn von Hans (von) Walther (1618-1677), Generalmajor und Kommandant in Tönning, und Dorothea, geb. Hecklauer (1633-1669); Studium an der Ritterakdemie in Wolfenbüttel (1700), um 1701 Hofmeister des Herzogs Ferdinand Albrecht II. von Braunschweig-Wolfenbüttel(-Bevern) (1680-1735); vor 1703 Estatsrat; 1703 Oberhofmeister der Ritterakademie zu Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Ober-
hoffmeister von der AcademieWolfenbüttel, Ritterakademie "Rudolph-Antoniana":
Ritterakademie, 1687 von den Herzögen Rudolph August und Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel gegründet, im Kleinen Schloss in Wolfenbüttel untergebracht, 1715 aufgelöst.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; OppelnOppel, Moritz Friedrich von (1668 oder 1669-1707):
seit spätestens 1697 Kammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel, erneut bestallt 1699, tätig bei Herzogin Elisabeth Juliane (1634–1704), dann bei Herzog Anton Ulrich (1633-1714).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

cammerjuncker; ViereckViereck, Adam Otto von (1684-1758):
Sohn von Adam Otto von Viereck (1634-1717) und Anna Helena, geb. von Wolffersdorff (1651-1701); Studium in Frankfurt und Helmstedt; ab ca. 1704/1705 in braunschweigisch-wolfenbüttelschen Diensten als Leutnant und Kammerjunker; Begleiter der Herzogin Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel zu ihrer Hochzeit nach Wien; ab 1707 in königlich-preußischen Diensten.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Cammerjuncker
und bey+Lieutenant+ der Garde, Monsieur StiguinelliStechinelli von Wickenburg, Ludwig Wilhelm (ca. 1680-1732):
Sohn von Francesco Maria Capellini (1640-1694) und Agnes Elisabeth, geb. Breyger; Kammerjunker und später Oberkammerjunker in Wolfenbüttel.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
kam-
merjuncker; die Fräulein SebachinSeebach, N. N. (1) von:
Aus thüringischem Adelsgeschlecht; seit Anfang August 1701 Kammerfräulein von Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747); seit 1709 Ehe mit N. N..
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Cammer36-
fræulein bey meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

wir stellten Musicanten vor; deß
Abends vor dem eßen nachdem man
die Zettuls gezogen, wurde gespielet;
hernach gieng man eßen an unterschie-
denen taffeln in dem großen Saal,
und nach dem eßen wurden kleine
spiele gespielett; wir Musicanten machten
vor der taffel eine Musique mit
fleutes, guitarren; und sang die fräu-
lein
Seebach, N. N. (1) von:
Aus thüringischem Adelsgeschlecht; seit Anfang August 1701 Kammerfräulein von Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747); seit 1709 Ehe mit N. N..
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; der hertzogBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
alß Capell-Meister
hielt den tact; bey der taffel
wurde eine schöne taffelmusic gehalten
von denen hoff-Musicanten; und sing
zum ersteren mahl, die RhedernRhedern, N. N. (1):
Um 1707 Sängerin an der Gänsemarkt-Oper in Hamburg, anscheinend nur in Herzog Ludwig Rudolphs Tagebuch 286a Blank., S. 36 für ein Gastspiel in Braunschweig bezeugt. Die Hamburger Gänseoper war damals bereits im Niedergang begriffen und hatte ihren ersten Rang an die Braunschweiger Oper abgetreten. Die Quellenlage für Hamburger Sängerinnen und Sänger ist schlecht und bessert sich erst für die Jahre 1722 bis 1733, als die Rollenbesetzungen in den Libretti mit angegeben wurden. Eine Madame "Rhedern" findet sich hier nicht. Vgl. Hans Joachim Marx, Dorothea Schröder: Die Hamburger Gänsemarkt-Oper. Katalog der Textbücher (1678-1748). Laaber 1995, S. 453; Klaus Zelm: Die Sänger der Hamburger Gänsemarkt-Oper. In: Hamburger Jahrbuch f. Musikwissenschaft, Bd. 3: Studien zur Barockoper. Hrsg. von Constantin Floros [u. a.]. Hamburg 1978, S. 35-73.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

so von HamburgHamburg:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hergekommen, um in
der opera mitzusingen.


Den 7. Ianuar hat der bischoffLothringen, Karl Joseph, Herzog von (1680-1715):
Sohn von Herzog Karl V. von Lothringen (1643-1690) und Eleonore Maria Josepha, geb. Erzherzogin von Österreich (1653-1697); seit 1695 Bischof von Olmütz, seit 1698 Bischof von Osnabrück und seit 1711 Erzbischof und Kurfürst von Trier.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
seine abreiß 37
von hier wieder genommen; nachdem [er] in
seinem vorgemach gefrüstückt; worbey der
hertzogBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
mein herr Vatter mit an taffel
war.


Den 8. Ianuar deß Abends habe ich in mei-
ner schlaff-Cammer gespeißet, und einen könig
bey taffel erwehlt, welcher geweßen Monsieur
JordanJordan, Carl Friedrich von (gest. nach 1728):
Vor 1715-1727 Kammerjunker bei Königin Christiane Eberhardine von Polen (1671-1727); seit 1715 Ehe mit Eleonore Sophie von Seebach (1687-1756), Kammerfräulein bei Königin Christiane Eberhardine.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
: die königin; fräulein SebachinSeebach, N. N. (1) von:
Aus thüringischem Adelsgeschlecht; seit Anfang August 1701 Kammerfräulein von Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747); seit 1709 Ehe mit N. N..
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
der Connestable, Monsieur TournerTurnor, Edmund (1688-1769):
Sohn von John Turnor (1654-1719), Esq., und Diana geb. Cecil (1663-1736); seit 1705 Student an der Ritterakademie in Wolfenbüttel; angesessen auf South Stoke, Stoke Rochford, Lincolnshire; seit 1710 Ehe mit Elizabeth Ferne (gest. 1763).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, ein Engelländer
und der in der AcademieWolfenbüttel, Ritterakademie "Rudolph-Antoniana":
Ritterakademie, 1687 von den Herzögen Rudolph August und Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel gegründet, im Kleinen Schloss in Wolfenbüttel untergebracht, 1715 aufgelöst.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
sich aufhielte,
die Connestabelin meine tochter Antoinette
Amalia
Braunschweig-Wolfenbüttel, Antoinette Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel. (1696-1762):
Jüngste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1712 Ehe mit ihrem Cousin Herzog Ferdinand Albrecht II. von Braunschweig-Wolfenbüttel(-Bevern) (1680-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
. Der Reichß-Præsident; Printz Ferdinand Albrecht
von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel, Ferdinand Albrecht II., Herzog von (1680-1735):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1701 Obristleutnant in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1701-1705 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
. Die Reichß Præsidentin; meine
gemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
. Der Admiral, Jch; die Admiralin
die hoffmeisterin RahtsamhäusernRathsamhausen, N. N. (1) von:
Um 1707 Hofmeisterin bei Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel; vermutl. Ehe mit Johann Wolfgang von Rathsamhausen (1662-1711) zu Ehenweyer, sachsen-eisenachisch Geheimer Rat und Oberhofmarschall, dann württembergischer Regierungsrat, dann hessen-darmstädtischer Regierungspräsident.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
10; so bey
meiner Gemahlin ist. Der Oberhoff-Warheit-
sager Monsieur CandorLeremite de Candor, Gui (gest. ca.1721/22):
Hugenotte, Exulant; spätestens 1694 Professor für Fremdsprachen an der Ritterakademie in Wolfenbüttel (1699 entlassen, doch vermutlich neu bestallt), noch 1702 im Amt .
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Professor bey der
Academie. Wir zogen in zuckeren hertzen
unßere Zettuls; und waren recht lustig
bey taffel; spielten +ans+ propos rampur11
und sangen.

38


Den 13. Ianuar deß Abends wurde zu
BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
wegen anweßendheit deß
Churfürsten von HannoverGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in dem
ordinairen Eßgemach in herrn VattersBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

kleinß HaußBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
offene taffel gehalten
alß vorhero gespielet worden, und hat
der Churfürst mit Herr Vattern im
schachteSchacht:
Schachspiel
gespielet. An der Taffel saßen
der Churfürst so seinen seßel hatte,
bey ihme auf der lincken hand mein
herr Vatter vor deme auch ein seßel
gestellet war; ob er aber ihn behalten
weiß ich eben nicht. Bey herrn Vattern
die ÆbtissinBraunschweig-Wolfenbüttel, Henriette Christine, Herzogin von (1666-1753):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); seit 1681 Kanonisse im Reichsstift Gandersheim, 1693 Äbtissin (bis 1712); 1712 nach Konversion zum Katholizismus Stiftsdame in Roermond.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
die solte vorher bey
dem Churfürsten sitzen; aber sie
wolte ihm nicht den seßel nehmen
dem[!] er ihr anbohte. Also saß
meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
auf der rechten
hand bey dem Churfürsten; bey der 39
Mein bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; bey deme der Printz Ferdinand Albrecht
von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel, Ferdinand Albrecht II., Herzog von (1680-1735):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1701 Obristleutnant in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1701-1705 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; und bey deme der General
WeiheWeyhe, Christian Ludwig von (gest. nach 1708):
Militär in kur-braunschweig-lüneburgischen Diensten, um 1694/95 Obrist der Leibgarde zu Pferd, um 1697/98 Generalmajor, um 1704 Generalleutnant; Erbherr zu Hoya und Anderten; seit 1696 Ehe mit Maria Catharina von dem Bussche, geb. von Meysenbug (1655-1723).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; Graff PlatePlaten-Hallermund, Ernst August, Graf von (1674-1726):
Offiziell Sohn von Franz Ernst von Platen (1631-1709), tatsächlich unehelicher Sohn des Kurfürsten Ernst August I. von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und seiner Mätresse Clara Elisabeth von Platen, geb. von Meysenbug (1648-1700); Erbherr auf Linden, General-Erb-Postmeister, Oberkammerherr, Wirklicher Geheimer Rat, Oberhauptmann und Drost zu Grohnde und Ohsen; seit 1697 Ehe mit Sophia Caroline Eva Antoinette von Offen (1669–1726).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; und KielmanseckKielmansegg, Johann Adolf von (1668-1717):
Sohn von Friedrich Christian Kielman von Kielmansegg (1639-1714) und Marie Elisabeth, geb. von Ahlefeldt (1643-1709); seit 1692 in braunschweig-lüneburgischen Diensten, seit 1696 Kammerjunker und seit 1698 Kammerherr, auch Oberstallmeister am englischen Hof; seit 1701 Ehe mit Sophie Charlotte von Platen-Hallermund (1675-1725).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
.
Bey der ÆbtissinBraunschweig-Wolfenbüttel, Henriette Christine, Herzogin von (1666-1753):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); seit 1681 Kanonisse im Reichsstift Gandersheim, 1693 Äbtissin (bis 1712); 1712 nach Konversion zum Katholizismus Stiftsdame in Roermond.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
saß die ErbprintzeßBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
;
bey der ich, und bey mir meine Elteste tochterElisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
und dann war der Vorleger oder Vorßneider
so standt, und war es der RittMeister
HaxhausenHaxthausen, Anton Ulrich von (1675-1732):
Sohn von Hermann Rabe von Haxthausen (1624/25-1682) und Agnes Maria, geb. Kamptz von Godau (gest. 1695); Militär in in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, um 1688 Fähnrich, 1695 Cornet bei der Leibgarde zu Pferd, um 1697/1702 Leutnant bei der Leibgarde zu Pferd, um 1707 Rittmeister und Hofjunker, 1712 Obristleutnant; Oberstallmeister bei Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) in Blankenburg; Erbherr zu Georgenhausen; seit 1723 Ehe mit Albertine Charlotte von Haxthausen (1689-1761).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
. Der ChurfürstGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hatte nebst
herrn VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
allein einen seßel,
wir andern stühle; der Churfürst wurde
die Gantze taffel durch Cavalliers
servirtserviren:
bedienen
, die anderen fürstlichen Personen
aber nur im Anfange und zu ende der
taffel.


Den 14. Ianuar hat deß Vormittages der
ChurfürstGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
nebst herrn VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in meiner schwester
der ÆbtissinBraunschweig-Wolfenbüttel, Henriette Christine, Herzogin von (1666-1753):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); seit 1681 Kanonisse im Reichsstift Gandersheim, 1693 Äbtissin (bis 1712); 1712 nach Konversion zum Katholizismus Stiftsdame in Roermond.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Vorgemach in schachtSchacht:
Schachspiel
gespielet.
Deß Mittages ist in dem ordinairen Eß-
gemach an einer großen +runden+ taffel gespeißet
worden, an welcher nichts alß lauter
fürstliche Persohnen geseßen; herr vatter 40
haben allezeit ihren seßel wegge-
ben laßen; deß Nach-Mittages hat der
ChurfürstGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
daß Neue Zeug-haußBraunschweig, Zeughaus (Paulinerkloster):
Ursprünglich war das Paulinerkloster in Braunschweig Sitz der Dominikaner. Nach der Reformation wurde das Gebäude als Bauholz- und Getreidespeicher genutzt sowie als Zeughaus. Seit Beginn des 18. Jahrhunderts wurde das ehemalige Kloster auf Veranlassung von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) endgültig zum Zeughaus umgebaut. Eine erneute Umnutzung erfolgte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Kunst- und Naturalienkammer, bevor der Klosterkomplex zu Beginn des 20. Jahrhunderts abgerissen wurde.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
besehen.
Deß Abends ist gespielet worden; hernach
wieder so gespeißet alß deß vorigen Abends
außgenommen daß an statt KilmanseckKielmansegg, Johann Adolf von (1668-1717):
Sohn von Friedrich Christian Kielman von Kielmansegg (1639-1714) und Marie Elisabeth, geb. von Ahlefeldt (1643-1709); seit 1692 in braunschweig-lüneburgischen Diensten, seit 1696 Kammerjunker und seit 1698 Kammerherr, auch Oberstallmeister am englischen Hof; seit 1701 Ehe mit Sophie Charlotte von Platen-Hallermund (1675-1725).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

der herr Land-Comter BilauBülow, Otto Diedrich von (1655-1732):
Sohn von Jakob von Bülow (1625–1681), dänischer Generalmajor, und Dorothea Margaretha, geb. von Wittorf (gest. 1668); Studium in Helmstedt, dann Studienreise durch Holland, England, Frankreich und Italien; u. a. Kammerherr bei Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694); ab 1684 Hofmeister bei Herzog Friedrich IV. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1671-1702); seit 1690 Mitglied des Deutschen Ordens; seit 1693 Koadjutor des Landkomturs zu Lucklum; vor 1694 holstein-gottorfischer Geheimer Rat; ab 1695 Oberhofmeister der Herzoginwitwe Friederike Amalie von Schleswig-Holstein-Gottorf (1649-1704), geb. Prinzessin von Dänemark; seit 1703 Komtur des Deutschen Ordens der Ballei Ober- und Niedersachsen in Lucklum.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von LuckelmLucklum:
Sitz einer Deutschordenskommende, von der ein Landkomtur die Ballei Ober- und Niedersachsen verwaltete.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

mit an taffel an statts geseßen, +Der Churfürst hat dießen abend auch den seßel
weggeben [beym] eßen12+

Die fürstlichen Persohnen so deß Mittages
an taffel geweßen, seindt folgende. Der
Churfürst, mein herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, die ÆbtissinBraunschweig-Wolfenbüttel, Henriette Christine, Herzogin von (1666-1753):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); seit 1681 Kanonisse im Reichsstift Gandersheim, 1693 Äbtissin (bis 1712); 1712 nach Konversion zum Katholizismus Stiftsdame in Roermond.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
die ErbprintzesBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
[,] meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, meine
beyden Töchter die EltesteElisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und die
jüngsteBraunschweig-Wolfenbüttel, Antoinette Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel. (1696-1762):
Jüngste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1712 Ehe mit ihrem Cousin Herzog Ferdinand Albrecht II. von Braunschweig-Wolfenbüttel(-Bevern) (1680-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, die zwey Printzen von Bevern
Ferdinand AlbrechtBraunschweig-Wolfenbüttel, Ferdinand Albrecht II., Herzog von (1680-1735):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1701 Obristleutnant in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1701-1705 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
[,] Ernst FerdinandBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Ernst Ferdinand, Herzog von (1682-1746):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1706 kurbrandenburg-preußischer Obrist, 1711 Generalmajor (1713 Abschied aus dem Militärdienst; 1707-1746 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 paragierter Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern; seit 1714 Ehe mit Herzogin Eleonore Charlotte von Kurland (1686–1748).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und der Printz Leopold
von Holstein-Norburg
Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg, Ernst Leopold, Herzog von (1685-1722):
Sohn von Herzog Rudolph Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1645-1688) und Bibiane, geb. von Promnitz (1649-1685); nach 1688 am Hof zu Wolfenbüttel erzogen; später Offizier in kaiserlichen Diensten, letztlich Generalfeldwachtmeister und Obrist eines Dragonerregiments.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, mein herr bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und ich.


Den 15. +Ianuar+ Seiendt mein herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
nebst+hinauß+
dem nach SaltztahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gefahren. deß
morgenß um 9 uhr; mein bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und 41
ich seiendt mit dem ChurfürstenGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in
einem wagen nachgefolget; und haben
deß Mittages darauß geßen; es ist doch
auch draußen serviret worden. Deß
Abends ist zu BraunßweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gespielet
und seindt herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
nicht mit an
taffel so wie voriges abends ge-
weßen. Der Churfürst hat den seßel
nicht behalten wollen. Deß morgenß
ehehe er nach SaltztahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ist er bey
meinem bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und seiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

auf dem Grauen hoffeBraunschweig, Grauer Hof:
Ursprünglich städtischer Hof der Zisterzienser von Riddagshausen am Bohlweg in Braunschweig. Vor 1671 Quartier der Herzöge bei Besuchen in Braunschweig, Pläne für einen Ausbau zur herzoglichen Stadtresidenz schon unter Herzog Anton Ulrich, fortgeführt unter dessen Sohn und Nachfolger Herzog August Wilhelm; seit dem Umzug des Hofes aus Wolfenbüttel 1753 Residenz der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel. Im Volksaufstand im Zuge der Julirevolution 1830 durch Brand zerstört.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geweßen.


Den 16. Ianuar Jst deß Mittages nachdem
vorhero der Pastor FühneFinen, Eberhard (1668-1726):
Sohn von Hans Finen, Ratsherr in Braunschweig, und Elisabeth, geb. Heine; Besuch des Gymnasiums Martineum in Braunschweig, Studium der Theologie in Jena (1688-1690) und Helmstedt (1694-1697); 1691-1694 Hofmeister bei Georg Wilhelm von Mahrenholtz; 1698 Diakon an St. Stephani zu Helmstedt; 1704 Pastor an St. Blasii zu Braunschweig; 1706 Superintendent des Amtes Campen und Hofprediger in Wolfenbüttel; 1708 Konsistorialrat; 1709 Abt des Klosters Michaelstein bei Blankenburg; 1725 Hofprediger in der (neuerbauten) Schlosskirche zu Braunschweig.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in daß
ordinaire Eßgemach gepredigt, vor dem
ChurfürstenGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; in herrn vattersBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
großes
vorgemach, auf dem MosthauseBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gespeißet
worden; d+und+ haben alle fürstliche
Persohnen seßels gehabt; und seindt 42
22 Personen an +dießer+ taffel geseßen
Vor und nach der taffel ist der
ChurfürstGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Ge-
mach geweßen, wie auch herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

und die andern; deß Abends Jst auf
dem Großen Saal auf dem MosthauseBraunschweig, Mosthaus, Großer Saal:
1642 war Justus Georg Schottelius' "Neu erfundenes FreudenSpiel genandt FriedensSieg" im Burgsaal aufgeführt worden. Der Druck (Wolfenbüttel 1648) gibt in mehreren Abbildungen einen Eindruck vom damaligen Saal in seiner Nutzung für theatralische Aufführungen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

gespielet, und hat man Zettuls gezogen;
wie man bey taffel sitzen solte;
und derer zwey in meinß herrn
vattern Vorgemach auf dem Most-
hause angerichtet geweßen. Jch habe
die ÆbtissinBraunschweig-Wolfenbüttel, Henriette Christine, Herzogin von (1666-1753):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); seit 1681 Kanonisse im Reichsstift Gandersheim, 1693 Äbtissin (bis 1712); 1712 nach Konversion zum Katholizismus Stiftsdame in Roermond.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
meine schwester zur frau
gehabt.


Den 23. Ianuar ist deß Abends
wegen der Gedächtnüß Predigt
der beyden Printzen Heinrich FerdinandBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Heinrich Ferdinand, Herzog von (1684-1706):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); kaiserlicher Obristleutnant.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

und Ferdinand ChristianBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Ferdinand Christian, Herzog von (1682-1706):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1705-1706 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
auf dem schloßWolfenbüttel, Schloss:
Ursprünglich eine Wasserburg, die nachweislich im 11. Jahrhundert errichtet und im 13. Jahrhundert erstmals zersört wurde. Seit Mitte des 14. Jahrhunderts Residenzanlage der Welfen und erneute Zerstörung im Schmalkaldischen Krieg, worauf allerdings ein abermaliger Wiederaufbau erfolgte. Größere Umbaumaßnahmen wurden im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert durchgeführt, wobei die heutige Gestalt maßgeblich durch Hermann Korb geprägt wurde.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+
in zwey Genns13 [?] ihre
so mit schwartz bezogen; solcher43-
gestalt taffel gehalten worden.
Daß an einer die fürstlichen Mans-
persohnen, und Ministern, alle
in langen trauer-Mänteln, geseßen,
an der Andern, die fürstlichen
Dameß, und Adeliche frauen, beyder-
seits taffeln seindt durch adeliche
vorschencker servirtserviren:
bedienen
, und haben
der Schloß-haubtmann von
Bennigsen
Bennigsen, Levin Adolf von (1656-1716):
Sohn des Zeitzer Stiftspräsidenten Erasmus Dietrich von Bennigsen (gest. 1681); 1679 Schlosshauptmann zu Wolfenbüttel, später Schatzrat und 1713 Hofmarschall; Erbherr auf Banteln und Emmeringen; seit 1698 Ehe mit Magdalena Agnes von Steinberg (1674-1727).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; und Oberschencke von
Busch
Busch, Johann Georg von dem (1668-nach 1741):
Sohn von Johann Wilhelm von dem Busch (1623-1696), auf Offelden, und Augusta Dorothea, geb. von Dannenberg (1633-1670) a. d. H. Breselentz; Kammerjunker und Rittmeister sowie Oberschenk in Wolfenbüttel; später kurfürstlich braunschweigisch-lüneburgischer Kammerherr; ab 1731 Landdrost zu Ahlden, Rehtem und Walsrode.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; servirt in langen Mänteln
mit schwartz überzogenen Mareschals-
stäben.


Den 26. Ianuar Nachdem Wir, meine
GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und ich nebst meiner El-
testen tochterElisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß Abends zu Han-
nover
Hannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
angelanget, haben wir unß 44
nahe bey der stadt, in eineß
kaufmanß KrahmersKrahmer, N. N. (1) von:
Im Frühjahr 1707 bezeugter Kaufmann zu Hannover.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
benant be-
haußung, vermasquirt und so zu-
sammen; nach der RedouteRidotte (Redoute):
Maskenball
so auf
dem RahthaußeHannover, altes Rathaus:
Ältester Profanbau Hannovers, am Alten Markt gelegen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gehalten wurde
gefahren; daselbst haben wir die
sämbtlichen fürstlichen Persohnen
und herrn VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
masquirt ange-
troffen. Deß Abends hat man
zu hoffe in den Masquen klei-
dern an 3 unterschiedenen Taffeln
gespeißet und hat man Zettulß
gezogen, ich habe Die Cuhr-fürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

zur Frau gehabt; mein herr Vatter
hat alleine geßen in seinem
Gemach.

45


Den 27. Ianuar Jst deß Mittages
wieder eben so alß deß vorigen
Abends zu hoffe gespeißet worden;
außgenommen; daß ein Concert de
Musique
wehrender taffel gehal-
ten worden. Jch habe die Cuhr-
fürstin
Sophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
wieder zur frau gehabt.
Deß Abends ist in dem Großen
Opern hauseHannover, Schlossopernhaus:
Direkt neben dem Leineschloss gelegenes Opernhaus, mit dessen Errichtung 1687 begonnen wurde; Eröffnung 1689; 1714 wurde der Opernbetrieb für 70 Jahre eingestellt. Die letzte Vorstellung 1852, danach Abriss und Bau eines neuen Opernhauses.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+auf dem Theatro+ französische Commœdie
gespielet worden; intitulirt, Jodelet
Maitre et valet.
Komödie "Jodelet ou le Maître valet":
Komödie in fünf Akten von Paul Scarron (1610-1660), die erstmals 1643 in Paris aufgeführt wurde.
Herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

haben mit der Cuhr-fürstin in Dero
Loge à L'ombreLombre (L'Hombre):
Kartenspiel für meist drei Personen, ursprünglich aus Spanien stammend, doch v. a. am französischen Hof verbreitet
gespielt, vor der
Commœdie hat man sich inßgesambt
bey herrn Vattern in seinem Gemach
versamlet. Nach der Commœdie
bey der Cuhrfürstin; hernach à l'or-
dinaire
an taffel. Herr Vatter 46
haben wieder alleine gespeißet
und etliche von den Dames bey
sich an taffel gehabt;


Den 28. Ianuar Jst deß Mittages
eben wie sonst an drei taffeln
gespeißet worden. Jch habe Madame
BennigsenBennigsen, Johanna Henriette (Jeanne Henriette) von, geb. de Longueil (1676-1755):
Tochter von Jean Frédéric de Longueil (1628/29) und Charlotte, geb. de Pradin (gest. 1717); Oberhofmeisterin der Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714); Ehe mit Friedrich Hermann von Bennigsen (1661-1720), Schlosshauptmann in Hannover.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
14 zur frau gehabt. Deß
Nach-Mittages haben etliche 30
Persohnen von hoffeleuten und
Officiren; eine Cavalcade ge-
macht, und seiendt alß Amazonen
en burlesque angekleidet geweßen
haben einen CornetFendrich:
Fähnrich (unterster Offiziers-Dienstgrad), auch Cornett; führte die Standarte der Einheit
mit einem
fähnlein bey sich gehabt, in
welcher fahne die wörter ge-
standen Le triomphe des Ama-
zones
. Deß Abends ist RedouteRidotte (Redoute):
Maskenball
47
geweßen, und ist hernach wieder
à l'ordinaire deß Abends gespeißt
worden. Deß Mittages ist allezeit
concert de Musique bey taffel
geweßen. Herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, haben deß
Abends immer alleine geseßen; und
hat dann und wan die CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

und der Cuhr-fürstGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
mit ihme
gespeißet; Jch bin im rohten langen
rock masquirt geweßen; daß erstere
mahl, en noble de Venise.


Den 29. Ianuar Jst deß Mittages
à L'ordinaire zu hoffe gespeißet;
Deß Abends ist Cour-Tag ge-
weßen und seind die meisten Da-
mes auß der stadtHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu hoffe ge-
weßen; nachdem die CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
sich 48
mit herrn VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zum spiel ge-
setzt haben die andern auch, so
darzu beliebung getragen an un-
terschiedlichen taffeln gespielet,
und habe ich mit dem Graffen
Monceau

Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, so ein Pensionaire
von dem CuhrfürstenGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, PiquetPiquet:
Kartenspiel für zwei Personen, ursprünglich aus Frankreich stammend, jedoch in Europa weitverbreitet
ge-
spielet; deß vorigen tages hatte
ich auf der RedouteRidotte (Redoute):
Maskenball
à l'ombreLombre (L'Hombre):
Kartenspiel für meist drei Personen, ursprünglich aus Spanien stammend, doch v. a. am französischen Hof verbreitet

mit der fräulein SchwartzenSchwartz, N. N. (1) (gest. nach 1711):
Um 1707 Hofdame am Hof der Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714); zeitweilig auch Mätresse des Kurfürsten Georg Ludwig (1660–1727).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
bey
der CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und mit Madame
GalliGalli, Maria Therese Karoline, geb. Molinus (gest. 1713):
Verkehrte um 1707 am kurfürstlichen Hof zu Hannover; Ehe mit Giuseppe Carlo Galli (gest. 1709).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gespielet[;] dießen Tag habe
ich die Rau-Gräfin15 zur frau
gehabt, mit dem Eßen ist es
à l'ordinaire gehalten worden.

49


Den 30. Ianuar bin ich deß morgenß
in der Schloß-kirchenHannover, Schlosskirche:
Hervorgegangen aus dem mittelalterlichen, in der Reformation säkularisierten Minoritenkloster St. Maria, das 1636 zur Residenz der Herzöge von Braunschweig-Calenberg ausgebaut wurde. Die ehemalige Klosterkirche wurde 1642 zur evangel.-luther. Hof- und Schlosskirche geweiht; Standort von Fürstengruft und "Welfenschatz". Zweimal umgebaut, wurde die Kirche im 2. Weltkrieg stark zerstört und nicht wieder aufgebaut, so dass heute keine baulichen Überreste mehr sichtbar sind.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geweßen, +dane hab mich in deß CuhrfürstenGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
stuel
gesetzet+

und habe dießen Tag zur frau ge-
habt die Printzes Fürstin von
Hohenzollern
Hohenzollern-Hechingen, Marie Leopoldine Ludovika, Fürstin von, geb. Gräfin von Sinzendorff (1666-1709):
Tochter von Graf Georg Ludwig von Sinzendorff (1616–1681) und Dorothea Elisabeth, geb. Herzogin von Holstein (1645–1725); seit 1687 Ehe mit Fürst Friedrich Wilhelm von Hohenzollern-Hechingen (1663–1735).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
16. Deß Abends ist
zu hoffe in dem ordinairen Com-
mœdien hauße
Hannover, Komödienhaus:
Im/am Leineschloss gelegenes Komödienhaus.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Commœdie gespielt
worden, intitulirt Les jumeaux,
ou Les deux Menins
Komödie "Les Menechmes, ou les Jumeaux, Comedie":
Doppelgänger-Komödie von Jean François Regnard (1655-1709), im Dezember 1705 erstmals auf die Bühne gebracht in der Comédie-Française und 1706 in Paris bei P. Ribou im Druck erschienen (BN Paris); zahlreiche weitere Ausgaben. Kein Nachweis in der HAB. Der Theaterzettel einer deutschen Aufführung am 19. 6. 1741 in SUB Göttingen: DD99 D2. Eine französische Ausgabe (Wien: Ghelen 1752) in der ULB Halle/S.; eine französische Ausgabe (Paris: Vve. Duchesne 1774) einst in der SB Berlin - PK (Kriegsverlust).
. Jch bin
bey hertzog Ernest-AugustoBraunschweig-Lüneburg, Ernst August II., Herzog von (1674-1728):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1714 Regent des Kurfürstentums Hannover; seit 1716 Fürstbischof von Osnabrück sowie Duke of York and Albany und Earl of Ulster.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in
seiner Loge gestan geweßen, mit
dem eßen ist es in allem so
geblieben wie dav in denen vori-
gen tagen.


Den 31. Ianuar habe ich zur frau
gehabt die Madame RhedenRheden (Rhöden), N. N. (1) von:
Weibliche Angehörige des niedersächsischen Adelsgeschlechts; um 1707 Hofdame am Hof der Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; deß [abends]f 50
jst RedouteRidotte (Redoute):
Maskenball
geweßen; ich
bin erstlich alß ein Noble, her-
nach en Martleen[?] geweßen; nach
dem eßen seindt wir wieder
auf der RedouteRidotte (Redoute):
Maskenball
geweßen; und
haben unß braff lustig gemacht
wegen der geburt deß jungen
PrintzenßBraunschweig-Lüneburg, Friedrich Ludwig, Herzog von (1707-1751):
Sohn von König Georg II. von Großbritannien und Irland (1683-1760), Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg, und Caroline, geb. Markgräfin von Brandenburg-Ansbach (1683-1737); 1726 Duke of Edinburgh; 1727 Duke of Cornwall sowie Duke of Rothesay; 1729 Prince of Wales; seit 1736 Ehe mit Herzogin Augusta Dorothea von Sachsen-Gotha-Altenburg (1719-1772).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und denn die stückeStück:
Geschütz

zu HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
auf dem Wall
deß Abends um 9 Uhr 3 mahl
gelößet worden. Deß Abends
haben die Cavalliers ziemlichen
große gläßer getruncken.


Den 1. Februar Jst deß morgenß
gar früe, mein herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von 51
HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
wieder abgereißet und
nach BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
seinen weg ge-
nommen. Deß Morgenß Jch habe
die CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zur frau ge-
habt. Deß Abends ist Commœdie
geweßen; in dem Commœdien haußeHannover, Komödienhaus:
Im/am Leineschloss gelegenes Komödienhaus.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
intitulirt; l'homme à bonne
Fortune
Komödie "L'homme à bonne fortune":
Komödie in fünf Akten von Michel Baron (Boyron) (1653-1729), 1686 uraufgeführt und gedruckt bei Thomas Guillain in Paris. Einführung und Text in Sabine Chaouche: Relevés de mise en scène (1686-1823). L'Homme à bonne fortune, Le Joueur, Le Distrait (Comédie-Française). Paris 2015, S. 21-226.
.


Den 2. Februar habe ich deß
Morgenß in der schloß-kircheHannover, Schlosskirche:
Hervorgegangen aus dem mittelalterlichen, in der Reformation säkularisierten Minoritenkloster St. Maria, das 1636 zur Residenz der Herzöge von Braunschweig-Calenberg ausgebaut wurde. Die ehemalige Klosterkirche wurde 1642 zur evangel.-luther. Hof- und Schlosskirche geweiht; Standort von Fürstengruft und "Welfenschatz". Zweimal umgebaut, wurde die Kirche im 2. Weltkrieg stark zerstört und nicht wieder aufgebaut, so dass heute keine baulichen Überreste mehr sichtbar sind.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

die Predigt zugehört; deß abends
ist RedouteRidotte (Redoute):
Maskenball
geweßen; ich habe
zur frau gehabt die fürstin von
Hohenzollern
Hohenzollern-Hechingen, Marie Leopoldine Ludovika, Fürstin von, geb. Gräfin von Sinzendorff (1666-1709):
Tochter von Graf Georg Ludwig von Sinzendorff (1616–1681) und Dorothea Elisabeth, geb. Herzogin von Holstein (1645–1725); seit 1687 Ehe mit Fürst Friedrich Wilhelm von Hohenzollern-Hechingen (1663–1735).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
. Nach dem eßen
seind wir wieder auf der
RedouteRidotte (Redoute):
Maskenball
geweßen.

52


Den 6. Februar Jst zu braunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

deß abends in dem großen saal
deß Mosthauses
Braunschweig, Mosthaus, Großer Saal:
1642 war Justus Georg Schottelius' "Neu erfundenes FreudenSpiel genandt FriedensSieg" im Burgsaal aufgeführt worden. Der Druck (Wolfenbüttel 1648) gibt in mehreren Abbildungen einen Eindruck vom damaligen Saal in seiner Nutzung für theatralische Aufführungen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gespielet worden
und hernach an zwey taffeln in
den darbey seienden gemach gespeiset
worden. Herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
haben in ihrem
gemach gespeißet nebst der ÆbtissinBraunschweig-Wolfenbüttel, Henriette Christine, Herzogin von (1666-1753):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); seit 1681 Kanonisse im Reichsstift Gandersheim, 1693 Äbtissin (bis 1712); 1712 nach Konversion zum Katholizismus Stiftsdame in Roermond.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
[;]
mein bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, nebst seiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

auf dem Grauen hoffeBraunschweig, Grauer Hof:
Ursprünglich städtischer Hof der Zisterzienser von Riddagshausen am Bohlweg in Braunschweig. Vor 1671 Quartier der Herzöge bei Besuchen in Braunschweig, Pläne für einen Ausbau zur herzoglichen Stadtresidenz schon unter Herzog Anton Ulrich, fortgeführt unter dessen Sohn und Nachfolger Herzog August Wilhelm; seit dem Umzug des Hofes aus Wolfenbüttel 1753 Residenz der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel. Im Volksaufstand im Zuge der Julirevolution 1830 durch Brand zerstört.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
. Deß Mit-
tages ist große taffel in dem
ordinairen Eßgemach in herrn Vatters
Gemach +hauße+Braunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gehalten worden.


Den 7. Februar Jst der hertzogBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß
morgenß auf der MeßeBraunschweiger Messe:
1498 landesherrlich, 1505 und 1521 kaiserlich privilegierte Messen in der Stadt Braunschweig, zweimal im Jahr, für jeweils 10 Tage im Sommer (um Laurentii, 10. August) bzw. im Winter (um Mariae Lichtmeß, 2. Februar), stattfindend; Niedergang im 16. und 17. Jahrhundert; nach der Eroberung der Stadt Braunschweig 1671 durch Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel neu belebt und offiziell beginnen lassend mit dem Montag nach Mariae Lichtmess (2. Februar) bzw. Laurentius (10. August) für jeweils 18 Tage; gehörten bis Anfang des 19. Jahrhunderts neben den Messen in Leipzig und Frankfurt am Main zu den größten und frequentiertesten in Deutschland
geweßen;
nebst der Æbtissin von Ganders-
heim
Braunschweig-Wolfenbüttel, Henriette Christine, Herzogin von (1666-1753):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); seit 1681 Kanonisse im Reichsstift Gandersheim, 1693 Äbtissin (bis 1712); 1712 nach Konversion zum Katholizismus Stiftsdame in Roermond.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, so den 5. Februar zu Braun-
schweich
Braunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
angelanget. Deß Mittages
wie auch meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und 53
mir, nebst meinen Töchtern. Deß
Mittages ist in seinem haußeBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
taffel
gehalten worden[]g Deß und hat an der
herren taffel ein Obrister auß SachsenSachsen, Kurfürstentum:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

mit geßen; nahmenß Rechau
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, so sich
in der Bataille bey FrauenstadtFraustadt (Wschowa):
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

nicht eben zum besten soll aufge-
führet haben. Deß Abends Jst jtalie-
nische opera geweßen auf dem großen
braunschweigischen TheatroBraunschweig, Opernhaus:
Das 1689 errichtete und im Februar 1690 eröffnete herzogliche Opernhaus am Hagenmarkt, im umgebauten ehemaligen Rathaus des Braunschweiger Weichbilds "Hagen". Es stand während der Braunschweiger Messen dem allgemeinen Publikum offen, während es sonst auf die Hofkreise beschränkt war. Es blieb der Aufführung von Opern und Singspielen vorbehalten, während die "Comödien" wegen des Mangels an Repräsentativität an anderen Spielstätten gegeben worden, etwa dem Saal im sog. Mosthaus, den Sälen der städtischen Rathäuser, des Grauen Hofs, später auch Wegeners Kaffeehaus usw.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
. HelenaOper "Helena rapita da Paride":
HELENA RAPITA DA PARIDE: Drama per Musica da rappresantarsi nel Famosissimo Theatro di Bronsvic. Oder Die vom Paris geraubte Helena. In einem Singespiel fürgestellet...; Musik: Pietro Antonio Fiocco; Text: Aurelio Aureli, neu bearbeitet von Valente; Aufführung in Braunschweig am 7. Februar 1707 in der hannoverschen Fassung von 1681 (HAB: Textb. 23, Digitalisat: http://diglib.hab.de/drucke/textb-23/start.htm); Thiel: Libretti, Nr. 857 (hier Aufführungsjahr 1708), HAB: Textb. 178 (Digitalisat: http://diglib.hab.de/drucke/textb-178/start.htm), Vgl. auch Pegah: Und abends war opera, S. 183; Uraufführung der Oper 1677 in Venedig mit musikalischer Untermalung von Dominico Freschi.

genannt, und hat die Churfürstin
von Hannover
Sophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
nach der opera in
herrn VattersBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
haußBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gespeißet, wir an-
dern aber auf dem MusthauseBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

an zwey +Herren+ taffeln in herrn Vatters
Vorgemach. Mein bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ist à l'ordi-
naire
nebst seiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
auf
dem Grauen hoffe
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
blieben.

54


Den 8. Februar Jst deß Morgenß
die Cuhr-fürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
mit herr VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

auf der MeßeBraunschweiger Messe:
1498 landesherrlich, 1505 und 1521 kaiserlich privilegierte Messen in der Stadt Braunschweig, zweimal im Jahr, für jeweils 10 Tage im Sommer (um Laurentii, 10. August) bzw. im Winter (um Mariae Lichtmeß, 2. Februar), stattfindend; Niedergang im 16. und 17. Jahrhundert; nach der Eroberung der Stadt Braunschweig 1671 durch Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel neu belebt und offiziell beginnen lassend mit dem Montag nach Mariae Lichtmess (2. Februar) bzw. Laurentius (10. August) für jeweils 18 Tage; gehörten bis Anfang des 19. Jahrhunderts neben den Messen in Leipzig und Frankfurt am Main zu den größten und frequentiertesten in Deutschland
geweßen; deß Mitta-
ges ist in herrn Vatters Vorgemach
auf dem Musthauße
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
an zwey run-
den taffeln gespeißet, und hat man
Zettulß gezogen; deß Nach-Mittages
Jst man auf die RedouteRidotte (Redoute):
Maskenball
ge-
fahren, und hat daselbsten gespielet[;]
deß Abends ist opera geweßen,
intitulirt PsicheOper "Die schöne Psyche":
Die schöne PSYCHE. Jn einem Singe Spiel Auf dem Braunschweigischen Theatro vorgestellet...; Musik: Georg Kaspar Schürmann (1672-1751) und vermutlich Reinhard Keiser (1674-1739); Text: Georg Kaspar Schürmann nach Christian Heinrich Postel: Die wunderschöne Psyche; Aufführung in Braunschweig am 8. Februar 1707. HAB: Textb. 366 (Digitalisat: http://diglib.hab.de/drucke/textb-366/start.htm); Thiel: Libretti, Nr. 1452 (hier als Aufführungsjahr 1708 angegeben).
auf Teutsch;
nach der opera hat mein herr
Vatter nebst der Cuhrfürstin in
herrn Vatters Loge gespeißet +und meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+
, Wir
anderen aber auf dem Must-hause.


Den 9. Februar Jst alles deß
Mittags auf dem Grauen hoffeBraunschweig, Grauer Hof:
Ursprünglich städtischer Hof der Zisterzienser von Riddagshausen am Bohlweg in Braunschweig. Vor 1671 Quartier der Herzöge bei Besuchen in Braunschweig, Pläne für einen Ausbau zur herzoglichen Stadtresidenz schon unter Herzog Anton Ulrich, fortgeführt unter dessen Sohn und Nachfolger Herzog August Wilhelm; seit dem Umzug des Hofes aus Wolfenbüttel 1753 Residenz der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel. Im Volksaufstand im Zuge der Julirevolution 1830 durch Brand zerstört.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

geweßen bey meinem herrn brudernBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
55
an taffel; außgenommen herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

und meine schwester die ÆbtissinBraunschweig-Wolfenbüttel, Henriette Christine, Herzogin von (1666-1753):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); seit 1681 Kanonisse im Reichsstift Gandersheim, 1693 Äbtissin (bis 1712); 1712 nach Konversion zum Katholizismus Stiftsdame in Roermond.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
seine Hautsbois haben bey tische
aufgewartet, und etliche mit den
Clarinen17. Deß vorigen tages deß
mittages haben bey der taffel
auf dem MusthauseBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
aufgewartet
der ordinaire Leyr-Man18 nebst
seinem sohne, so auf dem Hackbret19
spielet; die Hautbois von der
GranadirGranadier:
Auch Granadirer, Granatier, Grenadier; meist bewährte, ältere Soldaten, die bei schwierigen Angriffen Granaten warfen
-Garde warteten im
großen saalBraunschweig, Mosthaus, Großer Saal:
1642 war Justus Georg Schottelius' "Neu erfundenes FreudenSpiel genandt FriedensSieg" im Burgsaal aufgeführt worden. Der Druck (Wolfenbüttel 1648) gibt in mehreren Abbildungen einen Eindruck vom damaligen Saal in seiner Nutzung für theatralische Aufführungen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
auf, und die Trom-
peter und Paucker auf der
Gallerie. Deß Nachmittages gleich
nach der Taffel, hat sich auf dem
Grauen hoffeBraunschweig, Grauer Hof:
Ursprünglich städtischer Hof der Zisterzienser von Riddagshausen am Bohlweg in Braunschweig. Vor 1671 Quartier der Herzöge bei Besuchen in Braunschweig, Pläne für einen Ausbau zur herzoglichen Stadtresidenz schon unter Herzog Anton Ulrich, fortgeführt unter dessen Sohn und Nachfolger Herzog August Wilhelm; seit dem Umzug des Hofes aus Wolfenbüttel 1753 Residenz der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel. Im Volksaufstand im Zuge der Julirevolution 1830 durch Brand zerstört.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ein taschenspieler so
ein Jtaliener und Jude; mit seinen
künsten sehen laßen; Er hat 56
unvergleichliche künste gemacht
mit großer geschwindigkeit. Deß
abends ist RidottoRidotte (Redoute):
Maskenball
im opern-
hauße
Braunschweig, Opernhaus:
Das 1689 errichtete und im Februar 1690 eröffnete herzogliche Opernhaus am Hagenmarkt, im umgebauten ehemaligen Rathaus des Braunschweiger Weichbilds "Hagen". Es stand während der Braunschweiger Messen dem allgemeinen Publikum offen, während es sonst auf die Hofkreise beschränkt war. Es blieb der Aufführung von Opern und Singspielen vorbehalten, während die "Comödien" wegen des Mangels an Repräsentativität an anderen Spielstätten gegeben worden, etwa dem Saal im sog. Mosthaus, den Sälen der städtischen Rathäuser, des Grauen Hofs, später auch Wegeners Kaffeehaus usw.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gehalten worden, und seiendt
alle in Masquera geweßen
nachdem man in dem Parterre
so illuminirt getantzet und oben
auf dem Ridotto-SaalBraunschweig, Festsaal im Opernhaus:
Das 1690 eröffnete herzogliche Opernhaus am Hagenmarkt war auf dem neuesten Stand der Theaterarchitektur und Bühnentechnik und verfügte über einen vor dem eigentlichen Bühnensaal situierten Festsaal.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, ist
auch gespielet; ist an unterschiede-
nen taffeln gespeißet worden, bey
dem traiteur auf eben selbigen
saal. Jch habe eine eigene taffel
auf 9 Persohnen gehabt.


Den 10h. Februar hat man deß
Mittages separirt geßen, in denen
dreyen öhrtern; alß herrn VattersBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

haußeBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, meinß brudernBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hauße und
in meinem. Die CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hat 57
bey herrn VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geßen; deß Abends
ist man verkleidet auf der RidottoRidotte (Redoute):
Maskenball

gegangen; und hat gespielt, hernach
hat man der opera zugesehen; so
teutsch und intitulirt war LeonildeOper "Leonilde oder: Die siegende Beständigkeit":
LEONILDE Oder: Die siegende Beständigkeit/ Jn einer OPERA vorgestellet auf dem Grossen Braunschweigischen THEATRO In der Winter-Messe 1728. Wolfenbüttel (1728). HAB: Textbuch 691 (dig.: http://diglib.hab.de/drucke/textb-691/start.htm); Oper mit dem Libretto von Gottlieb Fiedler, in der Vertonung durch Georg Kaspar Schürmann (1672-1751). Ein früheres Textbuch gibt nach dem gleichlautenden Haupttitel an: Jn einem Singenden Schau-Spiele Auf dem Braunschweigischen Theatro vorgestellet. Braunschweig: Fickel (ca. 1704). HAB: Textb. 529. Zwischen 1704 (Thiel: Libretti, Nr. 998) und 1728 (Thiel: Libretti, Nr. 999) bezeugt das Tagebuch 286a Blank. also zumindest eine weitere Aufführung im Hagenmarkt-Theater zur Zeit der Braunschweiger Frühjahrsmesse (Februar) 1707.
.
Nach der opera hat man auf den
Ridotto Saal
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
an unterschiedenen
taffeln geßen, hernach in den
illuminirten parterre getantzet.
Der CuhrfürstGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ist noch endlich auch
ohne Masque hingekommen; da er
kurtz vorhero der opera en masque
zugesehen. Herr Vatter aber hatten
sich schon reteriret; und mein bru-
der
Braunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
folgte ihme gleich.


Den 11. Februar Jst deß Mittages
an zwey+5[?]+ unterschiedlichen herren taffeln 58
in dem großen saal
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß Must-
hauses
Braunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gespeißet worden; wehrender
taffel ist taffel-Musique
gehalten. Deß Abends Jst à
l'ordinaire
RidottoRidotte (Redoute):
Maskenball
im opern-
hauße

Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geweßen, und ist man
masquirt dar zusammen kommen.
Deß Abends habe ich eine eigene
kleine taffel in der Logie ge-
habt, woran der general lieu-
tenant BernstorffBernstorff, Hans Valentin von (1650-1715):
Sohn von Andreas von Bernstorff (1604–1655), braunschweig-wolfenbüttelscher Rat und Prinzenhofmeister, auch Domherr zu Ratzeburg, und Anna Elisabeth, geb. von Bülow (1621-1673); seit 1681 Obristleutnant in fürstlich-wolfenbüttelschen Diensten, 1684 Obrist, 1691 Brigadier, 1695 Generalmajor, 1705 Generalleutnant.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; der Geheimbte
raht SchleinizSchleinitz, Hans Christoph von (1661-1747):
Sohn von Hans Christoph von Schleinitz (1625-1679), auf Schieritz, Bornitz, Ochsensaal und Jahna, und Perpetua, geb. von Holleufer (1632-1685); Geheimer Rat in Gotha, 1706 Geheimer Rat in Wolfenbüttel, ab ca.1711 Oberhofmeister der Zarewna Charlotte Christine Sophie, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1694-1715), zugleich russischer Minister, später kaiserlich-russischer außerordentlicher Gesandter in Wolfenbüttel, Hannover und Paris (1725/26), 1727 erneut Geheimer Rat, auch Hofmarschall in Wolfenbüttel; Ehe mit Luise Marie von Kanne (1668-nach 1728).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, der Obriste
BennigsenBennigsen, Friedrich Hermann von (1667-1720):
Sohn von Erasmus Dietrich von Bennigsen (1628-1681) und der Elisabeth Sabine, geb. von Zerssen (1639-nach 1682); kurbraunschweigischer Oberst und Schlosshauptmann in Hannover, Ehe mit Johanna Henriette, geb. de Longueil (1676-1755); Hofdame der Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714) in Hannover.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, die
schloß-haubtmannin BennigsenBennigsen, Magdalena Agnes von, geb. von Steinberg (1674-1727):
Tochter von Friedrich von Steinberg (1619-1679), auf Bodenburg, Brüggen und Achim, und Hedwig, geb. von Wiedensee (gest. 1699); seit 1698 Ehe mit dem Schlosshauptmann Levin Adolf von Bennigsen (1656-1716).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

von hier; und die Fräulein
FizlebenFizleben, N. N. (1) von:
Um 1701 Hofmeisterin der jungen Prinzessinnen, um 1704 Hofmeisterin bei der Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747) sowie zugleich bei den jungen Prinzessinnen; um 1707 anscheinend Hofdame der Äbtissin von Gandersheim, Herzogin Henriette Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel (1666-1753).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von der ÆbtissinBraunschweig-Wolfenbüttel, Henriette Christine, Herzogin von (1666-1753):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); seit 1681 Kanonisse im Reichsstift Gandersheim, 1693 Äbtissin (bis 1712); 1712 nach Konversion zum Katholizismus Stiftsdame in Roermond.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
59
geseßen; Nach dem eßen ist in dem
illuminirten Parterre getantzet
worden.


Den 12. Februar Hat man zu mit-
tage separirt geßen; nehmlich, die
CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und CuhrfürstGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
nebst der
fürstin von HohenzollernHohenzollern-Hechingen, Marie Leopoldine Ludovika, Fürstin von, geb. Gräfin von Sinzendorff (1666-1709):
Tochter von Graf Georg Ludwig von Sinzendorff (1616–1681) und Dorothea Elisabeth, geb. Herzogin von Holstein (1645–1725); seit 1687 Ehe mit Fürst Friedrich Wilhelm von Hohenzollern-Hechingen (1663–1735).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und ihrer
tochter20 und einigen hannöverischen
Dameß und Cavallirs, auf dem
Grauen hoffeBraunschweig, Grauer Hof:
Ursprünglich städtischer Hof der Zisterzienser von Riddagshausen am Bohlweg in Braunschweig. Vor 1671 Quartier der Herzöge bei Besuchen in Braunschweig, Pläne für einen Ausbau zur herzoglichen Stadtresidenz schon unter Herzog Anton Ulrich, fortgeführt unter dessen Sohn und Nachfolger Herzog August Wilhelm; seit dem Umzug des Hofes aus Wolfenbüttel 1753 Residenz der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel. Im Volksaufstand im Zuge der Julirevolution 1830 durch Brand zerstört.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; ich aber auf bey
herrn VattersBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
taffel in seinem
kleineren haußeBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
. Meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

hat gefastet, meine Töchter und
einige Damenß +von hannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+
i mitge-
geßen. Monsieur PalandPaland, N. N. (1):
Im Februar 1707 als Gast aus Hannover am Hof zu Wolfenbüttel bezeugt. Vielleicht ein Sohn des Obersten Paland, Kommandeur der kurfürstlich-hannoverschen Leibgarde zu Fuß.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ist auch
noch von Hannover
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hergekommen
wie auch ein Sächsischer Cavallir[.] 60
Den 13. Februar Deß Abends
ist AssembleéAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande")
zu hoffe in dem
Großen saalBraunschweig, Mosthaus, Großer Saal:
1642 war Justus Georg Schottelius' "Neu erfundenes FreudenSpiel genandt FriedensSieg" im Burgsaal aufgeführt worden. Der Druck (Wolfenbüttel 1648) gibt in mehreren Abbildungen einen Eindruck vom damaligen Saal in seiner Nutzung für theatralische Aufführungen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gehalten wordenj
von dem MusthauseBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
. Hernach
hat man Zettuls gezogen; und
an zwey +herren+ taffeln geßen; in herrn
VattersBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Großes Vorgemach auf
dem Musthause.


Den 13. Februar Jst man deß Mor-
genß in der Predigt geweßen in
dem DohmBraunschweig, Dom St. Blasii:
Kirche des Stiffts St. Blasii in Braunschweig, direkt am Burgplatz gelegen, meist an sich falsch vereinfachend "Dom" genannt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; hernach hat man
zu Mittage geßen in deß
Cuhrfürsten von HannoverGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hauß
so Er in der stadtBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
genommen
und seiendt 3 taffeln, jede
von 15 Persohnen und 2
jede von 12 geservirtserviren:
bedienen
wor-
den. Deß Abends ist in dem 60a 61
MusthauseBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Jtalienischer ball
gehalten worden. Deß Mittages
hat man Zettuls gezogen. Deß
Abends ist man en masquera
geweßen, und hat man wieder Zettuls
gezogen, eß ist in dem großen saalBraunschweig, Mosthaus, Großer Saal:
1642 war Justus Georg Schottelius' "Neu erfundenes FreudenSpiel genandt FriedensSieg" im Burgsaal aufgeführt worden. Der Druck (Wolfenbüttel 1648) gibt in mehreren Abbildungen einen Eindruck vom damaligen Saal in seiner Nutzung für theatralische Aufführungen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

an einer Langen Taffel gespeiset; und
in denen Anderen gemächern, seiendt
noch einige andere runde +taffeln+ servirtserviren:
bedienen
ge-
weßen. NotaBene der CuhrfürstGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hat wollen
in LautensacksLautensack, Johann Peter von (1648-1719):
Fürstlicher Kammerdiener Herzog Rudolph Augusts von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704) und Reichspostmeister in Braunschweig; Ehe mit Anna Dorothea Menthe, der Schwester der Rosina Elisabeth (1663-1701), die in morganatischer Ehe mit Herzog Rudolph August lebte, der häufig in Lautensacks Haus am Altstadtmarkt verkehrte; auch diente das Haus gelegentlich als Unterkunft auswärtiger herzoglicher Gäste.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hauße logiren; hernach
aber hat er in BlumensBlum, Heinrich Wilhelm von (1662-1742):
Sohn von Friedrich Ulrich von Blum (1619-1670), Rat und Hofgerichtsassessor, und Sibylla Elisabeth, geb. Fabricius (1623-1696); braunschweig-wolfenbüttelscher Legations- und Klosterrat; seit 1699 Ehe mit Dorothea Elisabeth Deichmann von Cronstein..
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
21 hauße
logirt. Nach dem Abendt-eßen ist
getantzet worden.


Den 14. Februar Seiendt der Cuhr-
fürst
Großbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hinnüber nach
WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
wie auch herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
und mein bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, ich, die zwey 60b
Printzenß von Bevern, darvon
der eine nehmlich Printz ErnestBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Ernst Ferdinand, Herzog von (1682-1746):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1706 kurbrandenburg-preußischer Obrist, 1711 Generalmajor (1713 Abschied aus dem Militärdienst; 1707-1746 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 paragierter Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern; seit 1714 Ehe mit Herzogin Eleonore Charlotte von Kurland (1686–1748).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

von SachsenSachsen, Kurfürstentum:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und BerlinBerlin:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
war
zu BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
alß den 12.
Februar
wieder angelanget. Meineß
brudernBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; die MeinigeBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

und dann ein Großer die meisten
Cavallires und Damenß so mit
dem CuhrfürstenGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

von HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
übergekommen.
Bey der Cuhrfürstin in ihrer Caros-
se so auf 4 Persohnen; saß
Sie erstlich, hernach meine Gemahlin,
ich, und die älteste Rau-GräffinPfalz, Luise, Raugräfin von der (1661-1733):
Tochter von Kurfürst Karl I. Ludwig von der Pfalz (1618-1680) a. d. H. Pfalz-Simmern und seiner morganatischen Ehefrau Raugräfin Marie Luise, geb. von Degenfeld (1634-1677); blieb unverheiratet.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

bey anlangung oder ankunft; zu
Wolffenbüttel
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und wieder-Abreiße, 61
wurden die stückeStück:
Geschütz
jedesmahl 3. mahl
um den Wall gelößet. Alß man
erstlich die AppartementsWolfenbüttel, Herzogappartments:
Im Obergeschoss des Schlosses gelegenes Raumensemble, das vom Herzog und der Herzogin bei Anwesenheit in Wolfenbüttel bewohnt wurde.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von Frau-
mutter
Braunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Juliane, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonora, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1680); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
seeliges; und die von herrn
VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
besehen; gieng man an
taffel in dem großen Sahl22
derer zwey in selbigen befindlich
und noch einige andere in dem
ordinairen Eß-Gemach; und Caval-
lirs Eßgemach geservirtserviren:
bedienen
waren. Nach
der Taffel besahen sie meiner
gemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und meine Gemächer,
wie auch meinß brudernBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und seiner
GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ihre. Hernach fuhr man
wieder herüber nach BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
woselbst man sich masquirte 62
und also in der operaBraunschweig, Opernhaus:
Das 1689 errichtete und im Februar 1690 eröffnete herzogliche Opernhaus am Hagenmarkt, im umgebauten ehemaligen Rathaus des Braunschweiger Weichbilds "Hagen". Es stand während der Braunschweiger Messen dem allgemeinen Publikum offen, während es sonst auf die Hofkreise beschränkt war. Es blieb der Aufführung von Opern und Singspielen vorbehalten, während die "Comödien" wegen des Mangels an Repräsentativität an anderen Spielstätten gegeben worden, etwa dem Saal im sog. Mosthaus, den Sälen der städtischen Rathäuser, des Grauen Hofs, später auch Wegeners Kaffeehaus usw.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
fuhr
die dießes mahl wieder PsicheOper "Die schöne Psyche":
Die schöne PSYCHE. Jn einem Singe Spiel Auf dem Braunschweigischen Theatro vorgestellet...; Musik: Georg Kaspar Schürmann (1672-1751) und vermutlich Reinhard Keiser (1674-1739); Text: Georg Kaspar Schürmann nach Christian Heinrich Postel: Die wunderschöne Psyche; Aufführung in Braunschweig am 8. Februar 1707. HAB: Textb. 366 (Digitalisat: http://diglib.hab.de/drucke/textb-366/start.htm); Thiel: Libretti, Nr. 1452 (hier als Aufführungsjahr 1708 angegeben).
,
war. Nach der opera wurde wieder
auf dem Ridotto saalBraunschweig, Festsaal im Opernhaus:
Das 1690 eröffnete herzogliche Opernhaus am Hagenmarkt war auf dem neuesten Stand der Theaterarchitektur und Bühnentechnik und verfügte über einen vor dem eigentlichen Bühnensaal situierten Festsaal.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gespeiset
und habe ich dießen Abend vor der
Logie alleine geßen mit Monsieur
GalliGalli, Giuseppe Carlo (gest. 1709):
Hofmarschall der Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, Madame BennigsenBennigsen, Johanna Henriette (Jeanne Henriette) von, geb. de Longueil (1676-1755):
Tochter von Jean Frédéric de Longueil (1628/29) und Charlotte, geb. de Pradin (gest. 1717); Oberhofmeisterin der Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714); Ehe mit Friedrich Hermann von Bennigsen (1661-1720), Schlosshauptmann in Hannover.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von
HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; und Madame SchwigelnSchwigeln, N. N. (1) von:
Eine "Madame Schwigeln", wohl kurfürstliche Hofdame in Hannover ist im Februar 1707 Mitglied einer kurfürstlichen Entourage auf Besuch am Hof zu Wolfenbüttel. Möglicherweise handelt es sich um eine weibliche Vertreterin des niedersächsischen Adelsgeschlechts von Schwicheldt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

hernach ist in dem Parterre
getantzet worden.


Den 15. Februar Jst deß Mittages
in den dreyen häußernBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, separirt
gespeißet worden. Deß Abends jst
noch einmahl Jtalienischer Bal
und Masquerade auf dem
MusthauseBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geweßen, und ist
es mit den taffeln, wie vorhero 63
gehalten worden.


Den 16. Februar ist deß Mittages
in Herrn VatterßBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
kleineß HaußBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gespeißet
worden. Deß abends ist AssembleéAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande")

geweßen in dem großen SaalBraunschweig, Mosthaus, Großer Saal:
1642 war Justus Georg Schottelius' "Neu erfundenes FreudenSpiel genandt FriedensSieg" im Burgsaal aufgeführt worden. Der Druck (Wolfenbüttel 1648) gibt in mehreren Abbildungen einen Eindruck vom damaligen Saal in seiner Nutzung für theatralische Aufführungen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
auf
dem MusthauseBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
[.]


Den 23. Februar Jst zu HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
à
l'ordinaire
RidottoRidotte (Redoute):
Maskenball
geweßen. Und hat
man Zettulß gezogen deß Abends bey
der Taffel zusitzen. Die CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ist
früher auf der RidottoRidotte (Redoute):
Maskenball
kommen wie
sonsten; weil sie meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

empfangen wollen auf da sie vermeint
wir würden daselbst abgestiegen seyn,
wir waren damahlß in der
Weselohen23 Hauß abgestiegen.


Den 24. Februar jst deß Abends
zu HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Commœdie geweßen intitulirt 64
Le DistraitKomödie "Le Distrait. Comedie":
Komödie von Jean François Regnard (1655-1709), uraufgeführt am 2. 12. 1697 und im folgenden Jahr in Paris gedruckt bei Pierre Ribou. Einführung und Text in: Sabine Chaouche: Relevés de mise en scène (1686-1823). L'Homme à bonne fortune, Le Joueur, Le Distrait (Comédie-Française). Paris 2015, S. 425-597.
. Man hat so
wohl deß Mittages, alß deß
Abends Zettuls gezogen bey der
taffel zusitzen. Und ist deß Mitta-
ges allezeit Concert de Musique
geweßen.


Den 25. Februar Jst RidottoRidotte (Redoute):
Maskenball
ge-
weßen.


Den 26. Februar Jst wieder Commœdie+AppartementAppartement:
Ein besonderes Zimmer, auch Zusammenkunft zu Spiel und Vergnügen
+

geweßen. intitulirt Les joueur+zu hoffe+.
Jch


Den 27. Februar jst Commœdie ge-
spielet worden; intitulirt: Le
Joueur
Komödie "Le Joueur":
Komödie in fünf Akten von Jean François Regnard (1655-1709), uraufgeführt im Dezember 1696, im Jahr darauf gedruckt bei Thomas Guillain in Paris. Einführung und Text in Sabine Chaouche: Relevés de mise en scène (1686-1823). L'Homme à bonne fortune, Le Joueur, Le Distrait (Comédie-Française). Paris 2015, S. 227-424.
.


Den 28. Februar Jst die herrschaft
deß Nach-Mittages hinnauß nach
HerihausenHerrenhausen, Schloss:
In der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtete Sommerresidenz der welfischen Herzöge aus der Linie Calenberg-Hannover, den späteren Kurfürsten von Hannover.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gefahren; und seiendt
etliche auf der Wiest[?] en masque 65
auch mitgefahren; welche waren der
Marckgraff von AnsbachBrandenburg-Ansbach, Wilhelm Friedrich, Markgraf von (1686-1723):
Sohn von Markgraf Johann Friedrich von Brandenburg-Ansbach (1654–1686) und Eleonore Erdmuthe Luise, geb. Herzogin von Sachsen-Eisenach (1662–1696); seit 1703 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach; seit 1709 Ehe mit Herzogin Christiane Charlotte von Württemberg-Winnental (1694–1729).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, der Cuhr-
Printz
Großbritannien und Irland, Georg II. August, König von (1683-1760):
Sohn von Kurfürst Georg von Braunschweig-Lüneburg (1660-1727), seit 1714 König Georg I. von Großbritannien und Irland, und Sophie Dorothea, geb. Herzogin von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726); seit 1727 König von Großbritannien und Irland und Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1705 Ehe mit Markgräfin Caroline von Brandenburg-Ansbach (1683-1737).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; meine +elteste+ tochterElisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und die Printzeßin
von Zollern24, man hat daselbsten daß
hauß, Orangerie, und Garten besehen;
in welchem letzterem ich die Gnade ge-
habt den CuhrfürstenGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+gantz alleine+ zu accompagni-
ren
accompagnieren:
begleiten
, nebst einen von seinen Cavallieren.
Deß Abends ist RidottoRidotte (Redoute):
Maskenball
geweßen,
auf welcher mein herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
nebst mei-
neß brudernBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
en masque,
dießen tag auch von WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
kom-
mendt; erschienen. Herr Vatter hat einen
langen rohten Rock angehabt; wie
auch die CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; deß Abends hat
der hertzogBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
alleine in seiner Cam-
mer mit der Cuhrfürstin geßen; Es 66
ist auch dießen Abend spättk
der Printz Ernst von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Ernst Ferdinand, Herzog von (1682-1746):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1706 kurbrandenburg-preußischer Obrist, 1711 Generalmajor (1713 Abschied aus dem Militärdienst; 1707-1746 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 paragierter Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern; seit 1714 Ehe mit Herzogin Eleonore Charlotte von Kurland (1686–1748).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
alhier
zu HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
angelanget.


Den 1. Martii Jst deß Abends
zu HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
RidottoRidotte (Redoute):
Maskenball
geweßen
und haben die Meisten von der
herrschafft auf der RidottoRidotte (Redoute):
Maskenball
gespei-
ßet. Printz von HolsteinSchleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg, Ernst Leopold, Herzog von (1685-1722):
Sohn von Herzog Rudolph Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1645-1688) und Bibiane, geb. von Promnitz (1649-1685); nach 1688 am Hof zu Wolfenbüttel erzogen; später Offizier in kaiserlichen Diensten, letztlich Generalfeldwachtmeister und Obrist eines Dragonerregiments.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ist dießen
tag auch angelanget.


Den 2. Martii, Jst wieder RidottoRidotte (Redoute):
Maskenball

geweßen; man hat aber deß Abends
zu Hoffe geßen. der he


Den 3. Martii Jst RidottoRidotte (Redoute):
Maskenball
geweßen
und hat man deß Abends zu
hoffe gespeißet.


Den 4. Martii Jst RidottoRidotte (Redoute):
Maskenball
gewe-
sen. Und ist zu hoffe deß Abends
gespeißet worden.

67


Den 5. Martii Jst AppartementAppartement:
Ein besonderes Zimmer, auch Zusammenkunft zu Spiel und Vergnügen

zu hoffe geweßen.


Den 6. Martii, Jst mein herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

nebst der CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und Prin-
tzeßin
+Fürstin+ von Hohenzollern
Hohenzollern-Hechingen, Marie Leopoldine Ludovika, Fürstin von, geb. Gräfin von Sinzendorff (1666-1709):
Tochter von Graf Georg Ludwig von Sinzendorff (1616–1681) und Dorothea Elisabeth, geb. Herzogin von Holstein (1645–1725); seit 1687 Ehe mit Fürst Friedrich Wilhelm von Hohenzollern-Hechingen (1663–1735).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, bey dem
herrn Abt MulanusMolanus, Gerhard Walter (1633-1722):
Sohn von Lic. jur. Wilken Ludwig van der Muelen (1595-1655), Advokat und Syndikus sowie Ratsherr zu Hameln, und Katharina, geb. Reiche (ca. 1604-1642); Schulbesuch in Hameln; 1651-1655 Studium an der Universität Helmstedt; seit 1659 Professor der Mathematik an der Universität Rinteln, seit 1664 außerordentlicher, seit 1671 ordentlicher Professor der Theologie und Professor primarius; dreimal Rektor der Universität; landgräflich-hessischer Kirchen- und Konsitorialrat; seit 1671 Konventuale des Klosters Loccum; seit 1672 Koadjutor des Abts von Loccum; 1674 bis 1680 Generalsuperintendent des Fürstentums Calenberg, Erster Konsitorialrat und Kirchendirektor des Konsitoriums in Hannover; seit 1677 Abt des Klosters Loccum.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß Mit-
tages zu Gaste geweßen. Die
Cuhr-PrintzessinGroßbritannien und Irland, Caroline, Königin von, geb. Markgräfin von Brandenburg-Ansbach (1683-1737):
Tochter von Markgraf Johann Friedrich von Brandenburg-Ansbach (1654-1686) und Eleonore, geb. Herzogin von Sachsen-Eisenach (1662-1696); seit 1705 Ehe mit Herzog Georg August von Braunschweig-Lüneburg (1683-1760), seit 1727 König Georg I. von Großbritannien und Irland sowie Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ist dießen Tag zum
ersteren mahl wieder auß dem kindbette
außgegangen. Deß Abends ist Commœ-
die geweßen intitulirt; CyrusTragödie "Cyrus":
Nach einem im 17. Jahrhundert häufig literarisierten Geschichtsstoff, den Herodot, Berossos und andere überliefert hatten. Antoine Danchet (1671-1748): CYRUS, TRAGEDIE. Par Mr. Danchet de l'Academie Royale des Medailles, & des Inscriptions, zuerst Paris 1706, hier La Haye: Louis & Henri van Dole 1706. Das HAB-Exemplar Lm Sammelband 110 (1) trägt das Exlibris Herzog Ludwig Rudolphs.
und
hernach zum Nachspiel Les VacancesKomödie "Les Vacances":
Florent Carton Dancourt (1661-1725, Schauspieler und Verfasser meist kurzer Bühnen-Einakter an der Comédie-Française): Les Vacances, Comedie. Paris: Thomas Guillain 1697, mit Musik; auch La Haye: Foulque 1705. Erstaufführung wohl 1696.
.
Darbey man getantzet und gesungen.


Den 7. Mertz Jst RidottoRidotte (Redoute):
Maskenball
geweßen.
Hernach haben die meisten fürstlichen
Persohnen, nebst vielen von dem
hannöverischenHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hoffe, bey herrn vatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
68
zu Abends gespeißet; an unter-
schiedlichen Taffeln in BertramsBertram, N. N. (-):
Um 1707 im Umfeld des kurfürstlichen Hofes zu Hannover; Hausbesitzer in Hannover.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Hauße
nahe bey der Redoute, und ist
herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
alß Hauß-Wihrt25 verkleidet
die Anderen +von seinem hoffe+ alß bauren und baurin-
nen; abe und ich nebst Monsieurs OppelnOppel, Moritz Friedrich von (1668 oder 1669-1707):
seit spätestens 1697 Kammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel, erneut bestallt 1699, tätig bei Herzogin Elisabeth Juliane (1634–1704), dann bei Herzog Anton Ulrich (1633-1714).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
VireckViereck, Adam Otto von (1684-1758):
Sohn von Adam Otto von Viereck (1634-1717) und Anna Helena, geb. von Wolffersdorff (1651-1701); Studium in Frankfurt und Helmstedt; ab ca. 1704/1705 in braunschweigisch-wolfenbüttelschen Diensten als Leutnant und Kammerjunker; Begleiter der Herzogin Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel zu ihrer Hochzeit nach Wien; ab 1707 in königlich-preußischen Diensten.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, StickinelliStechinelli von Wickenburg, Ludwig Wilhelm (ca. 1680-1732):
Sohn von Francesco Maria Capellini (1640-1694) und Agnes Elisabeth, geb. Breyger; Kammerjunker und später Oberkammerjunker in Wolfenbüttel.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und JordanJordan, Carl Friedrich von (gest. nach 1728):
Vor 1715-1727 Kammerjunker bei Königin Christiane Eberhardine von Polen (1671-1727); seit 1715 Ehe mit Eleonore Sophie von Seebach (1687-1756), Kammerfräulein bei Königin Christiane Eberhardine.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
alß Laqueien in livereyLiverey:
Livree
; und haben
müßen auf der fleute spielen.
Nach dem eßen ist wieder RidottoRidotte (Redoute):
Maskenball

geweßen. Dießen Tag ist mein herr
bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
debst nebst dem Printz
Ferdinand Albrecht von Be-
vern
Braunschweig-Wolfenbüttel, Ferdinand Albrecht II., Herzog von (1680-1735):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1701 Obristleutnant in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1701-1705 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von seiner +reiße+ auß SachssenSachsen, Kurfürstentum:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

alhier +zu HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+
angelangt, mit sich brin-
gendt, den Geheimbten Raht Schlei-
niz
Schleinitz, Hans Christoph von (1661-1747):
Sohn von Hans Christoph von Schleinitz (1625-1679), auf Schieritz, Bornitz, Ochsensaal und Jahna, und Perpetua, geb. von Holleufer (1632-1685); Geheimer Rat in Gotha, 1706 Geheimer Rat in Wolfenbüttel, ab ca.1711 Oberhofmeister der Zarewna Charlotte Christine Sophie, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1694-1715), zugleich russischer Minister, später kaiserlich-russischer außerordentlicher Gesandter in Wolfenbüttel, Hannover und Paris (1725/26), 1727 erneut Geheimer Rat, auch Hofmarschall in Wolfenbüttel; Ehe mit Luise Marie von Kanne (1668-nach 1728).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
.


Den 8. Martii Jst zum letzteren
mahl RidottoRidotte (Redoute):
Maskenball
gehalten; und 69
haben die fürstlichen Persohnen an
zwo taffeln auf der Ridotto26 ge-
speißet. Nach dem Eßen ist wieder
getantzet worden bis deß morgenß
um 4 Uhr.


Den 9. Martii Jst zu hoffe Com-
mœdie geweßen inituliret Le
Negligent
Komödie "Le Négligent":
Komödie in drei Akten von Rivière de Dufresny (1657-1724) von 1686.
und hernach La Baguet-
te de Vulcain
Komödie "La Baguette de Vulcain":
Komödie von Jean François Regnard (1655-1709) und Rivière de Dufresny (1657-1724) von 1692/1693.
.


Den 10. Martii Jst wieder zu
hoffe Commœdie geweßen, intitulirt
La CoquetteKomödie "La Coquette ou L'Académie des dames":
Komödie von Jean François Regnard (1655-1709) von 1691.
, +jtalienne+27 Concert de Musique bey
meiner Eltesten tochterElisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
.


Den 11. Martii Jst zu hoffe wieder
Commœdie geweßen[]l Le TartuffeKomödie "Der Tartuffe oder Der Betrüger":
Komödie in fünf Akten von Jean-Baptiste Poquelin dit "Molière" (1622-1673), 1669 (nach zwei von der Zensur verbotenenen Versionen 1664 bzw. 1667) uraufgeführt (Originaltitel: Tartuffe ou L’Imposteur).
.


Den 12. Martii Jst wieder Commœdie
geweßen. intitulirt[]m DemocriteKomödie "Démocrite amoureux":
Komödie von Jean François Regnard (1655-1709) von 1700.
.


Den 13. Martii jst Tragedie geweßen. 70
intitulirt RodoguneTragödie "Rodogune":
Tragögie in fünf Akten von Pierre Corneille (1606-1684), 1644/45 uraufgeführt; an historische Stoffe des römischen Geschichtsschreibers Appian (gest. um 160) angelehnt, handelt von der parthischen Prinzessin Rodogune, gegen die die eifersüchtige syrische Königin Kleopatra ein Mordkomplott ersinnt, nach dessen Scheitern letztere Selbstmord verübt.
; und nach
endigung derselbigen; Attendes moi
sous L'orme
Komödie "Attendez-moi sous l'orme":
Komödie von Jean François Regnard (1655-1709) von 1694.
, so eine kleine
Commœdie. Dießen Abend habe
ich von allen zu HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
abschiedt
genommen.


Den 19+8+ April [1707] Jst deß Abends zu
WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu Hoffe in dem Großen
Saal Lange Taffel geweßen; und hat
man Zettuls gezogen[.]


Den 19. April Jst der Außzug
von meiner Eltesten TochterElisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+Elisabeth Christine+ von WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

geschehen deß Vormittages umn 10 Uhr,
geschehen. Folgender gestalt; Erstlich ritte
die Guarde zu Pferde, hernach die
Pagen mit ihrem Hoff-Meister
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, da-
rauf der Oberhoffmeister von WalterWalther, Friedrich Hans von (1662-1710):
Sohn von Hans (von) Walther (1618-1677), Generalmajor und Kommandant in Tönning, und Dorothea, geb. Hecklauer (1633-1669); Studium an der Ritterakdemie in Wolfenbüttel (1700), um 1701 Hofmeister des Herzogs Ferdinand Albrecht II. von Braunschweig-Wolfenbüttel(-Bevern) (1680-1735); vor 1703 Estatsrat; 1703 Oberhofmeister der Ritterakademie zu Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

nebst denen sämbtlichen Academischen28 71
darunter damahlß 6 Grafen; hernach
der Ober-MarschallSteinberg, Friedrich von (1651-1716):
Sohn von Friedrich von Steinberg (1619-1679), auf Bodenburg, Brüggen und Achim, und Elisabeth, geb. von Spiegel zu Peckelsheim (1620-1660); Studium in Rinteln, Utrecht, Tübingen und Genf, 1677 Volontär beim braunschweig-wolfenbüttelschen Militär, 1677 Assessor am Hofgericht zu Wolfenbüttel, 1684 Schatz- und Landrat, 1687 Oberhofmeister an der Ritterakademie in Wolfenbüttel, 1692 Geheimer Rat, 1693 Obermarschall, 1701 auch Oberberghauptmann und Hofrichter sowie Kammerdirektor, 1687-1703 zudem Leiter der Ritterakademie zu Wolfenbüttel; Erbherr auf Brüggen; seit 1686 Ehe mit Gertrud Luise von Grapendorff (1667-1743).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
nebst denen hoff-
Cavallirs; darauf ein Paucker nebst
etlichen Trompeters, dann die große ver-
güldte Carosse mit 6 Pferden; so
der hertzogBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von den Herns KerckenKercken, N. N. (1):
Kaufte um 1706/1707 ein vergoldete Kutsche im Auftrag Herzog Anton Ulrichs (1633-1714) für den Auszug seiner Enkelin Elisabeth Christine (1691-1750).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
kauf-
fen laßen; in welcher meine TochterElisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
oben
an; meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, die Gräfin Rings-
maul
Rindsmaul, Maria Katharina, Gräfin von, geb. von Neydeck (1657-1727):
Um 1707/19 Hofmeisterin der Kammerfräulein und Hofdamen am Hof der Kaiserin Wilhelmine Amalia (1673–1742); seit 1677 Ehe mit Graf Wolfgang Albert von Rindsmaul (1647-1703).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und ich inne fuhren; hierauf kame
eine Carosse coupée in welcher mein
herr bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
nebst dem Graff PaarPaar, Joseph Ignaz, Graf von (1660-1735):
Sohn von Graf Karl Franz von Paar (1615-1661), kaiserlicher Kämmerer, und Franziska Polyxena, geb. von Schwanenberg (ze Švamberka) (gest. 1704); Oberstküchenmeister am Kaiserhof und später Oberstjägermeister und dann Obersthofmeister der verwitweten Kaiserin Amalie Wilhelmine (1673-1742); Ehe mit Marie Anna Franziska von Waldstein (z Valdštejna) (1678-1744).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

in saß, und dan bis in die 26
Carossen mit 6 Pferden. Dießer Auß-
zug geschahe unter Lößung der Canons
von denen Wällen in der stadtWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
;
und stand auf der freyheitWolfenbüttel, Freiheit:
Kleiner Stadtbezirk östlich der Dammfestung, des Dammtores und des Festungsgrabens, also zwischen Schlossareal und der Heinrichstadt gelegen; wohl schon Mitte des 15. Jahrhunderts entstanden, Anfang des 17. Jahrhunderts als Händler- und Handwerkersiedlung ausgebaut; unterstand dem Residenzamt, nicht dem Stadtrat.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
daß Bevern-
[s]cheo Bataillon, so zwey fahnen
hatte; und auf dem schloß-PlatzWolfenbüttel, Schlossplatz:
Freie Fläche vor dem herzoglichen Schloss. Der Schlossplatz erhielt seine bis heute beibehaltene bauliche Gestalt ab 1643 auf Veranlassung Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel, der das vom 30jährigen Krieg in Mitleidenschaft gezogene dichtbebaute Areal niederreißen ließ.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
die 72
Den 10 April Jst zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

mittages und Abends bunte reyheBunte Reihe:
Höfisches Gesellschaftsspiel, bei dem die Kavalliere und Damen des Hofes ausnahmsweise sowie mitunter verkleidet an der fürstlichen Tafel speisen, wobei die Sitzordnung ausgelost wird und jeweils ausgeloste Paare (Mann und Frau) zusammensitzen, aber diverse Variationen möglich sind

geweßen.
Grenadirs Schloß-garde
auß den MühlenWolfenbüttel, Mühlentor:
Stadttor in Wolfenbüttel; westlicher Durchgang aus der Dammfestung in die Auguststadt; 1605 anstelle eines Vorgängerbaus errichtet.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und AugusttohrWolfenbüttel, Augusttor:
Stadttor in Wolfenbüttel; westlicher Durchgang aus der Auguststadt durch die Festungswälle; um 1652/54 errichtet.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

und nehertep bis an daß Crammen
holtz29 woselbst sie sich sämbtlich
en in einer linie postirten, und so
abschied nahmen; herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
waren
selbst nicht mit hinnauß weil
sie unpäßlich waren; die ÆbtissinBraunschweig-Wolfenbüttel, Henriette Christine, Herzogin von (1666-1753):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); seit 1681 Kanonisse im Reichsstift Gandersheim, 1693 Äbtissin (bis 1712); 1712 nach Konversion zum Katholizismus Stiftsdame in Roermond.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

und Erb-PrinzessinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
nebst vielen
Damen waren mit hinnauß.


Den 20. Juni Jst daß jährliche Königs
schießen zu BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von der bür-
gerschafft zu gehalten worden; der
hertzogBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
mein herr Vatter; die verwitwete
hertzogin von PloenSchleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Dorothea Sophia, Herzogin von, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1653-1722):
Tochter von Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704) und Christiane Elisabeth, geb. Gräfin von Barby (1634–1681); seit 1678 Ehe mit Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, 73
und ich; meine tochter Antoinette AmalieBraunschweig-Wolfenbüttel, Antoinette Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel. (1696-1762):
Jüngste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1712 Ehe mit ihrem Cousin Herzog Ferdinand Albrecht II. von Braunschweig-Wolfenbüttel(-Bevern) (1680-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und der
gantze hoff; seindt draußen auf der
so genannten MaschBraunschweig, Masch:
Wiesengelände an der Oker, unmittelbar nordwestlich der wallumschlossenen Braunschweiger Innenstadt; bis Ende des 19. Jahrhunderts Festgelände und Standort des Schützenhauses der städtischen Schützengilde.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+vom raht30+ getraktirttractiren:
bewirten
worden.


Den 21. Juni Seindt dieße obgemeldte
fürstliche Persohnen; und meiner gemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

hoffmeisterinCramm, N. N. (1) von (gest. 1704):
Um 1701 Hofmeisterin der jungen Prinzessinnen, um 1704 Hofmeisterin bei der Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747) sowie zugleich bei den jungen Prinzessinnen; Ehe mit Johann Ludwig von Cramm (ca.1665-1712).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; nebst dem herrn CantzlärProbst (von Wendhausen), Philipp Ludwig (1633-1718):
Sohn des Gandersheimer Stiftskanonikers Georg Wilhelm Probst (gest. 1721); Erbherr auf Wendhausen, Schöningen und Riddagshausen; Studium in Helmstedt (1650), in den Niederlanden (Leiden), England (Cambridge, Oxford), in Frankreich (Orléans) und der Schweiz (Genf); 1658 Dr. jur. (Helmstedt); 1660 Syndikus der Landschaft; 1669 Rat Herzog Rudolph Augusts von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); 1678 Konsistorial- und Klosterrat, 1673-1680 Dekan des Stifts St. Blasii in Braunschweig; 1680 Kanzler des Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttel und seit 1685 Leiter des Geheimen Rats, des Konsistoriums und der Klosterratsstube; 1683 Erhebung in den Reichsadelsstand ("Probst von Wendhausen"); 1695 Probst des Klosters St. Lorenz bei Schöningen.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

CanzlerinProbst von Wendhausen, Maria Elisabeth, geb. von Imhoff (gest. 1709):
Vor 1699 Kammerfräulein bei der Äbtissin Henriette Christine von Gandersheim, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1666-1753); seit 1699 Ehe mit dem Kanzler Philipp Ludwig Probst von Wendhausen (1633-1718).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, Geheimbten räthin von JmhoffDehn, Ilse Luise von, geb. Stisser von Wendhausen (1686-1719):
Tochter von Joachim Christoph Stisser von Wendhausen (gest. 1724), Hof- und Konsistorialrat, und Dorothea Elisabeth, geb. Probst von Wendhausen (1662-1686); 1703-1708 1. Ehe mit Rudolph Christian von Imhoff (1660-1717), seit 1718 2. Ehe mit Konrad Detlev von Dehn (1688-1753).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
Geheimbte Raht LüdekeLüdeke, Urban Dietrich von (1655-1729):
Sohn von Jacob Lüdecke (1625-1696), kurbrandenburgischer Amtmann zu Giebichenstein, und Klara Elisabeth, geb. Kern; (Halb-)Bruder des Hofgerichtsassessors Gebhard Levin Lüdeke (1662-1732); Besuch des Gymnasiums in Halle; Studium in Leipzig (1672) und Frankfurt an der Oder (1675); 1678-1680 Bildungsreise durch die Niederlande, England und Frankreich; seit 1681 praktizierender Jurist in Halle, auch Pfänner und Inspektor der Ratskämmerei; ab 1685 Assessor am Schöppenstuhl; 1686 Hofrat am Hofgericht zu Wolfenbüttel berufen; 1693 herzoglich braunschweig-wolfenbüttelscher Geheimer Rat; 1697 Wirklicher Geheimer Rat; seit 1703 zugleich Geheimrat, Hauptmann und Obersteuerdirektor des Reichstifts Quedlinburg; seit 1704 zugleich braunschweig-wolfenbüttelscher Kanzlei- und Konsistorialdirektor; 1714 Rücktritt von seinen kurbrandenburgischen Ämtern; 1718-1729 Kanzler des Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttel; 1704 erblicher preußischer Adelsstand; Erbherr zu Sickte; seit 1681 Ehe mit Clara Elisabeth Mathesius (1661-1721).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; deßen bruder
der hoffraht LüdeckeLüdeke, Gebhard Levin (1662-1732):
Sohn von Jacob Lüdecke (1625-1696), kurbrandenburgischer Amtmann zu Giebichenstein, und Maria Catharina, geb. Lemmer; (Halb-)Bruder des Kanzlers Urban Dietrich Lüdeke (1655-1729); Besuch des Gymnasiums in Halle; Studium in Frankfurt an der Oder (1678); seit 1683 seit Amtmann zu Giebichenstein; seit 1689 Bürgermeister und Syndicus der Stadt Braunschweig (bis 1730); seit 1694 Kanoniker im Stift St. Cyriacus zu Braunschweig, seit 1708 Dekan; seit 1703 Assessor des Hofgerichts in Wolfenbüttel; seit 1683 1. Ehe mit Lucia Elisabeth Elsholtz (1660-1684), seit 1685 2. Ehe mit Maria Elisabeth Richter (1665-1717), 3. Ehe mit Lucia Sabine Schrader.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; Monsieur OppelnOppel, Moritz Friedrich von (1668 oder 1669-1707):
seit spätestens 1697 Kammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel, erneut bestallt 1699, tätig bei Herzogin Elisabeth Juliane (1634–1704), dann bei Herzog Anton Ulrich (1633-1714).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
;
bey dem herrn General lieutenant von
BernstorffBernstorff, Hans Valentin von (1650-1715):
Sohn von Andreas von Bernstorff (1604–1655), braunschweig-wolfenbüttelscher Rat und Prinzenhofmeister, auch Domherr zu Ratzeburg, und Anna Elisabeth, geb. von Bülow (1621-1673); seit 1681 Obristleutnant in fürstlich-wolfenbüttelschen Diensten, 1684 Obrist, 1691 Brigadier, 1695 Generalmajor, 1705 Generalleutnant.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu Mittage zu gaste ge-
weßen; deß Nach-Mittages ist man
spazzieren nach der MaschBraunschweig, Masch:
Wiesengelände an der Oker, unmittelbar nordwestlich der wallumschlossenen Braunschweiger Innenstadt; bis Ende des 19. Jahrhunderts Festgelände und Standort des Schützenhauses der städtischen Schützengilde.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gefahren;
und deß Abends hat man wieder bey
selbigen geßen; die fräulein BortfeldinBortfeld, Hedwig Dorothea von (ca.1660-nach 1725):
Tochter von Burchard von Bortfeld (1621-1664), stift-hildesheimischer Schatzrat, und Ursula Katharina, geb. von der Marwitz (1630-1700); um 1700/06 Kammerfräulein am Hof zu Wolfenbüttel.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

war alß wirthin.


Sonsten war mein herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; meine
gemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, ich; meine jüngste tochterBraunschweig-Wolfenbüttel, Antoinette Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel. (1696-1762):
Jüngste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1712 Ehe mit ihrem Cousin Herzog Ferdinand Albrecht II. von Braunschweig-Wolfenbüttel(-Bevern) (1680-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; nebst
denen Dames von hoffe; bey Printz Ernst 74
von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Ernst Ferdinand, Herzog von (1682-1746):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1706 kurbrandenburg-preußischer Obrist, 1711 Generalmajor (1713 Abschied aus dem Militärdienst; 1707-1746 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 paragierter Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern; seit 1714 Ehe mit Herzogin Eleonore Charlotte von Kurland (1686–1748).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
den 16. Juni deß Nach-
mittages auf einer CollationCollation:
(Zwischen-)Mahlzeit, Imbiss
in
seinem hause so die Duhm-ProbsteyBraunschweig, Dompropstei:
Von 1707 bis 1709 südlich des Doms errichtetes Gebäude, das auch "Bevernsches Schloss" genannt wurde. Der Abriss erfolgte 1879.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

war; bei ihme geweßen. Wir haben
fast allezeit deß Abends in dem
garten vom Grauen hoffeBraunschweig, Grauer Hof:
Ursprünglich städtischer Hof der Zisterzienser von Riddagshausen am Bohlweg in Braunschweig. Vor 1671 Quartier der Herzöge bei Besuchen in Braunschweig, Pläne für einen Ausbau zur herzoglichen Stadtresidenz schon unter Herzog Anton Ulrich, fortgeführt unter dessen Sohn und Nachfolger Herzog August Wilhelm; seit dem Umzug des Hofes aus Wolfenbüttel 1753 Residenz der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel. Im Volksaufstand im Zuge der Julirevolution 1830 durch Brand zerstört.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geßen.


Den 26. +Juni+ Deß Abends von BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

al Corso in Lecheln holtzeLechlumer Holz:
Früher Lecheln-Holtz nach einem wüstgefallenen Dorf Lechede; Waldgebiet im Norden von Wolfenbüttel; Standort der herzoglichen Richtstätte ("Hohes Gericht") vom 16. bis 18. Jahrhundert.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
spazzie-
ren gefahren hernach daselbst
gespeißet.


Den 27. Juni seiendt
wir zu SaltztahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geweßen.
Mittages und Abends dar geßen[.]


Den 30. Juni Jn meinem GartenWolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" oder "Ludovicusca" bezeichnet, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß
Abends geßen; herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
aber wa-
ren nicht mit.


Den 1. Juli Nach Saltzta-
len
Salzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß Nach-Mittages gefahren
und daselbst milch[?] geßen: herr
vatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
waren mit.


Den 4. [Juli] hat
man deß Abends zu BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
75
auf dem wall in dem daselbst
befindlichen lusthauße
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gespeißet, so
auf der Bastion ist.


Den 6. Juli Deß Mittages in dem
kleinen garten bey dem MusthauseBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

zu Mittage geßen in der laube.


Den 8. Juli zu SaltztahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ge-
weßen; deß Mittages;


Den 10. Juli [1707] jm Lecheln HoltzeLechlumer Holz:
Früher Lecheln-Holtz nach einem wüstgefallenen Dorf Lechede; Waldgebiet im Norden von Wolfenbüttel; Standort der herzoglichen Richtstätte ("Hohes Gericht") vom 16. bis 18. Jahrhundert.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

Deß Abends geßen+al+ corso gefahren
und gespielt zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
auf dem
schloßWolfenbüttel, Schloss:
Ursprünglich eine Wasserburg, die nachweislich im 11. Jahrhundert errichtet und im 13. Jahrhundert erstmals zersört wurde. Seit Mitte des 14. Jahrhunderts Residenzanlage der Welfen und erneute Zerstörung im Schmalkaldischen Krieg, worauf allerdings ein abermaliger Wiederaufbau erfolgte. Größere Umbaumaßnahmen wurden im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert durchgeführt, wobei die heutige Gestalt maßgeblich durch Hermann Korb geprägt wurde.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
en particulier gespeißet.


Den 11. Juli Mit meiner gemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

zu SaltztahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geweßen daselbst
zu Mittage geßen, deß Abends
wieder herein gekommen.

76


Den 17. Juli Jst der hertzogBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu
WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geweßen; und ist AssembleéAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande")

zu hoffe gehalten worden, Man
hat dießen tag zum ersteren mahle
die Trauer angelegt; wegen der
hertzogin von EisenachSachsen-Eisenach, Christiane Juliane, Herzogin von, geb. Markgräfin von Baden-Durlach (1678-1707):
Tochter von Markgraf Karl Gustav von Baden-Durlach (1648-1703) und Anna Sophia, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1659-1742); seit 1697 Ehe mit Herzog Johann Wilhelm von Sachsen-Eisenach (1666-1729).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und den 29.
September
wieder abgelegt.


Den 14. August Jst zu BraunschweigBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß
Abends ball in dem MusthauseBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

gehalten worden wie auch Assem-
bleé
Assemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande")
; deß Abends nach dem eßen
ist auf dem sall31 von franzö-
sischen Commedianten Le Medecin
malgre luy[]
Komödie "Le méedecin malgre lui":
Komödie in drei Akten und Prosa von Jean-Baptiste Poquelin dit "Molière" (1622-1673), am 6. August 1666 in Paris uraufgeführt; deutsch: "Der Arzt wider willen".
q gespielet worden.


Den 15. August Jst deß Abends eine
italienische opera auf dem Großen
Theatro
Braunschweig, Opernhaus:
Das 1689 errichtete und im Februar 1690 eröffnete herzogliche Opernhaus am Hagenmarkt, im umgebauten ehemaligen Rathaus des Braunschweiger Weichbilds "Hagen". Es stand während der Braunschweiger Messen dem allgemeinen Publikum offen, während es sonst auf die Hofkreise beschränkt war. Es blieb der Aufführung von Opern und Singspielen vorbehalten, während die "Comödien" wegen des Mangels an Repräsentativität an anderen Spielstätten gegeben worden, etwa dem Saal im sog. Mosthaus, den Sälen der städtischen Rathäuser, des Grauen Hofs, später auch Wegeners Kaffeehaus usw.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu BraunschweigBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gespielt worden
intitulirt La conquista della velle d'oro di GiasoneOper "Giasone, Overò Il conquisto de vello d'oro.":
Giasone, Overò Il conquisto de vello d'oro. Drama per Musica da rappresantarsi nel famosissimo Teatro di Brunsveig. Jason. Oder Die Eroberung des Güldenen Flüsses... Printzeßinnen Elisabeth, Christinen, Amalien, Hertzoginnen zu Braunsch. und Lüneb. unterthänigst gewidmet; Musik und Übersetzung: Georg Kaspar Schürmann; Text: Flaminio Parisetti; Aufführung in Braunschweig am 15. und wohl auch am 18. und 19. August 1707. HAB: Textb. 665 (Digitalisat: http://diglib.hab.de/drucke/textb-665/start.htm); Thiel: Libretti, Nr. 812, vgl. auch Pegah: Und abends war opera, S. 183.
; so meiner Eltesten 77
tochter Elisabeth ChristineElisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
dedicirt war.


Den 16. August Jst wieder opera gewesen
heißt; SalomonOper "Salomon":
SALOMON, Jn einem Singe-Spiel vorgestellet auf dem grossen Braunschweigischen Schau-Platz. Wolfenbüttel: Bißmarck [1701]. HAB: Textb. 489. Vgl. VD18 11140844. Komp.: Georg Caspar Schürmann (1672-1751); Libretto: Johann Christian Knorr von Rosenroth (1671-1716) [Als Autor oder Koautor des Librettos wird zuweilen auch Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel vermutet.] Das HAB-Textbuch 489 gibt das Libretto der Erstaufführung wieder. Diese fand am 7. Februar 1701 zur Braunschweiger Wintermesse statt, wiederholt am 10. und 14. Februar und während der Sommermesse am 16. und 18. August 1701. Vgl. Thiel: Libretti, Nr. 1432. Beim Textbuch 733 der HAB, gedruckt in Braunschweig bei Christoph Friedrich Fickel o. J., wird das Erscheinungsjahr "um 1706" vermutet (Schmidt [1920], Nr. 171; Thiel, Rohr: Libretti, Nr. 1433), Pegah, S. 187 bezieht es auf eine in Herzog Ludwig Rudolfs Selbstzeugnis Cod. Guelf. 286a Blankenburg bezeugte Aufführung am 16. August 1707, Rode-Breymann datiert es auf 1716. Zu einer noch späteren Wiederholung der Oper im Braunschweiger Opernhaus zur Sommermesse 1724, s. das Textbuch 732 (1) in der HAB, gedruckt in Wolfenbüttel bei Christian Bartsch o. J. Musikalisch haben sich aus der Oper nur 4 Arien im Tonsatz in einem handschriftlichen Sammelband mit italienischen, deutschen und französischen Arien und Duetten verschiedener Komponisten erhalten. HAB: 266 Musik-Handschrift. Der Band weist einen Eintrag von Herzog Ludwig Rudolf und eine Datierung von 1705 auf. Vgl. Friedrich Chrysander: Geschichte der braunschweig-wolfenbüttelschen Capelle und Oper vom 16. bis zum 18. Jahrhundert: In: Ders. (Hg.): Jahrbücher für Musikalische Wissenschaft 1 (1863), S. 147-286, S. 255-257; Rashid Sascha Pegah: Und abends war 'opera'. Tagebuchnotizen aus dem Jahre 1707, in: Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte 23.2 (1998), S. 182–190, hier S. 183 u. 187; Susanne Rode-Breymann in: 'verklingend und ewig'. Tausend Jahre Musikgedächtnis 800–1800. Hg. von S. R.-B. und Sven Limbeck. Wiesbaden 2011 (Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek, 94), S. 250; Gustav Friedrich Schmidt: Neue Beiträge zur Geschichte der Musik und des Theaters am Herzoglichen Hofe zu Braunschweig-Wolfenbüttel. Folge 1: Chronologisches Verzeichnis der in Wolfenbüttel, Braunschweig, Salzthal, Bevern und Blankenburg aufgeführten Opern, Ballette und Schauspiele (Komödien) mit Musik bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. München 1920, Nr. 155 u. 171; Eberhard Thiel und Gisela Rohr: Libretti. Verzeichnis der bis 1800 erschienenen Textbücher. Frankfurt a. M. 1970 (Kataloge der Herzog August Bibliothek, 14), Nr. 1432f.
; Nach der opera hat
man auf der RedouteBraunschweig, Festsaal im Opernhaus:
Das 1690 eröffnete herzogliche Opernhaus am Hagenmarkt war auf dem neuesten Stand der Theaterarchitektur und Bühnentechnik und verfügte über einen vor dem eigentlichen Bühnensaal situierten Festsaal.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geßen[.]
Mein


Den 17. August Jst deß Mittwochens+ages+
auf dem MusthauseBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
an 5 vnterschiedlichen
taffeln in dem großen saalBraunschweig, Mosthaus, Großer Saal:
1642 war Justus Georg Schottelius' "Neu erfundenes FreudenSpiel genandt FriedensSieg" im Burgsaal aufgeführt worden. Der Druck (Wolfenbüttel 1648) gibt in mehreren Abbildungen einen Eindruck vom damaligen Saal in seiner Nutzung für theatralische Aufführungen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gespeißet
worden; deß Nachmittages ist eine Auction
von bildern geweßen auch auf dem
Musthause, so der KüchenmeisterBalcke, Johann Christoph (1661-1730):
Sohn von Curdt Balcke, Ratskellerwirt in Schöppenstedt (Mutter ungenannt); 1693 herzoglicher Küchenschreiber in Wolfenbüttel, 1702-1703 herzoglicher Kammerschreiber, 1705 Hofkammerschreiber, (lt. Arcinsys schon 1714 Hofküchnmeister in WF) 1716-1718 Küchenmeister, 1728-1731 Oberküchenmeister; seit 1694 1. Ehe mit Ilsa Katharina Hager (1676-1703), seit 1705 2. Ehe mit Katharina Elisabeth Jani (gest. 1727, seit 1729 3. Ehe mit Katharina Margaretha Francke, Witwe des Obersten Johann Christoph Brumbey/ Bromby (gest. 1744). NSTA WF: 39 H Slg. Teil 1 Nr. 176.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
auf
gnädigster Erlaubniß angestellet. Deß
Abends ist auf der RedouteBraunschweig, Festsaal im Opernhaus:
Das 1690 eröffnete herzogliche Opernhaus am Hagenmarkt war auf dem neuesten Stand der Theaterarchitektur und Bühnentechnik und verfügte über einen vor dem eigentlichen Bühnensaal situierten Festsaal.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
an
einer großen +langen+ taffel gespeißet worden;
und seind alle Persohnen en
ma[s]ques
geweßen; man hat vor und
nach dem Eßen in dem illuminirten
parterre von dem Theatro
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
getantzet[.]


Den 18. August Jst deß Abends die
italienische operaOper "Giasone, Overò Il conquisto de vello d'oro.":
Giasone, Overò Il conquisto de vello d'oro. Drama per Musica da rappresantarsi nel famosissimo Teatro di Brunsveig. Jason. Oder Die Eroberung des Güldenen Flüsses... Printzeßinnen Elisabeth, Christinen, Amalien, Hertzoginnen zu Braunsch. und Lüneb. unterthänigst gewidmet; Musik und Übersetzung: Georg Kaspar Schürmann; Text: Flaminio Parisetti; Aufführung in Braunschweig am 15. und wohl auch am 18. und 19. August 1707. HAB: Textb. 665 (Digitalisat: http://diglib.hab.de/drucke/textb-665/start.htm); Thiel: Libretti, Nr. 812, vgl. auch Pegah: Und abends war opera, S. 183.
wiederum gespielt
worden[.]

78


Den 19. August Jst wieder
italienische operaOper "Giasone, Overò Il conquisto de vello d'oro.":
Giasone, Overò Il conquisto de vello d'oro. Drama per Musica da rappresantarsi nel famosissimo Teatro di Brunsveig. Jason. Oder Die Eroberung des Güldenen Flüsses... Printzeßinnen Elisabeth, Christinen, Amalien, Hertzoginnen zu Braunsch. und Lüneb. unterthänigst gewidmet; Musik und Übersetzung: Georg Kaspar Schürmann; Text: Flaminio Parisetti; Aufführung in Braunschweig am 15. und wohl auch am 18. und 19. August 1707. HAB: Textb. 665 (Digitalisat: http://diglib.hab.de/drucke/textb-665/start.htm); Thiel: Libretti, Nr. 812, vgl. auch Pegah: Und abends war opera, S. 183.
und Masquerade
geweßen.


Den 20. August Jst AssembleéAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande")

auf dem Grauen hoffeBraunschweig, Grauer Hof:
Ursprünglich städtischer Hof der Zisterzienser von Riddagshausen am Bohlweg in Braunschweig. Vor 1671 Quartier der Herzöge bei Besuchen in Braunschweig, Pläne für einen Ausbau zur herzoglichen Stadtresidenz schon unter Herzog Anton Ulrich, fortgeführt unter dessen Sohn und Nachfolger Herzog August Wilhelm; seit dem Umzug des Hofes aus Wolfenbüttel 1753 Residenz der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel. Im Volksaufstand im Zuge der Julirevolution 1830 durch Brand zerstört.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
bey meinem
brudernBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geweßen.


Den 21. August hat man zu Mittag
in dem MusthauseBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in dem Gros-
sen Saal
Braunschweig, Mosthaus, Großer Saal:
1642 war Justus Georg Schottelius' "Neu erfundenes FreudenSpiel genandt FriedensSieg" im Burgsaal aufgeführt worden. Der Druck (Wolfenbüttel 1648) gibt in mehreren Abbildungen einen Eindruck vom damaligen Saal in seiner Nutzung für theatralische Aufführungen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
an [...]r unterschiedlichen
taffeln geßen. Deß Abends ist
ball daselbst geweßen.


Den 22. August Jst Ala RidottoRidotte (Redoute):
Maskenball

Masquerade und ball im parterre32
geweßen;


Den 23. August Eben dergleichen;
deß Nach-mittages ist eine Lotterie
von Gemählden in meinß herrn
vatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
haußeBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gehalten worden
von etlichen stillungen33 so einem 79
brabantBrabant, Herzogtum:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ischens Mahler von AntwerpenAntwerpen:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
t
zukamen.


Vom 24. August an; bis den 31.
August
seiendt zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Alle
abendt AssembleésAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande")
gehalten
worden. Ein Officir von HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

hat BanqueVabanque (Bank-Halten):
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Bassette
gehalten.


Den 1. September Jst in der
AcademieWolfenbüttel, Ritterakademie "Rudolph-Antoniana":
Ritterakademie, 1687 von den Herzögen Rudolph August und Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel gegründet, im Kleinen Schloss in Wolfenbüttel untergebracht, 1715 aufgelöst.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Reithauße französische
Commœdie von deß Königs in SchwedenKarl XII., König von Schweden (1682-1718):
Sohn von König Karl XI. von Schweden (1655-1697) und Königin Ulrike Eleonore, geb. Prinzessin von Dänemark (1656-1693); seit 1697 König von Schweden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

truppe gespielet worden deß Abends[,]u
intitulirt[]v Le JoueurKomödie "Le Joueur":
Komödie in fünf Akten von Jean François Regnard (1655-1709), uraufgeführt im Dezember 1696, im Jahr darauf gedruckt bei Thomas Guillain in Paris. Einführung und Text in Sabine Chaouche: Relevés de mise en scène (1686-1823). L'Homme à bonne fortune, Le Joueur, Le Distrait (Comédie-Française). Paris 2015, S. 227-424.
.


Den 2. September wieder Le Mariage
forcé
Komödie "Le mariage forcé":
Komödie von Jean-Baptiste Poquelin dit "Molière" (1622-1673), die im Januar 1664 von Jean Baptiste Lully (1632-1687) als Ballettkomödie auf die Bühne gebracht wurde: Le Mariage Force Ballet Dv Roy, Dansé par sa Majesté. Paris: Ballard 1664. HAB: Lm 2576 (1); vgl. Thiel, Eberhard und Gisela Rohr: Libretti. Verzeichnis der bis 1800 erschienenen Textbücher. Frankfurt a. M. 1970 (Kataloge der Herzog August Bibliothek, 14), Nr. 1057. Molières Komödie ist in verschiedenen Werkausagaben in der HAB enthalte; aus dem einstigen Besitz Herzog Ludwig Rudolphs stammt die mit Radierungen versehene Edition Nouvelle, Teil 3 (Amsterdam 1684), der die Mariage Forcé enthält. HAB: Lm 2548 (3).
, nachdem sie vorhero etwas auß
der opera von PhaetonOper "Phaeton":
Phaeton. Tragédie en musique (Textbuch Brüssel o. J. in der HAB: Lm Sammelbd. 114 [2]; Thiel: Libretti, Nr. 1267 von 1683; Nr. 1268 von 1683 und Nr. 1269 von 1690.), Oper von Jean Baptiste Lully (1632-1687) nach dem Text von Philippe Quinault (1635-1688) in fünf Akten und einem Prolog. Das Stück verarbeitet eine Geschichte aus den Metamorphosen des römischen Dichters Ovid. Die Uraufführung fand 1683 in Versailles statt.
gesungen.
Dießen tag seiendt meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
[,]
ich, nebst denen beyden Eltesten
Printzessin[nen] von Aurich, nach dem 80
Hartz GartenSchlossgärten in Blankenburg:
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
spazzirenw gefahren
und haben daselbst collationirtcollationiren:
(Zwischen-)Mahlzeit halten, Imbiss einnehmem
.


Den 3. September seiendt wir nach
meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
GartenWolfenbüttel, Garten Herzogin Christine Luises:
Eigener Garten der Herzogin Christine Luise. Er wird wie der Garten ihres Mannes Herzog Ludwig Rudolph und jener ihrer Schwiegermutter Elisabeth Juliane am Neuen Weg vor dem Herzogtor gelegen haben. Er wird in den Tagebüchern Ludwig Rudolphs von 1701 (28 Blank.) und 1707 (286a Blank.) mehrfach erwähnt, es werden sogar Einzelheiten wie eine neu angelegte Allee (Neuer Weg) und ein Lusthaus mit Saal genannt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
spazziren
gefahren.


Den 4. September ist AssembleéAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande")

zu hoffe geweßen.


Den 5. September Jst wieder
Commœdie geweßen; intitulirt Les
4 Medecins et Les Batteries
de Guilliotti34[.]


Den 6. September Jst wieder
Commœdie geweßen; Le Devil35
und haben sie vorher auß der
opera L'Europe GalanteOper "L'Europe galante":
Oper in vier Akten und einem Prolog, komponiert von André Campra (1660-1744), Text von ??. Uraufführung 1697 in Paris. Vgl.noch Chrysander, Schmidt, Thiel und Pegah.
et-
was gesungen.

81


Den 7. September Jst zu SaltztahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

an zwey großen herren taffeln, deß
Abends in der Cuhrfürstin von HannoverSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

Vorgemach gespeißet worden. Und in de-
nen Andern Gemächern auch hin und
wieder etliche taffeln vor Cavalliers
und Damenß.


Den 8. September Jst deß Mittages
in der GrotteSalzdahlum, Schloss, Grotte:
Grottenraumensemble mit Wasserspielen im Corps des Logis.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu SaltztahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; an
drey herren taffeln gespeißet worden.
Deß Abends wieder in der CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

Vorgemach; nach endigung derselbigen
ist auf dem Großen saalSalzdahlum, Schloss, Großer Saal:
Im 1. Stock des Corps des Logis gelegener großer Festsaal.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in
dem lusthauseSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
getantzet worden.


Den 9. September Jst in dem
saal bey der orangerieSalzdahlum, Schloss, Orangerie:
1701 fertiggestellte Orangerie an der Südseite des Schlosskomplexes, die exotische Pflanzen beherbergte.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu SaltztalenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

an zwey herren taffeln gespeißet; und 82
die DominaKötzler, Florentina von (1647-1741):
1701-1741 Domina des Jungfrauen-Klosters "Zur Ehre Gottes" in Salzdahlum.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und die Closter-
jungfrauen aufgewartet; deß Abends
Jst wieder in der CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Vor-
gemach gespeißet worden.
+in dem opera SaalSalzdahlum, Schloss, Oper:
Im nördlichen Hauptflügel des Schlosses befindlicher Opern- und Theatersaal.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
an einer
großen Taffel gespeißet worden;+
und hat
man Zettuls gezogen weil ein fontaine[?][.]


Den 19+0+. September [1707] jst AssembléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande")

geweßen und hat man zu mittage
in dem Gemach bey der Großen
Gallerie
Salzdahlum, Schloss, Große Galerie:
Eineinhalbstöckiges Gebäude an der Nordseite des Schlosskomplexes, das als erstes eigenständiges Galeriegebäude in Europa gilt und antike sowie zeitgenössische Statuen und Gemälde der herzoglichen Kunstsammlungen beherbergte.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gespeißet[,] deß Abends in
dem Vorgemach der CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
.


Den 11. September Jst deß Abends
in der CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Vorgemach gespeißet
worden, nachdeme man vorhero gespielt[.]


Den 12. September ist deß Mittages
auf dem Großen saalSalzdahlum, Schloss, Großer Saal:
Im 1. Stock des Corps des Logis gelegener großer Festsaal.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gespeißet
worden; und Concert de Musique
bey taffel allezeit geweßen; deß 83
Abends ist große taffel wieder in
dem opera SaalSalzdahlum, Schloss, Oper:
Im nördlichen Hauptflügel des Schlosses befindlicher Opern- und Theatersaal.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geweßen; und hat
man Zettuls gezogen.


Den 13. September haben die sämtlichen
Herrschaften jeder in seiner cammer
gespeißet; deß Abends ist eine
Masquerade geweßen; so eine
bauren hochzeitBauernhochzeit:
Nachahmung einer bäuerlichen Hochzeit als Rollenspiel, bei dem die jeweilig durch die Teilnehmer eingenommenen Ämter und Rollen, die variieren können, vorher ausgelost werden. Daneben existieren zahlreiche Abwandlungen des Spiels, immer aber die Rollenvergabe durch das Los erfolgt. Vgl. "Königsspiel"
36 vorgestellt; die
braut ist+war+ die fräulein SpaarSparr, N. N. von (1):
Weibliches Mitglied der markbrandenburgischen Adelsfamilie; um 1707 wohl Kammerfräulein am Hof zu Wolfenbüttel.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
;
der bräutigamb der Cavallier
RössingRössing, Rudolph Sigmund von (1681-1772):
Braunschweigisch-lüneburgischer Geheimer Rat und Oberjägermeister zu Wolfenbüttel.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
37 geweßen; der wihrt mein
herr vatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; die wirthin, die
CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; der Koch mein herr
bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; die köchin die Gräfin
BiquebourgBückeburg:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Schaumburg-Lippe, Johanna Sophia, Gräfin zu, geb. Gräfin zu Hohenlohe-Langenburg (1673-1743):
Tochter von Graf Heinrich Friedrich zu Hohenlohe-Langenburg (1625-1699) und Juliana Dorothea, geb. Gräfin zu Castell-Remlingen (1640-1706); seit 1691 Ehe mit Graf Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe (1655-1728); die Ehe wurde 1725 geschieden, wobei Johanna Sophia schon zuvor von ihrem Mann getrennt mit ihren Kindern zuerst in Minden und später in Hannover lebte.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; wir andern wa fürstlichen
Persohnen; waren meist haußknechte
und dienst Mägden; Es wurde an 84
an unterschiedlichen taffeln so
alle auf bäurisch angerichtet waren
gespeißet. Der wirth und haußknechte
wurden a part getractirttractiren:
bewirten
, der koch
tractirtetractiren:
bewirten
mit allerhand Eßen nebst
der köchin, so er entweder selber
mit gemachet, oder doch geordini-
ret
ordonnieren:
an-, verordnen
hatte. Nach dem Eßen
wurde in dem saal deß opern-
hause
Salzdahlum, Schloss, Oper:
Im nördlichen Hauptflügel des Schlosses befindlicher Opern- und Theatersaal.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
getantzet.


Den 14. September wurde deß Mittages
in dem Großen saalSalzdahlum, Schloss, Großer Saal:
Im 1. Stock des Corps des Logis gelegener großer Festsaal.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß lusthausesSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

an 5 unterschiedlichen taffeln gespeißet
und wurden Zettuls gezogen; deß Abends
war die singende CommœdieKomödie "Streit der Ehre und Liebe, oder Celion und Bellinde":
Komödie von Friedrich Christian Bressand (1670-1699) mit Gesangsstücken, die mutmaßlich von Reinhard Keiser (1674-1739) komponiert wurden (vgl. auch Pegah: Und abends war opera, S. 188): Schäfer-Spiel/ Streit der Ehre und der Liebe/ Oder CELION und BELINDE, genannt/ Vorgestellet auf dem kleinern THEATRO Des Fürstlichen Lust-Hauses zu Saltzthalen. Wolfenbüttel: Christian Bartsch [1707]. HAB: Textb. 116 (Digitalisat: http://diglib.hab.de/drucke/textb-116/start.htm); Gustav Friedrich Schmidt: Neue Beiträge zur Geschichte der Musik und des Theaters am Herzoglichen Hofe zu Braunschweig-Wolfenbüttel. Folge 1: Chronologisches Verzeichnis der in Wolfenbüttel, Braunschweig, Salzthal, Bevern und Blankenburg aufgeführten Opern, Ballette und Schauspiele (Komödien) mit Musik bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. München 1920, Nr. 176.
38 auf dem
TheatroSalzdahlum, Schloss, Oper:
Im nördlichen Hauptflügel des Schlosses befindlicher Opern- und Theatersaal.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
agirt; hernach aß die Cuhr-
fürstin
Sophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in ihrem Vorgemach, die hertzogin
von Zell
Braunschweig-Lüneburg, Eleonore, Herzogin von, geb. Desmier d'Olbreuse (1639-1722):
Tochter von Alexander II. Desmier (1608-1650), Marquis d'Olbreuse, und Jacquette, geb. Poussard de Vandré (1610-1648); zuerst Mätresse von Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1624-1705); ab 1665 trug sie den Titel "Frau von Harburg" und seit ihrer (inoffiziellen) Vermählung mit Herzog Georg Wilhelm 1674 in Celle den Titel "Gräfin von Harburg und Wilhelmsburg"; seit 1676 Herzogin von Braunschweig-Lüneburg durch die offizielle Vermählung mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg .
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
reterirte sich, die hertzogin39 85
von HolsteinSchleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg, Johanna Magdalena Louisa, Herzogin von (1668-1732):
Tochter von Herzog Philipp Ludwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg (1620-1689) und Anna Margareta, geb. Landgräfin von Hessen-Homburg (1629-1686); kam an den Hof des Grafen Ernst von Stolberg (1650–1710) in Ilsenburg; sie blieb unvermählt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
aß nebst meinem herrn brudernBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

auch in ihrem Vorgemach, herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hatten
sich auch gereteriert.


Den 15. September wurde deß Mittages
wieder in dem großen saalSalzdahlum, Schloss, Großer Saal:
Im 1. Stock des Corps des Logis gelegener großer Festsaal.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gespeißet
an 3 unterschiedlichen taffeln und Zettuls
gezogen; deß Nachmittages wurde gespielt,
deß Abends wurde von den französischen
Commœdianten; auf dem TheatroSalzdahlum, Schloss, Oper:
Im nördlichen Hauptflügel des Schlosses befindlicher Opern- und Theatersaal.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ein
Actus auß Europe GalanteOper "L'Europe galante":
Oper in vier Akten und einem Prolog, komponiert von André Campra (1660-1744), Text von ??. Uraufführung 1697 in Paris. Vgl.noch Chrysander, Schmidt, Thiel und Pegah.
gerepre-
sentirt; hernach le tombeau de
Maitre d'Andreé
Komödie "Le Tombeau de Maître André":
Komödie von Claude-Ignace Brugière de Barante (1669/70-1745), erstmals am 29. Januar 1695 im Théâtre de l'hôtel de Bourgogne, Vorgänger der Comédie-Française, aufgeführt; vgl. die Online-Dokumentation: https://théâtre-documentation.com/content/le-tombeau-de-maître-andré-claude-ignace-brugière-de-barante.
gespielet; nach der
Commœdie; wurde in dem saal so
bey der +bilder+GallerieSalzdahlum, Schloss, Große Galerie:
Eineinhalbstöckiges Gebäude an der Nordseite des Schlosskomplexes, das als erstes eigenständiges Galeriegebäude in Europa gilt und antike sowie zeitgenössische Statuen und Gemälde der herzoglichen Kunstsammlungen beherbergte.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ist; gespi gespeißet;
und hernach in der kleinen GallerieSalzdahlum, Schloss, Kleine Galerie:
Vom Corps de Logis Richtung Garten verlaufender Galerietrakt in der Nähe des Orangengartens, in dem Gemälde unterschiedlichster Herkunft ausgestellt wurden.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

darinnen der Billiard stehet; getantzet.
+Dießen tag kame die Nachricht, daß meine tochterElisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+

SpaniensKarl VI., Kaiser (Heiliges Römisches Reich) (1685-1740):
Sohn von Kaiser Leopold I. (1640–1705) und Eleonore Magdalena, geb. Herzogin und Pfalzgräfin von Pfalz-Neuburg (1655-1720); 1703 Proklamation zum König von Spanien, ohne dass er sich jedoch im Spanischen Erbfolgekrieg durchsetzen konnte und er schließlich vertraglich auf Spanien verzichten musste, er den Titel des "Königs von Spanien" allerdings weiterhin führte; seit 1711 Nachfolger seines Bruders Kaiser Joseph I. (1678-1711) als Kaiser des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation sowie König von Böhmen und Ungarn; seit 1713 auch König von Neapel (bis 1735) und von Sardinien (1720 vertauscht gegen Sizilien; bis 1735); seit 1735 auch Herzog von Parma; seit 1708 Ehe mit Herzogin Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
braut wäre declarirt[.]


Den 16. September wurde in dem
Gemach bey der bilder GallerieSalzdahlum, Schloss, Große Galerie:
Eineinhalbstöckiges Gebäude an der Nordseite des Schlosskomplexes, das als erstes eigenständiges Galeriegebäude in Europa gilt und antike sowie zeitgenössische Statuen und Gemälde der herzoglichen Kunstsammlungen beherbergte.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu
Mittage gespeißet. Deß Abends spieleten 86
die französischen Commœdianten; Le-
cole des femmes
Komödie "L'école des Femmes":
Komödie in fünf Akten von Jean-Baptiste Poquelin dit "Molière" (1622-1673), die 1662 in Paris uraufgeführt wurde.
. Hernach aß die
CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
bey meinem herrn brudernBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

in seinem Gemach nebst der hertzogin
von Holstein
Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg, Johanna Magdalena Louisa, Herzogin von (1668-1732):
Tochter von Herzog Philipp Ludwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg (1620-1689) und Anna Margareta, geb. Landgräfin von Hessen-Homburg (1629-1686); kam an den Hof des Grafen Ernst von Stolberg (1650–1710) in Ilsenburg; sie blieb unvermählt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; und die hertzogin von
Zelle
Braunschweig-Lüneburg, Eleonore, Herzogin von, geb. Desmier d'Olbreuse (1639-1722):
Tochter von Alexander II. Desmier (1608-1650), Marquis d'Olbreuse, und Jacquette, geb. Poussard de Vandré (1610-1648); zuerst Mätresse von Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1624-1705); ab 1665 trug sie den Titel "Frau von Harburg" und seit ihrer (inoffiziellen) Vermählung mit Herzog Georg Wilhelm 1674 in Celle den Titel "Gräfin von Harburg und Wilhelmsburg"; seit 1676 Herzogin von Braunschweig-Lüneburg durch die offizielle Vermählung mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg .
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
bey unß in unsrer Cammer,
herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Hernach wurde gegeßen
in derm Cuhrfürstin Vorgemach+gemach bey der GallerieSalzdahlum, Schloss, Große Galerie:
Eineinhalbstöckiges Gebäude an der Nordseite des Schlosskomplexes, das als erstes eigenständiges Galeriegebäude in Europa gilt und antike sowie zeitgenössische Statuen und Gemälde der herzoglichen Kunstsammlungen beherbergte.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+
. Dießen tag
elatirteelatiren:
Als Verb nicht nachgewiesen; wohl Ableitung von Elation, d. i. Hochstimmung, Begeisterung, Stolz
daß meine tochterElisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in SpannienSpanien, Königreich:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ver[...]
[als] königliche braut declarirt wäre.
x


Den 17. Settembre aß man zu mittage
an dreyy unterschiedlichen taffeln; darvon
zwey in deß+m+ gemach bey der bilder
Gallerie
Salzdahlum, Schloss, Große Galerie:
Eineinhalbstöckiges Gebäude an der Nordseite des Schlosskomplexes, das als erstes eigenständiges Galeriegebäude in Europa gilt und antike sowie zeitgenössische Statuen und Gemälde der herzoglichen Kunstsammlungen beherbergte.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, und eine in dem ordinairen
EßgemachSalzdahlum, Schloss, Essgemach:
Im Corps de Logis und wahscheinlich im ersten Stock gelegenes Esszimmer.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
angerichtet war; +es wurden Zettuls gezogen+ Deß Abends+Mittages+
aßen wurde gespielt; deß Abends aßen
die CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+nebst der hertzogin von HolsteinSchleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg, Johanna Magdalena Louisa, Herzogin von (1668-1732):
Tochter von Herzog Philipp Ludwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg (1620-1689) und Anna Margareta, geb. Landgräfin von Hessen-Homburg (1629-1686); kam an den Hof des Grafen Ernst von Stolberg (1650–1710) in Ilsenburg; sie blieb unvermählt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+
, bey meinem herrn brudernBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

in seinem Gemach, und die hertzogin
von Zelle
Braunschweig-Lüneburg, Eleonore, Herzogin von, geb. Desmier d'Olbreuse (1639-1722):
Tochter von Alexander II. Desmier (1608-1650), Marquis d'Olbreuse, und Jacquette, geb. Poussard de Vandré (1610-1648); zuerst Mätresse von Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1624-1705); ab 1665 trug sie den Titel "Frau von Harburg" und seit ihrer (inoffiziellen) Vermählung mit Herzog Georg Wilhelm 1674 in Celle den Titel "Gräfin von Harburg und Wilhelmsburg"; seit 1676 Herzogin von Braunschweig-Lüneburg durch die offizielle Vermählung mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg .
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
bey mir und meiner Ge-
mahlin
Braunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
[.] die


Den 18. [September] wurde zu mittage gespeiset
auf dem großen saalSalzdahlum, Schloss, Großer Saal:
Im 1. Stock des Corps des Logis gelegener großer Festsaal.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
an 5 unter87-
schiedliche[!] taffeln; deß Abends aße
man bey der hertzogin von HolsteinSchleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg, Johanna Magdalena Louisa, Herzogin von (1668-1732):
Tochter von Herzog Philipp Ludwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg (1620-1689) und Anna Margareta, geb. Landgräfin von Hessen-Homburg (1629-1686); kam an den Hof des Grafen Ernst von Stolberg (1650–1710) in Ilsenburg; sie blieb unvermählt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, die
hertzogin von ZellBraunschweig-Lüneburg, Eleonore, Herzogin von, geb. Desmier d'Olbreuse (1639-1722):
Tochter von Alexander II. Desmier (1608-1650), Marquis d'Olbreuse, und Jacquette, geb. Poussard de Vandré (1610-1648); zuerst Mätresse von Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1624-1705); ab 1665 trug sie den Titel "Frau von Harburg" und seit ihrer (inoffiziellen) Vermählung mit Herzog Georg Wilhelm 1674 in Celle den Titel "Gräfin von Harburg und Wilhelmsburg"; seit 1676 Herzogin von Braunschweig-Lüneburg durch die offizielle Vermählung mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg .
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
blieb in ihrer Cammer;
Nach der taffel wurde in dem großen
saal
Salzdahlum, Schloss, Großer Saal:
Im 1. Stock des Corps des Logis gelegener großer Festsaal.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
getantzet. Vor der taffel hatten
[die]z Franzosen gespielt Le joueurKomödie "Le Joueur":
Komödie in fünf Akten von Jean François Regnard (1655-1709), uraufgeführt im Dezember 1696, im Jahr darauf gedruckt bei Thomas Guillain in Paris. Einführung und Text in Sabine Chaouche: Relevés de mise en scène (1686-1823). L'Homme à bonne fortune, Le Joueur, Le Distrait (Comédie-Française). Paris 2015, S. 227-424.
.


Den 19. September wurde zu mittage
in dem Gemach, bey der bilder gallerieSalzdahlum, Schloss, Große Galerie:
Eineinhalbstöckiges Gebäude an der Nordseite des Schlosskomplexes, das als erstes eigenständiges Galeriegebäude in Europa gilt und antike sowie zeitgenössische Statuen und Gemälde der herzoglichen Kunstsammlungen beherbergte.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

gespeißet; die hertzoginne von HolsteinSchleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg, Johanna Magdalena Louisa, Herzogin von (1668-1732):
Tochter von Herzog Philipp Ludwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg (1620-1689) und Anna Margareta, geb. Landgräfin von Hessen-Homburg (1629-1686); kam an den Hof des Grafen Ernst von Stolberg (1650–1710) in Ilsenburg; sie blieb unvermählt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

blieb in der Cammer; eß wurden Zettuls
gezogen; deß Abends ware eine große
Masquerade, da jeder sein kondte
waß er wolte; und war solche in
der OrangerieSalzdahlum, Schloss, Orangerie:
1701 fertiggestellte Orangerie an der Südseite des Schlosskomplexes, die exotische Pflanzen beherbergte.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
saal; woselbst
bey illuminirung vieler Pyramiden mit
Lichtern; und sonsten außzierung einige
[...]aa; getantzet wurden; und auch
gespeißet; die Herren zwar aßen an
zwey kleinen taffeln in der orangerie 88
selbst, die anderen aber; in dem
saal bey der orangerieSalzdahlum, Schloss, Orangerie:
1701 fertiggestellte Orangerie an der Südseite des Schlosskomplexes, die exotische Pflanzen beherbergte.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
an einer
großen taffel.


Den 20. September wurde zu Mittage
in dem Gemache bey der bilder GallerieSalzdahlum, Schloss, Große Galerie:
Eineinhalbstöckiges Gebäude an der Nordseite des Schlosskomplexes, das als erstes eigenständiges Galeriegebäude in Europa gilt und antike sowie zeitgenössische Statuen und Gemälde der herzoglichen Kunstsammlungen beherbergte.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

gespeißet; deß Abends war opera;
so EndimionOper "Endimione":
Früherer Druck (Aufführung am 5./ 15. 10. 1700): ENDIMIONE FAVOLA PER MUSICA da rappresentarsi NEL TEATRO DI WOLFENBUTTEL. Endimion in einem singenden Schäfer-Spiel/ vorgestellet Auf dem Fürstl. Wolffenbüttelischen THEATRO. Wolfenbüttel: Bißmarck [um 1700]. HAB: Textb. 291.1 (Digitalisat: http://diglib.hab.de/drucke/textb-291-1/start.htm). VD17 23:251605C; Chrysander, S. 254f.; Schmidt (1929), S. 8 Nr. 154; Thiel: Libretti, Nr. 627. Das Stück war bereits am 24. 5./ 3. 6. 1700 im Schloss Salzdahlum aufgeführt worden: ENDIMIONE ... NEL TEATRO Di SALTHAL. Endymion ... auf dem kleinern Theatro des Fürstlichen Lust-Hauses zu Saltzthalen. Wolfenbüttel: Bißmarck 1700. HAB: Textb. 291. VD17 23:251603N; Schmidt (1929), S. 8 Nr. 150; Thiel: Libretti, Nr. 626. Eine von beiden Drucken abweichende Fassung in HAB: Textb. Sammelbd. 3 (4). VD17 23: 252016P. Komp.: Georg Caspar Schürmann (1672-1751); Libretto: Francesco Lemwene (1634-1674). Spätere Aufführungen sind für den 21. 2. und 17. 5. 1701 - letztere in Wolfenbüttel und auf Italienisch (Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs, Cod. Guelf. 28 Blank., S. 13 und S. 39) -, den 20. und 23. 9. 1707 in Salzdahlum (vgl. Pegah, S. 184 u. 188) und für den März 1720 in Wolfenbüttel bezeugt: Endimione. Pastorale con Prologo rappresentato Nel Giorno Natalizo Del ... Duca Augusto Guilelmo, Duca regnante di Brunsviga e Luneburgo Per Commando ... di Elisab. Sophia Maria, Duchessa regnante ... Nel Teatro Ducale di Wolffenbüttel. Endimion. Schäffer-Spiel nebst einem Prologo ... an dem höchst-erfreulichen Geburts-Tage ... Herrn August Wilhelms ... Als solcher den 8. Mertz 1720 zu Wolffenbüttel celebriret wurde ... Auf dem Hertzoglichen Theatro zu Wolffenbüttel vorgestellet. Wolfenbüttel: Bartsch [1720]. HAB: Textb. 645; Schmidt (1929), S. 13 Nr. 247; Thiel: Libretti, Nr. 628. Lit.: Rashid Sascha Pegah: Und abends war "opera". Tagebuchnotizen aus dem Jahre 1707. In: Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte 23.2 (1998), S. 182-190, hier S. 184 u. 188; Gustav Friedrich Schmidt: Neue Beiträge zur Geschichte der Musik und des Theaters am Herzoglichen Hofe zu Braunschweig-Wolfenbüttel. Folge 1: Chronologisches Verzeichnis der in Wolfenbüttel, Braunschweig, Salzthal, Bevern und Blankenburg aufgeführten Opern, Ballette und Schauspiele ... mit Musik bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. München 1929, S. 8 u. 12; E. Thiel: Libretti. Verzeichnis der bis 1800 erschienenen Textbücher. Frankfurt a. M. 1970 (Kataloge der Herzog August Bibliothek, 14).
intitulirt und jtalienisch;
auf dem TheatroSalzdahlum, Schloss, Oper:
Im nördlichen Hauptflügel des Schlosses befindlicher Opern- und Theatersaal.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gespielt. Gespeißt wurde
in der ChurfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Vorgemach.


Den 21. September wurde deß Mittages
in dem gemach bey der GallerieSalzdahlum, Schloss, Große Galerie:
Eineinhalbstöckiges Gebäude an der Nordseite des Schlosskomplexes, das als erstes eigenständiges Galeriegebäude in Europa gilt und antike sowie zeitgenössische Statuen und Gemälde der herzoglichen Kunstsammlungen beherbergte.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gespeiset
und zwar daß die herren taffel recht
in der Gallerie war; deß Nachmittages
nach geendigtem Gottesdienst; gieng man
in dem gartenSalzdahlum, Schloss, Garten:
Der Garten des Schlosses Salzdahlum gehörte zu den ältesten Gartenanlagen im klassisch französischen Stil auf deutschem Boden. In der Anlage gleichen sich der Salzdahlumer und Herrenhäuser Garten in Teilen und haben sich offensichtlich gegenseitig beeinflusst, wobei beide Gärten auf andere fürstliche Gartenschöpfungen stilbildend wirkten. Unklar ist, wann mit dem Bau des Salzdahlumer Gartens begonnen wurde. Ob Schloss und Garten zeitgleich gebaut wurden, lässt sich heute nicht mehr klären. Prägenden Einfluss auf die Gestaltung nahm jedenfalls Herzog Anton Ulrich. In der sich hinter dem Schloss befindlichen Anlage befanden sich eine Eremitage, mehrere Wasserspiele, ein Heckentheater, ein Irrgarten, einige Teiche und ungefähr 160 Plastiken.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
spazzieren; deß Abends
wurde in der CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
vorgemach
gespeiset; und standen 5 taffeln
in dem garten angerichtet, darbey
ohne die lichter auf den tischen; etliche 89
säulen gesetzet waren; worauf girondoles
mit lichtern standen; nach dem Abendeßen
gieng die CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
mit dem hertzogBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

und unß anderen noch um die 5
taffeln herum zusehen waß sie machten
und giengen auch noch bey windbriseab
in dem gartenSalzdahlum, Schloss, Garten:
Der Garten des Schlosses Salzdahlum gehörte zu den ältesten Gartenanlagen im klassisch französischen Stil auf deutschem Boden. In der Anlage gleichen sich der Salzdahlumer und Herrenhäuser Garten in Teilen und haben sich offensichtlich gegenseitig beeinflusst, wobei beide Gärten auf andere fürstliche Gartenschöpfungen stilbildend wirkten. Unklar ist, wann mit dem Bau des Salzdahlumer Gartens begonnen wurde. Ob Schloss und Garten zeitgleich gebaut wurden, lässt sich heute nicht mehr klären. Prägenden Einfluss auf die Gestaltung nahm jedenfalls Herzog Anton Ulrich. In der sich hinter dem Schloss befindlichen Anlage befanden sich eine Eremitage, mehrere Wasserspiele, ein Heckentheater, ein Irrgarten, einige Teiche und ungefähr 160 Plastiken.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
spazzieren. Nach endigung
der promenade bey welcher die
Cuhrfürstin fiele; und ich daß glück
hatte sie wieder aufzuheben; tantzeten
etliche von den Cavallierß und Damenß
auf dem Boulingrins; nach Schalmeyen,
braff herum.


Den 22. September wurde zu SaltzahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

eine Commœdie von den Franzosen
gespieltet[!] le grondeurKomödie "Le Grondeur":
Komödie in drei Akten von David-Augustin de Brueys (1641-1723), wohl im Januar 1691 uraufgeführt; in der HAB zwei unterschiedliche Ausgaben La Haye 1694, PPN: 153412410 und 151293724.
.


Den 23. September wurde EndimionOper "Endimione":
Früherer Druck (Aufführung am 5./ 15. 10. 1700): ENDIMIONE FAVOLA PER MUSICA da rappresentarsi NEL TEATRO DI WOLFENBUTTEL. Endimion in einem singenden Schäfer-Spiel/ vorgestellet Auf dem Fürstl. Wolffenbüttelischen THEATRO. Wolfenbüttel: Bißmarck [um 1700]. HAB: Textb. 291.1 (Digitalisat: http://diglib.hab.de/drucke/textb-291-1/start.htm). VD17 23:251605C; Chrysander, S. 254f.; Schmidt (1929), S. 8 Nr. 154; Thiel: Libretti, Nr. 627. Das Stück war bereits am 24. 5./ 3. 6. 1700 im Schloss Salzdahlum aufgeführt worden: ENDIMIONE ... NEL TEATRO Di SALTHAL. Endymion ... auf dem kleinern Theatro des Fürstlichen Lust-Hauses zu Saltzthalen. Wolfenbüttel: Bißmarck 1700. HAB: Textb. 291. VD17 23:251603N; Schmidt (1929), S. 8 Nr. 150; Thiel: Libretti, Nr. 626. Eine von beiden Drucken abweichende Fassung in HAB: Textb. Sammelbd. 3 (4). VD17 23: 252016P. Komp.: Georg Caspar Schürmann (1672-1751); Libretto: Francesco Lemwene (1634-1674). Spätere Aufführungen sind für den 21. 2. und 17. 5. 1701 - letztere in Wolfenbüttel und auf Italienisch (Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs, Cod. Guelf. 28 Blank., S. 13 und S. 39) -, den 20. und 23. 9. 1707 in Salzdahlum (vgl. Pegah, S. 184 u. 188) und für den März 1720 in Wolfenbüttel bezeugt: Endimione. Pastorale con Prologo rappresentato Nel Giorno Natalizo Del ... Duca Augusto Guilelmo, Duca regnante di Brunsviga e Luneburgo Per Commando ... di Elisab. Sophia Maria, Duchessa regnante ... Nel Teatro Ducale di Wolffenbüttel. Endimion. Schäffer-Spiel nebst einem Prologo ... an dem höchst-erfreulichen Geburts-Tage ... Herrn August Wilhelms ... Als solcher den 8. Mertz 1720 zu Wolffenbüttel celebriret wurde ... Auf dem Hertzoglichen Theatro zu Wolffenbüttel vorgestellet. Wolfenbüttel: Bartsch [1720]. HAB: Textb. 645; Schmidt (1929), S. 13 Nr. 247; Thiel: Libretti, Nr. 628. Lit.: Rashid Sascha Pegah: Und abends war "opera". Tagebuchnotizen aus dem Jahre 1707. In: Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte 23.2 (1998), S. 182-190, hier S. 184 u. 188; Gustav Friedrich Schmidt: Neue Beiträge zur Geschichte der Musik und des Theaters am Herzoglichen Hofe zu Braunschweig-Wolfenbüttel. Folge 1: Chronologisches Verzeichnis der in Wolfenbüttel, Braunschweig, Salzthal, Bevern und Blankenburg aufgeführten Opern, Ballette und Schauspiele ... mit Musik bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. München 1929, S. 8 u. 12; E. Thiel: Libretti. Verzeichnis der bis 1800 erschienenen Textbücher. Frankfurt a. M. 1970 (Kataloge der Herzog August Bibliothek, 14).

wieder gespieltet[!]. 90


Den 13. October wurde zu
WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in dem großen saal
von denen Pagen eine auß dem
französischen inß teütsche übersetzte
Commœdie gespiel[t] LetourdyKomödie "L'Étourdi ou les Contretemps, das ist der Dumme, oder die Klugheit zur Unzeit":
Komödie in fünf Akten von Jean-Baptiste Poquelin dit "Molière" (1622-1673), die 1655 in Lyon uraufgeführt wurde.
. Deß
mittages war bey der taffel
so in dem ordinairen Eßgemach40
angerichtet war; daß große behmischeac
glaß herum getruncken.


Den 14. October wurde meineß
herrn VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geburtstag zu Wolffen-
büttel
Wolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gefeyret, und war deß
Abends der gantze hoff a L'Es-
pagnole
vermasquirt, diead dann zwey
Damens und zwey Cavalliers allezeitae
neben einander in einer procession
in dem großen saal vor herrn vatter
vorbey giengen; welcher in bret spieltis[ch]af 91
hernach prombirte41 man noch eine
zeitlang untereinander herumb; es waren
auch viele masquen auß der stadtWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

und von BraunschweigBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
. Der hoffraht BraunBraun, Georg Christoph von (gest. nach 1712):
Vermutlich aus urspr. schlesischem Adelsgeschlecht; ab 1706 Hofrat in Braunschweig-Wolfenbüttel (für die Grafschaft Blankenburg), ab 1710 Stiftshauptmann zu Gandersheim, ab 1711 Kanoniker, ab 1712 Abteioberhofmeister; Geliebter von Äbtissin Henriette Christine von Gandersheim, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1669-1753); verließ nach der Geburt des gemeinsamen Kindes 1712 Gandersheim und ging ins Exil nach Sachsen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

stelte einen spannischen Tabelet
Kramer42 vor; und praesentierte von
seinem Cram allerhand galanteriesGalanteries:
Galanteriewaren, modische Accessoires

an die herrschafften und Dames
und Cavalliers; wie auch an die
herrschaft verse; die Cuhrfürstin
von Hannover
Sophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hätte auch sollen
auf dises Festin seien; wenn Sie
nicht wegen einiger indisposition
wäre daran verhindert worden[;] alß
man ein wenig getantzet gieng man
an taffel derer zwey eine lange
so in der Cavallier esgemach, die
andre so groß und viereckt, und an
welcher die herren saßen stundt in 92
dem ordinairen Eßgemach.
Nach dem eßen wurde wieder
getantzet.


Den 16+7+ October wurde zu Wolffen-
büttel
Wolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
auf dem daselbst seyenden
TheatroWolfenbüttel, Hoftheater:
Im Februar 1688 eröffnetes Opernhaus in der Residenz Wolfenbüttel, ein längsrechteckiges freistehendes Gebäude zwischen dem Westflügel des Schlosses und der Bastionärsbefestigung "Krokodilberg"; kleiner und bühnentechnisch anspruchsloser als das zwei Jahre später eröffnete Hagenmarkt-Theater in Braunschweig. Unter dessen Konkurrenz verkümmerte das Wolfenbütteler Opernhaus schon zu Lebzeiten Herzog Anton Ulrichs, bis es 1748 wegen baulichen Verfalls abgerissen wurde. Aber auch der Speisesaal des Wolfenbütteler Schlosses, das 1655 erstmals genannte "Comödienhaus" (das ehemalige Ballspielhaus Herzog Heinrich Julius'), der Redoutensaal im Südflügel und das Vorzimmer von Herzog Anton Ulrichs Appartement wurden für theatralische Aufführungen am Wolfenbütteler Hof genutzt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
eine jtalienische opera
gespielt; AtalanteOper "Atalanta":
Oper von Friedrich Christian Bressand (1670-1699) in drei Akten, die 1698 in Braunschweig uraufgeführt wurde. Die Musik stammt vermutlich von Antonio Caldara. Vgl. Thiel: Libretti, Nr. 249, HAB: Textb. 24 (Digitalisat: http://diglib.hab.de/drucke/textb-24/start.htm).
43 benahmet; deß
Abends wurde an kleiner taffel
in dem großen saalWolfenbüttel, Redoutensaal im Schloss:
Festsaal, auch "Großer Saal" genannt, 1696/97 im Südflügel des Schlosses errichtet, weiter nach Westen hin der Kleine oder Rittersaal.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gespeißet,
hernach daselbst getantzet. Jch bin
siedersieder:
seit
den 21. October etliche mahl
zu SaltzahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geweßen; alß den 21. [Oktober]
und 23. [Oktober] und zwar daß letzten[!] mahl
mit meiner tochterRussland, Charlotte Christine Sophie, Zarewna von, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1694-1715):
Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1711 Ehe mit Zarewitsch Alexej Petrowitsch von Russland (1690-1718).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und der Printzessin
von Ostfrisland
Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Juliane Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Ostfriesland (1698-1740):
Tochter von Fürst Christian Eberhard von Ostfriesland (1665-1708) und Eberhardine Sophie, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1666-1700); seit 1721 Ehe mit Herzog Joachim Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1668-1722).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und der hoffmeisterinCramm, N. N. (1) von (gest. 1704):
Um 1701 Hofmeisterin der jungen Prinzessinnen, um 1704 Hofmeisterin bei der Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747) sowie zugleich bei den jungen Prinzessinnen; Ehe mit Johann Ludwig von Cramm (ca.1665-1712).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
.


Den 1. November habe ich deß Abends
eine AssembleéAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande")
in meinem Gemach
gehalten und darbey eine kleine gastereyag
ebt und Lotterie. Es waren in 93
selbiger 300 Zettuls; darvon 50, die
blind waren; der Gäste waren 24
so dar aßen und mitzogen.


Den 30. November Jst mein herr
vatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von SaltztahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hieher nach
WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gekommen; und ist deß
Abends zu hoffe große AssembleéAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande")

geweßen.

94
95

Frembde.


Den 3. Ianuar Jst der bischoff von Osna-
brügck
Lothringen, Karl Joseph, Herzog von (1680-1715):
Sohn von Herzog Karl V. von Lothringen (1643-1690) und Eleonore Maria Josepha, geb. Erzherzogin von Österreich (1653-1697); seit 1695 Bischof von Olmütz, seit 1698 Bischof von Osnabrück und seit 1711 Erzbischof und Kurfürst von Trier.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; von WienWien:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
herkommendt alhier zu
WolfenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
angelangt; nebst drey Cavalliers,
er fuhr in einer post-chaisePostchaise:
Schnelle, leichte Kutsche für Postreiseverkehr
. Die stückeStück:
Geschütz

seiendt bey deßen Anlangung gelößet worden;
Dießer bischoff ist deß hertzogß von LothringenLothringen, Leopold Joseph, Herzog von (1679-1729):
Sohn von Herzog Karl V. von Lothringen (1643-1690) und Eleonore Maria Josepha, geb. Erzherzogin von Österreich (1653-1697); seit 1690 regierender Herzog von Lothringen und Bar (bis 1697 unter Regentschaft); seit 1698 Ehe mit Elisabeth Charlotte d'Orléans (1676–1744),
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

bruder, und heist, Carolus Josephus Ignatius.
Seine Dignitæt, gros-Prior von CastilienKastilien:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
44.
1693 Dom-Herr zu CöllnKöln:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und TrientTrient (Trento):
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
. Bischoff
zu OlmützOlmütz (Olomouc):
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
1695 und zu OsnabrügOsnabrück:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
1698.
Er ist mit auf der Wahl zum bischoff zu
MünsterMünster:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, und hat er den bischoffen von
Paderborn
Wolff-Metternich zur Gracht, Franz Arnold von (1658-1718):
Sohn von Degenhard Adolf von Wolff gen. Metternich, kurkölnischer Obriststallmeister, und Philippina Agnes, geb. von Reuschenberg zu Setternich; Stiftsgymnasium Hildesheim; 1670 tonsuriert; 1674-1676 Studium am Collegium Germanicum in Rom; 1678 Domherr in Osnabrück und 1681 auch in Paderborn; 1698 Empfang der niederen Weihen; 1698 Subdiakon; 1703 Priesterweihe; 1703 Diakon; Koadjutor des Bischofs von Paderborn sowie Titularbischof von Nicopolis in Armenia; seit 1704 Fürstbischof von Paderborn und seit 1706/1707 Fürstbischof von Münster.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zum Competitoren. Er ist ge-
bohren anno 1698+1680+. Wir Printzen haben ihn
unten an der Treppe empfangen; und in
sein Gemach begleitet, woselbst der hertzogBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

mein herr vatter seiner erwartete; der wegen
st seineß fußschadenß wegen eineß fallß
anno 1706 auf der LichtmesseBraunschweiger Messe:
1498 landesherrlich, 1505 und 1521 kaiserlich privilegierte Messen in der Stadt Braunschweig, zweimal im Jahr, für jeweils 10 Tage im Sommer (um Laurentii, 10. August) bzw. im Winter (um Mariae Lichtmeß, 2. Februar), stattfindend; Niedergang im 16. und 17. Jahrhundert; nach der Eroberung der Stadt Braunschweig 1671 durch Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel neu belebt und offiziell beginnen lassend mit dem Montag nach Mariae Lichtmess (2. Februar) bzw. Laurentius (10. August) für jeweils 18 Tage; gehörten bis Anfang des 19. Jahrhunderts neben den Messen in Leipzig und Frankfurt am Main zu den größten und frequentiertesten in Deutschland
zu Braun-
schweich,
Braunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+geschehen+ nicht wohl gehen kondte.


Den 7. 96
Ianuar
ist ErLothringen, Karl Joseph, Herzog von (1680-1715):
Sohn von Herzog Karl V. von Lothringen (1643-1690) und Eleonore Maria Josepha, geb. Erzherzogin von Österreich (1653-1697); seit 1695 Bischof von Olmütz, seit 1698 Bischof von Osnabrück und seit 1711 Erzbischof und Kurfürst von Trier.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
wieder von hier nach
OsnabrückOsnabrück:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, abgereißet, und seiend die
stückeStück:
Geschütz
wiederum gelößet worden.


Den 13. Ianuar [1707] Jst der Churfürst Georg
Ludewig von Hannover
Großbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
nebst drey von
seinen Cavalliers, alß General-Lieute-
nant WeiheWeyhe, Christian Ludwig von (gest. nach 1708):
Militär in kur-braunschweig-lüneburgischen Diensten, um 1694/95 Obrist der Leibgarde zu Pferd, um 1697/98 Generalmajor, um 1704 Generalleutnant; Erbherr zu Hoya und Anderten; seit 1696 Ehe mit Maria Catharina von dem Bussche, geb. von Meysenbug (1655-1723).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, Graff PlatenPlaten-Hallermund, Ernst August, Graf von (1674-1726):
Offiziell Sohn von Franz Ernst von Platen (1631-1709), tatsächlich unehelicher Sohn des Kurfürsten Ernst August I. von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und seiner Mätresse Clara Elisabeth von Platen, geb. von Meysenbug (1648-1700); Erbherr auf Linden, General-Erb-Postmeister, Oberkammerherr, Wirklicher Geheimer Rat, Oberhauptmann und Drost zu Grohnde und Ohsen; seit 1697 Ehe mit Sophia Caroline Eva Antoinette von Offen (1669–1726).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Ein Sohn deß
AltenPlaten-Hallermund, Franz Ernst, Graf von (1631-1709):
Sohn von Erasmus von Platen (1590-1663), schwedischer Obrist, und Margaretha Katharina, geb. von Alvensleben (1610-1670); Besuch der Jesuitenschule in Hildesheim, Studium in Altdorf; seit 1659 in Diensten bei Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) in Osnabrück bzw. ab 1679 in Hannover, anfangs Kammerkunker, später Geheimrat und Hofmarschall, auch Oberhofmeister und Prinzenerzieher; seit 1682 Generalpostmeister in hannoverschen Diensten; 1689 Reichsgraf, 1704 Belehnung mit der reichsunmittelbaren Grafschaft Hallermund; seit 1673 Ehe mit Clara Elisabeth von Meysenbug (1648-1700), Mätresse des Kurfürsten Ernst August I. von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
so Obermarschall bey Ernesto
Augusto
Braunschweig-Lüneburg, Ernst August I., Herzog bzw. Kurfürst von (1629-1698):
Sohn von Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg (1582–1641) zu Calenberg und Anna Eleonore, geb. Landgräfin von Hessen-Darmstadt (1601-1659); seit 1662 Fürstbischof von Osnabrück; seit 1679 regierender Herzog von Braunschweig-Lüneburg im Fürstentum Calenberg mit Residenz in Hannover; 1692 Standeserhöhung zum Kurfürsten von Braunschweig-Lüneburg durch Kaiser Leopold I. (1640-1705); seit 1658 Ehe mit Pfalzgräfin Sophie bei Rhein (1630-1714).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gewesen; und einem von Kiel-
manseck
Kielmansegg, Johann Adolf von (1668-1717):
Sohn von Friedrich Christian Kielman von Kielmansegg (1639-1714) und Marie Elisabeth, geb. von Ahlefeldt (1643-1709); seit 1692 in braunschweig-lüneburgischen Diensten, seit 1696 Kammerjunker und seit 1698 Kammerherr, auch Oberstallmeister am englischen Hof; seit 1701 Ehe mit Sophie Charlotte von Platen-Hallermund (1675-1725).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß abends
nach 5 uhren unter loßbrennung der
stückeStück:
Geschütz
von HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
kommendt angelangt,
wir Printzen haben ihn en carosses
außen vor dem Peters-Tohr empfangen.
Er saß in einer reisekutsche mit sechß
Pferden bespannet, nebst dem General
Weihe. Mein herr vatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ließ ihme
2 Cavalliers entgegen schicken, den
Obristen und Ober-Cammer-junckern
von HaagenHagen, Busso von (1665-1734):
Sohn von Michael Hermann von Hagen (1620–1666), Hofmeister und Rat in Plötzkau, und Klara, geb. von der Asseburg (gest. 1675); Schulbesuch in Magdeburg, Studium in Utrecht (1684-87); Militär in braunschweig-wolfenbüttelschen Dienst, seit 1689 Rittmeister, 1693 Obristwachtmeister, 1695 Obristleutnant, 1701 Obrist und Oberkammerjunker, 1709 Generalmajor und Kammerherr, dann General en chef, 1720 zugleich kaiserlicher Feldmarschallleutnant, 1727 Abschied aus braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; Erbherr auf Biendorf und Döbernitz; seit 1698 1. Ehe mit Dorothea Henriette von Schöning (1682–1714), seit 1715 2. Ehe mit Ehrengardt Marie von Canstein, geb. von der Schulenburg (1664–1748).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, und den Cammerjuncker 97
und Legations+Hoffraht+ Raht von VeltheimbVeltheim, Joachim Ludolf (2) von (1674-1730):
Sohn von Joachim Ludolf von Veltheim (1629-1707) auf Bartensleben und Helena, geb. von Bibow (1635-1705); um 1700/03 Kammerjunker des Herzogs Rudolph August (1627-1704), später des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), 1705 Hofrat, 1710 Oberhofmeister der Ritterakademie zu Wolfenbüttel und 1712 Wirklicher Regierungsrat; Erbherr auf Bartensleben, seit 1730 Senior der Familie Veltheim.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, wie
wir mit ihme schon nach der stadtBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
fuhren;
da er dann in meinß bruderßBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
wagen
so auf 4 personen, saß nebst meinem
bruder und mir, kam noch ein Cavallier[,]
der Rittmeister bey der Guarde zu
Pferde von HaxhausenHaxthausen, Anton Ulrich von (1675-1732):
Sohn von Hermann Rabe von Haxthausen (1624/25-1682) und Agnes Maria, geb. Kamptz von Godau (gest. 1695); Militär in in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, um 1688 Fähnrich, 1695 Cornet bei der Leibgarde zu Pferd, um 1697/1702 Leutnant bei der Leibgarde zu Pferd, um 1707 Rittmeister und Hofjunker, 1712 Obristleutnant; Oberstallmeister bei Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) in Blankenburg; Erbherr zu Georgenhausen; seit 1723 Ehe mit Albertine Charlotte von Haxthausen (1689-1761).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, und brachte
ein compliment von herrn vatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; daß
er schon draußen en Carosse geweßen
dem CuhrfürstenGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
entgegen; weil er aber
zu spätte kommen[,] wäre er wieder voranah
hinein gefahren; und erwartete mit Verlangen,
ihm aufzuwarten; alß wir vor herrn vatters
kleineß haußBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
stille hielten, und der
Churfürst außgestiegen; wurde er an
der treppe nicht allein von dem hertzogeBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

sondern auch von allen fürstlichen und
Adelichen Dames empfangen, und so
in seinen Gemach geführt; welches deß
hertzogeß Eigeneß parat45 gemach war[.]

98


Den 17. Ianuar Jst deß morgenß um
halb 7 der ChurfürstGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
wieder von
hier +Braunschweich+Braunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
nach HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
aufgebrochen.
Jch bin um 5 Uhr aufgestanden; bin
ich aber doch zu späte gekommen; also
daß ich keinen Abschiedt von ihme
persöhnlich nehmen können; habe
aber den Graf PlatenPlaten-Hallermund, Ernst August, Graf von (1674-1726):
Offiziell Sohn von Franz Ernst von Platen (1631-1709), tatsächlich unehelicher Sohn des Kurfürsten Ernst August I. von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und seiner Mätresse Clara Elisabeth von Platen, geb. von Meysenbug (1648-1700); Erbherr auf Linden, General-Erb-Postmeister, Oberkammerherr, Wirklicher Geheimer Rat, Oberhauptmann und Drost zu Grohnde und Ohsen; seit 1697 Ehe mit Sophia Caroline Eva Antoinette von Offen (1669–1726).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
noch gesprochen,
dieses geschahe durch faute meiner
bedienten. Die stückeStück:
Geschütz
seind wieder
dreymahl um den Wall gelößt
worden. Von denen Printzen ist
keiner bey deß Churfürsten Abreiße
geweßen.


Den 20. Ianuar Jst die Printzeßin von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Sophia Eleonora, Herzogin von (1674-1711):
Tochter von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); seit 1694 Kanonisse im Reichsstift Gandersheim.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
so Chanoinesse zu Gandersheim(Bad) Gandersheim:
Gründung 852 als Stift Gandersheim, das seit 877 als reichsunmittelbar gilt und der Versorgung hochadliger unverheirateter Töchter diente
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, alhierWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

von Gandersheimb kommende, deß Abendts
um 6 angelangt.


Den 23. Ianuar jst ein Cavallier
alhierWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu hoffe geweßen; mit 99
einem Compliment von der Ver-
wibtwen Churfürstin von SachsenSachsen, Anna Sophia, Kurfürstin von, geb. Prinzessin von Dänemark und Norwegen (1647-1717):
Tochter von Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609–1670) und Sophie Amalie, geb. Herzogin von Braunschweig-Lüneburg (1628–1685); seit 1666 Ehe mit Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen (1647-1691).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; Johann
Georg deß III.
Sachsen, Johann Georg III., Kurfürst von (1647-1691):
Sohn von Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen (1613–1680) und Magdalena Sibylla, geb. Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth (1612-1687); seit 1680 Kurfürst von Sachsen; seit 1666 Ehe mit Prinzessin Anna Sophia von Dänemark (1647-1717).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
seiner Gemahlin, wie auch
eineß von den ChurprintzenAugust III., König von Polen (1696-1763):
Sohn von König August II. von Polen (1670-1733) und Christiane Eberhardine, geb. Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth (1671-1727); seit 1733 Kurfürst von Sachsen sowie König von Polen und Großherzog von Litauen; seit 1719 Ehe mit Erzherzogin Maria Josefa Benedikta von Österreich (1699–1757).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; an sämbtliche
hießige fürstliche herschafft; Er war einer
von MordeisenMordeisen, Gottfried Wilhelm von (gest. 1727):
Sohn von Wilhelm Siegmund von Mordeisen (gest. 1716), auf Dornreichenbach und Goselitz, und Catharina Elisabeth, geb. von Zehmen; Studium in Leipzig; Kammerjunker und später Kammerherr am königlich polnischen und kursächsischen Hof sowie Appellationsrat; Erbherr auf Dornreichenbach und Goselitz; seit 1706 Ehe mit Eleonora Sophia von Zehmen (1687-1711).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, und Cammerjuncker bey
dem Churprintzen; er ist gleich wieder
selbigen tages fortgereißt; Die Chur-
fürstin hatte deß nachts vorher zu
KönigslutterKönigslutter:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, ihr Nachtlager gehaltendt
auß DennemarckDänemark, Königreich:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
kommende nebst
dem PrintzenAugust III., König von Polen (1696-1763):
Sohn von König August II. von Polen (1670-1733) und Christiane Eberhardine, geb. Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth (1671-1727); seit 1733 Kurfürst von Sachsen sowie König von Polen und Großherzog von Litauen; seit 1719 Ehe mit Erzherzogin Maria Josefa Benedikta von Österreich (1699–1757).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und von RensburgRendsburg:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, um
wieder nacher SachsenSachsen, Kurfürstentum:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zureißen. Sonsten
ist ein RössingRössing, N. N. (1) von:
Männlicher Angehöriger des niedersächsischen Uradelsgeschlechts.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hier geweßen.
Die frembde[n,] so auf dem Carneval
zu HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
vom 26. Ianuar an bis
den 3. Februar sich bey meinem daseyn 100
daselbst aufgehalten; und so
zu meiner Connoissance gekommen;
seiendt geweßen; Monsieur JordanJordan, Carl Friedrich von (gest. nach 1728):
Vor 1715-1727 Kammerjunker bei Königin Christiane Eberhardine von Polen (1671-1727); seit 1715 Ehe mit Eleonore Sophie von Seebach (1687-1756), Kammerfräulein bei Königin Christiane Eberhardine.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und
BünauBünau, N. N. (1) von:
Männlicher Angehöriger des weitverzweigten Adelsgeschlechts mit Besitzungen unter anderem in Kursachsen und Thüringen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
so auß SachsenSachsen, Kurfürstentum:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; hernach
ein Obriste oder Major von deß
StanislaiStanislaus I., König von Polen (1677-1766):
Sohn von Graf Rafał Andrzej Leszcziński (1650-1703) und Anna, geb. Jablonowski (1660-1727); 1696 Starost von Odolanów; 1697 Großmundschenk des Königreichs Polen; 1699 Wojewode von Posen; 1704-1709 und erneut 1733-1736 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1737 Herzog von Lothringen und Bar; seit 1698 Ehe mit Gräfin Katharina (Katarzyna) Opalińska (1680-1747).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
garde zu Pferde, so ein
Graff und ein Pohle war; her-
nach seiendt noch einige andere dar-
geweßen; so aber eben nicht viel
zu hoffe kommen. Der Hertzog von
Mersburg
Sachsen-Merseburg, Heinrich, Herzog von (1661-1738):
Sohn von Herzog Christian I. von Sachsen-Merseburg (1615-1691) und Christiana, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1634-1701); seit 1691 apanagierter Herzog von Sachsen-Merseburg in Spremberg, seit 1731 (letzter) regierender Herzog von Sachsen-Merseburg; seit 1692 Ehe mit Herzogin Elisabeth von Mecklenburg-Güstrow (1668–1738).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hielte sich auch um diese
zeit zu HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
auf in der
stadt, unter dem nahmen eineß
Barons von Landsberg.


Den 5. Februar Jst Monsieur LescourtLescours, Armand de (ca.1653-1727):
Aus dem Limousin stammend; Oberkammerjunker in Celle, seit 1677 Oberhofmarschall; 1. Ehe mit Hélène, seit 1698 2. Ehe mit Judith de Thomas (gest. 1736).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

nebst seiner FrauenLescours, Judith de, geb. de Thomas (gest. 1736):
1. Ehe mit François de Beauregard (1687), seit 1698 2. Ehe mit Armand de Lescours (ca.1653-1727), Hofmarschall in Celle.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und einer
fräulein so eine von seinen ver-
wandten, zu BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ankommen.

101


Den 6. Februar Der General-Lieute-
nant Sommer-feldtSommerfeld, Karl Christian von (1650-1711):
Sohn von Andreas von Sommerfeld (gest. 1681), kurmainzischer Kommandant von Erfurt, dann kurbrandenburgischer Generalmajor, und Anna Katharina, geb. Peltzer (gest. 1695); Militär in braunschweg-lüneburgischen Diensten, um 1685 Obrist, 1690 Generalmajor, 1695 Generalleutnant, 1702 Generalfeldzeugmeister, Gouverneur von Hameln und Obrist über die kurfürstliche Garde zu Fuß; Erbherr auf Großvargula; vor 1678 Ehe mit Hedwig von Berlepsch (gest. 1711).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, wie
auch der obgemeldete Pohlnische
Graff.


Den 7. Februar Jst die CuhrfürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

von HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß
Nachmittages um 2 uhr, angelangt
nebst jhrem ComitatComitat:
größeres Gefolge
, alß nehmlich
die beyden Raugräffin[!]; die Madame
BennigsenBennigsen, Johanna Henriette (Jeanne Henriette) von, geb. de Longueil (1676-1755):
Tochter von Jean Frédéric de Longueil (1628/29) und Charlotte, geb. de Pradin (gest. 1717); Oberhofmeisterin der Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714); Ehe mit Friedrich Hermann von Bennigsen (1661-1720), Schlosshauptmann in Hannover.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; Madame BelmontBard, Francesca (1645/46-1708):
Tochter von Henry Bard (1616-1656), 1st Viscount Bellomont, und Anne Gardiner (gest. vor 1668); seit den 1690er Jahren im Gefolge der Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714) am hannoverschen Hof; um 1665 Geliebte von Pfalzgraf Ruprecht bei Rhein (Prince Rupert), Duke of Cumberland (1619-1682); gen. "Lady Bellomont".
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; Madame
RhedenRheden (Rhöden), N. N. (1) von:
Weibliche Angehörige des niedersächsischen Adelsgeschlechts; um 1707 Hofdame am Hof der Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, Fräulein[s]ai PelritzenPelritzen, N. N. (1):
Um 1707 im Gefolge der Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714); zuvor im Gefolge der Königin Sophie Charlotte von Preußen (1668-1705).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
so bey
der kur verstorbenen königin von
Preussen
Preußen, Sophie Charlotte, Königin in, geb. Herzogin von Braunschweig-Lüneburg (1668-1705):
Tochter von Herzog (später Kurfürst) Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1684 Ehe mit Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg (1657-1713), Herzog bzw. seit 1701 König (Friedrich I.) in Preußen; seit 1701 Königin in Preußen.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+in diensten+ geweßen; fräulein SchwartzSchwartz, N. N. (1) (gest. nach 1711):
Um 1707 Hofdame am Hof der Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714); zeitweilig auch Mätresse des Kurfürsten Georg Ludwig (1660–1727).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
[,]
BrunaBruna, N. N. (1):
Um 1707 im Gefolge der Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, und DipenbrockenDiepenbrock, N. N. (2) von:
Um 1707 Hofdame im Gefolge der Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
. Monsieur
GalliGalli, Giuseppe Carlo (gest. 1709):
Hofmarschall der Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
alß hoffmeister; noch einen
EngelländerWinde, William (gest. 1741):
Englischer Hofkavallier, Hofjunker und Kammerherr der Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
so Cavallier bey ihr
ist, Monsieur RhedenRheden (Rhöden), N. N. (2) von:
Männlicher Angehöriger des niedersächsischen Adelsgeschlechts; um 1707 am Hof der Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; sonsten seind 102
dießen tag angekommen, Monsieurs
FabriziusFabricius, Johann (1644-1729):
In Altdorf geboren; 1663-1665 Studium in Helmstedt, dann in Altdorf; Reisen durch Europa; ab 1677 Professor für Theologie in Altdorf und 1697-1709 in Helmstedt; ab 1701 Abt von Königslutter; ab 1703 herzoglich braunschweigischer Konsistorialrat und von 1709 bis zu seinem Tod Generalschulinspektor in Braunschweig-Wolfenbüttel; Ehe mit Emilie Justine Hofmann.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
der junge, und Monsieur
GroteGrote, N. N. (1) von:
Männlicher Angehöriger des niedersächsischen Uradelsgeschlechts; um 1707 am hannoverschen Hof bezeugt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
so mir zu HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
auf-
gewartet.


Den 8. Februar jst Monsieur Alvens-
leben
Alvensleben, Johann Friedrich von (1657-1728):
Sohn von Gebhard von Alvensleben (1618-1681) und Agnes, geb. von Rautenberg (1616-1685); 1675-1678 Studium an der Universität Leipzig, anschließend bis 1681 Bildungsreise durch Holland, England, Frankreich, Italien und die Schweiz, dabei Studienaufenthalt in Saumur; 1682 Kammerjunker Herzog Anton Ulrichs von Braunschweig-Wolfenbüttel, 1686 Hofrat; 1688 Eintritt in kurbrandenburgische Dienste als Kammer- und Kriegsrat, 1691 wirklicher Geheimer Rat, blieb aber in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten als Geheimer Rat; 1719-1726 kurhannoverscher Staatsminister; sehr gelehrt, korrespondierte mit Leibniz, Kunstsammler; Erbherr auf Hundisburg; seit 1686 Ehe mit Adelheid Agnes von der Schulenburg (1664-1726).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und RaumerRaumer, Friedrich Amadeus Gottlieb von (1643-1728):
Sohn von Georg Raumer (1610-1691), Superintendent und Hofprediger in Dessau, und Dorothea Elisabeth, geb. von Bergen (1619–1702); Schulbesuch in Zerbst, Studium in Helmstedt und in Frankfurt an der Oder; seit Ende der 1660er oder Anfang der 1670er Jahre in anhaltinischen Diensten tätig, 1672 Hofrat, 1687 Geheimer Rat, fürstlich-anhaltischer Gesamtrat und Regierungsdirektor; übernahme wichtiger diplomatischer Missionen; 1693 Reichs- und erbländisch-österreichischer Adel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
+Geheimbter raht+ von den
AnhältischenAnhalt, Fürstentum:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
höffen zu hoffe
in BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geweßen. Der
EnglischeEngland, Königreich:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
EnvoyéEnvoyé:
Gesandter zweiten Ranges
HaueHowe, Emanuel Scrope (ca. 1663-1709):
Sohn von John Grobham Howe (1625–1679) of Langar, MP, und Lady Annabella Howe, geb. Scrope (a.d.H. der Earls of Sunderland) (ca. 1629-1704); 1689 Groom of the Bedchamber, 1695 Obrist, 1701 Member of Parliament, 1704 Brigadier, 1705-1709 königlich-englischer bzw. -britischer außerordentlicher Gesandter in Hannover, 1707 Generalmajor, 1709 Generalleutnant; seit 1695 Ehe mit Ruperta Hughes (ca. 1673-1741).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von Han-
nover
Hannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ist auch mit seiner frauHowe, Ruperta, geb. Hughes (ca. 1673-1741):
Illegitime Tochter von Pfalzgraf Ruprecht bei Rhein (1619-1682), Duke of Cumberland, und Margaret Hughes (ca. 1630-1719); seit 1695 Ehe mit dem Gesandten Emanuel Scrope Howe (ca. 1663-1709).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

zu Braunschweich auf der MesseBraunschweiger Messe:
1498 landesherrlich, 1505 und 1521 kaiserlich privilegierte Messen in der Stadt Braunschweig, zweimal im Jahr, für jeweils 10 Tage im Sommer (um Laurentii, 10. August) bzw. im Winter (um Mariae Lichtmeß, 2. Februar), stattfindend; Niedergang im 16. und 17. Jahrhundert; nach der Eroberung der Stadt Braunschweig 1671 durch Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel neu belebt und offiziell beginnen lassend mit dem Montag nach Mariae Lichtmess (2. Februar) bzw. Laurentius (10. August) für jeweils 18 Tage; gehörten bis Anfang des 19. Jahrhunderts neben den Messen in Leipzig und Frankfurt am Main zu den größten und frequentiertesten in Deutschland

geweßen; wie auch der Schwe-
dische FrisendorfFriesendorff, Karl Gustav von (1663-1715):
Sohn von Johann Friedrich von Friesendorff (1617-1670), königlich-schwedischer Kammer- und Hofrat, und Margareta Elisabet, geb. Gärffelt (gest. 1691); 1678 Studium in Uppsala; 1684 Privatsekretär beim Grafen Carl Gustaf Oxenstierna af Södermöre (1655-1686), dem königlich-schwedischen Bevollmächtigten am Kaiserhof in Wien; 1688 Kommissionssekretär in den Niederlanden; 1691-1699 Gesandter in den Niederlanden, 1699-1711 in Hannover, seit 1712 in Paris; seit 1705 (schwedischer) Freiherr; seit 1698 Ehe mit Anna Christina Rehnskiöld (1675-1740).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; und Cammer-
juncker NumiNomis, Benedict Andreas Caspar de (gest. nach 1724):
Seit 1695 am hannoverschen Hof nachweisbar; bis 1716/1717 Kammerjunker, der seitdem bis 1723/1724 ein Gnadensold bezog und anschließend an den Hof des Kurfürsten zu Köln wechselte; er wurde wurde mit mehreren diplomatischen Missionen betraut und 1703 bei einem Duell verwundet; seit 1712 Ehe mit Sophie Eleonore von Bothmer-Lauenbrück (1692-1760).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von Hannover, Che-
valier RhedenRheden (Rhöden), N. N. (2) von:
Männlicher Angehöriger des niedersächsischen Adelsgeschlechts; um 1707 am Hof der Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg (1630-1714).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, und andere Caval-
liers von Hannover mehr.


Den +1+9+0+ Februar Jst gegen Abendt,
der Cuhr-fürst von HannoverGroßbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, nebst
der Fürstin von HohenzollernHohenzollern-Hechingen, Marie Leopoldine Ludovika, Fürstin von, geb. Gräfin von Sinzendorff (1666-1709):
Tochter von Graf Georg Ludwig von Sinzendorff (1616–1681) und Dorothea Elisabeth, geb. Herzogin von Holstein (1645–1725); seit 1687 Ehe mit Fürst Friedrich Wilhelm von Hohenzollern-Hechingen (1663–1735).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und ihrer
tochter46, wie auch Monsieurs Le General
WeiheWeyhe, Christian Ludwig von (gest. nach 1708):
Militär in kur-braunschweig-lüneburgischen Diensten, um 1694/95 Obrist der Leibgarde zu Pferd, um 1697/98 Generalmajor, um 1704 Generalleutnant; Erbherr zu Hoya und Anderten; seit 1696 Ehe mit Maria Catharina von dem Bussche, geb. von Meysenbug (1655-1723).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, der Schloß-Haubt-Mann
HardenbergHardenberg, Christian Ulrich von (1663-1732):
Sohn von Christian Ulrich von Hardenberg (1628-1663), Major, und Konkordia Sibylla, geb. von Lamminger (gest. 1697); Studium an der Universität Rinteln; seit 1696 Legationsrat von Braunschweig-Lüneburg, 1701 Schlosshauptmann in Hannover, 1707 Hofmarschall ebendort, 1722-1727 Leitung der Deutschen Kanzlei in London, 1727 Wirklicher Geheimer Rat, seit 1731 Kammerpräsident in Hannover; seit 1694 Ehe mit Augusta von Hardenberg, Kammerfräulein in Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, der junge Graff PlatePlaten-Hallermund, Ernst August, Graf von (1674-1726):
Offiziell Sohn von Franz Ernst von Platen (1631-1709), tatsächlich unehelicher Sohn des Kurfürsten Ernst August I. von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und seiner Mätresse Clara Elisabeth von Platen, geb. von Meysenbug (1648-1700); Erbherr auf Linden, General-Erb-Postmeister, Oberkammerherr, Wirklicher Geheimer Rat, Oberhauptmann und Drost zu Grohnde und Ohsen; seit 1697 Ehe mit Sophia Caroline Eva Antoinette von Offen (1669–1726).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
[,]
Monsieur KielmanseckKielmansegg, Johann Adolf von (1668-1717):
Sohn von Friedrich Christian Kielman von Kielmansegg (1639-1714) und Marie Elisabeth, geb. von Ahlefeldt (1643-1709); seit 1692 in braunschweig-lüneburgischen Diensten, seit 1696 Kammerjunker und seit 1698 Kammerherr, auch Oberstallmeister am englischen Hof; seit 1701 Ehe mit Sophie Charlotte von Platen-Hallermund (1675-1725).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, Monsieur Schulen-
burg
Schulenburg, Christian Günther, Graf von der (1684-1765):
Sohn von Friedrich Achaz von der Schulenburg (1647-1701) und Margarethe Gertrud, geb. von der Schulenburg (1659-1697); braunschweigisch-lüneburgischer Oberforst- und Jägermeister; Drost zu Schernebeck; Erbherr auf Hehlen und Delitz; seit 1710 Ehe mit Hedwig Ernestine von Steinberg (1692-1750).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
so Hoffjuncker; und einige Dames
zu BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
angelanget, Logiret
in Kloster-rahts BlumenBlum, Heinrich Wilhelm von (1662-1742):
Sohn von Friedrich Ulrich von Blum (1619-1670), Rat und Hofgerichtsassessor, und Sibylla Elisabeth, geb. Fabricius (1623-1696); braunschweig-wolfenbüttelscher Legations- und Klosterrat; seit 1699 Ehe mit Dorothea Elisabeth Deichmann von Cronstein..
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Hauße,
Sonsten ist noch ein junger Pohl-
nischer Graff mit seinem hoffmeister
auf der MesseBraunschweiger Messe:
1498 landesherrlich, 1505 und 1521 kaiserlich privilegierte Messen in der Stadt Braunschweig, zweimal im Jahr, für jeweils 10 Tage im Sommer (um Laurentii, 10. August) bzw. im Winter (um Mariae Lichtmeß, 2. Februar), stattfindend; Niedergang im 16. und 17. Jahrhundert; nach der Eroberung der Stadt Braunschweig 1671 durch Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel neu belebt und offiziell beginnen lassend mit dem Montag nach Mariae Lichtmess (2. Februar) bzw. Laurentius (10. August) für jeweils 18 Tage; gehörten bis Anfang des 19. Jahrhunderts neben den Messen in Leipzig und Frankfurt am Main zu den größten und frequentiertesten in Deutschland
zu Braunschweich
geweßen; welcher nach FranckreichFrankreich, Königreich:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

reißen wollen; Monsieur SchackSchack, N. N. (1) von:
Angehöriger der niedersächsischen Adelsfamilie Schack; Vetter von Christian von Schack (gest. nach 1734).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ein
vetter deß SchacksSchack, Christian von (gest. nach 1734):
Angehöriger der niedersächsischen Adelsfamilie Schack; um 1698/1701 Kammerjunker bzw. Hofmeister des Herzogs August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731), später (nach 1713/vor 1716) Oberstallmeister, 1716/17 Landdrost im Distrikt Schöningen, 1718 Wirklicher Geheimer Rat und Obermarschall.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
so bey 104
meinem brudernBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; und der ein
großer Spieler. Und noch einge
andre Cavalliers mehr, alß der
Brigadier BauditzBauditz, N. N. von (1) (gest. nach 1707):
Vermutlich Angehöriger des ursprünglich meißnischen Adelsgeschlechts, das im 17. Jahrhundert in Schleswig-Holstein ansässig wurde; um 1707 Brigadier in Diensten Schleswig-Holstein-Gottorfs.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von den
GottorfischenSchleswig-Holstein-Gottorf, Herzogtum; 1544-1773, Nebenlinie des Hauses Oldenburg:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; und der Marechal47
von AnspachBrandenburg-Ansbach, Markgrafschaft:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
so ein compliment ge-
bracht[.]


Den 16. Februar Seiendt der Cuhr-
fürst
Großbritannien und Irland, Georg I., König von (1660-1727):
Sohn von Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698) und Sophie, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714); seit 1698 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg; seit 1714 König von Großbritannien und Irland; seit 1682 Ehe mit Herzogin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg (1666-1726), die Scheidung erfolgte 1694 unter Verzicht der Prinzessin auf alle Titel und der Verbannung nach Ahlden.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und Cuhr-FürstinSophie, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, geb. Pfalzgräfin bei Rhein (1630-1714):
Tochter von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und Elisabeth Stuart (1596-1662); seit 1658 Ehe mit Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698), seit 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover); durch den Act of Settlement ab 1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, wie auch
die fürstin von HohenzollernHohenzollern-Hechingen, Marie Leopoldine Ludovika, Fürstin von, geb. Gräfin von Sinzendorff (1666-1709):
Tochter von Graf Georg Ludwig von Sinzendorff (1616–1681) und Dorothea Elisabeth, geb. Herzogin von Holstein (1645–1725); seit 1687 Ehe mit Fürst Friedrich Wilhelm von Hohenzollern-Hechingen (1663–1735).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
nebst
der Printzeßin ihrer Tochter48 von
BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
wieder nach
HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß Morgenß um
8 uhr. Deß Mittages haben
wir bey herrn VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in seinem
hauße geßen. Deß Abends Jst Assembl-
bleé
Assemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande")
in dem Großen saalBraunschweig, Mosthaus, Großer Saal:
1642 war Justus Georg Schottelius' "Neu erfundenes FreudenSpiel genandt FriedensSieg" im Burgsaal aufgeführt worden. Der Druck (Wolfenbüttel 1648) gibt in mehreren Abbildungen einen Eindruck vom damaligen Saal in seiner Nutzung für theatralische Aufführungen.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß
MusthausesBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geweßen; und seiendt
deß Abends zwey taffel in herrn 105
VatternßBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Großes-Vorgemach in
MusthauseBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs (28 Blank.) erwähnt. Später (286a Blank.) ist von einem "kleinen garten" beim Mosthaus die Rede.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gehalten worden.


Den 18. [Februar] Jst alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

ankommen der Obriste LegerLeger, N. N. (1):
Männlicher Familienangehöriger, der um 1707 im kursächsischen Herr als Oberst diente. Geadelt wurde die Familie 1742.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, von dem
könige AugustoAugust II., König von Polen (1670-1733):
Sohn von Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen (1647-1691); seit 1694 Kurfürst von Sachsen sowie von 1697-1706 und erneut 1709-1733 zugleich König von Polen und Großherzog von Litauen.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, und hat deß A-
bends bey Meinem brudernBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geßen, den
anderen Tag deß Mittages bey mir.
Zu HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
habe ich vorgefunden und
seiendt auch noch einige andere bey meinem
daseyn angekommen, alß ich zum
anderen mahl auf daß Carneval
bin kommen;


Den 23. Februar den Marg-
grafen von Ansbach
Brandenburg-Ansbach, Wilhelm Friedrich, Markgraf von (1686-1723):
Sohn von Markgraf Johann Friedrich von Brandenburg-Ansbach (1654–1686) und Eleonore Erdmuthe Luise, geb. Herzogin von Sachsen-Eisenach (1662–1696); seit 1703 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach; seit 1709 Ehe mit Herzogin Christiane Charlotte von Württemberg-Winnental (1694–1729).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, so seinen Marechal49
und einige Cavalliers bey sich hatte.
Die Eine Gräfin von BiquebourgSchaumburg-Lippe, Johanna Sophia, Gräfin zu, geb. Gräfin zu Hohenlohe-Langenburg (1673-1743):
Tochter von Graf Heinrich Friedrich zu Hohenlohe-Langenburg (1625-1699) und Juliana Dorothea, geb. Gräfin zu Castell-Remlingen (1640-1706); seit 1691 Ehe mit Graf Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe (1655-1728); die Ehe wurde 1725 geschieden, wobei Johanna Sophia schon zuvor von ihrem Mann getrennt mit ihren Kindern zuerst in Minden und später in Hannover lebte.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
50; Eine
Gräfin von ZinzendorfZinzendorff, N. N. (1), Gräfin von:
Weibliche Angehörige des österreichischen Adelsgeschlechts, 1707 am Welfenhof zu Hannover bezeugt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, Graff WaldeckWaldeck und Pyrmont, Friedrich Anton Ulrich, Fürst zu (1676-1728):
Sohn von Graf Christian Ludwig von Waldeck-Pyrmont (1635-1706) und Anna Elisabeth, geb. Gräfin von Rappoltstein (1644-1676); seit 1706 regierender Graf von Waldeck und Pyrmont, 1712 Erhebung in den Fürstenstand; seit 1700 Ehe mit Pfalzgräfin Luise von Zweibrücken-Birkenfeld (1678-1753).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
[,]
Graff von DonauDohna, N. N. (1) von:
Männlicher Angehöriger des ursprünglich edelfreien sächsischen Adelsgeschlechts, 1707 am Welfenhof zu Hannover bezeugt.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
51; und viele andere
mehr; unter anderen ein Cammerherr 106
vom Cuhrfürsten von PfalzPfalz, Johann Wilhelm, Kurfürst von der (1658-1716):
Sohn von Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz (1615-1690) a. d. H. Pfalz-Neuburg und Elisabeth Amalie, geb. Landgräfin von Hessen-Darmstadt (1635-1709); seit 1679 Herzog von Jülich und Berg sowie seit 1690 Kurfürst von der Pfalz.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
;
Ein hessischer Obrister BehnenburgBoyneburg, Johann Walrab von (gest. um 1724):
Aus der Stammlinie Bischhausen des in Niederhessen und Thüringen begüterten Adelsgeschlechts; Sohn des Freiherrn Johann Wilhelm von Boyneburg zu Buschhausen und Lauterbach; 1695 Obristleutnant, 1702 hessischer Obrist in Wetzlar, 1724 Generalmajor.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
52
von Geschlecht[,] deme in der Bataille
bey HochstedtHöchstädt an der Donau:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
daß bein abgeschoßen
worden.


Den 1. Martii Jst deß Mittages
der regierende Land-Graff von
Darmstadt
Hessen-Darmstadt, Ernst Ludwig, Landgraf von (1667-1739):
Sohn von Landgraf Ludwig VI. von Hessen-Darmstadt (1630-1678) und Elisabeth Dorothea, geb. Herzogin von Sachsen-Gotha (1640-1709); seit 1678 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt (bis 1688 unter Vormundschaft); seit 1687 Ehe mit Markgräfin Dorothea Charlotte von Brandenburg-Ansbach (1661-1705).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
in HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu hoffe
daß erstere mahl geweßen.


Den 10. Martii Jst der Herr von
Amelungsborn AmeranghAmerangh, N. N. van:
Im März 1707 niederländischer Gesandter am kurfürstlichen Hof zu Hannover. Vielleicht ein Angehöriger derer van Amerongen in der Provinz Utrecht. Nicht in: Otto Schutte: Repertorium der Nederlandse Vertegenwoordigers, residerende in het Buitenland, 1584-1810. 's-Gravenhage 1976.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; holländischerHolland:
Wichtigste Provinz der Republik der Vereinigten Niederlande.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Abge-
santer zu HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
angekommen
und den 11. Martii hat er seine
publique Audienz gehabt; eben
so wie der SchwedischeFriesendorff, Karl Gustav von (1663-1715):
Sohn von Johann Friedrich von Friesendorff (1617-1670), königlich-schwedischer Kammer- und Hofrat, und Margareta Elisabet, geb. Gärffelt (gest. 1691); 1678 Studium in Uppsala; 1684 Privatsekretär beim Grafen Carl Gustaf Oxenstierna af Södermöre (1655-1686), dem königlich-schwedischen Bevollmächtigten am Kaiserhof in Wien; 1688 Kommissionssekretär in den Niederlanden; 1691-1699 Gesandter in den Niederlanden, 1699-1711 in Hannover, seit 1712 in Paris; seit 1705 (schwedischer) Freiherr; seit 1698 Ehe mit Anna Christina Rehnskiöld (1675-1740).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
.
Zu BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
habe ich vorgefunden,
den Abt Rosporiaj53 so ein 107
jtaliener; und zu HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
geweßen[.]
war


Bey meiner Rückunft von BlanckenburgBlankenburg, Grafschaft bzw. Fürstentum:
Bis 1707 Grafschaft Blankenburg, im genannten Jahr erfolgte die Erhebung Blankenburgs zu einem Fürstentum anlässlich der Hochzeit Elisabeth Christines (1691-1750), Tochter Herzog Ludwig Rudolphs (1671-1735), mit dem späterem Kaiser Karl. VI (1685-1740).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

den 24. Martii habe ich zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

vorgefunden; den Printzen von Holstein
Beck
Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck, Anton Günther, Herzog von (1666-1744):
Sohn von Herzog August Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck (1612-1675) und Marie Sibylla, geb. Gräfin von Nassau-Saarbrücken (1628-1699); niederländischer General, Gouverneur von Lille (Rijsel) und Ieper (Ypern), ab 1733 von ’s-Hertogenbosch.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, so General-Lieutenant unter
die HolländerHolland:
Wichtigste Provinz der Republik der Vereinigten Niederlande.
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, nahmenß Anthon Günther,
ist deß Morgenß um 5 uhr; den
28. Martii wieder von Wolffenbüttel
abgereißet.


Den 29. Martii Jst der herr OlmOlm, N. N.:
Um 1707 Hauptmann des landgräflich hessen-rotenburgischen Amts Cronberg.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

haubtmann +von+ CornbergCornberg:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
nebst
seiner LiebstenOlm, N. N.:
Ehefrau des N. N. Olm, Hauptmanns des Amtes Cronberg.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu hoffe
geweßen.


Den 30. Martii Jst der Fürst von
Corvey
Velde, Florenz von dem (1643-1714):
Besuch des Gymnasiums in Roermond; 1660 Eintritt in das Kloster Corvey; 1667 Priesterweihe; Subprior seit 1672 und seit 1677 Prior; 1680-1683 Propst von Meppen und von 1683-1691 von Brenkhausen; seit 1696 Abt des Klosters Corvey und damit zugleich Reichsfürst; führte die Gegenreformation nach dem Westfälischen Frieden 1648 im Stift weiter fort; pflegte eine enge Beziehung zu Herzog Anton Ulrich (1633-1714) und stellte durch kluge Vermittlung die Konversion von dessen ältester Enkelin, Prinzessin Elisabeth Christine, zum Katholizismus sicher. Sein Anteil an der Konversion Herzog Anton Ulrichs zum Katholizismus bleibt hingegen unklar. Vgl. Joachim Brüning: Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Lüneburg zu Wolfenbüttel und Abt Florenz von Corvey. In: Westfälische Zeitschrift 126/127 (1976/77), S. 329-371
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von BraunschweichBraunschweig:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, woselbsten Er
etliche tage geweßen mit herrn VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

und der ÆbtissinBraunschweig-Wolfenbüttel, Henriette Christine, Herzogin von (1666-1753):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1634-1704); seit 1681 Kanonisse im Reichsstift Gandersheim, 1693 Äbtissin (bis 1712); 1712 nach Konversion zum Katholizismus Stiftsdame in Roermond.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
nach WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
kommen[.] 108
Er hatte zwey Geistliche herren
bey sich auß seinem stiffteCorvey, Kloster:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und seinen
Canzelar
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
. Er ist den 4. April wieder
abgereißet.


Den 1. April Jst der zweyte Graff
von Hohenlohe Œringuen
Hohenlohe-Weikersheim, Karl Ludwig, Graf zu (1674-1756):
Sohn von Graf Johann Friedrich I. zu Hohenlohe-Öhringen (1617-1702) und Luise Amöne, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1642-1685); seit 1702 Gemeinschaftsregierung mit seinem Bruder Graf Johann Friedrich (II.) zu Hohenlohe-(Neuenstein-)Öhringen (1683-1765); nach Erbteilung seit 1708 regierender Graf zu Hohenlohe-Weikersheim; seit 1713 Ehe mit Fürstin Elisabeth Friederike von Oettingen-Oettingen (1691-1758).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hier zu
WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zu hoffe geweßen. Hat
auf dem schloßeWolfenbüttel, Schloss:
Ursprünglich eine Wasserburg, die nachweislich im 11. Jahrhundert errichtet und im 13. Jahrhundert erstmals zersört wurde. Seit Mitte des 14. Jahrhunderts Residenzanlage der Welfen und erneute Zerstörung im Schmalkaldischen Krieg, worauf allerdings ein abermaliger Wiederaufbau erfolgte. Größere Umbaumaßnahmen wurden im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert durchgeführt, wobei die heutige Gestalt maßgeblich durch Hermann Korb geprägt wurde.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
logirt. Benahmet
Carl Ludewig. Jst den 6. April
wieder abgereißet.
Es ist auch ein MäinzischerMainz, Kurfürstentum (Erzstift):
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Gesandter
Bersello54 genannt hier zu Wolffenbüttel
den 3. April zu hoffe geweßen; den
2. [April] der SchwedischeSchweden, Königreich:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
FrisendorffFriesendorff, Karl Gustav von (1663-1715):
Sohn von Johann Friedrich von Friesendorff (1617-1670), königlich-schwedischer Kammer- und Hofrat, und Margareta Elisabet, geb. Gärffelt (gest. 1691); 1678 Studium in Uppsala; 1684 Privatsekretär beim Grafen Carl Gustaf Oxenstierna af Södermöre (1655-1686), dem königlich-schwedischen Bevollmächtigten am Kaiserhof in Wien; 1688 Kommissionssekretär in den Niederlanden; 1691-1699 Gesandter in den Niederlanden, 1699-1711 in Hannover, seit 1712 in Paris; seit 1705 (schwedischer) Freiherr; seit 1698 Ehe mit Anna Christina Rehnskiöld (1675-1740).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
.


Den 4+5+ April Jst Madame Bennig-
sen
Bennigsen, Magdalena Agnes von, geb. von Steinberg (1674-1727):
Tochter von Friedrich von Steinberg (1619-1679), auf Bodenburg, Brüggen und Achim, und Hedwig, geb. von Wiedensee (gest. 1699); seit 1698 Ehe mit dem Schlosshauptmann Levin Adolf von Bennigsen (1656-1716).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von HannoverHannover:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
deß Abends
alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
angelangt;
um mit meiner Eltesten tochterElisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
nach
WiennWien:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zugehen.


Den 6. April Jst deß Abends
alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
angelangt, 109
der KayserinWilhelmine Amalie, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Lüneburg (1673-1742):
Tochter von Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Calenberg (1625-1679) und Benedicta Henriette, geb. Herzogin und Pfalzgräfin von Pfalz-Simmern (1652-1730); seit 1699 Ehe mit dem römisch-deutschen König (seit 1705 Kaiser) Joseph I. (1678-1711).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Fräulein hoffmeisterin Eine
von RingsMaulRindsmaul, Maria Katharina, Gräfin von, geb. von Neydeck (1657-1727):
Um 1707/19 Hofmeisterin der Kammerfräulein und Hofdamen am Hof der Kaiserin Wilhelmine Amalia (1673–1742); seit 1677 Ehe mit Graf Wolfgang Albert von Rindsmaul (1647-1703).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, von WienWien:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
über SachsenSachsen, Kurfürstentum:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

kommende, um meine tochterElisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
dahin ab-
zuhohlen. Sie hat 3 Cammer-Frauen
bey sich gehabt.


Den 9. April Jst ein junger Graff
Salburg
Salburg, N. N. (1) Graf von:
Männliches Mitglied der ursprünglich aus dem Vogtland stammenden Adelsfamilie, dann in Österreich ansessigen Grafenhauses.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von WienWien:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
kommende zu
WolffenbüttelWolfenbüttel:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
angelangt. Wie auch ein
Cavallier von dem fürsten von
Œttinguen
Oettingen-Oettingen, Albrecht Ernst II., Fürst von (1669-1731):
Sohn von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644-1674); Bruder von Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747); seit 1683 regierender Fürst von Oettingen-Oettingen; Generalfeldmarschall.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, nahmenß KriegesheimKriegsheim, N. N. (1) von:
Männlicher Angehöriger des Adelsgeschlechts; um 1707 im Dienst des Fürsten Albrecht Ernst II. von Oettingen-Oettingen (1669-1731).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
und der herr bischoff von SpicaSteffani, Agostino (1654-1728):
Organist, Komponist, Kapellmeister, Diplomat. 1667 aus seiner italienischewn Heimat an den kurbayerischen Hof in München geholt, wo er seine erste musikalische Ausbildung zum Organisten und Tonsetzer erhielt, weitere Ausbildungsstufen schlossen sich an; erste diplomatische Aufträge Kurbayerns; 1688 Hofkapellmeister Kurfürst Ernst Augusts von Braunschweig-Lüneburg in Hannover; Opernschaffen, darunter 1689 "Enrico Leone". Hervorragende Fremdsprachenkenntnisse und sein geistlicher Stand (1680 Weihe zum Priester) empfahlen ihn für allerhand diplomatische Missionen. Höhepunkt seiner politischen Karriere war seit 1703 seine Tätigkeit für Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz als Geheimer Rat, Rektor der Universität Heidelberg, Präsident des Geistlichen Rats und schießlich als kurpfälzischer Regierungspräsident. Anfang 1707 erlangte er die Weihe zum Titularbischof von Spica (in Kleinasien). Er war 1706/07 mit seinem Landesherrn maßgeblich an der Vermittlung der Heirat zwischen dem späteren Kaiser Karl VI. und der ältesten Tochter Herzog Ludwig Rudolphs, Elisabeth Christine, beteiligt.
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
so alß Cuhr-PfältzischerPfalz, Kurfürstentum:
Weitere Informationen bei geonames.org.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
Abge-
sandter zu Wolffenbüttel angekommen.
Der Geheimbte raht AlvenslebenAlvensleben, Johann Friedrich von (1657-1728):
Sohn von Gebhard von Alvensleben (1618-1681) und Agnes, geb. von Rautenberg (1616-1685); 1675-1678 Studium an der Universität Leipzig, anschließend bis 1681 Bildungsreise durch Holland, England, Frankreich, Italien und die Schweiz, dabei Studienaufenthalt in Saumur; 1682 Kammerjunker Herzog Anton Ulrichs von Braunschweig-Wolfenbüttel, 1686 Hofrat; 1688 Eintritt in kurbrandenburgische Dienste als Kammer- und Kriegsrat, 1691 wirklicher Geheimer Rat, blieb aber in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten als Geheimer Rat; 1719-1726 kurhannoverscher Staatsminister; sehr gelehrt, korrespondierte mit Leibniz, Kunstsammler; Erbherr auf Hundisburg; seit 1686 Ehe mit Adelheid Agnes von der Schulenburg (1664-1726).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.

nebst seiner frauenAlvensleben, Adelheid Agnes von, geb. von der Schulenburg (1664-1726):
Tochter von Alexander von der Schulenburg (1616-1681) und Adelheid Agnes, geb. von Alvensleben (1636-1668); seit 1686 Ehe mit Johann Friedrich von Alvensleben (1657-1728).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ist auch hier
geweßen. Obrister BohtmarBothmer, N. N. (1) von:
Vertreter des niedersächsischen Adelsgeschlechts; um 1707 Obrist.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
; wie auch
Monsieur NumiNomis, Benedict Andreas Caspar de (gest. nach 1724):
Seit 1695 am hannoverschen Hof nachweisba