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Von denen Geistlichen Handlungen anzufangen.


So bin ich nebst denen sämbtlichen Fürstlichen Persohnen, als Mei-
nem Herrn VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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, Frau MutterBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Juliane, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonora, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1680); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).
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, Meinem bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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, Seiner Ge-
mahlin
Braunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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, Meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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, denen Princen von BevernBevern:
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August FerdinandBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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, und Ferdinand AlbrechtenBraunschweig-Wolfenbüttel, Ferdinand Albrecht II., Herzog von (1680-1735):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1701 Obristleutnant in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1701-1705 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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, Ober-Mar-
schall SteinbergenSteinberg, Friedrich von (1651-1716):
Sohn von Friedrich von Steinberg (1619-1679), auf Bodenburg, Brüggen und Achim, und Elisabeth, geb. von Spiegel zu Peckelsheim (1620-1660); Studium in Rinteln, Utrecht, Tübingen und Genf, 1677 Volontär beim braunschweig-wolfenbüttelschen Militär, 1677 Assessor am Hofgericht zu Wolfenbüttel, 1684 Schatz- und Landrat, 1687 Oberhofmeister an der Ritterakademie in Wolfenbüttel, 1692 Geheimer Rat, 1693 Obermarschall, 1701 auch Oberberghauptmann und Hofrichter sowie Kammerdirektor, 1687-1703 zudem Leiter der Ritterakademie zu Wolfenbüttel; Erbherr auf Brüggen; seit 1686 Ehe mit Gertrud Luise von Grapendorff (1667-1743).
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, Ober-Schenck SpörckenSpörcken, Georg Friedrich von (1667-1725):
Sohn von Werner Hermann von Spörcken (1626-1693), braunschweig-lüneburgischer Land-, Schatz- und Kriegsrat, und Anna Eleonore, geb. von Lenthe (1642-1716); um 1694 Hofmeister und Hofrat, 1695 Haupt- und Schlosshauptmann zu Wolfenbüttel, später (um 1698/1701) Oberschenk in Wolfenbüttel, 1694-1701 zugleich Probst der Stifter St. Blasii und St. Cyriaci zu Braunschweig, später (um 1705) Oberhauptmann und Landdrost zu Harburg.
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, CammerPræ-
sidenten ImhoffImhoff, Anton Albrecht von (1653-1715):
Sohn von Hofrat Hieronymus von Imhoff (1606-1668) und Margarethe von Levetzow (1632-1710) a.d.H. Schorrentin; Page am Wolfenbütteler Hof, später Oberschenk, dann Geheimer Rat und Kammerpräsident in Wolfenbüttel, um 1700 Chefunterhändler mit Frankreich (2. Bündnisvertrag 1701); ab 1704 kurfürstlich-sächsischer Kammerpräsident in Dresden; seit 1694 Ehe mit Sophie Henriette von Lenthe (gest. 1742).
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, Cammer Juncker OppelnOppel, Moritz Friedrich von (gest. 1707):
seit spätestens 1697 Kammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel, erneut bestallt 1699, tätig bei Herzogin Elisabeth Juliane (1634–1704), dann bei Herzog Anton Ulrich (1633-1714).
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, ForstMeister
VeldheimbVeltheim, August Rudolph von (ca.1658-1729/30):
Sohn von Joachim Ludolf von Veltheim (1629-1707) auf Bartensleben und Helena, geb. von Bibow (1635-1705); 1691 Stallmeister, um 1692/1699/1701 Stall- und Forstmeister, (vor 1704) Hofjägermeister und schließlich (vor 1707) Oberhofjägermeister zu Wolfenbüttel; Erbherr auf Ingersleben; seit 1727 Senior der Familie von Veltheim.
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und Cammer-Juncker VeldheimbVeltheim, Joachim Ludolf (2) von (1674-1730):
Sohn von Joachim Ludolf von Veltheim (1629-1707) auf Bartensleben und Helena, geb. von Bibow (1635-1705); um 1700/03 Kammerjunker des Herzogs Rudolph August (1627-1704), später des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), 1705 Hofrat, 1710 Oberhofmeister der Ritterakademie zu Wolfenbüttel und 1712 Wirklicher Regierungsrat; Erbherr auf Bartensleben, seit 1730 Senior der Familie Veltheim.
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, Cammer-
Juncker SchwartzkoppenSchwartzkoppen, Burchard von (1673-ca.1736/37):
Sohn des braunschweig-wolfenbüttelschen Kammerrats Johann Georg von Schwartzkoppen (gest. 1714) und Cäcilie, geb. von Uffelmann; Studium in Helmstedt (1690) und an der Ritterakademie Wolfenbüttel (1690); um 1701 Kammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel, 1714 Oberschenk, 1731 Oberhauptmann, (vor 1735) Oberstallmeister.
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1, Ober-Hoffmeisterin KragenKragen, Mette Katharina von, geb. von Bortfeld (1654-1720):
Tochter von Burchard von Bortfeld (1621-1664), stift-hildesheimischer Schatzrat, und Ursula Katharina, geb. von der Marwitz (1630-1700); seit 1688 Ehe mit Christoph Julius von Kragen (1648-1703), Generalmajor und Wolfenbüttler Festungskommandant; seit 1700 Oberhofmeisterin am Hof zu Wolfenbüttel für die Herzogin Elisabeth Juliane (1634-1704) und später die Herzogin Sophia Amalia von Braunschweig-Wolfenbüttel (1670-1710).
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, Hoff-
meisterin PostenPost, Dorothea Elisabeth von, geb. von Reden (gest. nach 1712):
Tochter des Jobst Friedrich von Reden (1640-1718) auf Hüpede; Ehe mit dem Oberhofmeister und Kammerrat Christian Ludwig von Post (gest. 1707); um 1699/1702 Hofmeisterin der Erbprinzessin.
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, Hoffmeisterin CrammenCramm, N. N. (1) von (gest. 1704):
Um 1701 Hofmeisterin der jungen Prinzessinnen, um 1704 Hofmeisterin bei der Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747) sowie zugleich bei den jungen Prinzessinnen.
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, CammerPræ-
sidentin
Imhoff, Sophia Henriette von, geb. von Lenthe (gest. 1742):
Aus niedersächsischem Adelsgeschlecht stammend; um 1694 Kammerfräulein bei der Herzogin Elisabeth Juliane von Braunschweig-Lüneburg (1634-1704); seit 1694 Ehe mit Freiherr Anton Albrecht von Imhoff (1653-1715).
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, Ober-SchenckinSpörcken, Anna Elisabeth von, geb. von der Schulenburg (1673-1730):
Tochter von Gustav Adolph von der Schulenburg (1632-1691) und Petronilla Ottilia, geb. Schwenck von Friesen (1637-1674); um 1694 Kammerfräulein bei der "Frau Princesse" ; seit 1694 Ehe mit dem Oberschenken und Probst Georg Friedrich von Spörcken (1667-1725).
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, Forst-Meisterin von VeldheimbVeltheim, Hedwig Marie von, geb. von Oberg (-nach 1703):
Tochter von Hilmar von Oberg auf Schwichelt und Elisabeth Sophia, geb. Ganß; seit ca.1692 Ehe mit August Rudolph von Veltheim (ca.1658-1729/30).
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,
Fräulein VeldheimbMalsburg, Friederike Juliane von der, geb. von Veltheim (1664-1730):
Tochter von Joachim Ludolf von Veltheim (1629-1707) auf Bartensleben und Helena von Bibow (1635-1705); um 1698/1701 Kammerfräulein der Herzogin Elisabeth Juliane von Braunschweig-Wolfenbüttel (1634-1704); seit 1708 Ehe mit dem hessen-kasselischen Hofmarschall Conrad Hilmar von der Malsburg (1663-1734).
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, Fräulein NegendanckenVeltheim, Anna Christina von, geb. von Negendanck:
Aus der Linie Zierow des mecklenburgischen Adelsgeschlechts stammend; um 1698/1701 Kammerfräulein der Herzogin Elisabeth Juliane von Braunschweig-Wolfenbüttel (1634-1704); seit 1705 Ehe mit dem Kammerjunker und Hofrat Joachim Ludolf von Veltheim (1674-1730).
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, Fräulein
JettebrockenBobart, Justine Dorothea von, geb. von Jettebrock:
Vermutlich Tochter des Stiftsdekans und Schatzrats Georg Ernst von Jettebrock (gest. 1701); um 1701 Kammerfräulein der Herzogin Elisabeth Juliane von Braunschweig-Lüneburg (1634-1704); seit 1707 Ehe mit Daniel Arnold von Bobart (1663-1736).
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, Fräulein HenningenHenning, N. N. von:
Vermutlich Tochter des Kammerjunkers und Oberjägermeisters Engel von Henning (gest. ca.1681) und Barbara Eva, geb. von Cramm (1642-1698); um 1701 Kammerfräulein der Erbprinzessin, Herzogin Sophia Amalia von Braunschweig-Lüneburg (1670-1710).
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, Fräulein Haxthau-
sen
Stöckheim, Anna Sophia von, geb. von Haxthausen (1671-1743):
Tochter von Hermann Rabe von Haxthausen (1624/25-1682) und Agnes Maria, geb. Kamptz von Godau (gest. 1695); spätestens 1698 Kammerfräulein der Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Lüneburg (1671-1747); seit 1705 Ehe mit Obristleutnant Ernst Ludwig von Stöckheim (1662-1706).
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und allen sämbtlichen Hoff-Bedienten, wenige aus-
genommen, den 24ten Mertz alhier zu WolfenbüttelWolfenbüttel:
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in der Schloß-KirchenWolfenbüttel, Schlosskirche:
Seit 1556 aus dem ehemaligen Wohnturm an der Südostflanke des Schlossareals unter Herzog Heinrich d. J. (1489-1568; reg. seit 1514) im Stil der Frührenaissance errichtet, immer wieder aus- und umgebaut, ab 1570 durch Herzog Julius (1528-1589) Renovierung und Umgestaltung zu einer evangelischen Kirche; 1796 abgerissen.
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, nach geendigtem Gottes dienste
öffentlich zu der Heyligen Communion gegangen.
Dieses ist an eben selbigem Orte wiederhohlet worden
den 3ten Augusti, wie auch den 4ten Xbris eiusdem anni.
Sonsten bin ich den 25ten und 26ten Januarii alhier zu
WolfenbüttelWolfenbüttel:
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in des General-Lieutenants Graffen
von der Lippe
Lippe-Brake, Georg, Graf zur (1641-1703):
Sohn von Graf Otto zur Lippe-Brake (1589-1657) und Margarethe, geb. Gräfin von Nassau-Dillenburg (1606-1661); 1674 Generalmajor, 1685 Geheimer Kriegsrat und Kommandant der Festung Wolfenbüttel, 1689 Generalleutnant, d. h. höchster Generalitätsrang nach dem Herzog.
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Behausunge zu einer Hochzeit ge-
behten worden, habe auch selbiger nebst meinem
BruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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, denen Princen von Bevern, dem Herrn von
Obdam
Wassenaer-Obdam, Jacob II., Graf von (1645-1714):
Sohn von Jacob van Wassenaer Obdam (1610-1665) und Agnes Renesse van der Aa (1610-1661); 1670 Dr. jur. (Oxford); Gesandter der niederländischen Generalstaaten u.a. in Paris (1670 und 1690), London (1695), Berlin (1699), Celle (1700) und Mannheim (1705); 1690 Kurator der Universität Leiden; 1703 Gouverneur von Hertogenbosch; 1711 Reichsgraf; seit 1676 Ehe mit Adriana Sophia van Raesfelt (1650-1694).
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, HolländischenNiederlande, Vereinigte (Generalstaaten):
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Abgesandten, nebst deßen Sohne, 2
dem Jungen Herrn von WaßenarWassenaer-Obdam, Johan Henrik, Graf von (1683-1745):
Sohn von Graf Jacob II. von Wassenaer-Obdam (1645-1714) und Adriana Sophia, geb. van Raesfelt (1650-1694); 1724 Oberforstmeister und Generaljägermeister, 1727 Kurator der Universität Leiden, 1737 Großsiegelbewahrer für Holland, auch Generalrentmeister der Domänen der ehemaligen Abtei Leeuwenhorst; unverheiratet.
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, dem Cantzlär Probst von
Wendhausen
Probst (von Wendhausen), Philipp Ludwig (1633-1718):
Sohn des Gandersheimer Stiftskanonikers Georg Wilhelm Probst (gest. 1721); Erbherr auf Wendhausen, Schöningen und Riddagshausen; Studium in Helmstedt (1650), in den Niederlanden (Leiden), England (Cambridge, Oxford), in Frankreich (Orléans) und der Schweiz (Genf); 1658 Dr. jur. (Helmstedt); 1660 Syndikus der Landschaft; 1669 Rat Herzog Rudolf Augusts von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); 1678 Konsistorial- und Klosterrat, 1673-1680 Dekan des Stifts St. Blasii in Braunschweig; 1680 Kanzler des Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttel und seit 1685 Leiter des Geheimen Rats, des Konsistoriums und der Klosterratsstube; 1683 Erhebung in den Reichsadelsstand ("Probst von Wendhausen"); 1695 Probst des Klosters St. Lorenz bei Schöningen.
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, Cammer-PræsidentenImhoff, Anton Albrecht von (1653-1715):
Sohn von Hofrat Hieronymus von Imhoff (1606-1668) und Margarethe von Levetzow (1632-1710) a.d.H. Schorrentin; Page am Wolfenbütteler Hof, später Oberschenk, dann Geheimer Rat und Kammerpräsident in Wolfenbüttel, um 1700 Chefunterhändler mit Frankreich (2. Bündnisvertrag 1701); ab 1704 kurfürstlich-sächsischer Kammerpräsident in Dresden; seit 1694 Ehe mit Sophie Henriette von Lenthe (gest. 1742).
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und andern Ministern
mehr beygewohnet. Der Bräutigam war der Herr
BoßeBosse, Joachim Friedrich (gest. nach 1712):
Sohn des Amtsmanns zu Glendorf Andreas Bosse (gest. vor 1701); um 1701 Rat der verwitweten Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg sowie Hofmeister bei Herzog Ferdinand Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1682-1706); seit 1701 Ehe mit Maria Elisabeth Matthaei.
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Hoff-Meister bey dem Princen Christian zu Be-
vern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Ferdinand Christian, Herzog von (1682-1706):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1705-1706 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig.
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, und die brautBosse, Maria Elisabeth, geb. Matthaei (gest. nach 1712):
Tochter des Kammerrats Johann Joachim Matthaei (1635-1695); seit 1701 Ehe mit dem Hofmeister Joachim Friedrich Bosse.
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war eine von des Cammer-Raths
MatthæiMatthaei, Johann Joachim (1635-1695):
1665 Amtmann zu Lutter und Wolfenbüttel, dann Oberamtmann in Wolfenbüttel, seit 1689 Kammerrat.
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hinterlaßenen Töchtern. Es gieng zimlich
lustig daher, und wurde nach dem Eßen getantzet;
Wir fuhren aber allezeit wieder nach Hoffe des abends
umb 6 Uhr, absonderlich, weil damahls wegen Gegen-
wartt des Herrn von ObdamsWassenaer-Obdam, Jacob II., Graf von (1645-1714):
Sohn von Jacob van Wassenaer Obdam (1610-1665) und Agnes Renesse van der Aa (1610-1661); 1670 Dr. jur. (Oxford); Gesandter der niederländischen Generalstaaten u.a. in Paris (1670 und 1690), London (1695), Berlin (1699), Celle (1700) und Mannheim (1705); 1690 Kurator der Universität Leiden; 1703 Gouverneur von Hertogenbosch; 1711 Reichsgraf; seit 1676 Ehe mit Adriana Sophia van Raesfelt (1650-1694).
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, alle abend etwas bey Hoffe
oder in der Stadt zu thun war; Wie dann den 23ten
Januarii
eine AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe gehalten wurde,
und vor und nach dem Abend-Eßen gespielet, bey
welchen ich dann das Glück hatte im Banc-halten
à la Bassette
Bassette:
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Vabanque.
200 Thlr zu gewinnen.
Den 24ten Januarii war man des mittages zu Gaste
bey dem FranzösischenFrankreich, Königreich:
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Envoyé Monsieur de BonnacBonnac, Jean Louis d'Usson, Marquis de (1672-1738):
Sohn von Salomon d’Usson (1638-1698), Marquis de Bonnac; anfangs Militär, später Diplomat, 1696 Gesandtschaftssekretär in Dänemark unter seinem Onkel, François d'Usson, Marquis de Bonrepaus (1654-1719), 1698 Geschäftsträger der französischen Gesandtschaft in Den Haag, 1700-1701 französischer Sondergesandter beim Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel (als Nachfolger des seit 1698 in Wolfenbüttel amtierenden französischen "envoyé extraordinaire", Charles-François de Caradas, Marquis du Héron), dann in Schweden (1701), französischer Botschafter in Polen (1707-1710), Spanien (1711-1713), Konstantinopel (1716-1724) und Solothurn (1727-1736); seit 1715 Ehe mit Françoise Madeleine de Gontaut-Biron (1691-1739).
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, und
waren selbige Persohnen bey Ihme: Mein Herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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,
Frau MutterBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Juliane, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonora, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1680); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).
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, Mein BruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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, und Seine GemahlinnBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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,
Meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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, der Prinz August von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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,
Ich, Monsieur ObdamWassenaer-Obdam, Jacob II., Graf von (1645-1714):
Sohn von Jacob van Wassenaer Obdam (1610-1665) und Agnes Renesse van der Aa (1610-1661); 1670 Dr. jur. (Oxford); Gesandter der niederländischen Generalstaaten u.a. in Paris (1670 und 1690), London (1695), Berlin (1699), Celle (1700) und Mannheim (1705); 1690 Kurator der Universität Leiden; 1703 Gouverneur von Hertogenbosch; 1711 Reichsgraf; seit 1676 Ehe mit Adriana Sophia van Raesfelt (1650-1694).
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, ein so genandter BaudovinBodavin, N. N.:
um 1701 polnischer Sondergesandter in Wolfenbüttel.
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, so
aus PohlenPolen, Königreich:
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gekommen und affairen vor den KönigAugust II., König von Polen (1670-1733):
Sohn von Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen (1647-1691); seit 1694 Kurfürst von Sachsen sowie von 1697-1706 und erneut 1709-1733 zugleich König von Polen und Großherzog von Litauen.
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alhier unter händen hatte, die 2 Princessinnen
Eleonora von MeinungenSachsen-Meiningen, Eleonora Friederike, Herzogin von (1683-1739):
Tochter von Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen (1649-1706) und Elisabeth Eleonora, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1658-1729); Nichte des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Kanonisse im Reichsstift Gandersheim.
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, und die von Hollstein-
Norburg
Braunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Sophia Maria, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1683-1767):
Tochter von Herzog Rudolph Friedrich von Schleswig-Holstein-Norburg (1645-1688) und Bibiane, geb. von Promnitz (1649-1685); wuchs nach dem Tod des Vaters zusammen mit ihrem Bruder Ernst Leopold (1685-1722) bei ihren Vormündern, den Herzögen Rudolph August (1627-1704) und Anton Ulrich (1633-1714), in Wolfenbüttel auf; seit 1701 1. Ehe mit Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704), seit 1710 2. Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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. Bey der Taffel war Music von Flöten
und Hautbois, und spieleten auf solchen Jnstrumen3-
ten 2 Franzosen, Vatter und Sohn, davon der Sohn nicht
über 10 Jahr alt zu seyn schiene, und dennoch über alle
maßen wohl bließ, sowohl auf der Hautbois als Flöte, abson-
derlich auf dem Basson; Sie hatten sich den Tag vorher bey der
AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hoffe auch hören laßen, weil Sie der Franzö-
sische Envoyé
Bonnac, Jean Louis d'Usson, Marquis de (1672-1738):
Sohn von Salomon d’Usson (1638-1698), Marquis de Bonnac; anfangs Militär, später Diplomat, 1696 Gesandtschaftssekretär in Dänemark unter seinem Onkel, François d'Usson, Marquis de Bonrepaus (1654-1719), 1698 Geschäftsträger der französischen Gesandtschaft in Den Haag, 1700-1701 französischer Sondergesandter beim Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel (als Nachfolger des seit 1698 in Wolfenbüttel amtierenden französischen "envoyé extraordinaire", Charles-François de Caradas, Marquis du Héron), dann in Schweden (1701), französischer Botschafter in Polen (1707-1710), Spanien (1711-1713), Konstantinopel (1716-1724) und Solothurn (1727-1736); seit 1715 Ehe mit Françoise Madeleine de Gontaut-Biron (1691-1739).
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Meinem Herrn VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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præsentiret. Die Fürstin
von Hohen-Zollern
Hohenzollern-Sigmaringen, Maria Clara, Fürstin von, geb. Gräfin von Berg-s’Heerenberg (1635-1715):
Tochter von Graf Albert von Berg ’s-Heerenberg (1607–1656) und Madeleine, geb. de Cusance (1616–1689); seit 1666 Ehe mit Fürst Maximilian von Hohenzollern-Sigmaringen (1636–1689); ab 1689 Regentin für ihren Sohn Fürst Meinrad II. Karl Anton Hohenzollern-Sigmaringen (1673–1715).
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gab auch Gelegenheit zu einer neuen Lustbar-
keit bey Ihrem hierseyn, nemlich zu einer Scharamuzzen-
Masquerade2 zu Hoffe, welche zu anfang des Jenners ge-
halten wurde. Hierauf, nachdem die Fürstin abgereiset,
wurde den 6ten Januarij das ordinaire Königs-Fest bey
Hoffe celebriret, und wurde der Schloß-Haubtmann Ben-
nigsen
Bennigsen, Levin Adolf von (1656-1716):
Sohn des Zeitzer Stiftspräsidenten Erasmus Dietrich von Bennigsen (gest. 1681); 1679 Schlosshauptmann zu Wolfenbüttel, später Schatzrat und 1713 Hofmarschall; Erbherr auf Banteln und Emmeringen; seit 1698 Ehe mit Magdalena Agnes von Steinberg (1674-1727).
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König3, die Fräulein JettebrockBobart, Justine Dorothea von, geb. von Jettebrock:
Vermutlich Tochter des Stiftsdekans und Schatzrats Georg Ernst von Jettebrock (gest. 1701); um 1701 Kammerfräulein der Herzogin Elisabeth Juliane von Braunschweig-Lüneburg (1634-1704); seit 1707 Ehe mit Daniel Arnold von Bobart (1663-1736).
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Königin, und Ich hatte
das Unglück einen Medicum zu præsentiren, und hatte
ich mich zu dem ende mit allerhand Balsam-Büchsen und
Recepten, so Satyrisch in versen beschrieben, versehen,
welche Ich hin und wieder unter denen Cavallieren und
Damen austheilete; unter andern verehrte Ich eine
Balsam-Büchse mit CaschouCaschou:
Exotischer, aus Ostindien stammender dicklicher, gummi- oder harzartiger Saft, zu würzigen Bonbons verarbeitet.
angefüllet, so von Helffen-
bein war, und oben auf dem deckel eine kleine nackte
figur, worüber ein Bernstein, wordurch selbiges zu
sehen war, welches aber nichts schändliches vorstellete
und wohl wenig von mir mochte reflectiret worden seyn,
an einer gewißen Dame, so damahls meine Frau, præ-
sentirete, welche selbige anzunehmen sich so lange wei-
gerte, bis daß Sie erst völlige permission darüber von
Ihrem Manne erhalten hatte. Mein Herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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, so da-
mahls Ceremonien-Meister vorstellete, fuhr selbst mit 4
mit etlichen Carossen und vielen Cavallieren nach des Königs
behausunge und holeten Jhn herauff. Der Junge Waßen-
aer
Wassenaer-Obdam, Johan Henrik, Graf von (1683-1745):
Sohn von Graf Jacob II. von Wassenaer-Obdam (1645-1714) und Adriana Sophia, geb. van Raesfelt (1650-1694); 1724 Oberforstmeister und Generaljägermeister, 1727 Kurator der Universität Leiden, 1737 Großsiegelbewahrer für Holland, auch Generalrentmeister der Domänen der ehemaligen Abtei Leeuwenhorst; unverheiratet.
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præsentirete einen Abgesandten und bildete man
sich von Ihm ein, weil er ein großes Papier übergab,
so ein CreditivCreditiv:
Beglaubigungsdokument.
bedeuten solte, es würde was haubt-
sächliches, artiges und spirituelles heraus kommen und
darinnen zu finden seyn, es solte aber vielleicht eine
Carte Blanche vorstellen, maßen, nachdehm man
mit den größesten manieren von der Welt, so man bey
diesem Spiele zu gebrauchen pfleget, selbiges so ge-
nannte Creditiv eröffnete, und es der Secretaire
d'Etat
lesen solte, so sich von den curieusen zuhörern
gantz umbringet sahe, nichts darinnen fände; welches
verursachete, daß die Gravität hindangesetzet und
in ein lautes Gelächter aus-brach. Den 24ten Jan-
nuarii
habe ich in Groß Trictrac(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
gespielet des abends
bey Monsieur BonacBonnac, Jean Louis d'Usson, Marquis de (1672-1738):
Sohn von Salomon d’Usson (1638-1698), Marquis de Bonnac; anfangs Militär, später Diplomat, 1696 Gesandtschaftssekretär in Dänemark unter seinem Onkel, François d'Usson, Marquis de Bonrepaus (1654-1719), 1698 Geschäftsträger der französischen Gesandtschaft in Den Haag, 1700-1701 französischer Sondergesandter beim Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel (als Nachfolger des seit 1698 in Wolfenbüttel amtierenden französischen "envoyé extraordinaire", Charles-François de Caradas, Marquis du Héron), dann in Schweden (1701), französischer Botschafter in Polen (1707-1710), Spanien (1711-1713), Konstantinopel (1716-1724) und Solothurn (1727-1736); seit 1715 Ehe mit Françoise Madeleine de Gontaut-Biron (1691-1739).
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, in deßen behausunge ein Ball gehal-
ten wurde, mit dem Cammer-Juncker SchwartzkopffSchwartzkoppen, Burchard von (1673-ca.1736/37):
Sohn des braunschweig-wolfenbüttelschen Kammerrats Johann Georg von Schwartzkoppen (gest. 1714) und Cäcilie, geb. von Uffelmann; Studium in Helmstedt (1690) und an der Ritterakademie Wolfenbüttel (1690); um 1701 Kammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel, 1714 Oberschenk, 1731 Oberhauptmann, (vor 1735) Oberstallmeister.
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,
so bey meinem BruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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ist, und habe 3 Ducaten
an Golde von Ihme gewonnen. Die Reine du Ball
war diesen Abend die Princessin von MeinungenSachsen-Meiningen, Eleonora Friederike, Herzogin von (1683-1739):
Tochter von Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen (1649-1706) und Elisabeth Eleonora, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1658-1729); Nichte des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Kanonisse im Reichsstift Gandersheim.
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.
Den 26ten Jannuarii ist AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
bey Monsieur de BonnacBonnac, Jean Louis d'Usson, Marquis de (1672-1738):
Sohn von Salomon d’Usson (1638-1698), Marquis de Bonnac; anfangs Militär, später Diplomat, 1696 Gesandtschaftssekretär in Dänemark unter seinem Onkel, François d'Usson, Marquis de Bonrepaus (1654-1719), 1698 Geschäftsträger der französischen Gesandtschaft in Den Haag, 1700-1701 französischer Sondergesandter beim Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel (als Nachfolger des seit 1698 in Wolfenbüttel amtierenden französischen "envoyé extraordinaire", Charles-François de Caradas, Marquis du Héron), dann in Schweden (1701), französischer Botschafter in Polen (1707-1710), Spanien (1711-1713), Konstantinopel (1716-1724) und Solothurn (1727-1736); seit 1715 Ehe mit Françoise Madeleine de Gontaut-Biron (1691-1739).
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des abends gewesen, und ist auch darbey getantzet
worden; Ich habe daselbsten Banc gehaltenVabanque (Bank-Halten):
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Bassette.
und in
die 19 Ducaten an Golde gewonnen; Monsieur SedelizSeydlitz, N. N. von:
Auch Sed(e)litz, Seidlitz; männliches Mitglied der in Mitteleuropa weitverzweigten Herren-, Freiherren- und Grafen-Familie aus schlesischem Uradel.
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aus SchlesienSchlesien, Herzogtum:
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, ein Junger GerstorffGersdorff, N. N. (1) von:
Im Januar 1701 an den Wolfenbütteler Hof angereister junger Angehöriger des alten und weitverzweigten Adelsgeschlechts der von Gersdorff; vielleicht der spätere Kammerjunker N. N. von Gersdorff (2).
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, und Ein Obrist5-
Lieutenant BuschBusch, N. N. (1) von:
Im Januar 1701 an den Wolfenbütteler Hof angereister Obristleutnant vielleicht schlesischer Herkunft.
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, so vor ein paar tagen angekommen waren,
hatten selbiges Geld gegen mich verlohren. Des morgens
bey der Hochzeit von Monsieur BossenBosse, Joachim Friedrich (gest. nach 1712):
Sohn des Amtsmanns zu Glendorf Andreas Bosse (gest. vor 1701); um 1701 Rat der verwitweten Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg sowie Hofmeister bei Herzog Ferdinand Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1682-1706); seit 1701 Ehe mit Maria Elisabeth Matthaei.
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hatte Ich in Cinq et
neuf
Cinq et neuf:
Würfel-Glücksspiel.
4 Ducaten an Golde verlohren gegen die Princen
von Bevern. Den 27ten Januarii habe Ich Banc ge-
halten
Vabanque (Bank-Halten):
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Bassette.
in meiner Cammer und 12 Ducaten an Golde
gewonnen. Den 28ten Januarii habe Ich wieder in Mei-
ner Cammer Banc gehaltenVabanque (Bank-Halten):
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Bassette.
und 30 Thlr gewonnen; Mei-
ne Mittspielers waren die Princen von Bevern und deren bedienten,
wie auch etliche Junge Herren von der AcademieWolfenbüttel, Ritterakademie "Rudolph-Antoniana":
Ritterakademie, 1687 von den Herzögen Rudolph August und Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel gegründet, im Kleinen Schloss in Wolfenbüttel untergebracht, 1715 aufgelöst.
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, Dieses Spiel fieng
sich an bey Groschen und endigte sich bey Ducaten und PistolenPistole:
Ursprünglich eine spanische Goldmünze, im 17. und 18. Jahrhundert auch andere Goldmünzen wie der Louis d'or. Die in Deutschland geprägten Pistolen hatten einen Wert von 5 Talern.
,
wie es ordinair zugehet mit allen Spielen, Sie mögen Nahmen
haben wie sie wollen, wann man sie continuirlich treibet.
Den 29ten Jannuarii ist der gantze Hoff hinüber nach BraunschweigBraunschweig:
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gereiset, umb auf der bevorstehenden Winter-MeßeBraunschweiger Messe:
1498 landesherrlich, 1505 und 1521 kaiserlich privilegierte Messen in der Stadt Braunschweig, zweimal im Jahr, für jeweils 10 Tage im Sommer (um Laurentii, 10. August) bzw. im Winter (um Mariae Lichtmeß, 2. Februar), stattfindend; Niedergang im 16. und 17. Jahrhundert; nach der Eroberung der Stadt Braunschweig 1671 durch Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel neu belebt und offiziell beginnen lassend mit dem Montag nach Mariae Lichtmess (2. Februar) bzw. Laurentius (10. August) für jeweils 18 Tage; gehörten bis Anfang des 19. Jahrhunderts neben den Messen in Leipzig und Frankfurt am Main zu den größten und frequentiertesten in Deutschland.
da-
selbsten ihren Sejour zu halten. Ich habe von Haubtmann
PrieggenPrigge, Hans Georg (gest. nach 1714):
Vermutlich Sohn des Oberstleutnants der fürstlichen Leibgarde zu Pferd Bernhard Prigge (1631-1693); 1688 Rittmeiter, um 1701 Hauptmann (Capitain) im Dragoner-Regiment Prinz Ludwig Rudolphs von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); später Obrist und Bataillons-Kommandeur in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten (Landesmiliz).
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diesen Tag wegen Meiner Monathlichen Gage als
Obrister und Capitain von einem +meinem+ Regiment Dragoner
17 Thlr bekommen, Weil mir der Ober-Commissarius
StockhausenStockhausen, Justus Hermann von (1634-nach 1702):
Aus der im Westfälischen, Thüringischen und Niedersächsischen verzweigten Adelsfamilie von Stockhausen stammend, wohl Sohn des Hofgerichtsassessors und -sekretärs Julius Konrad Stockhausen (1613-1685) in Wolfenbüttel; Studium in Helmstedt (1654); um 1667/84 herzoglich braunschweig-wolfenbüttelscher Zahlmeister, Kriegskommissar und Kriegsrat, zuletzt Oberkriegskommissar in Wolfenbüttel; 1702 Erhebung in den Reichsritterstand.
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wegen einiger Gelder so Ich ihme schuldig
100 Thlr zurücke behalten. Haubtmann Priegge stand
damahls bey Meiner Compagnie auf Rechnung, muste
Ich also solches Geld von selbigem heben. Ich habe des
Abends zu Braunschweig in meinem Hause wieder Banc
gehalten
Vabanque (Bank-Halten):
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Bassette.
und angefangen zu verlieren, nemblich 60 Thlr.
Den 30. Januar ist AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe gewesen, und habe Ich in
BassetBassette:
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Vabanque.
auf der großen Redoute, so im SaalWolfenbüttel, Redoutensaal im Schloss:
Festsaal, 1696/97 im Südflügel des Schlosses errichtet
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allezeit ge6-
halten wird, gegen der BancVabanque (Bank-Halten):
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Bassette.
gespielet, so Monsieur KnorreKnorr von Rosenroth, Johann Christian (1670-1716):
Sohn von Christian Knorr von Rosenroth (1636-1689), pfalz-sulzbachischer Kanzleidirektor, und Susanna, geb. Paumgartner (gest. 1696); seit 1699 Kammerjunker des Herzogs Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714), später auch Legationsrat und 1705 Gesandter Braunschweig-Wolfenbüttels beim Regensburger Reichstag; trug mit Opernlibretti zur Braunschweig-Wolfenbüttelschen Hofkultur bei.
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,
Cammer Juncker bey Meinem Herrn VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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hielte, und der mit
Prinz Ferdinand AlbrechtBraunschweig-Wolfenbüttel, Ferdinand Albrecht II., Herzog von (1680-1735):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1701 Obristleutnant in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1701-1705 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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die gantze MeßeBraunschweiger Messe:
1498 landesherrlich, 1505 und 1521 kaiserlich privilegierte Messen in der Stadt Braunschweig, zweimal im Jahr, für jeweils 10 Tage im Sommer (um Laurentii, 10. August) bzw. im Winter (um Mariae Lichtmeß, 2. Februar), stattfindend; Niedergang im 16. und 17. Jahrhundert; nach der Eroberung der Stadt Braunschweig 1671 durch Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel neu belebt und offiziell beginnen lassend mit dem Montag nach Mariae Lichtmess (2. Februar) bzw. Laurentius (10. August) für jeweils 18 Tage; gehörten bis Anfang des 19. Jahrhunderts neben den Messen in Leipzig und Frankfurt am Main zu den größten und frequentiertesten in Deutschland.
durch halb part
war, 1 Thlr 8 gg verlohren, würde dennoch weiter ge-
spielet haben, im Fall Mich nicht ein schärfferer Wieder-
part daran verhindert hätte, nemblich der HolländischeNiederlande, Vereinigte (Generalstaaten):
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Gesandte der Herr von ObdamWassenaer-Obdam, Jacob II., Graf von (1645-1714):
Sohn von Jacob van Wassenaer Obdam (1610-1665) und Agnes Renesse van der Aa (1610-1661); 1670 Dr. jur. (Oxford); Gesandter der niederländischen Generalstaaten u.a. in Paris (1670 und 1690), London (1695), Berlin (1699), Celle (1700) und Mannheim (1705); 1690 Kurator der Universität Leiden; 1703 Gouverneur von Hertogenbosch; 1711 Reichsgraf; seit 1676 Ehe mit Adriana Sophia van Raesfelt (1650-1694).
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, so mit mir Grand-Tric-
trac
(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
spielete, und ob Er zwar die PartheyParthey:
Partie beim Spiel.
zu 2 Ducaten
und überaus wohl spielete, war ich dennoch so glücklich,
indehm ich nichts gewinnen konte, dennoch auch nichts zu
verlieren. Den 31ten Januarius ist wieder derglei-
chen AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hoffe gewesen, und habe Ich diesen
Tag in Grand Trictrac(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
11 f verlohren, und in BassetteBassette:
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Vabanque.

30 Thlr. Den 1ten Februar habe Ich mit Prinz Ferdi-
nand Albrecht
Braunschweig-Wolfenbüttel, Ferdinand Albrecht II., Herzog von (1680-1735):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1701 Obristleutnant in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1701-1705 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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in Grand Tric-trac(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
16 Ducaten an
Golde verlohren. Den 2. Februar ist des abends zu
Hofe Ball und AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
gewesen; Ich habe diesen
Tag 24 Thlr abermahl von Haubtmann PrieggenPrigge, Hans Georg (gest. nach 1714):
Vermutlich Sohn des Oberstleutnants der fürstlichen Leibgarde zu Pferd Bernhard Prigge (1631-1693); 1688 Rittmeiter, um 1701 Hauptmann (Capitain) im Dragoner-Regiment Prinz Ludwig Rudolphs von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); später Obrist und Bataillons-Kommandeur in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten (Landesmiliz).
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
ge-
hoben, des abends in BassetteBassette:
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Vabanque.
und Banco-haltenVabanque (Bank-Halten):
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Bassette.
52 Thlr
verlohren. Den 3ten Februar habe Ich 100 Thlr von
Herrn PolichPollich, Johann Wolfgang (1658-1710):
Sohn von Hieronymus Pollich, Buchdrucker und Policey-Schreiber der Stadt Frankfurt am Main, und Maria, geb. Schuhmann; Buchbinder, seit 1680 in Diensten Georg Molthanns, Kämmerers und Postmeisters der Stadt Göttingen, seit 1683 Postschreiber in Diensten Johann Hinübers, Postmeisters in Hannover; seit 1692 Postmeister des Gesamthauses Braunschweig und Lüneburg mit Sitz in Braunschweig; seit 1694 1. Ehe mit Dorothea Kramer verw. Avemann (gest. 1696), seit 1697 2. Ehe mit Anna Sophia Overlach (1680-1753).
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aufgeleinetaufleinen:
Ein Darlehen aufnehmen, (Geld) leihen.
; diesen Tag seynd 4 Regimen-
ter zu Fuß, so in Garnison zu BraunschweigBraunschweig:
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, die revüe
vor dem Most-HauseBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolfs (28 Blank.) erwähnt.
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passiret, und waren es das Leib-
Regiment von Hertzog Rudolph AugustBraunschweig-Wolfenbüttel, Rudolph August, Herzog von (1627-1704):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); seit 1666 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; seit 1650 1. Ehe mit Gräfin Christiane Elisabeth von Barby (1634–1681), seit 1681 2. Ehe mit Rosine Elisabeth Menthe (1663–1701; "Madame Rudolphine").
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, so blau mit
weißen aufschlägen mondiretmondiren:
(Bedienstete, insbes. einfache Soldaten) ausstatten (vorzugsweise mit Kleidung: Livree, Uniform versehen).
, das PlönischeSchleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Adolf August, Herzog von (1680-1704):
Sohn von Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704) und Dorothea Sophia, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1653-1722); 1694 Ritterakademie in Den Haag, 1697 Reise nach England, Besuch der Höfe in Hannover, Kopenhagen, Stockholm und Wien, 1699-1701 Teilnehmer der kaiserlichen Gesandtschaft nach Konstantinopel; um 1701 Obrist in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; seit 1701 Ehe mit Herzogin Elisabeth Sophie Marie von Schleswig-Holstein-Norburg (1683–1767).
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, so blau
und roth, das BernsdorffischeBernstorff, Hans Valentin von (1650-1715):
Sohn von Andreas von Bernstorff (1604–1655), braunschweig-wolfenbüttelscher Rat und Prinzenhofmeister, auch Domherr zu Ratzeburg, und Anna Elisabeth, geb. von Bülow (1621-1673); seit 1681 Obristleutnant in fürstlich-wolfenbüttelschen Diensten, 1684 Obrist, 1691 Brigadier, 1695 Generalmajor, 1705 Generalleutnant.
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, so auch blau und Roth, und
bey welchen GranadiererGranadier:
Auch Granadirer, Granatier, Grenadier; meist bewährte, ältere Soldaten, die bei schwierigen Angriffen Granaten warfen.
waren, und endlich das He7-
ringischeHeringen, Georg Albrecht von:
Sohn von Georg von Heringen (gest. ca.1663); 1670 in Militärdienst in Wolfenbüttel, anfangs Korporal, 1671 Sergeant, 1674 Fähnrich und Leutnant, 1675 Hauptmann, 1687 Major, 1689 Obristleutnant, 1691 Obrist, 1699 Kommandant der Stadt und Festung Braunschweig, 1701 Brigadier, 1702 Generalmajor, 1704 Dimission, schließlich kurhannöverscher Generalmajor der Infanterie; Erbherr auf Groß Mehlra und Bovenden bei Göttingen.
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, so gantz blau; die Compagnie und bedienten von der
ArtollerieAttollerie:
Artillerie
passireten auch die revüe, Sie waren alle Grau
mit Grünen auf-schlägen mondiret. Des Mittages haben al-
le Ober-Officiers Jnclusivè bis auf die Fendriche bey der
Tafel am Hofe gegeßen. Sonsten wurde von ParisParis:
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vom 31ten
Jannuary nachfolgendes geschrieben: Il est vray, que le Roy
d'Espagne
Philipp V., König von Spanien (1683-1746):
Sohn des französischen Thronfolgers Louis de Bourbon ("Le Grand Dauphin") (1661-1711) und Maria Anna, geb. Herzogin von Bayern (1660-1690); Duc d'Anjou; seit 1700 König von Spanien sowie 1700-1713 König von Sardinien und von Neapel-Sizilien.
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a fait un enfent à la fille de sa Nourice, et
c'est à cose +cause+ de celà, qu'il amene avec luy la Mere
et la fille; le Roy, en estant averti c'est pris à rire,
disant, Aumonins les Espagnols ne diront pas, que leur
Roy d'apresent est si impuissant qu'estoit le defunct.

Von WarschauWarschau (Warszawa):
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wurde auch folgendes geschrieben vom 24ten Januar
diesen Abend ist zum ersten mahl RidotteRidotte (Redoute):
Maskenball.
gehalten worden
auf dem Schloße, 2 Masquen haben sich chocquiretchociren:
beleidigen.
und ein-
ander auf der Terrasse derriere le Palais Casimir den an-
dern Tag mit Ihren Seconden bestimmt und darüber Zeichen
aus-gewechselt. Den 25ten hujus haben sich des morgens
die beyden Combattants auf bestimmbten Orte eingefunden
und sich an dem Zeichen erkant; wie nun die degen gezo-
gen, und die Partheyen schon mit einander engagiret
waren, läßet der eine der immer mit einer Masque
und Mantel sich verdeckt gehalten, beydes fallen, und der an-
dere, ein Franzoß, erkennet den KönigAugust II., König von Polen (1670-1733):
Sohn von Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen (1647-1691); seit 1694 Kurfürst von Sachsen sowie von 1697-1706 und erneut 1709-1733 zugleich König von Polen und Großherzog von Litauen.
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, welchem er sich mitsambt
Seinem degen zu Fuße wirfft, und umb sein leben bittet. Er
wird zwar perdonniret, ihme aber zur Warnung gesaget,
daß er auf ein andermahl Sich in Acht zu nehmen hette an
dem Orthe, da die Masquen Ihre Freyheit haben solten, nie-
mand zu nahe zutreten. Den 4. Februar ist Ball und Assam8-
bléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe gewesen; Ich habe diesen Tag etliche Wahren von Silber
eingekauffet von der WagnerschenWagner, N. N.:
Wohl Juwelierswitwe in Wolfenbüttel bzw. Braunschweig, wahrscheinlich die Frau des Burchardt Wagner.
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vor welche Ich 71 Thlr gege-
ben und habe Ich zu gleich vor Bücher ein zu binden an seeligen PapensPape, Bernhard (gest. vor 1701):
Buchhändler in Braunschweig.
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nachgelaßene WittwenPape, N. N. (1):
Witwe von Bernhard Pape (gest. vor 1701).
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26 Thlr gezahlet. Ich habe diesen A-
bend in BancoVabanque (Bank-Halten):
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Bassette.
und Trictrac(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
verlohren 20 Ducaten an Golde,
den vorigen tag hatte Ich 27 in Banco-haltenVabanque (Bank-Halten):
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Bassette.
gewonnen.
Den 5ten Februar ist AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe gewesen, Ich habe in
Banco-haltenVabanque (Bank-Halten):
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Bassette.
100 Thlr verlohren und in Grand Trictrac(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
20 f
gegen den Cammer-Juncker SchwartzkopfSchwartzkoppen, Burchard von (1673-ca.1736/37):
Sohn des braunschweig-wolfenbüttelschen Kammerrats Johann Georg von Schwartzkoppen (gest. 1714) und Cäcilie, geb. von Uffelmann; Studium in Helmstedt (1690) und an der Ritterakademie Wolfenbüttel (1690); um 1701 Kammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel, 1714 Oberschenk, 1731 Oberhauptmann, (vor 1735) Oberstallmeister.
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. Den 6ten Februar
ist Music in der Dohm-Kirchen St. BlasiiBraunschweig, Dom St. Blasii:
Kirche des Stiffts St. Blasii in Braunschweig, direkt am Burgplatz gelegen, meist an sich falsch vereinfachend "Dom" genannt.
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zu BraunschweigBraunschweig:
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vor und nach der Predigt in Gegenwartt der Fürstlichen Per-
sohnen gehalten worden, und hat ein neuer Bassist von
CoburgCoburg:
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ein Solo gesungen; des Abends ist Ball und As-
samblée
Assemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe gewesen; Meine Schwester, die Fürstin von
Arnstadt
Schwarzburg-Sondershausen, Auguste Dorothea, Fürstin von, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1666-1751):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Schwester des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); seit 1684 Ehe mit Graf (und seit 1697 Fürst) Anton Günther II. von Schwarzburg-Sondershausen (1653-1716) zu Arnstadt.
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, wie auch der Prinz Ludwig von Mecklenburg
Schwerin
Mecklenburg-Schwerin, Christian Ludwig II., Herzog von (1683-1756):
Sohn von Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin (1638–1688) und Christine Wilhelmine, geb. Landgräfin von Hessen-Homburg (1653–1722); seit 1728 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; seit 1714 Ehe mit Herzogin Gustave Karoline von Mecklenburg-Strelitz (1694–1748).
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seynd des Abends spät zu Braunschweig ankommen;
Ich habe diesen abend 56 f. gewonnen in Banco-haltenVabanque (Bank-Halten):
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Bassette.
.
Diesen Tag bekam Ich einen Brieff von dem jüngsten von
Jettebrock
Jettebrock (Jettebruch), Rudolph Friedrich von (1668-1703):
Vermutlich Sohn des Stiftsdekans und Schatzrats Georg Ernst von Jettebrock (gest. 1701); jüngerer Bruder des Hofmeisters Christian Ludwig von Jettebrock (gest. 1698); 1688 Student an der Ritterakademie Wolfenbüttel; 1689 vermutlich Reisebegleiter Prinz Ludwig Rudolphs (1671-1735) nach Dänemark und Schweden; um 1703 fürstlich-wolfenbüttel-beverscher Hofmeister ; Erbherr auf Dorfmark und Thune; starb als letzter seines Stammes .
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, in welchem er mich mahnete, ihme das jehnige
restirende Geldt, so Ich seinem verstorbenen BruderJettebrock (Jettebruch), Christian Ludwig von (gest. 1698):
Vermutlich Sohn des Stiftsdekans und Schatzrats Georg Ernst von Jettebrock (gest. 1701); älterer Bruder des Hofmeisters Rudolph Friedrich von Jettebrock (gest. 1703); 1696 fürstlicher Hofmeister in Wolfenbüttel, auch Kanoniker des Stifts St. Blasii zu Braunschweig.
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schuldig verblieben vom spielen, zu bezahlen, welche schuld
sich auff die 450 Thlr belieff, die der Ober-Schencke von
Spörcken
Spörcken, Georg Friedrich von (1667-1725):
Sohn von Werner Hermann von Spörcken (1626-1693), braunschweig-lüneburgischer Land-, Schatz- und Kriegsrat, und Anna Eleonore, geb. von Lenthe (1642-1716); um 1694 Hofmeister und Hofrat, 1695 Haupt- und Schlosshauptmann zu Wolfenbüttel, später (um 1698/1701) Oberschenk in Wolfenbüttel, 1694-1701 zugleich Probst der Stifter St. Blasii und St. Cyriaci zu Braunschweig, später (um 1705) Oberhauptmann und Landdrost zu Harburg.
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schon vor 3 Jahren über sich genommen hatte
zu bezahlen, Wie Er dann eine gewiße Summe geldes
darzu von mir aufgenommen; den Tag vorhero habe Ich
von Meinem Ambtmann von SupplingburgKöhler, Daniel:
Seit mind. 1684 Verwalter des Klosters St. Lorenz vor Schöningen, um 1696/1711 zugleich Amtmann zu Süpplingenburg, ab ca. 1711 Forstmeister und Amtmann zu Warberg.
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333 Thlr
empfangen, darvon habe Ich 16 Thlr an Meinen Cammer-
Laqueien BerndLuppels (Lüppels/Lippels), Bernhard Daniel:
Um 1696/97 Lakai von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), um 1701 Kammerdiener, genannt "Bernd".
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geschencket, sich ein Kleid davor machen 9
machen zu laßen, und 42 Thlr. habe Ich gegeben an den Sattler,
so meine Pferde Geschirre gemachet, wie auch 40 Thlr an einen
Peruquen-Macher von BremenBremen:
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vor ein Peruque mit alongenAlonge:
Verlängerung einer Perücke.
.
Sonsten habe Ich im Monath Jannuario an brieffen bekommen, Einen
vom Fürsten von Ost-FrießlandOstfriesland, Christian Eberhard, Fürst von (1665-1708):
Sohn von Fürst Georg Christian von Ostfriesland (1634-1665) und Christine Charlotte, geb. Herzogin von Württemberg (1645-1699); seit 1665 Fürst von Ostfriesland (bis 1690 unter Regentschaft seiner Mutter); seit 1685 Ehe mit Fürstin Eberhardine Sophie von Oettingen-Oettingen (1666-1700), daher Schwager von Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747).
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, 2 von Meinen beyden Schwestern,
denen von MeinungenMeiningen:
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und ArnstadtArnstadt:
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, wie auch einen von dem
Herrn Valkenier
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Holländischen Envoyé an die Cantons der Bunds-Ge-
noßen in der SchweitzSchweiz, Eidgenossenschaft:
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, einen von dem ältisten WalternWalther, Friedrich von (1649-1718):
Sohn von Hans (von) Walther (1618-1677), Generalmajor und Kommandant in Tönning, und Dorothea, geb. Hecklauer (1633-1669); 1678 Hofjunker am dänischen Königshof, 1682 Kammerjunker in Wolfenbüttel, 1684-87 Hofmeister des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) auf seinen Reisen durch Italien, Frankreich und die Niederlande, 1688 Hofmeister bei Graf Christian Gyldenløve-Samsø (1674-1703), dem illegitimen Sohn König Christians V. (1646-1699), auf dessen Auslandsreise, 1691-1694 Kammerjunker bei Kronprinz Friedrich von Dänemark (1671-1730), 1694 Hofmeister am Hof zu Bayreuth, 1702 Oberhofmeister bei Königin Luise von Dänemark (1667-1721), dann bei Kronprinz Christian (VI.) (1699-1746), 1710 Geheimrat; seit 1714 Ehe mit Anna Christine Knuth (1678-1723).
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aus
CoppenhagenKopenhagen (København):
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und 2 von unserm Agenten FrahndorffenFrandorff, Christoph (1655-1725):
Dr. jur., braunschweig-wolfenbüttelscher Rat, seit 1686 Kanonikus am Stift St. Cyriacus in Brausnchweig, Vikar am Stift St. Blasius.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
4
aus DreßdenDresden:
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, einen von dem Chur-Sächsischen Cammer-
Rath WitzlebenWitzleben, Wolf Friedrich von (1666-1704):
Sohn von Wolf Dietrich Arnold d. Ä. von Witzleben (1627-1684), kursächsischer Obersteuereinnehmer in Thüringen, und Katharina Lucia, geb. von Seebach (1645-1690); um 1691 Kammerjunker am Hof zu Dresden, Kreishauptmann in Thüringen, um 1693/94 Legationsrat, ab 1699 kurfürstlich-sächsischer und königlich-polnischer Wirklicher Kammer- und Bergrat, ab 1703 auch Kammerherr; Erbherr auf Wolmirstedt; seit 1690 Erbadministrator der Klostersschule Roßleben.
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, und von dem GeneralFeldMarchall Stei-
nau
Steinau, Adam Heinrich, Graf von (gest. 1712):
Aus fränkischem Adel stammend ("Steinau gen. Steinbrück"); Militär, anfangs in Diensten Braunschweig-Lüneburgs, später der Republik Venedig, ab 1699 von Kursachsen-Polen, seit 1699 als Generalfeldmarschall; seit ca.1692 Freiherr, seit 1704 Graf.
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. Den 7ten Februar ist Opera gewesen und nach der
Opera hat man getantzet und gespielet zu Hofe, die Ope-
ra wurde tituliret SalomonOper "Salomon":
SALOMON, Jn einem Singe-Spiel vorgestellet auf dem grossen Braunschweigischen Schau-Platz. Wolfenbüttel: Bißmarck [1701]. HAB: Textb. 489. Vgl. VD18 11140844. Komp.: Georg Caspar Schürmann (1672-1751); Libretto: Johann Christian Knorr von Rosenroth (1671-1716) [Als Autor oder Koautor des Librettos wird zuweilen auch Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel vermutet.] Das HAB-Textbuch 489 gibt das Libretto der Erstaufführung wieder. Diese fand am 7. Februar 1701 zur Braunschweiger Wintermesse statt, wiederholt am 10. und 14. Februar und während der Sommermesse am 16. und 18. August 1701. Vgl. Thiel: Libretti, Nr. 1432. Beim Textbuch 733 der HAB, gedruckt in Braunschweig bei Christoph Friedrich Fickel o. J., wird das Erscheinungsjahr "um 1706" vermutet (Schmidt [1920], Nr. 171; Thiel, Rohr: Libretti, Nr. 1433), Pegah, S. 187 bezieht es auf eine in Herzog Ludwig Rudolfs Selbstzeugnis Cod. Guelf. 286a Blankenburg bezeugte Aufführung am 16. August 1707, Rode-Breymann datiert es auf 1716. Zu einer noch späteren Wiederholung der Oper im Braunschweiger Opernhaus zur Sommermesse 1724, s. das Textbuch 732 (1) in der HAB, gedruckt in Wolfenbüttel bei Christian Bartsch o. J. Musikalisch haben sich aus der Oper nur 4 Arien im Tonsatz in einem handschriftlichen Sammelband mit italienischen, deutschen und französischen Arien und Duetten verschiedener Komponisten erhalten. HAB: 266 Musik-Handschrift. Der Band weist einen Eintrag von Herzog Ludwig Rudolf und eine Datierung von 1705 auf. Vgl. Friedrich Chrysander: Geschichte der braunschweig-wolfenbüttelschen Capelle und Oper vom 16. bis zum 18. Jahrhundert: In: Ders. (Hg.): Jahrbücher für Musikalische Wissenschaft 1 (1863), S. 147-286, S. 255-257; Rashid Sascha Pegah: Und abends war 'opera'. Tagebuchnotizen aus dem Jahre 1707, in: Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte 23.2 (1998), S. 182–190, hier S. 183 u. 187; Susanne Rode-Breymann in: 'verklingend und ewig'. Tausend Jahre Musikgedächtnis 800–1800. Hg. von S. R.-B. und Sven Limbeck. Wiesbaden 2011 (Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek, 94), S. 250; Gustav Friedrich Schmidt: Neue Beiträge zur Geschichte der Musik und des Theaters am Herzoglichen Hofe zu Braunschweig-Wolfenbüttel. Folge 1: Chronologisches Verzeichnis der in Wolfenbüttel, Braunschweig, Salzthal, Bevern und Blankenburg aufgeführten Opern, Ballette und Schauspiele (Komödien) mit Musik bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. München 1920, Nr. 155 u. 171; Eberhard Thiel und Gisela Rohr: Libretti. Verzeichnis der bis 1800 erschienenen Textbücher. Frankfurt a. M. 1970 (Kataloge der Herzog August Bibliothek, 14), Nr. 1432f.
; Ich habe diesen Tag 14 Thlr in
BassetteBassette:
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Vabanque.
gewonnen. Des Morgens bin Ich auf der MeßeBraunschweiger Messe:
1498 landesherrlich, 1505 und 1521 kaiserlich privilegierte Messen in der Stadt Braunschweig, zweimal im Jahr, für jeweils 10 Tage im Sommer (um Laurentii, 10. August) bzw. im Winter (um Mariae Lichtmeß, 2. Februar), stattfindend; Niedergang im 16. und 17. Jahrhundert; nach der Eroberung der Stadt Braunschweig 1671 durch Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel neu belebt und offiziell beginnen lassend mit dem Montag nach Mariae Lichtmess (2. Februar) bzw. Laurentius (10. August) für jeweils 18 Tage; gehörten bis Anfang des 19. Jahrhunderts neben den Messen in Leipzig und Frankfurt am Main zu den größten und frequentiertesten in Deutschland.

gewesen, und habe nachfolgende Sachen behandelt und
gekauffet, Als: 2 Paar Italiänische Pistohlen, welche Ich
bezahlet mit 45 Thlr. Einen halben Mond vor Dames in
die Hare zu tragen, so Ich Meinen ältisten TochterElisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
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geschen-
cket, 11 Thlr. Einen Hirsch-fänger mit einem Helffen-Beinen
Gefäß, woran der Bügel von Staal, 8 thlr., eine
Equippage Thee-Guth von fein Porcelain 14 Thlr. Son-
sten ist den 5ten Februar die helffte von Meinem Dragoner-
Regimente, so damahls unberitten, und in Guarnison
zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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war, und die dienste auf dem Schloße ver-
richtete, in die 150 Mann starck mit Primâ Planâprima plana:
Die Offiziere (der erste Rang) einer Militäreinheit.
herüber
nach BraunschweigBraunschweig:
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marchiret, umb daselbst die Schloß-
Wache auf dem DohmBraunschweig, Dom St. Blasii:
Kirche des Stiffts St. Blasii in Braunschweig, direkt am Burgplatz gelegen, meist an sich falsch vereinfachend "Dom" genannt.
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-Platz, so lange als die Herrschafft da-
selbst befindlich, täglich zu versehen. Die Wache ist da10-
mahls starck gewesen, und hat bestanden aus 55 Gemeinen[,]
2 Tambours, 1 Wachtmeister, 1 Quartiermeister und 3 Cor-
porals; an Ober Officieren 1 Haubtmann, 1 Lieutenant,
und Fendrich mit der Fahnn, Sie haben sich alle Zeit ver-
sammlet des Morgens umb 11 Uhr vor Meinem Hause
zu BraunschweigBraunschweig:
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, seynd darauff mit Rührendem Spiel
und Fliegenden Fahnen um die BurgBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolfs (28 Blank.) erwähnt.
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Herumb marchi-
ret, und in das Thor so rechter seits des Most-Hauses ge-
legen auf den DohmBraunschweig, Dom St. Blasii:
Kirche des Stiffts St. Blasii in Braunschweig, direkt am Burgplatz gelegen, meist an sich falsch vereinfachend "Dom" genannt.
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-Platz marchiret, hernach sich en
bataille
gestellet, und, nachdem denen Gemeinen ihre Po-
sten angewiesen und die Officier Ihre LevadeLevade:
Eine Übung der Reitkunst, ähnlich der Kapriole. Das Pferd muss die Hinterbeine beugen und den Rumpf mit angezogenen Vorderbeinen anheben. Gern angewendet zum Gruß des Reiters an Höherstehende.
gemachet,
seynd Sie hin marchiret auf den Orth vor der Corps de
Garde
, woselbsten Sie Ihren Haupt-Posten gehabt.
Vor der Herrschafft seynd Sie alle Zeit ins Gewehr ge-
gangen, haben auch das Spiel gerühret, bis daß der
FranzösischeFrankreich, Königreich:
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Envoyé Le Marquis de HeronHéron, Charles-François de Caradas, Marquis du (1667-1703):
Französischer Offizier und Diplomat; um 1698/99 französischer Gesandter in Wolfenbüttel, 1699-1702 französischer Botschafter in Polen; 1702 in Polen inhaftiert und ausgewiesen.
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sich dargegen
opponiret, worauff Sie nur bloß das Gewehr præsen-
tiret so wohl vor die Prinzen als Abgesandten, einhei-
mische und frembden, dennoch vor keinen das Spiel
gerühret, Als vor denen 2 Regierenden Herren und
Regierenden HertzoginBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Juliane, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonora, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1680); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).
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. Das Reglement wornach
Sie Sich sonsten in Beziehung der Wachten auf dem
Schloß zu Wolffenbüttel haben verhalten sollen ist Sub Litera
A zu sehen5, Wie Auch das Reglement, so Ich gemachet, wel-
ches in specie die Schloß-Wachte anbetroffen.6 Den 8ten Februar
ist auf dem ordinairen TheatroBraunschweig, Opernhaus:
Das 1689 errichtete und im Februar 1690 eröffnete herzogliche Opernhaus am Hagenmarkt, im umgebauten ehemaligen Rathaus des Braunschweiger Weichbilds "Hagen". Es stand während der Braunschweiger Messen dem allgemeinen Publikum offen, während es sonst auf die Hofkreise beschränkt war. Es blieb der Aufführung von Opern und Singspielen vorbehalten, während die "Comödien" wegen des Mangels an Repräsentativität an anderen Spielstätten gegeben worden, dem Saal im sog. Mosthaus, die Säle der städtischen Rathäuser, des Grauen Hofs, später auch Wegeners Kaffeehaus usw.
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wieder eine Opera in
Teütscher sprache gespielet worden, Lucius VerusOper "Lucius Verus":
Lucius Verus, Jn einem singenden Schau-Spiele Auf dem grossen Braunschweigischen Schau-Platze vorgestellet. Wolfenbüttel: Bißmarck [ca. 1699]. HAB: Textb. 211. Vgl. Chrysander, S. 253. Von den Aufführungen am 8. 2. und 19. 8. 1701 hat sich kein Textbuch in der HAB erhalten. Vgl. Schmidt (1929), S. 8 Nr. 156. Deutsche Oper über den römischen Kaiser Lucius Aurelius Verus (130-169); vermutlich Übersetzung des vielfach vertonten, ursprünglich italienischen Opern-Librettos "Lucio Vero" von Apostolo Zeno (1668-1750). Deutsches Libretto: Gottlieb Fiedler; mutmaßlicher Komp.: Carlo Francesco Pollarolo (1653-1723). Die Oper soll bereits während der Sommermesse 1699 aufgeführt worden sein. Vgl. Schmidt (1929), S. 8 Nr. 138; Thiel: Libretti, Nr. 1023. Spätere Aufführungen: Lucius Verus in einer Opera vorgestellet auf dem grossen Braunschweigischen Theatro in der Laurentii Messe Anno 1746. Wolfenbüttel: Bartsch 1746. HAB: Textb. 184 (Digitalisat: http://diglib.hab.de/drucke/textb-184/start.htm). Hier war der Komponist der Arien und Symphonien Carl Heinrich Graun (1704-1759). Vgl. VD18 1284960X; Thiel: Libretti, Nr. 1022. Aufführung 1756: Lucio Vero. Dramma per musica da rappresentarsi nel famoso Ducal Theatro di Bronsevico nella fiera d’inverno dell’anno 1756 [zur Wintermesse]. Braunschweig: Keitel 1756. HAB: Textb. 552. Vgl. VD18 12849596. Komp. vermutlich Paolo Scalabrini (1713-1806). Vgl. Thiel: Libretti, Nr. 1021. Aus dem Jahr 1731 ist ein Einladungs-Einblattdruck überliefert. "Heute Sonnabend den 25ten Augusti 1731. Werden Die Hoch-Fürstl. Braunschw. Lüneb. Wolffenb. Teutschen Hof-Acteurs Denen ... Liebhabern theatralischer Schau-Spiele Auf dem Braunschweigischen Comödien-Theatro am Caffee-Hause Eine gantz neue und hier niemahlen gesehene Haupt- und Staats-Action aufführen, Welche genannt wird: Lucius Verus. Nebst einen vorhergehenden Prologo, Auf Den Hohen-Tag Der Durchlauchtigsten Regierden Herrschafften ... : Wobey auch folgende Auszierungen des Theatri werden zu sehen seyn: Eine gantz illuminirte Ehren-Pforte mit 6. Sinn-Bildern ausgezieret, unter der Pforten stehet des Herzogs verzogner Nahme. Braunschweig [1731]. HAB: G2:M6. Es ist ein Werbeplakat für einen Theaterabend zu Ehren des Namenstages von Herzog Ludwig Rudolph im Komödien-Theatersaal im Kaffeehaus des Franz Heinrich Wegener, das 1714 etabliert worden war. Die "Hof-Acteurs" waren die Truppe von Johann und Friederike Caroline Neuber. Lit.: Friedrich Chrysander: Geschichte der braunschweig-wolfenbüttelschen Capelle und Oper vom 16. bis zum 18. Jahrhundert: In: Ders. (Hg.): Jahrbücher für Musikalische Wissenschaft 1 (1863), S. 147-286, S. 253f.; Gustav Friedrich Schmidt: Neue Beiträge zur Geschichte der Musik und des Theaters am Herzoglichen Hofe zu Braunschweig-Wolfenbüttel. Folge 1: Chronologisches Verzeichnis der in Wolfenbüttel, Braunschweig, Salzthal, Bevern und Blankenburg aufgeführten Opern, Ballette und Schauspiele ... mit Musik bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. München 1929, S. 8; E. Thiel: Libretti. Verzeichnis der bis 1800 erschienenen Textbücher. Frankfurt a. M. 1970 (Kataloge der Herzog August Bibliothek, 14), Nr. 1021-1023.
, benahmet[.]
Den Mittag haben bey dem FranzösischenFrankreich, Königreich:
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Envoyé BonacBonnac, Jean Louis d'Usson, Marquis de (1672-1738):
Sohn von Salomon d’Usson (1638-1698), Marquis de Bonnac; anfangs Militär, später Diplomat, 1696 Gesandtschaftssekretär in Dänemark unter seinem Onkel, François d'Usson, Marquis de Bonrepaus (1654-1719), 1698 Geschäftsträger der französischen Gesandtschaft in Den Haag, 1700-1701 französischer Sondergesandter beim Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel (als Nachfolger des seit 1698 in Wolfenbüttel amtierenden französischen "envoyé extraordinaire", Charles-François de Caradas, Marquis du Héron), dann in Schweden (1701), französischer Botschafter in Polen (1707-1710), Spanien (1711-1713), Konstantinopel (1716-1724) und Solothurn (1727-1736); seit 1715 Ehe mit Françoise Madeleine de Gontaut-Biron (1691-1739).
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11
in Seinem gemietheten Hause zu BraunschweigBraunschweig:
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gegeßen. Mein
Herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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, Frau MutterBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Juliane, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonora, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1680); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).
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, Meine Schwester die Fürstin von ArnstadtSchwarzburg-Sondershausen, Auguste Dorothea, Fürstin von, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1666-1751):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Schwester des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); seit 1684 Ehe mit Graf (und seit 1697 Fürst) Anton Günther II. von Schwarzburg-Sondershausen (1653-1716) zu Arnstadt.
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,
der Prinz von MecklenburgMecklenburg-Schwerin, Christian Ludwig II., Herzog von (1683-1756):
Sohn von Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin (1638–1688) und Christine Wilhelmine, geb. Landgräfin von Hessen-Homburg (1653–1722); seit 1728 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; seit 1714 Ehe mit Herzogin Gustave Karoline von Mecklenburg-Strelitz (1694–1748).
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, Meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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und Ich, Monsieur
ObdamWassenaer-Obdam, Jacob II., Graf von (1645-1714):
Sohn von Jacob van Wassenaer Obdam (1610-1665) und Agnes Renesse van der Aa (1610-1661); 1670 Dr. jur. (Oxford); Gesandter der niederländischen Generalstaaten u.a. in Paris (1670 und 1690), London (1695), Berlin (1699), Celle (1700) und Mannheim (1705); 1690 Kurator der Universität Leiden; 1703 Gouverneur von Hertogenbosch; 1711 Reichsgraf; seit 1676 Ehe mit Adriana Sophia van Raesfelt (1650-1694).
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und deßen SohnWassenaer-Obdam, Johan Henrik, Graf von (1683-1745):
Sohn von Graf Jacob II. von Wassenaer-Obdam (1645-1714) und Adriana Sophia, geb. van Raesfelt (1650-1694); 1724 Oberforstmeister und Generaljägermeister, 1727 Kurator der Universität Leiden, 1737 Großsiegelbewahrer für Holland, auch Generalrentmeister der Domänen der ehemaligen Abtei Leeuwenhorst; unverheiratet.
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; Mein BruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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und Seine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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waren nebst dem Prinz August von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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bey dem
Brigadier und Commendant HeringenHeringen, Georg Albrecht von:
Sohn von Georg von Heringen (gest. ca.1663); 1670 in Militärdienst in Wolfenbüttel, anfangs Korporal, 1671 Sergeant, 1674 Fähnrich und Leutnant, 1675 Hauptmann, 1687 Major, 1689 Obristleutnant, 1691 Obrist, 1699 Kommandant der Stadt und Festung Braunschweig, 1701 Brigadier, 1702 Generalmajor, 1704 Dimission, schließlich kurhannöverscher Generalmajor der Infanterie; Erbherr auf Groß Mehlra und Bovenden bei Göttingen.
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zu Gaste. Nach
endigung der Opera ist bey BonacBonnac, Jean Louis d'Usson, Marquis de (1672-1738):
Sohn von Salomon d’Usson (1638-1698), Marquis de Bonnac; anfangs Militär, später Diplomat, 1696 Gesandtschaftssekretär in Dänemark unter seinem Onkel, François d'Usson, Marquis de Bonrepaus (1654-1719), 1698 Geschäftsträger der französischen Gesandtschaft in Den Haag, 1700-1701 französischer Sondergesandter beim Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel (als Nachfolger des seit 1698 in Wolfenbüttel amtierenden französischen "envoyé extraordinaire", Charles-François de Caradas, Marquis du Héron), dann in Schweden (1701), französischer Botschafter in Polen (1707-1710), Spanien (1711-1713), Konstantinopel (1716-1724) und Solothurn (1727-1736); seit 1715 Ehe mit Françoise Madeleine de Gontaut-Biron (1691-1739).
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getantzet worden.
Ich habe diesen Tag nicht gespielet. Den 9. Februarij
war großer Ball bey Hofe, und wurde vor und nach dem
Abend-Eßen getantzet in dem Großen Saal des Most-HausesBraunschweig, Mosthaus:
Seit der Eroberung der Stadt Braunschweig durch Herzog Rudolph August 1671 Residenz der Herzöge in der Stadt, am Burgplatz gelegen; der Palas der seit dem 11. Jahrhundert bezeugten Burg Dankwarderode, seit 1160 Pfalz Heinrichs des Löwen, wurde seit dem 17. Jahrhundert "Mosthaus" oder "-hof" genannt. 1616 wurde der Palas im Renaissancestil umgebaut; die übrigen Bauwerke der Burg verfielen oder wurden abgetragen. Nach der kaiserlichen Besetzung der Residenz und Festung Wolfenbüttel wurde das "Mosthaus" 1635-1643 zum Exilsitz Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sein Sohn Anton Ulrich ließ zwischen 1690 und 1700 Anbauten errichten. Auffällig waren vor allem die drei Zwerchhäuser und der die ganze Länge einnehmende säulengetragene Galerie-Vorbau zum Burgplatz hin. Auch ein großer Garten beim Mosthaus wird im Tagebuch Herzog Ludwig Rudolfs (28 Blank.) erwähnt.
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,
es waren auch hin und wieder Spiel-Tische gesetzet, und habe Ich da-
mahlen in BassetteBassette:
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Vabanque.
3 Ducaten verlohren. Den 10ten Februar
wurde SalomonOper "Salomon":
SALOMON, Jn einem Singe-Spiel vorgestellet auf dem grossen Braunschweigischen Schau-Platz. Wolfenbüttel: Bißmarck [1701]. HAB: Textb. 489. Vgl. VD18 11140844. Komp.: Georg Caspar Schürmann (1672-1751); Libretto: Johann Christian Knorr von Rosenroth (1671-1716) [Als Autor oder Koautor des Librettos wird zuweilen auch Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel vermutet.] Das HAB-Textbuch 489 gibt das Libretto der Erstaufführung wieder. Diese fand am 7. Februar 1701 zur Braunschweiger Wintermesse statt, wiederholt am 10. und 14. Februar und während der Sommermesse am 16. und 18. August 1701. Vgl. Thiel: Libretti, Nr. 1432. Beim Textbuch 733 der HAB, gedruckt in Braunschweig bei Christoph Friedrich Fickel o. J., wird das Erscheinungsjahr "um 1706" vermutet (Schmidt [1920], Nr. 171; Thiel, Rohr: Libretti, Nr. 1433), Pegah, S. 187 bezieht es auf eine in Herzog Ludwig Rudolfs Selbstzeugnis Cod. Guelf. 286a Blankenburg bezeugte Aufführung am 16. August 1707, Rode-Breymann datiert es auf 1716. Zu einer noch späteren Wiederholung der Oper im Braunschweiger Opernhaus zur Sommermesse 1724, s. das Textbuch 732 (1) in der HAB, gedruckt in Wolfenbüttel bei Christian Bartsch o. J. Musikalisch haben sich aus der Oper nur 4 Arien im Tonsatz in einem handschriftlichen Sammelband mit italienischen, deutschen und französischen Arien und Duetten verschiedener Komponisten erhalten. HAB: 266 Musik-Handschrift. Der Band weist einen Eintrag von Herzog Ludwig Rudolf und eine Datierung von 1705 auf. Vgl. Friedrich Chrysander: Geschichte der braunschweig-wolfenbüttelschen Capelle und Oper vom 16. bis zum 18. Jahrhundert: In: Ders. (Hg.): Jahrbücher für Musikalische Wissenschaft 1 (1863), S. 147-286, S. 255-257; Rashid Sascha Pegah: Und abends war 'opera'. Tagebuchnotizen aus dem Jahre 1707, in: Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte 23.2 (1998), S. 182–190, hier S. 183 u. 187; Susanne Rode-Breymann in: 'verklingend und ewig'. Tausend Jahre Musikgedächtnis 800–1800. Hg. von S. R.-B. und Sven Limbeck. Wiesbaden 2011 (Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek, 94), S. 250; Gustav Friedrich Schmidt: Neue Beiträge zur Geschichte der Musik und des Theaters am Herzoglichen Hofe zu Braunschweig-Wolfenbüttel. Folge 1: Chronologisches Verzeichnis der in Wolfenbüttel, Braunschweig, Salzthal, Bevern und Blankenburg aufgeführten Opern, Ballette und Schauspiele (Komödien) mit Musik bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. München 1920, Nr. 155 u. 171; Eberhard Thiel und Gisela Rohr: Libretti. Verzeichnis der bis 1800 erschienenen Textbücher. Frankfurt a. M. 1970 (Kataloge der Herzog August Bibliothek, 14), Nr. 1432f.
nochmahlen gespielet; diesen Tag habe Ich nichts
gewonnen noch verlohren. Den 11ten Februar ist wiederumb
eine Teutsche Opera gespielet: PharamondOper "Pharamond":
PHARAMOND, in einem singenden Schau-Spiele vorgestellet auf dem grossen Braunschweigischen THEATRO. Wolfenbüttel: Bißmarck [1701]. HAB: Textb. 338. VD18 10064397. Vgl. Schmidt (1929), S. 8 Nr. 157; Thiel: Libretti, Nr. 1270. Deutsche Oper über den mythischen Frankenkönig Faramund, den angeblichen Stammvater der Merowinger. Deutsches Libretto nach dem italienischen Original "Il Faramondo" des Apostolo Zeno 1668-1750): Gottlieb Fiedler; mutmaßlicher Komp.: Carlo Francesco Pollarolo (1653-1723). Die Oper soll bereits während der Braunschweiger Sommermesse 1699 gegeben worden sein, vgl. Schmidt (1929), S. 7 Nr. 136, oder sogar "um 1695" (Chrysander, S. 241). Lit.: Friedrich Chrysander: Geschichte der braunschweig-wolfenbüttelschen Capelle und Oper vom 16. bis zum 18. Jahrhundert: In: Ders. (Hg.): Jahrbücher für Musikalische Wissenschaft 1 (1863), S. 147-286; Gustav Friedrich Schmidt: Neue Beiträge zur Geschichte der Musik und des Theaters am Herzoglichen Hofe zu Braunschweig-Wolfenbüttel. Folge 1: Chronologisches Verzeichnis der in Wolfenbüttel, Braunschweig, Salzthal, Bevern und Blankenburg aufgeführten Opern, Ballette und Schauspiele ... mit Musik bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. München 1929, S. 7f.; E. Thiel: Libretti. Verzeichnis der bis 1800 erschienenen Textbücher. Frankfurt a. M. 1970 (Kataloge der Herzog August Bibliothek, 14). Vgl. auch Johann Christoph Gottsched: Nöthiger Vorrath zur Geschichte der deutschen Dramatischen Dichtkunst. 2 Tle., Leipzig 1757 u. 1765 (Ndr. Hildesheim, New York 1970), I, S. 269.
genandt, und nach
der Opera wurde à l'ordinaire zu Hofe getantzet und ge-
spielet. Ich habe diesen Tag 21 Ducaten verlohren.  Den
12. Februar wurde zu Hofe des Abends Redoute gehalten,
und habe Ich 40 Thlr verlohren. Den 13. Februar war
wieder Großer Ball zu Hofe; diesen abend habe ich 85 f
in BassetteBassette:
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Vabanque.
verlohren. Den 14ten Februar wurde SalomonOper "Salomon":
SALOMON, Jn einem Singe-Spiel vorgestellet auf dem grossen Braunschweigischen Schau-Platz. Wolfenbüttel: Bißmarck [1701]. HAB: Textb. 489. Vgl. VD18 11140844. Komp.: Georg Caspar Schürmann (1672-1751); Libretto: Johann Christian Knorr von Rosenroth (1671-1716) [Als Autor oder Koautor des Librettos wird zuweilen auch Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel vermutet.] Das HAB-Textbuch 489 gibt das Libretto der Erstaufführung wieder. Diese fand am 7. Februar 1701 zur Braunschweiger Wintermesse statt, wiederholt am 10. und 14. Februar und während der Sommermesse am 16. und 18. August 1701. Vgl. Thiel: Libretti, Nr. 1432. Beim Textbuch 733 der HAB, gedruckt in Braunschweig bei Christoph Friedrich Fickel o. J., wird das Erscheinungsjahr "um 1706" vermutet (Schmidt [1920], Nr. 171; Thiel, Rohr: Libretti, Nr. 1433), Pegah, S. 187 bezieht es auf eine in Herzog Ludwig Rudolfs Selbstzeugnis Cod. Guelf. 286a Blankenburg bezeugte Aufführung am 16. August 1707, Rode-Breymann datiert es auf 1716. Zu einer noch späteren Wiederholung der Oper im Braunschweiger Opernhaus zur Sommermesse 1724, s. das Textbuch 732 (1) in der HAB, gedruckt in Wolfenbüttel bei Christian Bartsch o. J. Musikalisch haben sich aus der Oper nur 4 Arien im Tonsatz in einem handschriftlichen Sammelband mit italienischen, deutschen und französischen Arien und Duetten verschiedener Komponisten erhalten. HAB: 266 Musik-Handschrift. Der Band weist einen Eintrag von Herzog Ludwig Rudolf und eine Datierung von 1705 auf. Vgl. Friedrich Chrysander: Geschichte der braunschweig-wolfenbüttelschen Capelle und Oper vom 16. bis zum 18. Jahrhundert: In: Ders. (Hg.): Jahrbücher für Musikalische Wissenschaft 1 (1863), S. 147-286, S. 255-257; Rashid Sascha Pegah: Und abends war 'opera'. Tagebuchnotizen aus dem Jahre 1707, in: Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte 23.2 (1998), S. 182–190, hier S. 183 u. 187; Susanne Rode-Breymann in: 'verklingend und ewig'. Tausend Jahre Musikgedächtnis 800–1800. Hg. von S. R.-B. und Sven Limbeck. Wiesbaden 2011 (Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek, 94), S. 250; Gustav Friedrich Schmidt: Neue Beiträge zur Geschichte der Musik und des Theaters am Herzoglichen Hofe zu Braunschweig-Wolfenbüttel. Folge 1: Chronologisches Verzeichnis der in Wolfenbüttel, Braunschweig, Salzthal, Bevern und Blankenburg aufgeführten Opern, Ballette und Schauspiele (Komödien) mit Musik bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. München 1920, Nr. 155 u. 171; Eberhard Thiel und Gisela Rohr: Libretti. Verzeichnis der bis 1800 erschienenen Textbücher. Frankfurt a. M. 1970 (Kataloge der Herzog August Bibliothek, 14), Nr. 1432f.
zum
3ten mahl gespielet. Diesen Tag habe ich 16 Ducaten an Golde
und 25 f an Silber-Geld in Trente et quarenteTrente et Quarante ("30 und 40"):
Karten-Glücksspiel.
gewonnen.
Ich habe diesen Tag vor 100 Thlr Porcelain gekaufft, 21 Thlr
geben vor Bücher ein zu binden, 30 Thlr vor einen einge-
legten Schranck, 17 Thlr vor 2 kleine silberne Körbgens,
so ich meinen Kindern geschencket, dem Buchführer FörsterFörster, Nicolaus (1656/57-1732):
Buchhändler, Verleger und Drucker mit Stammsitz in Hannover, ferner in Lüneburg; auch in Leipzig und Frankfurt a. M. tätig und vermutlich auch auf den Braunschweiger Messen vertreten. Vielleicht schon 1699, spätestens 1703 Hofbuchhändler des Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover).
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habe ich 26 Thlr vor Bücher bezahlet, 10 Thlr an einen mit
Nahmen de l'Orme7 verehret, wie auch an einen Juden 17 Thlr 12
Sonsten habe ich empfangen 250 Thlr von dem Geheimen Cammer Secre-
tario Urban MüllernMüller, Johann Urban (gest. 1708):
Um 1671/77 Kammerschreiber, seit 1677 Kämmerer und Geheimer Kammerschreiber, um 1694/1701 Geheimer Kammersekretär und Oberkämmerer, seit 1702/03 Kammerrat zu Wolfenbüttel.
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, und 26 Thlr von Haubtman PrieggenPrigge, Hans Georg (gest. nach 1714):
Vermutlich Sohn des Oberstleutnants der fürstlichen Leibgarde zu Pferd Bernhard Prigge (1631-1693); 1688 Rittmeiter, um 1701 Hauptmann (Capitain) im Dragoner-Regiment Prinz Ludwig Rudolphs von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); später Obrist und Bataillons-Kommandeur in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten (Landesmiliz).
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und 40 Thlr vom Ober-Commissario StockhausenStockhausen, Justus Hermann von (1634-nach 1702):
Aus der im Westfälischen, Thüringischen und Niedersächsischen verzweigten Adelsfamilie von Stockhausen stammend, wohl Sohn des Hofgerichtsassessors und -sekretärs Julius Konrad Stockhausen (1613-1685) in Wolfenbüttel; Studium in Helmstedt (1654); um 1667/84 herzoglich braunschweig-wolfenbüttelscher Zahlmeister, Kriegskommissar und Kriegsrat, zuletzt Oberkriegskommissar in Wolfenbüttel; 1702 Erhebung in den Reichsritterstand.
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. Den
15. Februar reisete der Hoff wieder herüber nach Wolffenbüt-
tel
Wolfenbüttel:
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. diesen Tag habe ich zu Wolffenbüttel 272 f gewon-
nen; es wurde auch diesen abend zu Hofe gespielet. Diesen
Abend kam der Fürst von ÖttingenOettingen-Oettingen, Albrecht Ernst II., Fürst von (1669-1731):
Sohn von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644-1674); Bruder von Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747); seit 1683 regierender Fürst von Oettingen-Oettingen; Generalfeldmarschall.
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umb halb 5 Uhr zu
Wolffenbüttel glücklich und wohl an nebst 2 Cavalliers,
einem von BrandsteinBrandenstein, Johann Bernhard von (ca. 1655-???):
Spross der ursprünglich thüringischen Adelsfamilie; Sohn von Johann Adam von Brandenstein (1620-1685) und Marie, geb. von Bünau (1621-1676); Anfang des 18. Jahrhunderts fürstlich-oettingischer Oberjägermeister.
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8 und einen von EgelhoffsteinEgloffstein, N. N. (1) von:
Im Februar 1701 im Gefolge des Fürsten Albrecht Ernst II. von Oettingen-Oettingen an den Wolfenbütteler Hof angereister junger Angehöriger des weitverzweigten fränkischen Uradelsgeschlechts der von Egloffstein; um 1698 Kammerjunker.
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. Den
16. Februar ist ordinaire AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe gewesen, und
habe ich diesen Tag im Trictrac(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
und BassetteBassette:
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Vabanque.
16 f ver-
lohren; hernach habe ich noch verlohren 14 Ducaten an
Golde, 44 Species Thlr und 14 Thlr Courrent in Bas-
sette und Banco-haltenVabanque (Bank-Halten):
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Bassette.
, wie auch im Trictrac. Die
AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
ist diesen Abend im Großen SaalWolfenbüttel, Redoutensaal im Schloss:
Festsaal, 1696/97 im Südflügel des Schlosses errichtet
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
gehalten
worden. Den 17. Februar ist Großer Ball und
AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe in dem Großen SaalWolfenbüttel, Redoutensaal im Schloss:
Festsaal, 1696/97 im Südflügel des Schlosses errichtet
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gehalten
worden; unter wehrendem Ball ist der Prinz
von Gotha Johann Wilhelm
Sachsen-Gotha-Altenburg, Johann Wilhelm, Herzog von (1677-1707):
Sohn von Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646-1691) und Magdalena Sibylla, geb. Herzogin von Sachsen-Weißenfels (1648-1681); Kavallierstour durch Frankreich und die Niederlandee; 1693 Militärdienst in der Reichsarmee, 1695 Generaladjutant des Königs Wilhelm II. von England, Schottland und Irland (1650-1702) in den Niederlanden, 1697 kaiserlicher Generalwachtmeister, 1701 in Diensten König Karls XII. von Schweden (1682-1718), 1705 Generalfeldmarschallleutnant in der Reichsarmee.
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angelanget, hingegen
ist der Herr von ObdamWassenaer-Obdam, Jacob II., Graf von (1645-1714):
Sohn von Jacob van Wassenaer Obdam (1610-1665) und Agnes Renesse van der Aa (1610-1661); 1670 Dr. jur. (Oxford); Gesandter der niederländischen Generalstaaten u.a. in Paris (1670 und 1690), London (1695), Berlin (1699), Celle (1700) und Mannheim (1705); 1690 Kurator der Universität Leiden; 1703 Gouverneur von Hertogenbosch; 1711 Reichsgraf; seit 1676 Ehe mit Adriana Sophia van Raesfelt (1650-1694).
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schon den 14ten hujus von Braun-
schweig
Braunschweig:
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abgereiset. BodavinBodavin, N. N.:
um 1701 polnischer Sondergesandter in Wolfenbüttel.
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ist auch wieder von Cas-
sel
Kassel:
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hergekommen, woselbst Er Trouppen vor seinen
KönigAugust II., König von Polen (1670-1733):
Sohn von Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen (1647-1691); seit 1694 Kurfürst von Sachsen sowie von 1697-1706 und erneut 1709-1733 zugleich König von Polen und Großherzog von Litauen.
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zu werben ordre gehabt. Den 18. Februar
ist des morgens der älteste Prinz von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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mit
einer Carosse vom Hofe hinunter gefahren und hatt
den Prinzen von GothaSachsen-Gotha-Altenburg, Johann Wilhelm, Herzog von (1677-1707):
Sohn von Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646-1691) und Magdalena Sibylla, geb. Herzogin von Sachsen-Weißenfels (1648-1681); Kavallierstour durch Frankreich und die Niederlandee; 1693 Militärdienst in der Reichsarmee, 1695 Generaladjutant des Königs Wilhelm II. von England, Schottland und Irland (1650-1702) in den Niederlanden, 1697 kaiserlicher Generalwachtmeister, 1701 in Diensten König Karls XII. von Schweden (1682-1718), 1705 Generalfeldmarschallleutnant in der Reichsarmee.
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aus dem Würths-Hause herauff
geholet; Man hat des Mittages Zettel bey der Tafel
gezogen, und ist des Abends Ball zu Hofe gewesen, 13
und gespielet worden in meines Herrn VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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Vorgemach,
Ich habe diesen Tag in Banco-haltenVabanque (Bank-Halten):
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Bassette.
33 Ducaten an Golde
gewonnen und etliche 30 Thlr an Silber. Den 19ten
Februar
ist des Abends zu Hofe AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
gewesen; Ich
habe in BancoVabanque (Bank-Halten):
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Bassette.
und Trente quaranteTrente et Quarante ("30 und 40"):
Karten-Glücksspiel.
verspielet 7 Ducaten
an Golde und 6 Thlr an Silber. Den 20. Februar ist
Großer Ball und AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
auf dem Schloß in dem Großen
Saal
Wolfenbüttel, Redoutensaal im Schloss:
Festsaal, 1696/97 im Südflügel des Schlosses errichtet
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gewesen; Ich habe in BancoVabanque (Bank-Halten):
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Bassette.
verlohren 44 Ducaten
an Golde. Den 21ten Februar ist die Italienische Opera
EndimioneOper "Endimione":
Früherer Druck (Aufführung am 5./ 15. 10. 1700): ENDIMIONE FAVOLA PER MUSICA da rappresentarsi NEL TEATRO DI WOLFENBUTTEL. Endimion in einem singenden Schäfer-Spiel/ vorgestellet Auf dem Fürstl. Wolffenbüttelischen THEATRO. Wolfenbüttel: Bißmarck [um 1700]. HAB: Textb. 291.1 (Digitalisat: http://diglib.hab.de/drucke/textb-291-1/start.htm). VD17 23:251605C; Chrysander, S. 254f.; Schmidt (1929), S. 8 Nr. 154; Thiel: Libretti, Nr. 627. Das Stück war bereits am 24. 5./ 3. 6. 1700 im Schloss Salzdahlum aufgeführt worden: ENDIMIONE ... NEL TEATRO Di SALTHAL. Endymion ... auf dem kleinern Theatro des Fürstlichen Lust-Hauses zu Saltzthalen. Wolfenbüttel: Bißmarck 1700. HAB: Textb. 291. VD17 23:251603N; Schmidt (1929), S. 8 Nr. 150; Thiel: Libretti, Nr. 626. Eine von beiden Drucken abweichende Fassung in HAB: Textb. Sammelbd. 3 (4). VD17 23: 252016P. Komp.: Georg Caspar Schürmann (1672-1751); Libretto: Francesco Lemwene (1634-1674). Spätere Aufführungen sind für den 21. 2. und 17. 5. 1701 - letztere in Wolfenbüttel und auf Italienisch (Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs, Cod. Guelf. 28 Blank., S. 13 und S. 39) -, den 20. und 23. 9. 1707 in Salzdahlum (vgl. Pegah, S. 184 u. 188) und für den März 1720 in Wolfenbüttel bezeugt: Endimione. Pastorale con Prologo rappresentato Nel Giorno Natalizo Del ... Duca Augusto Guilelmo, Duca regnante di Brunsviga e Luneburgo Per Commando ... di Elisab. Sophia Maria, Duchessa regnante ... Nel Teatro Ducale di Wolffenbüttel. Endimion. Schäffer-Spiel nebst einem Prologo ... an dem höchst-erfreulichen Geburts-Tage ... Herrn August Wilhelms ... Als solcher den 8. Mertz 1720 zu Wolffenbüttel celebriret wurde ... Auf dem Hertzoglichen Theatro zu Wolffenbüttel vorgestellet. Wolfenbüttel: Bartsch [1720]. HAB: Textb. 645; Schmidt (1929), S. 13 Nr. 247; Thiel: Libretti, Nr. 628. Lit.: Rashid Sascha Pegah: Und abends war "opera". Tagebuchnotizen aus dem Jahre 1707. In: Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte 23.2 (1998), S. 182-190, hier S. 184 u. 188; Gustav Friedrich Schmidt: Neue Beiträge zur Geschichte der Musik und des Theaters am Herzoglichen Hofe zu Braunschweig-Wolfenbüttel. Folge 1: Chronologisches Verzeichnis der in Wolfenbüttel, Braunschweig, Salzthal, Bevern und Blankenburg aufgeführten Opern, Ballette und Schauspiele ... mit Musik bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. München 1929, S. 8 u. 12; E. Thiel: Libretti. Verzeichnis der bis 1800 erschienenen Textbücher. Frankfurt a. M. 1970 (Kataloge der Herzog August Bibliothek, 14).
auf dem Kleinen Theatro zu WolffenbüttelWolfenbüttel, Hoftheater:
Im Februar 1688 eröffnetes Opernhaus in der Residenz Wolfenbüttel, ein längsrechteckiges freistehendes Gebäude zwischen dem Westflügel des Schlosses und der Bastionärsbefestigung "Krokodilberg"; kleiner und bühnentechnisch anspruchsloser als das zwei Jahre später eröffnete Hagenmarkt-Theater in Braunschweig. Unter dessen Konkurrenz verkümmerte das Wolfenbütteler Opernhaus schon zu Lebzeiten Herzog Anton Ulrichs, bis es 1748 wegen baulichen Verfalls abgerissen wurde. Aber auch der Speisesaal des Wolfenbütteler Schlosses, das 1655 erstmals genannte"Comödienhaus" (das ehemalige Ballspielhaus Herzog Heinrich Julius'), der Redoutensaal im Südflügel und das Vorzimmer von Herzog Anton Ulrichs Appartement wurden für theatralische Aufführungen am Wolfenbütteler Hof genutzt.
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gepræsentiret worden, und hat man nach der Opera
gespielet in Meines Herrn VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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Vorgemach; diesen
Tag hab ich 6 Ducaten an Golde verlohren. Den
22ten Februar Jst mein Herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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mit dem Prinzen
Johann Wilhelm von Gotha
Sachsen-Gotha-Altenburg, Johann Wilhelm, Herzog von (1677-1707):
Sohn von Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646-1691) und Magdalena Sibylla, geb. Herzogin von Sachsen-Weißenfels (1648-1681); Kavallierstour durch Frankreich und die Niederlandee; 1693 Militärdienst in der Reichsarmee, 1695 Generaladjutant des Königs Wilhelm II. von England, Schottland und Irland (1650-1702) in den Niederlanden, 1697 kaiserlicher Generalwachtmeister, 1701 in Diensten König Karls XII. von Schweden (1682-1718), 1705 Generalfeldmarschallleutnant in der Reichsarmee.
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, und der Fürst von Öttin-
gen
Oettingen-Oettingen, Albrecht Ernst II., Fürst von (1669-1731):
Sohn von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644-1674); Bruder von Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747); seit 1683 regierender Fürst von Oettingen-Oettingen; Generalfeldmarschall.
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nebest mir hinüber nach BraunschweigBraunschweig:
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gefahren,
dem Hertzog RudolphBraunschweig-Wolfenbüttel, Rudolph August, Herzog von (1627-1704):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); seit 1666 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; seit 1650 1. Ehe mit Gräfin Christiane Elisabeth von Barby (1634–1681), seit 1681 2. Ehe mit Rosine Elisabeth Menthe (1663–1701; "Madame Rudolphine").
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eine Visite zu geben, nach deren
endigunge Wir wieder zuruck nach WolffenbüttelWolfenbüttel:
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gereiset, und ist den Abend zu Hofe gespielet und
getantzet worden. Ich habe in BassetteBassette:
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Vabanque.
41 f. ver-
lohren. Den 23. Februar ist gespielet worden,
und habe ich 4 f. in Trante (!) et quaranteTrente et Quarante ("30 und 40"):
Karten-Glücksspiel.
verlohren.
Diesen Tag habe ich einen Becher von 31 Thlr an den
Sattel-Knecht verehret so mir den 15ten Februar die
7 Gutsch-Pferde gebracht, so alle schwartz-braune
Stuten, und die mir mein Herr Schwager der Fürst von
Öttingen
Oettingen-Oettingen, Albrecht Ernst II., Fürst von (1669-1731):
Sohn von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644-1674); Bruder von Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747); seit 1683 regierender Fürst von Oettingen-Oettingen; Generalfeldmarschall.
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verehret, gegeben; habe auch 2 Thlr
Halffter-Geld an eben denselbigen ausgetheilet, 14
10 Ducaten an Golde an den Professor SturmSturm, Leonhard Christoph (1669-1719):
Sohn von Johann Christoph Sturm (1635-1703), Professor in Altdorf, und Barbara Johanna, geb. Kessler (1642-1679); Studium in Altdorf, 1688 Magister; 1689 Professor in Jena, 1689 in Leipzig, 1694/95 bis 1702 Professor der Mathematik sowie Festungs- und Zivilbaukunst an der Ritterakademie in Wolfenbüttel, 1702-1710 Professor in Frankfurt an der Oder sowie Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften, 1711-1719 herzoglicher Hofbaudirektor in Mecklenburg-Schwerin, 1718 von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel(1671-1735) nach Blankenburg berufen.
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vor einen
Riß, so er mir gemachet, nemblich das Plan von NarvaNarva:
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9
mit der Belägerung, und wie die Schweden selbige aufge-
hoben. Den 24. Februar habe ich 4 Ducaten an
Golde vor einen DragonerLose, N. N.:
Sohn des oettingen-oettingeschen Kanzlers Bernhard Lose (gest. 1703); um 1701 Dragoner, davor Musketier in herzoglich braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten.
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ausgegeben, so kurtz vorher un-
ter dem HeringischenHeringen, Georg Albrecht von:
Sohn von Georg von Heringen (gest. ca.1663); 1670 in Militärdienst in Wolfenbüttel, anfangs Korporal, 1671 Sergeant, 1674 Fähnrich und Leutnant, 1675 Hauptmann, 1687 Major, 1689 Obristleutnant, 1691 Obrist, 1699 Kommandant der Stadt und Festung Braunschweig, 1701 Brigadier, 1702 Generalmajor, 1704 Dimission, schließlich kurhannöverscher Generalmajor der Infanterie; Erbherr auf Groß Mehlra und Bovenden bei Göttingen.
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Regiment Musquetier gewesen und
des CantzlärsLose, Bernhard (vor 1655-1703):
Aus Riga gebürtig, promovierter Jurist, langgedienter Geheimer Rat und Kanzler von Fürst Albrecht Ernst II. von Oettingen-Oettingen (1669-1731).
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von Öttingen
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Sohn war. Denselbigen tag
habe ich auch einen Ducaten an Golde an des Sattlers Ju-
lius
N. N., Julius (1):
Um 1701 Sattlermeister, vermutlich in Wolfenbüttel.
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seine Gesellen vor Trinckgeld verehret. Der Hoff
ist diesen Tag hinaus nach SaltzdahlumbSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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gewesen,
und hat man des Mittages daselbsten geßen in den
ordinären Eß-Gemach; den abend ist ordinaire AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").

zu Hofe gewesen; Ich habe diesen Tag 5 Ducaten an
Golde verlohren. Umb diese Zeit habe Ich einen Dra-
goner, so sich zu BraunschweigBraunschweig:
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gegen das Commando ge-
setzet nach gehaltenem Krieges-Recht, worinnen der
Obrist VölckeningVölckening, Jobst Eberhard von (gest. 1743):
Militär in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1680 Leutnant, 1688 Capitain, 1693 Major, 1694 Obristlieutenant des Dragonerregiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), 1701 Obrist, 1714 Brigadier, 1726 Generalmajor, auch Kommandant der Festung Wolfenbüttel und Festungsbaudirektor; 1730 geadelt.
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Præses gewesen, mit 6mahligen
Gaßen lauffen durch die ordinaire parade alhier
zu WolfenbüttelWolfenbüttel:
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bestraffen laßen. Er hieß
Martin NelleNelle, Martin:
Um 1701 Dragoner in braunschweigisch-wolfenbüttelschen Diensten, für ein Dienstvergehen mit sechsfachem Spießrutenlauf bestraft.
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und war unter des Major KernsKern, David Heinrich:
Militär in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, um 1700 Major im Dragonerregiment von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), ab 1701 Obristlieutenant.
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Compagnie. Des Mittages seynd bey Monsieur de
Bonac
Bonnac, Jean Louis d'Usson, Marquis de (1672-1738):
Sohn von Salomon d’Usson (1638-1698), Marquis de Bonnac; anfangs Militär, später Diplomat, 1696 Gesandtschaftssekretär in Dänemark unter seinem Onkel, François d'Usson, Marquis de Bonrepaus (1654-1719), 1698 Geschäftsträger der französischen Gesandtschaft in Den Haag, 1700-1701 französischer Sondergesandter beim Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel (als Nachfolger des seit 1698 in Wolfenbüttel amtierenden französischen "envoyé extraordinaire", Charles-François de Caradas, Marquis du Héron), dann in Schweden (1701), französischer Botschafter in Polen (1707-1710), Spanien (1711-1713), Konstantinopel (1716-1724) und Solothurn (1727-1736); seit 1715 Ehe mit Françoise Madeleine de Gontaut-Biron (1691-1739).
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die 3 fremden Herren und Mein Herr
VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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nebst meinem BruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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[,] dem ältesten Prin-
zen von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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, und Mir, Cammer-Præsidenten von
Imhoff
Imhoff, Anton Albrecht von (1653-1715):
Sohn von Hofrat Hieronymus von Imhoff (1606-1668) und Margarethe von Levetzow (1632-1710) a.d.H. Schorrentin; Page am Wolfenbütteler Hof, später Oberschenk, dann Geheimer Rat und Kammerpräsident in Wolfenbüttel, um 1700 Chefunterhändler mit Frankreich (2. Bündnisvertrag 1701); ab 1704 kurfürstlich-sächsischer Kammerpräsident in Dresden; seit 1694 Ehe mit Sophie Henriette von Lenthe (gest. 1742).
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und BodovinBodavin, N. N.:
um 1701 polnischer Sondergesandter in Wolfenbüttel.
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zu Gaste gewesen. Nach dem
Eßen haben in deßelbigen behausung nach der Schei
bei mit der Pistole geschoßen die 3 frembden Herren:
GothaSachsen-Gotha-Altenburg, Johann Wilhelm, Herzog von (1677-1707):
Sohn von Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646-1691) und Magdalena Sibylla, geb. Herzogin von Sachsen-Weißenfels (1648-1681); Kavallierstour durch Frankreich und die Niederlandee; 1693 Militärdienst in der Reichsarmee, 1695 Generaladjutant des Königs Wilhelm II. von England, Schottland und Irland (1650-1702) in den Niederlanden, 1697 kaiserlicher Generalwachtmeister, 1701 in Diensten König Karls XII. von Schweden (1682-1718), 1705 Generalfeldmarschallleutnant in der Reichsarmee.
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, MecklenburgMecklenburg-Schwerin, Christian Ludwig II., Herzog von (1683-1756):
Sohn von Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin (1638–1688) und Christine Wilhelmine, geb. Landgräfin von Hessen-Homburg (1653–1722); seit 1728 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; seit 1714 Ehe mit Herzogin Gustave Karoline von Mecklenburg-Strelitz (1694–1748).
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und ÖttingenOettingen-Oettingen, Albrecht Ernst II., Fürst von (1669-1731):
Sohn von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644-1674); Bruder von Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747); seit 1683 regierender Fürst von Oettingen-Oettingen; Generalfeldmarschall.
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, Mein Bruder 15
und Monsieur BodovinBodavin, N. N.:
um 1701 polnischer Sondergesandter in Wolfenbüttel.
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, wie auch Monsieur de BonnacBonnac, Jean Louis d'Usson, Marquis de (1672-1738):
Sohn von Salomon d’Usson (1638-1698), Marquis de Bonnac; anfangs Militär, später Diplomat, 1696 Gesandtschaftssekretär in Dänemark unter seinem Onkel, François d'Usson, Marquis de Bonrepaus (1654-1719), 1698 Geschäftsträger der französischen Gesandtschaft in Den Haag, 1700-1701 französischer Sondergesandter beim Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel (als Nachfolger des seit 1698 in Wolfenbüttel amtierenden französischen "envoyé extraordinaire", Charles-François de Caradas, Marquis du Héron), dann in Schweden (1701), französischer Botschafter in Polen (1707-1710), Spanien (1711-1713), Konstantinopel (1716-1724) und Solothurn (1727-1736); seit 1715 Ehe mit Françoise Madeleine de Gontaut-Biron (1691-1739).
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, und hat am besten
getroffen der Fürst von ÖttingenOettingen-Oettingen, Albrecht Ernst II., Fürst von (1669-1731):
Sohn von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644-1674); Bruder von Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747); seit 1683 regierender Fürst von Oettingen-Oettingen; Generalfeldmarschall.
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, nach Ihme der Prinz von GothaSachsen-Gotha-Altenburg, Johann Wilhelm, Herzog von (1677-1707):
Sohn von Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646-1691) und Magdalena Sibylla, geb. Herzogin von Sachsen-Weißenfels (1648-1681); Kavallierstour durch Frankreich und die Niederlandee; 1693 Militärdienst in der Reichsarmee, 1695 Generaladjutant des Königs Wilhelm II. von England, Schottland und Irland (1650-1702) in den Niederlanden, 1697 kaiserlicher Generalwachtmeister, 1701 in Diensten König Karls XII. von Schweden (1682-1718), 1705 Generalfeldmarschallleutnant in der Reichsarmee.
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,
mein BruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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, der FranzösischeFrankreich, Königreich:
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Envoyé, Ich, Bodovin, und der Prinz
von Mecklenburg
Mecklenburg-Schwerin, Christian Ludwig II., Herzog von (1683-1756):
Sohn von Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin (1638–1688) und Christine Wilhelmine, geb. Landgräfin von Hessen-Homburg (1653–1722); seit 1728 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; seit 1714 Ehe mit Herzogin Gustave Karoline von Mecklenburg-Strelitz (1694–1748).
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. Des abends ist die Italienische Opera: Jl
Pastore d'Anfriso
Oper "Il Pastore d'Anfriso":
IL PASTORE D'ANFRISO. TRAGEDIA PASTORALE Per Musica Da rapprensentarsi nel Teatro di Brauncveig L'ANNO M DC XCVII. Der Schäfer An dem Fluß Amphriso, Singe-Spiel auf dem Braunschweigischen Schauplatz vorzustellen im Jahr 1697. Braunschweig: Caspar Grubers Witwe [1697]. HAB: Textb. 348 (Digitalisat: http://diglib.hab.de/drucke/textb-348/start.htm). VD17 39:157875H; Schmidt (1929), S. 6 Nr. 113 (gibt den Februar 1697 als Aufführungszeit an); Thiel: Libretti, Nr. 1240. Komp.: Carlo Francesco Pollarolo (1653-1723), Libretto: Girolamo Frigimelica Roberti (1653-1732). Schmidt (1929), S. 5 Nr. 92, nennt eine frühere Aufführung in Braunschweig für 1694 und eine Wiederholung in Salzdahlum 1699 (S. 8, Nr. 140). Dem Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs nach (Cod. Guelf. 28 Blank.) wurde die Oper also auch im Februar 1701 in Wolfenbüttel wiederholt, ohne dass sich ein Textbuch erhalten zu haben scheint. Ein solches liegt vor für die ungefähr ins Jahr 1703 zu datierende Aufführung: Il PASTORE D'ANFRISO ... nel TEATRO di WOLFFENBUTTEL. Der Schäfer An dem Fluß AMPHRISO ... Auf dem Wolffenbüttelschen Schau-Platz vorzustellen. Wolfenbüttel: Christian Bartsch [ca. 1703]. HAB: Textb. 711 (Digitalisat: http://diglib.hab.de/drucke/textb-711/start.htm). VD18 12818720; Schmidt (1929), S. 9 Nr. 162; Thiel: Libretti, Nr. 1241. Lit.: Friedrich Chrysander: Geschichte der braunschweig-wolfenbüttelschen Capelle und Oper vom 16. bis zum 18. Jahrhundert: In: Ders. (Hg.): Jahrbücher für Musikalische Wissenschaft 1 (1863), S. 147-286, S. 243; Gottfried Christian Freiesleben: Kleine Nachlese zu ... Professor Gottscheds nöthigem Vorrathe zur Geschichte der deutschen dramatischen Dichtkunst. Leipzig 1760 (Ndr. Hildesheim, New York 1970), S. 62; Johann Christoph Gottsched: Nöthiger Vorrath zur Geschichte der deutschen Dramatischen Dichtkunst. 2 Tle., Leipzig 1757 u. 1765 (Ndr. Hildesheim, New York 1970), I, S. 257 u. 264; Hans-Henning Grote, Rolf Hagen (Hg.): Vom herzoglichen Hoftheater zum bürgerlichen Tourneetheater. Ausstellung des Schloßmuseums Wolfenbüttel vom 24. Oktober 1992 bis zum 10. Januar 1993. Wolfenbüttel 1992, S. 81; Gustav Friedrich Schmidt: Neue Beiträge zur Geschichte der Musik und des Theaters am Herzoglichen Hofe zu Braunschweig-Wolfenbüttel. Folge 1: Chronologisches Verzeichnis der in Wolfenbüttel, Braunschweig, Salzthal, Bevern und Blankenburg aufgeführten Opern, Ballette und Schauspiele ... mit Musik bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. München 1929, S. 5f. u. 8f.; E. Thiel: Libretti. Verzeichnis der bis 1800 erschienenen Textbücher. Frankfurt a. M. 1970 (Kataloge der Herzog August Bibliothek, 14).
zu Hofe gespielet worden, Nach deren en-
digunge man an die Tafel gegangen, woran man aber nicht
lange geseßen hatte, als ohnversehens des abends umb 9 Uhr
ein allarm entstund, als wann Feuer in einem Hause in
der Cantzley-Straßen auskommen, welches aber, Gott sey
Danck, bald und glücklich wieder gelöschet wurde; Mein Re-
giment war nebst der Garnison soub les armes und stund sel-
biges auf der FreyheitWolfenbüttel, Freiheit:
Kleiner Stadtbezirk östlich der Dammfestung, des Dammtores und des Festungsgrabens, also zwischen Schlossareal und der Heinrichstadt gelegen; wohl schon Mitte des 15. Jahrhunderts entstanden, Anfang des 17. Jahrhunderts als Händler- und Handwerkersiedlung ausgebaut; unterstand dem Residenzamt, nicht dem Stadtrat.
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en battaille, die andern aber auf dem
Walle auf Ihren Lärm-plätzen, das feuer wehrete so kur-
tze Zeit, daß Ich noch wieder zum Confect bey der Tafel mich
einfinden kunte; Ich ritte bey dieser rencontre meinen
braunen Engelländer. Nach dem Eßen wurde à l'ordi-
naire
gespielet; Ich habe diesen Tag bey BonnacBonnac, Jean Louis d'Usson, Marquis de (1672-1738):
Sohn von Salomon d’Usson (1638-1698), Marquis de Bonnac; anfangs Militär, später Diplomat, 1696 Gesandtschaftssekretär in Dänemark unter seinem Onkel, François d'Usson, Marquis de Bonrepaus (1654-1719), 1698 Geschäftsträger der französischen Gesandtschaft in Den Haag, 1700-1701 französischer Sondergesandter beim Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel (als Nachfolger des seit 1698 in Wolfenbüttel amtierenden französischen "envoyé extraordinaire", Charles-François de Caradas, Marquis du Héron), dann in Schweden (1701), französischer Botschafter in Polen (1707-1710), Spanien (1711-1713), Konstantinopel (1716-1724) und Solothurn (1727-1736); seit 1715 Ehe mit Françoise Madeleine de Gontaut-Biron (1691-1739).
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er-
zehlen hören von den 3 königlichen Princen aus Franck-
reich
Frankreich, Königreich:
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, als dem Duc de BurgogneBourgogne, Louis de Bourbon, Duc de (1682-1712):
Sohn des französischen Thronfolgers Louis de Bourbon ("Le Grand Dauphin") (1661-1711) und Maria Anna, geb. Herzogin von Bayern (1660-1690); Herzog von Burgund; seit 1711 Thronfolger ("Dauphin") des Königreichs Frankreich; seit 1680 Ehe mit Herzogin Maria Anna Victoria von Bayern (1660-1690).
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, d'AnjouPhilipp V., König von Spanien (1683-1746):
Sohn des französischen Thronfolgers Louis de Bourbon ("Le Grand Dauphin") (1661-1711) und Maria Anna, geb. Herzogin von Bayern (1660-1690); Duc d'Anjou; seit 1700 König von Spanien sowie 1700-1713 König von Sardinien und von Neapel-Sizilien.
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, et de BerryBerry, Charles de Bourbon, Duc de (1686-1714):
Sohn des französischen Thronfolgers Louis de Bourbon ("Le Grand Dauphin") (1661-1711) und Maria Anna, geb. Herzogin von Bayern (1660-1690); Duc de Berry, Duc d'Alençon et d'Angoulême.
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daß, als diesem +lezteren+, die Zeitung bracht worden, daß der
KönigLudwig XIV., König von Frankreich (1638-1715):
Sohn von König Ludwig XIII. von Frankreich und Navarra (1601-1643) und Anna, geb. Infantin von Spanien (1601-1666); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter Regentschaft); seit 1660 Ehe mit Infantin Maria Teresa von Spanien (1638–1683).
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Sein Groß Herr Vatter das Testament bewilli-
get, habe Er gesaget (als man Ihm gefraget, ob es Jhn
nicht erfreuete, daß Sein Herr Bruder, der Duc d'Anjou, die
Cron-Spannien bekähme und Er zugleich als nechster Erbe
mit in dem Testament benennet worden) Es ist guth
und böse vor mich die Zeitunge so ich erfahre; dann der
Hertzog von Burgund, weil er verheürathet, hat nicht mehr
Hoff-Meistern nöthig, noch viel weniger der Duc d'Anjou 16
als König; was wird man denn machen mit denen Hoffmeisteren
und Præceptoren, und wo sollen Sie bleiben, als daß man
Sie mir gebe? sonsten würden Sie Ihre Chargen nicht behalten
können, und ich habe derer ohne dem so viel, daß nur die neuen
mir eine Last seyn würden. Eben derselbige Hertzog
de Berry
Berry, Charles de Bourbon, Duc de (1686-1714):
Sohn des französischen Thronfolgers Louis de Bourbon ("Le Grand Dauphin") (1661-1711) und Maria Anna, geb. Herzogin von Bayern (1660-1690); Duc de Berry, Duc d'Alençon et d'Angoulême.
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mit dem Hertzog von AnjouPhilipp V., König von Spanien (1683-1746):
Sohn des französischen Thronfolgers Louis de Bourbon ("Le Grand Dauphin") (1661-1711) und Maria Anna, geb. Herzogin von Bayern (1660-1690); Duc d'Anjou; seit 1700 König von Spanien sowie 1700-1713 König von Sardinien und von Neapel-Sizilien.
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sich besprechend, sagte:
Nun seyd Ihr ein großer König und Monarche, wann Ihr
Nun in Eurem Reiche seyn werdet, so werdet Ihr euch
schwerlich mehr des Armen hertzogs von Berry erinneren.
Der Hertzog von Anjou beantworttete dieses: Da
würde Er sich wohl vor zu hüten wißen, einen so lie-
ben bruder jemahlen vergeßen zu können. Nun
wohla, sagte Berry, wißet Ihr auch wohl, mein bruder,
wodurch Ihr mich bereden könnet, daß Ihr euch alle-
zeit meiner erinnern werdet? Es ist ein Præsent,
so Ihr die Gutheit haben werden, mir zu thun. Gar
recht, es sey, sagte d'Anjou, ich verspreche es euch,
daß, sobald ich mich in meinem Königlichen Reiche
befinden werde, Euch 3 von denen schönsten Spanni-
schen Pferden, so können gefunden werden, und
die sich vor Eure taille schicken, euch zu übersenden;
Aber mein bruder, Ihr werdet auch Euch belieben
laßen, mir etwas wieder zum andencken zu vereh-
ren: Auch will ich es thun, sagte Berry, aber wißet
Ihr, wie? Mein lieber Bruder. Erstlich vor die 3 ver-
sprochene Pferde, die rechen ich schon mir angehörig 17
denn die Versprechung eines Monarchen sollen unwiderrufflich
seyn; wann Ihr nun wollet mir noch 3 andere dergleichen Pferde
schencken, als dann würde ich mit leichter Mühe, in ansehung eu
rer, mich meiner 3 Unter-Hoff-Meisters abthun, und selbige
euch von gantzem hertzen ohne weitere prætension überlaßen.
Sonsten weiß ich wohl, daß ein so großer König, als Ihr nun
geworden, Mein bruder, nicht einmahl begehren würde, præ
senten anzunehmen von einem Hertzog von BerryBerry, Charles de Bourbon, Duc de (1686-1714):
Sohn des französischen Thronfolgers Louis de Bourbon ("Le Grand Dauphin") (1661-1711) und Maria Anna, geb. Herzogin von Bayern (1660-1690); Duc de Berry, Duc d'Alençon et d'Angoulême.
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; denn
Königen kombt es allein zu, die andern zu beschencken,
und nur andern gebühret, selbige mit veneration anzu-
nehmen, und zu empfangen, was Jhnen beliebet uns zu
geben. Dieser selbige PrinzBerry, Charles de Bourbon, Duc de (1686-1714):
Sohn des französischen Thronfolgers Louis de Bourbon ("Le Grand Dauphin") (1661-1711) und Maria Anna, geb. Herzogin von Bayern (1660-1690); Duc de Berry, Duc d'Alençon et d'Angoulême.
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, als er einsmahls einer
Armen Frauen begegnete, die Jhn umb Allmosen an
sprach und die sich beklagte, daß Sie so elend were: Wo-
rüber beklaget ihr euch dann meine Freundin, redete
Sie dieser prinz an, ists, daß man euch Studiren läßet?
welches ein Zeichen, daß dieser Prinz mehr Lust zum
schreiben mit dem Degen bezeüget als mit der
Feder zu streiten. Noch eine Historie von die
sem Prinzen fället mir hierbey ein, die ich schon ohn-
längst von jemanden gehöret: Es kam ein abge-
danckter Officier von dem Regiment de Berry
zu diesem Prinzen, und übergab ihm ein Placet,
in welchem eine lange Verzeichnüß Seiner Dienste
enthalten, welche er der Cron Franckreich gelei-
stet, und ein Verzeichnuß aller Seiner blessuren, so
er wehrender Zeit empfangen; Alles ging auf ei-
nen recompens hinaus. Was nun zu thun? Der 18
Hertzog von BerryBerry, Charles de Bourbon, Duc de (1686-1714):
Sohn des französischen Thronfolgers Louis de Bourbon ("Le Grand Dauphin") (1661-1711) und Maria Anna, geb. Herzogin von Bayern (1660-1690); Duc de Berry, Duc d'Alençon et d'Angoulême.
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hatte damahls wenig Geld in
händen, dennoch wolte er Jhn nicht laßen weggehen, ohne
ihme marquen von seiner Generositat sehen zu laßen. Da
nehmet, Monsieur, sagte er, eine halbe PistolePistole:
Ursprünglich eine spanische Goldmünze, im 17. und 18. Jahrhundert auch andere Goldmünzen wie der Louis d'or. Die in Deutschland geprägten Pistolen hatten einen Wert von 5 Talern.
, wann
selbige auf und verzehret, könnet Ihr euch wieder
anfinden, ich will euch alsdann mehr geben; es were
unbillig daß ein so braver Kerll nothurfft leiden solte,
und daß er nichts habe aufzuweisen, als seine Wun-
den von 20 Jähriger dienst-leistunge. Nun gab
der KönigLudwig XIV., König von Frankreich (1638-1715):
Sohn von König Ludwig XIII. von Frankreich und Navarra (1601-1643) und Anna, geb. Infantin von Spanien (1601-1666); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter Regentschaft); seit 1660 Ehe mit Infantin Maria Teresa von Spanien (1638–1683).
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damahls täglich eine PistolePistole:
Ursprünglich eine spanische Goldmünze, im 17. und 18. Jahrhundert auch andere Goldmünzen wie der Louis d'or. Die in Deutschland geprägten Pistolen hatten einen Wert von 5 Talern.
, oder Louis d'or
an den Duc de Berry, umb zu seiner recreation sel-
biges Geld anzuwenden, und alle Abend muste man
dem König hinterbringen, wie selbiges Geld were
ausgegeben worden. Als man nun dem Könige
hinterbrachte, daß solches Geld dieser Prinz mit
dem abgemelten Officier geteheilet, ließ Er Jhn vor
sich kommen, und befragte Jhn umb die Ursache,
warumb er selbiges gethan? Sire, sagte der
Prinz: Eure Mayestät versorgen so viel Officiers
daß Sie im Geringsten nichts an Ihrer Ehre und
Ruhm verlieren werden, im fall Sie mir vergön-
nen, daß ich diesen unterhalte, mit der Helffte
des Geldes, so Ewere Mayestät mir geben, denn es ja
nur einer ist, so unter so viel Tausenden die Eure
Mayestät entretenirenentreteniren:
jmd. oder etwas unterhalten; warten, pflegen.
, nicht mahl wird zu observiren seyn.
Die antwort des Prinzen, und seine manier zu handeln 19
gefiel dem KönigeLudwig XIV., König von Frankreich (1638-1715):
Sohn von König Ludwig XIII. von Frankreich und Navarra (1601-1643) und Anna, geb. Infantin von Spanien (1601-1666); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter Regentschaft); seit 1660 Ehe mit Infantin Maria Teresa von Spanien (1638–1683).
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so wohl, daß er Ihm also bald 100 Pistolletten
verehrete, und an den Officier assignationes auf sein Leb-Tage
von der Cassa des Königs seinen unterhalt zu heben. Den
26ten Februar ist zu Hofe ordinaire AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
gewesen; Ich habe
diesen Tag wieder mit Pistohlen geschoßen nach der Scheiben
in dem Reit-hause von der AcademieWolfenbüttel, Ritterakademie "Rudolph-Antoniana":
Ritterakademie, 1687 von den Herzögen Rudolph August und Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel gegründet, im Kleinen Schloss in Wolfenbüttel untergebracht, 1715 aufgelöst.
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, nebst dem Prinzen von
Gotha
Sachsen-Gotha-Altenburg, Johann Wilhelm, Herzog von (1677-1707):
Sohn von Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646-1691) und Magdalena Sibylla, geb. Herzogin von Sachsen-Weißenfels (1648-1681); Kavallierstour durch Frankreich und die Niederlandee; 1693 Militärdienst in der Reichsarmee, 1695 Generaladjutant des Königs Wilhelm II. von England, Schottland und Irland (1650-1702) in den Niederlanden, 1697 kaiserlicher Generalwachtmeister, 1701 in Diensten König Karls XII. von Schweden (1682-1718), 1705 Generalfeldmarschallleutnant in der Reichsarmee.
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, dem von ÖttingenOettingen-Oettingen, Albrecht Ernst II., Fürst von (1669-1731):
Sohn von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644-1674); Bruder von Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747); seit 1683 regierender Fürst von Oettingen-Oettingen; Generalfeldmarschall.
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, meinem BruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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, dem Prinz Au-
gust von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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, und einem Franzosen, so sich vor einen Caval-
lier ausgab, und sagte, daß er in PohlenPolen, Königreich:
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gienge bey der
Königlichen Artollerie seine employe zu suchen. Dieser Kerl
kunte ein hauffen brod-lose Künste mit schieß-Gewehr und
sonst andern Sachen. Der Fürst von Öttingen hat wieder
das beste gethan, nechts dehme ich, hernach der Prinz von
Gotha, und mein bruder. Wir haben auch nach einem
Kopffe geschoßen, und nach einem Apfel, welches beyder-
seits von dem Fürsten von Öttingen am besten getroffen
wurde. Des Abends habe ich in BassetteBassette:
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Vabanque.
44 f verlohren.
Den 27ten [Februar] ist eine große lange Tafel in dem großen Saal
auf dem Schloße alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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gewesen. Des
Abends ist Ball in selbigem gehalten worden. Ich habe
gespielet im Trictrac(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
und 18 f gewonnen. Den 28ten
Februar
seynd der Fürst von ÖttingenOettingen-Oettingen, Albrecht Ernst II., Fürst von (1669-1731):
Sohn von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644-1674); Bruder von Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747); seit 1683 regierender Fürst von Oettingen-Oettingen; Generalfeldmarschall.
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, der Prinz von
Gotha
Sachsen-Gotha-Altenburg, Johann Wilhelm, Herzog von (1677-1707):
Sohn von Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646-1691) und Magdalena Sibylla, geb. Herzogin von Sachsen-Weißenfels (1648-1681); Kavallierstour durch Frankreich und die Niederlandee; 1693 Militärdienst in der Reichsarmee, 1695 Generaladjutant des Königs Wilhelm II. von England, Schottland und Irland (1650-1702) in den Niederlanden, 1697 kaiserlicher Generalwachtmeister, 1701 in Diensten König Karls XII. von Schweden (1682-1718), 1705 Generalfeldmarschallleutnant in der Reichsarmee.
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, und MecklenburgMecklenburg-Schwerin, Christian Ludwig II., Herzog von (1683-1756):
Sohn von Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin (1638–1688) und Christine Wilhelmine, geb. Landgräfin von Hessen-Homburg (1653–1722); seit 1728 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; seit 1714 Ehe mit Herzogin Gustave Karoline von Mecklenburg-Strelitz (1694–1748).
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, des morgens frühe wieder
von hier aus WolffenbüttelWolfenbüttel:
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abgereiset; der erste nach
ÖttingenOettingen:
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, die andern 2 nach HamburgHamburg:
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; Mein herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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hat denen beyden letzteren das Geleit gegeben bis Braun-
schweig
Braunschweig:
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, woselbsten Sie die Nacht verblieben, und ist der
Prinz August von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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mit gewesen, Wir andern haben
des Abends bey Frau MutterBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Juliane, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonora, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1680); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).
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an einer kleinen Tafel in 20
ihrem Orange-Cabinet geßen, die Fürstin von ArnstadtSchwarzburg-Sondershausen, Auguste Dorothea, Fürstin von, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1666-1751):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Schwester des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); seit 1684 Ehe mit Graf (und seit 1697 Fürst) Anton Günther II. von Schwarzburg-Sondershausen (1653-1716) zu Arnstadt.
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aber
blieb in ihrer Cammer, weil Sie sich nicht wohl auf befand. Ich
habe diesen Tag wieder mit der Pistole nach der Scheibe ge-
schoßen und nur einmahl dieselbe auf 13 Große schritte weit
gefehlet, ob ich wohl etlich 30 mahl geschoßen, 5 mahl aber
nur das schwartze getroffen. Den 1ten Marty bin
ich des nachmittages nach meinem GarttenWolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" erwähnt, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
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gefahren, so
vor dem Hertzog-ThoreWolfenbüttel, Herzogtor:
Stadttor in Wolfenbüttel; nördlicher Durchgang aus der Heinrichstadt durch die Festungswälle Richtung Braunschweig; 1660 erbaut.
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gelegen nahe bey dem Lecheln HoltzeLechlumer Holz:
Früher Lecheln-Holtz nach einem wüstgefallenen Dorf Lechede; Waldgebiet im Norden von Wolfenbüttel; Standort der herzoglichen Richtstätte ("Hohes Gericht") vom 16. bis 18. Jahrhundert.
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,
und habe das Spann10 Kutsch-Pferde probiret, so mir der
Fürst von ÖttingenOettingen-Oettingen, Albrecht Ernst II., Fürst von (1669-1731):
Sohn von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644-1674); Bruder von Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747); seit 1683 regierender Fürst von Oettingen-Oettingen; Generalfeldmarschall.
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verehret. Ich habe diesen Tag 40 Thlr
von Haubtmann PrieggenPrigge, Hans Georg (gest. nach 1714):
Vermutlich Sohn des Oberstleutnants der fürstlichen Leibgarde zu Pferd Bernhard Prigge (1631-1693); 1688 Rittmeiter, um 1701 Hauptmann (Capitain) im Dragoner-Regiment Prinz Ludwig Rudolphs von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); später Obrist und Bataillons-Kommandeur in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten (Landesmiliz).
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bekommen, habe davon aus-
geben 7 Thlr Postgeldt an den Nürnberger botten, so mir
ein groß Paquet bücher von HamburgHamburg:
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gebracht, welche
mir von DesbordesDesbordes, Henri (1649-1722):
Sohn von Isaac II. Desbordes (1604-1682), hugenottischer Verleger und Drucker zu Saumur; Henri verließ Saumur und Frankreich nach Konflikt mit den Stadtoberen und Inhaftierung 1681 und wurde im Juli 1682 Bürger Amsterdams; als Hendrik Desbordes bedeutender Verleger und Buchhändler seiner Zeit.
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aus HollandHolland:
Wichtigste Provinz der Republik der Vereinigten Niederlande.
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zu Waßer von Ambster-
dam
Amsterdam:
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bis Hamburg seynd übersand worden; und seynd
es folgende gewesen: Ein groß Kupferstuck-Buch, worinnen
die Nassauische FamilieNassau-Oranien, Haus (Grafen bzw. Fürsten von Nassau-Dillenburg, -Diez, -Hadamar und -Siegen bzw. Nassau-Idstein, -Ottweiler, -Saarbrücken, -Usingen und -Weilburg, Fürsten von Oranien):

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von Adolpho NassovioAdolph, König (Heiliges Römisches Reich). (gest. 1298):
Sohn von Graf Walram II. von Nassau (gest. 1276) und Adelheid, geb. Gräfin von Katzenelnbogen (gest. 1288); seit 1292 römisch-deutscher König.
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an, bis
auf Wilhelm den IIIten König in EngellandWilhelm III., König von England, Schottland und Irland, Fürst von Oranien (1650-1702):
Sohn von Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650) und Maria Henrietta Stuart, geb. Prinzessin von England (1631-1660); seit 1650 Fürst von Oranien, seit 1672 Statthalter der Niederlande, seit 1689 König von England, Schottland und Irland.
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; L'Histoire
de France par Mezeray
Mézeray, François Eudes de: HISTOIRE DE FRANCE AVANT CLOVIS: L'Origine des François, & leur establissement dans les Gaules. Amsterdam: Schelte, 1696.
HAB: Gk 1367. Provenienz laut gedrucktem Exlibris: Bibliothek der verwitweten Herzogin Elisabeth Sophia Maria von Braunschweig und Lüneburg.
Eintrag im HAB-OPAC.
in folio und 3 bänden.
Le Dictionnaire de l'Academie FrancoiseBarbier d'Aucour, Jean: LE DICTIONNAIRE DE L'ACADÉMIE FRANÇOISE, DEDIÉ AU ROY. TOME PREMIER. A-L. [-TOME SECOND. M-Z]. Paris: Coignard, 1694.
HAB: Kb 2° 35:1-2. Zeitgenössischer heller Schweinsledereinband; beim 1. Band Rückenbezug abgeplatzt. Kein Exlibris, kein Provenienzhinweis im Buch. In beiden Bänden handschriftlicher Eintrag jeweils auf dem vorderen Innendeckel: "Gramm. 139."
Eintrag im HAB-OPAC.
, auch in Folio
Li Opere di Cardinal Bentivoglio
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in 2 Theilen und klein
Folio[,] Les plattes figures de Philostrate in FolioVigenère, Blaise de (1523-1596): LES IMAGES OV TABLEAUX DE PLATTE PEINTVRE DES DEVX PHILOSTRATES SOPHISTES GRECS ET LES STATVES DE CALLYSTRATE. Mis en Francois ... Enrichis d'Arguments et Annotations Reueus et Corrigez sur L'original par un docte personnage de ce temps en la langue Grecque. Paris: Guillemot, 1637.
Das HAB-Exemplar Lg 2 79 trägt eingeklebt auf dem vorderen Innendeckel das gedruckte Exlibris von Herzog Rudolphs Schwägerin, der verwitweten Herzogin Elisabeth Sophia Maria von Braunschweig-Wolfenbüttel; verstreute ältere Bleistifteintragungen.
Eintrag im HAB-OPAC.
[,] L'Isto-
ria de l'Ordini de Cavallerizza
Giustiniani, Bernardo: HISTORIE CRONOLOGICHE DELL'ORIGINE DEGL'ORDINI MILITARI E DI TVTTE LE RELIGIONI CAVALLERESCHE Infino ad hora instituite nel Mondo. Parte prima, parte seconda. Venezia: Combi & LàNoÙ, 1692.
HAB: Tq 2° 25. Beide Teile sind durchgehend paginiert. Im Vorderinnendeckel des 1. Teils/ Bandes: Das eingeklebte gedruckte Exlibris Herzog Ludwig Rudolphs, darunter eingeklebt die gedruckte Ziffer "11."; Vorsatzblatt: hsl. Eintrag "11.", Rückseite "9".
Eintrag im HAB-OPAC.
. L'Istoria di Vene-
tia per Nanj
Nani, Battista (1616-1678): HISTORIA DELLA REPVBLICA VENETA. [Parte prima], Parte seconda. Bologna: Longhi, 1680.
Keine der zeitlich in Frage kommenden Ausgaben in der Mittleren Aufstellung der HAB lässt eine Provenienz aus dem Buchbesitz Herzog Ludwig Rudolphs erkennen, kein Exlibris. (Die titelzitierte Ausgabe Bologna 1680: HAB: Gh 639; die Ausgabe Venedig: Combi & La Noue 1662: HAB: Gh 4° 100; die frz. Ausagabe Köln: Marteau 1682: Gh 640 (1 u. 2).
Eintrag im HAB-OPAC.
. Le 2 Tome de L'Istoire de Louis
XIII par Monsieur le Vassor. La Venerie RoyaleSalnove, Robert de: LA VENERIE ROYALE DIVISÉE EN IV. PARTIWES; QVI CONTIENNENT Les Chasses du Cerf, du Lievre, du Chevreüil, du Sanglier, du Loup, & du Renard. Paris: Sommaville, 1665.
Das Exemplar HAB: Oe 548 trägt auf dem inneren Vorderdeckel eingeklebt das gedruckte Exlibris Herzog Ludwig Rudolphs. Darunter auf eingeklebtem Zettel die gedruckte Ziffer "68.".
Eintrag im HAB-OPAC.
. L'histo-
ire de Duc de Parme en Espagnol in folio 3 Tomi
und
darbey noch etliche kleine Tractätgens. Diese bücher
seynd mir vor 300 unt+d+ etlicher f holländisches Geld mit 21
porto und allem eingebunden angerechnet worden. Sonsten
habe Ich den 28ten Februar die Anmerckungen über des Balthasar
Gratians

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Criticon mit schreiben zu ende gebracht11, und über die Pen-
sées ingenieuses
Pascal, Blaise: Pensées ... Sur la Religion, Et sur quelques autres sujets. Ed. nouvelle. Augmentée de beaucoup de Pensées, de la Vie de l'Autheur, & de quelques Dissertations. Amsterdam: Wetstein, 1699.
Die Exemplare der an der HAB bewahrten Ausgaben seit 1670 bis 1701 lassen einen einstigen Besitz Herzog Ludwig Rudolphs nicht erkennen.
Eintrag im HAB-OPAC.
de Monsieur de PascalPascal, Blaise (1623-1662):
Aus gebildeter amtsadeliger Familie der Auvergne stammend; bedeutender französischer Philosoph und Theologe, Mathematiker und Physiker; bekannt mit Marin Mersenne (1588-1648), René Descartes (1596-1650), Pierre de Fermat (1607-1665) und anderen Geistesgrößen der Zeit; 1642 Erfindung einer mechanischen Rechenmaschine; 1646 Hinwendung zum Jansenismus; 1654 enge Verbindung zur Hochburg des Jansenismus, dem Kloster Port Royal des Champs; 1656/57 Abfassung der jesuitenkritischen "Lettres Provinciales", die 1660 verboten wurden, aber dennoch anhaltenden Erfolg hatten. Den nachhaltigsten Nachruhm erwarb er mit den unvollendeten "Pensées" (postum 1670).
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wieder angefangen zu
excerpiren.12 10 Thlr habe ich an den Gärtner gegeben
vor Saamen einzukauffen, und 5 Thlr vor einen Liverey-Rock
vor meinen neuen Kutscher, so Reuter unter herrn VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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Garde
zu Pferde gewesen; Ich habe auch diesen Tag mit Pistolen
geschoßen, und nach langem schießen den Nagel in der
Scheibe mitten durchgeschoßen; Mein herr Vatter ist ge-
gen mittag von BraunschweigBraunschweig:
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wieder zuruck gekommen
nebst dem Prinzen von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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. Den 2. Marty
ist des Abends ein Prinz von Heßen-Philips-DahlHessen-Philippsthal, Karl, Landgraf von (1682-1770):
Sohn von Landgraf Philipp von Hessen-Philippsthal (1655-1721) und Katharina Amalie, geb. Gräfin von Solms-Laubach (1654–1736).
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13 hie-
her nach WolffenbüttelWolfenbüttel:
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nebst Seinem Hoffmeister14 angekommen.
Ich habe Ihn des Abends umb 6 Uhr in meines herrn VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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Carosse so mit 6 Pferden bespannet, aus dem Würthshause
der Güldene AdlerWolfenbüttel, "Zum goldenen Adler":
Wirtshaus und Gasthof, im Gotteslager zu Wolfenbüttel gelegen.
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genannt, nach Hofe gebracht. Den
3ten Marty habe ich vor benöthigte Sachen in meinem Stal-
le an Hanß TappenTappe, Hans:
Um 1697/1701 Sattelknecht von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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, meinen Sattel-Knecht gegeben 11 Thlr
13 g. und bin mit dem fremden Prinzen von HeßenHessen-Philippsthal, Karl, Landgraf von (1682-1770):
Sohn von Landgraf Philipp von Hessen-Philippsthal (1655-1721) und Katharina Amalie, geb. Gräfin von Solms-Laubach (1654–1736).
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15 auf
der Großen BibliothecWolfenbüttel, Bibliothek:
Die herzogliche Bibliothek, von Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1528-1569) begründete, von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) zu einer der größten Büchersammlungen seiner Zeit ausgebaute herzogliche Bibliothek. Sie war von 1644 bis 1705 im Obergeschoss des Marstallgebäudes, danach in der neu erbauten Rotunde untergebracht (Abriss 1887).
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gewesen, habe Ihme selbige nebenst
der Kunst-Rüst- und Wagen-Cammer, wie auch das Zeug-
Hauß
Wolfenbüttel, Zeughaus:
Herzogliches Waffenarsenal; 1618 errichteter Großbau im Stil der Spätrenaissance.
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gewiesen. Den 4ten Marti ist AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu
Hofe gewesen, und habe ich Trictrac(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
mit Monsieur Schwartz-
kopf
Schwartzkoppen, Burchard von (1673-ca.1736/37):
Sohn des braunschweig-wolfenbüttelschen Kammerrats Johann Georg von Schwartzkoppen (gest. 1714) und Cäcilie, geb. von Uffelmann; Studium in Helmstedt (1690) und an der Ritterakademie Wolfenbüttel (1690); um 1701 Kammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel, 1714 Oberschenk, 1731 Oberhauptmann, (vor 1735) Oberstallmeister.
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gespielet, nichts gewonnen, nichts verlohren; habe
auch 2 Ducaten an Golde an meinen Cammer-Diener
EurichErich, Eberhard (gest. nach 1727):
Barbier und Wundarzt, um 1701 Kammerdiener von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), genannt "Eurich".
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geschencket, und 5 f vor bücher an Bernd PappensPape, Bernhard (gest. vor 1701):
Buchhändler in Braunschweig.
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WitwePape, N. N. (1):
Witwe von Bernhard Pape (gest. vor 1701).
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zu BraunschweigBraunschweig:
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. Sonsten ist meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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den
2ten Marty befallen mit einem starcken Haupt-Fluße 22
der Ihr die 2 Augen gantz zu geschloßen, ist aber, Gott sey gedanckt
und gelobet, durch Göttlichen Beystand und Gebrauchung benöthigter
Hülffs-mittel von meinem Cammerdiener EurichErich, Eberhard (gest. nach 1727):
Barbier und Wundarzt, um 1701 Kammerdiener von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), genannt "Eurich".
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, so ein Bar-
bier und Wund-Artzt wieder außer Gefahr gesetzet. Meine
Kinder16 seynd auch diesen gantzen Monath Mertz mit Flüßen
sehr incommodiret gewesen. Den 5. Martii seynd die
2 ältesten Prinzen von Bevern nebst mir nach Saltz-
dahlen
Salzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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gewesen, dem Fremden Prinzen von HeßenHessen-Philippsthal, Karl, Landgraf von (1682-1770):
Sohn von Landgraf Philipp von Hessen-Philippsthal (1655-1721) und Katharina Amalie, geb. Gräfin von Solms-Laubach (1654–1736).
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17 sel-
biges zu weisen, des Abends habe Ich mit selbigem
Prinzen und dem Prinz Ferdinand von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel, Ferdinand Albrecht II., Herzog von (1680-1735):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1701 Obristleutnant in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1701-1705 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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in meiner Cammer alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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à l'ombreLombre (L'Hombre):
Kartenspiel für drei Personen, ursprünglich aus Spanien stammend, doch v. a. am französischen Hof verbreitet.

gespielet und 4 Thlr gewonnen, habe 2 Thlr ausge-
geben vor 6 fuder Kühe-Mist auf meinen GarttenWolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" erwähnt, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
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. 
Den 6ten Marty ist ordinaire AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe
gewesen; ich habe in BassetteBassette:
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Vabanque.
2 Thlr verlohren. 
Den 7ten Marty ist der Prinz von HeßenHessen-Philippsthal, Karl, Landgraf von (1682-1770):
Sohn von Landgraf Philipp von Hessen-Philippsthal (1655-1721) und Katharina Amalie, geb. Gräfin von Solms-Laubach (1654–1736).
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18 wieder
von hier abgereiset nach HamburgHamburg:
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, von dannen Er
hat wollen weiter nach CoppenhagenKopenhagen (København):
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gehen. Kurtz
vorhero ist ein so genannter von SchleinitzSchleinitz, N. N. (1) von:
Männlicher Angehöriger des meißnischen Uradelsgeschlechts; Ehemann von N. N. (2) von Schleinitz.
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, so nebst Seiner
FrauenSchleinitz, N. N. (2) von:
Ehefrau von N. N. (1) von Schleinitz.
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wehrender Winter-MeeßeBraunschweiger Messe:
1498 landesherrlich, 1505 und 1521 kaiserlich privilegierte Messen in der Stadt Braunschweig, zweimal im Jahr, für jeweils 10 Tage im Sommer (um Laurentii, 10. August) bzw. im Winter (um Mariae Lichtmeß, 2. Februar), stattfindend; Niedergang im 16. und 17. Jahrhundert; nach der Eroberung der Stadt Braunschweig 1671 durch Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel neu belebt und offiziell beginnen lassend mit dem Montag nach Mariae Lichtmess (2. Februar) bzw. Laurentius (10. August) für jeweils 18 Tage; gehörten bis Anfang des 19. Jahrhunderts neben den Messen in Leipzig und Frankfurt am Main zu den größten und frequentiertesten in Deutschland.
zu BraunschweigBraunschweig:
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sich aufgehalten, nach SachsenSachsen, Kurfürstentum:
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weg gereiset; Ich habe
demselben einen Jungen verehret, so auf der Hautbois
und fleute-douce spielen konte, weilen er mich da-
rumb angesprochen. Ich habe auch einen brieff von
dem ältesten WalternWalther, Friedrich von (1649-1718):
Sohn von Hans (von) Walther (1618-1677), Generalmajor und Kommandant in Tönning, und Dorothea, geb. Hecklauer (1633-1669); 1678 Hofjunker am dänischen Königshof, 1682 Kammerjunker in Wolfenbüttel, 1684-87 Hofmeister des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) auf seinen Reisen durch Italien, Frankreich und die Niederlande, 1688 Hofmeister bei Graf Christian Gyldenløve-Samsø (1674-1703), dem illegitimen Sohn König Christians V. (1646-1699), auf dessen Auslandsreise, 1691-1694 Kammerjunker bei Kronprinz Friedrich von Dänemark (1671-1730), 1694 Hofmeister am Hof zu Bayreuth, 1702 Oberhofmeister bei Königin Luise von Dänemark (1667-1721), dann bei Kronprinz Christian (VI.) (1699-1746), 1710 Geheimrat; seit 1714 Ehe mit Anna Christine Knuth (1678-1723).
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aus CoppenhagenKopenhagen (København):
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bekommen.
Den 9ten Marty habe ich des morgens mit Pistohlen nach
der Scheiben geschoßen und einmahl nur ins schwartze
getroffen; des Abends ist AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe ge
wesen, und habe Ich 104 f. verlohren. 23
Den +10.+ Marty ist des Morgens umb halb 9 Uhr meine Schwester von
Arnstadt
Schwarzburg-Sondershausen, Auguste Dorothea, Fürstin von, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1666-1751):
Tochter von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Schwester des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); seit 1684 Ehe mit Graf (und seit 1697 Fürst) Anton Günther II. von Schwarzburg-Sondershausen (1653-1716) zu Arnstadt.
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von WolffenbüttelWolfenbüttel:
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wieder abgereiset, und hat Ihr
mein BruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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nebst Seiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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das Geleite gegeben
bis SalderSalder:
Das dortige Schloss war 1695 als Domizil für den Erbprinzen August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731) umgebaut worden.
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, alwo sie zu mittage gespeiset, und seynd die 2 letz-
tere den Abend alhier wieder angelanget. Den 11ten Marty
habe ich einen brieff von Monsieur Valckenier
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holländischenNiederlande, Vereinigte (Generalstaaten):
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Envoyé
an die SchweitzSchweiz, Eidgenossenschaft:
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von Franckfurth am MaynFrankfurt (Main):
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datirt bekommen.
Ich habe diesen Tag verlohren in à l'OmbreLombre (L'Hombre):
Kartenspiel für drei Personen, ursprünglich aus Spanien stammend, doch v. a. am französischen Hof verbreitet.
92 Gr.
Den 13. Marty ist AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe gewesen, und
Monsieur HertelHertel, Lorenz (1659-1737):
Aus Hamburg stammend; 1690 Vormundschaftsrat und Hofmeister für die herzoglich-holsteinischen Kinder in Wolfenbüttel, Legationssekretär, vor 1696 Legationsrat, ab 1705 auch fürstlicher Bibliothekar, ab 1716 Oberbibliothekar.
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ist von seiner Ambassade nach PohlenPolen, Königreich:
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glücklich
und wohl des Abends alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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angelanget.
Sonsten waren vor ein paar Tagen alhier angekommen
Monsieur RanzauRantzau, Alexander, Graf von (1681-1747):
Sohn von Graf Christoph von Rantzau (1623-1696) und Dorothea Hedwig, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1636-1692); seit 1699 am Hof seines Onkels, Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1717), aufgenommen; 1700 Fähnrich der herzoglichen Leibkompanie, später (vor 1707) Capitain (Hauptmann).
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3ter Cammer-Juncker bey jetzigen Könige
von Dennemarck Friderico IV.
Friedrich IV., König von Dänemark und Norwegen (1671-1730):
Sohn von König Christian V. von Dänemark und Norwegen (1646-1699) und Charlotte Amalia, geb. Landgräfin von Hessen-Kassel (1650-1714); seit 1699 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein.
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wie auch der Cammer-
Juncker GeistGeist, N. N. (1) von:
Aus urspr. mecklenburgischem Adelsgeschlecht; um 1701 Kammerjunker bei der polnischen Königin; .
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bey der Königin von PohlenChristiane Eberhardine, Königin von Polen, geb. Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth (1671-1727):
Tochter von Markgraf Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth (1644-1712) und Sophia Louise, geb. Herzogin von Württemberg (1642-1702); seit 1693 Ehe mit Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen (seit 1697: König August II. von Polen).
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. Ich habe die-
sen tag im Trictrac
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verlohren 4 f.  Den tag vorhero
habe ich einen Brieff bekommen von Monsieur SchleinitzSchleinitz, N. N. (1) von:
Männlicher Angehöriger des meißnischen Uradelsgeschlechts; Ehemann von N. N. (2) von Schleinitz.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
,
so mich ersuchete, Seine SchwesterSchleinitz, N. N. (3) von:
Weibliche Angehörige des meißnischen Uradelsgeschlechts; Schwester von N. N. (1) von Schleinitz; ab 1701 Kammerjungfer bei der Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747).
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bey meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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als Fräulein zu recommendiren, an der stelle der Fräulein
von Steinbergen
Eltz, Friederike Elisabeth von und zu, geb. von Steinberg (1679-1702):
Tochter von Georg Friedrich von Steinberg (1636-1691) und Sabine Amalia, geb. von Adelebsen (gest. nach 1704); spätestens 1697-1701 Kammerjungfer bei der Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747); seit 1702 Ehe mit dem hannoverschen Legationsrat Johann Christoph von und zu Eltz.
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, welche damahls Ihren Abschied von hofe
bekahm, weil Sie sich verheürathen wolte mit ihrem
Vettern dem Reichen SteinbergSteinberg, Johann Adolph von (1680-1701):
Sohn von Henning Adolph von Steinberg (1645-1684) und Sophia Katharina, geb. von Münchhausen (1645-1694); Erbherr auf Bodenburg, Westerburg und Bornhausen.
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von der Wester-BurgWesterburg, Burg:
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,
so aber kurtz vor angerahmter Hochzeit verstarb, und
Ihr alles verließ, worauff Sie eine Wittibe ohne
Mann geworden. Des Abends bekahm ich noch einen
Brieff von dem Ältern herrn AxelAxel (Assel), N. N. (1) van:
Um 1701 älteres Mitglied der Familie van Axel (Assel), die seit 1665 zum Patriziat der Republik Venedig gehörte.
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von VenedigVenedig (Venezia):
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, so mir
schrieb, daß der Hertzog von SavoyenSavoyen, Viktor Amadeus II., Herzog von (1666-1732):
Sohn von Herzog Karl Emanuel II. von Savoyen (1634-1675) und Maria Johanna Baptista, geb. Herzogin von Savoyen-Nemours (1644-1724); seit 1675 Herzog von Savoyen, seit 1713 zugleich König von Sizilien (1720 gegen Sardinien eingetauscht), 1730 abgedankt.
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als Generalissi-
mus über die SpannischeSpanien, Königreich:
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und FranzösischeFrankreich, Königreich:
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Arméen in
ItalienItalien:
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ernennet were, und solte Er alle Monathe 24
35000 Thlr zu genießen haben. Ich bin den 12. Marty hin-
über nach BraunschweigBraunschweig:
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geritten, und des nachmittages wieder
zurück gekommen. Den 14. Marty bin ich des nachmittages
hinaus nach dem GarttenWolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" erwähnt, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
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spatzieren gefahren. Kurtz vorher
als den 9. Marty seynd zum erstenmahl die Deserteurs von
meinem hiesigen Dragoner Regiment durch öffendlichen
Trommel-schlag citiret worden; Auch ist man beschäffti-
get gewesen bey der Jnfanterie zu werben, und haben
die herren Officiers 8 Thlr auf den Mann bekommen.
Den 16ten Marty ist meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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das erstemahl
von Ihrer Kranckheit wiederumb ausgegangen. Mein
Herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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hat mir den 18ten Marty ordre ertheilet,
Meinen sämbtlichen Officieren zu sagen, daß Sie sich
nach gerade nach leuten umbhören möchten. Der
Prinz von GothaSachsen-Gotha-Altenburg, Johann Wilhelm, Herzog von (1677-1707):
Sohn von Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646-1691) und Magdalena Sibylla, geb. Herzogin von Sachsen-Weißenfels (1648-1681); Kavallierstour durch Frankreich und die Niederlandee; 1693 Militärdienst in der Reichsarmee, 1695 Generaladjutant des Königs Wilhelm II. von England, Schottland und Irland (1650-1702) in den Niederlanden, 1697 kaiserlicher Generalwachtmeister, 1701 in Diensten König Karls XII. von Schweden (1682-1718), 1705 Generalfeldmarschallleutnant in der Reichsarmee.
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ist diesen Tag wieder von HamburgHamburg:
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des Abends gegen 6 Uhr angelanget, woselbsten Er
den Hertzog von MecklenburgMecklenburg-Strelitz, Adolph Friedrich II., Herzog von (1658-1708):
Sohn von Herzog Adolph Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658) und Maria Katharina, geb. Herzogin von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1616-1665); erhob nach dem Tod seines Schwiegervaters, Herzog Gustav Adolph von Mecklenburg-Güstrow (1633-1695), Anspruch auf dessen Erbe, das ihm im Hamburger Vergleich (1701) zum Teil zugesprochen wurde; seit 1701 regierender Herzog von Mecklenburg-Strelitz; seit 1684 1. Ehe mit Herzogin Marie von Mecklenburg-Güstrow (1659-1701), seit 1702 2. Ehe mit Herzogin Johanna von Sachsen-Gotha-Altenburg (1680-1704), seit 1705 3. Ehe mit Fürstin Christiane Emilie von Schwarzburg-Sondershausen (1681-1751).
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und GottorpSchleswig-Holstein-Gottorf, Friedrich IV., Herzog von (1671-1702):
Sohn von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694/95) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); ab 1695 regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1698 Ehe mit Prinzessin Hedwig Sophia von Schweden (1681–1708).
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nebst
etlichen Prinzen, die Sich alda wegen der Mecklen-
burgischen eintheilungen19 aufhielten, verlaßen.
Den 19ten Marty bin ich nach meinen GarttenWolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" erwähnt, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
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hin
aus spatzieren gefahren, und habe bey meiner
Ruckkunfft mit Pistolen nach der Scheibe geschoßen
nebst dem Jungen Graff RanzauRantzau, Alexander, Graf von (1681-1747):
Sohn von Graf Christoph von Rantzau (1623-1696) und Dorothea Hedwig, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1636-1692); seit 1699 am Hof seines Onkels, Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1717), aufgenommen; 1700 Fähnrich der herzoglichen Leibkompanie, später (vor 1707) Capitain (Hauptmann).
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, So meiner Frau
MutterBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Juliane, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonora, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1680); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).
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SchwesterRantzau, Dorothea Hedwig, Gräfin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1636-1692):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonore, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1681); seit 1651 Stiftsdame des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim, 1665-1678 Äbtissin; 1678 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1678 Ehe mit Graf Christoph von Rantzau (1623-1696).
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Sohn ist. Den tag vorher habe
ich 19 Thlr vor Kupfer-Stücke ausgegeben, wie auch
2 Thlr vor Junge Hunde aufzufüttern, und 12 Thlr
an meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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. Nach gehaltener Abrech-
nung von meinen Schulden habe ich befunden 25
daß ich noch 18180 Thlr schuldig geblieben, auch habe ich von mei-
nen Compturey-Geldern mit dem Ambtman KöhlernKöhler, Daniel:
Seit mind. 1684 Verwalter des Klosters St. Lorenz vor Schöningen, um 1696/1711 zugleich Amtmann zu Süpplingenburg, ab ca. 1711 Forstmeister und Amtmann zu Warberg.
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abrech-
nung halten laßen, und befunden, daß mir nur noch 100 Thlr
zukäme. Den 21ten Marty ist der Prinz von GothaSachsen-Gotha-Altenburg, Johann Wilhelm, Herzog von (1677-1707):
Sohn von Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646-1691) und Magdalena Sibylla, geb. Herzogin von Sachsen-Weißenfels (1648-1681); Kavallierstour durch Frankreich und die Niederlandee; 1693 Militärdienst in der Reichsarmee, 1695 Generaladjutant des Königs Wilhelm II. von England, Schottland und Irland (1650-1702) in den Niederlanden, 1697 kaiserlicher Generalwachtmeister, 1701 in Diensten König Karls XII. von Schweden (1682-1718), 1705 Generalfeldmarschallleutnant in der Reichsarmee.
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des morgens frühe von hier abgereiset wieder nach GothaGotha:
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.
Ich habe ein Memorial übergeben an den Geheimbten Rath,
worinnen ich remonstriret, daß die Officier nicht wüsten
ohne Geld die Werbungen anzufangen; Worauff ge-
resolvirt worden, die Werbungen bey Meinem Regimente
noch etwas einzustellen. Diesen Tag haben die 2 Prin-
zen von Bevern, nemlich Prinz Ernst FerdinandBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Ernst Ferdinand, Herzog von (1682-1746):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1707-1747 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; 1706 preußischer Obrist, 1711 Generalmajor.
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und
Prinz Heinrich FerdinandBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Heinrich Ferdinand, Herzog von (1684-1706):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); kaiserlicher Obristleutnant.
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Ihre Reise in Fremde Länder an
getr[e]ten, und seynd von hier aus WolfenbüttelWolfenbüttel:
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erstlich
nach ihrer Frau MutterBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Christine, Herzogin von, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702):
Tochter von Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege (1617-1655) und Eleonora Katharina, geb. Pfalzgräfin von Zweibrücken-Kleeburg (1626–1692); seit 1667 Ehe mit Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687).
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nach BevernBevern:
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gereiset, von dar
Sie weiter über CassellKassel:
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und StraßburgStraßburg (Strasbourg):
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nach FranckreichFrankreich, Königreich:
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gegangen, und seynd Sie selb 6selbsechst:
eine Person mit noch fünf anderen, zu sechst
Persohnen gereiset, so
gewesen: Ein Hoffmeister nahmens BerghornBerghorn, N. N. von:
um 1701 Hofmeister der Prinzen Ernst Ferdinand (1682-1746) und Heinrich Ferdinand (1684-1706) von Braunschweig-Bevern, 1702 Kammerjunker.
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, 1 Page, und
2 Laqueien. Ich habe eine Schrifftliche CessationCessation:
Abtreten einer Forderung an einen Dritten; Überlassung.
an Mei-
nen gewesenen Cammer-Diener WinternWinter, P[eter?]:
Spätestens 1695-vor 1701 Kammerdiener des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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gegeben über
813 Thlr , so ich Ihme schuldig gewesen wegen Arbeits-Lohn
und zwar auf meine Pollnischen Gelder. Den 23ten
Marty
ist BodavinBodavin, N. N.:
um 1701 polnischer Sondergesandter in Wolfenbüttel.
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von hierWolfenbüttel:
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nacher HamburgHamburg:
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gereiset, nach
dehm er einige Tage zu BraunschweigBraunschweig:
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bey der Gräfin
Aurora von Königsmarck
Königsmarck, Maria Aurora, Gräfin von (1662-1728):
Tochter von Graf Konrad Christoph von Königsmarck (1634-1673) und Maria Christina, geb. Gräfin von Wrangel (1628-1691); Erziehung in Stade, Hamburg und Stockholm; 1694-1696 offizielle Mätresse des Kurfürsten Friedrich August I. von Sachsen (1670-1733); Kanonisse des Reichsstifts Quedlinburg, 1698 Koadjutorin, 1700 Pröpstin.
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sich aufgehalten, die aldorten
in dem Knesebeckschen Hause logirete. Den 24. Marty
ist mein Herr BruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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von WolffenbüttelWolfenbüttel:
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abgereiset, die 1te
nacht zu SalderSalder:
Das dortige Schloss war 1695 als Domizil für den Erbprinzen August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731) umgebaut worden.
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verblieben, hernacher weiter nach Franck-
reich
Frankreich, Königreich:
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gegangen. Seine Suite bestand aus 7 Persohnen,
worunter Ein Cavallier nahmens SchackSchack, Christian von (gest. nach 1734):
Angehöriger der niedersächsischen Adelsfamilie Schack; um 1698/1701 Kammerjunker bzw. Hofmeister des Herzogs August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731), später (nach 1713/vor 1716) Oberstallmeister, 1716/17 Landdrost im Distrikt Schöningen, 1718 Wirklicher Geheimer Rat und Obermarschall.
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, Ein Secreta26-
rius
, und 1 Cammerdiener. Den 27. Marty ist meine älteste
Tochter Elisabeth ChristineElisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
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das 1te mahl wiederumb ausgegangen,
nachdehm Sie noch allzeit in der Cammer verblieben wegen der
hinterlaßenen Pocken-Narben und flecken, so sie mit Ihrer
Jüngsten Schwester Antonetta AmaliaBraunschweig-Wolfenbüttel, Antoinette Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel. (1696-1762):
Jüngste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1712 Ehe mit ihrem Cousin Herzog Ferdinand Albrecht II. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1680-1735).
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zugleich gehabt hatte
zu ende des vorigen 1700ten Jahrs. Den 29ten Marty
ist AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe gewesen; Ich habe diesen Tag in
Trictrac(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
gespeielt und 7 Ducaten an Golde verlohren.
Den 30ten Marty ist der Prinz von Bevern Ferdinand Al-
brecht
Braunschweig-Wolfenbüttel, Ferdinand Albrecht II., Herzog von (1680-1735):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1701 Obristleutnant in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1701-1705 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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über HollandHolland:
Wichtigste Provinz der Republik der Vereinigten Niederlande.
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nach FranckreichFrankreich, Königreich:
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von hier zu Wolffen-
büttel
Wolfenbüttel:
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des morgens umb 6 Uhr abgereiset; Sein Hoffmei-
ster war der Jüngste WalterWalther, Friedrich Hans von (1662-1710):
Sohn von Hans (von) Walther (1618-1677), Generalmajor und Kommandant in Tönning, und Dorothea, geb. Hecklauer (1633-1669); Studium an der Ritterakdemie in Wolfenbüttel (1700), um 1701 Hofmeister des Herzogs Ferdinand Albrecht II. von Braunschweig-Wolfenbüttel(-Bevern) (1680-1735); vor 1703 Estatsrat; 1703 Oberhofmeister der Ritterakademie zu Wolfenbüttel.
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, ein Bruder deßen
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, so bey
mir gewesen, und war noch in Ihrer Suite der Polnische
Cammer-Juncker bey der Königin von GeistGeist, N. N. (1) von:
Aus urspr. mecklenburgischem Adelsgeschlecht; um 1701 Kammerjunker bei der polnischen Königin; .
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. Diesen Tag habe
ich mit Pistolen nach einem Kopfe gschoßen, und selbi-
gen in 12 Schüßen 10 mahl getroffen. Den 13ten[!]
Marty
ist Mein herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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nach BraunschweigBraunschweig:
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hinüber
gereiset, und die Nacht aldar geblieben. Vorge-
nanter BodavinBodavin, N. N.:
um 1701 polnischer Sondergesandter in Wolfenbüttel.
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hat meinen Orden begehret, wel-
chen er auch bekommen. Den 1ten Aprill ist
ein Gesandter von dem Landgrafen von Heßen-CasselHessen-Kassel, Karl, Landgraf von (1654-1730):
Sohn von Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel (1629-1663) und Hedwig Sophie, geb. Markgräfin von Brandenburg (1623-1683); seit 1670 regierender Landgraf von Hessen-Kassel (bis 1677 unter Vormundschaft); seit 1673 Ehe mit Herzogin Maria Amalia von Kurland (1653-1711).
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alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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angekommen, nahmens HalckeHalcke, Gustav Georg von (1647-1713):
Sohn von Hans Albrecht von Halcke (gest. 1658), kurbrandenburgischer Stallmeister, und Clara Juliana, geb. von Plotho (1612-1681); 1655 Page am kurfürstlichen Hof in Berlin, 1660 am landgräflichen Hof in Kassel; Studium in Marburg (1669), auch Heidelberg, Straßburg und Rinteln; 1679 Kammerjunker und Regierungsassessor in Kassel, dann Regierungsrat, 1687 Oberamtmann und Bergamtsdirektor in Schmalkalden, 1699 Geheimer Rat, 1702 Regierungspräsident, zugleich Konsitorialpräsident.
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und ist den Abend gegen 7 Uhr zur Audienz gen Hofe
geholet worden, auch seynd 2 Fremde, als der Obri-
ste ZornZorn von Plobsheim, Wolf Christian (1655-1721):
Sohn von Nikolaus Zorn von Plobsheim (gest. 1705), Oberhofmeister in Gotha, und N. N. von der Grün; 1684 Leutnant und Hofjunker in Gotha, 1686 Kammerjunker, um 1692 Obristleutnant, 1697 Stadtkommandant von Gotha, 1698 Obrist, 1699 Kommandant von Schloss Friedenstein, 1703 herzoglicher Baudirektor, dann Oberbaudirektor, 1713 Generalmajor.
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, und Ein Lieutenant20 von den Gothischen alhier
angekommen, und diesen Abend bey Hofe gewesen. Es
ist auch zu Hofe AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
gehalten worden. Ich habe
in BassetteBassette:
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Vabanque.
4 Ducaten an Golde gwonnen; habe
einen Brieff von Major BritwitzPrittwitz und Gaffron, Johann Caspar von (gest. 1702):
Sohn von Balthasar Ernst von Prittwitz und Gaffron (1621-1682) und Maria Eleonora von Schreibersdorf a.d.H. Schützendorf (1627-1680); in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten als Regimentsquartiermeister und Hauptmann des Leibregiments, dann Major im Dragoner-Regiment, 1702 königlich-polnischer Obristleutnant.
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von meinem 27
Polnischen Regiment bekommen, und habe Abrechnung mit meinem Ca-
pitain PrieggenPrigge, Hans Georg (gest. nach 1714):
Vermutlich Sohn des Oberstleutnants der fürstlichen Leibgarde zu Pferd Bernhard Prigge (1631-1693); 1688 Rittmeiter, um 1701 Hauptmann (Capitain) im Dragoner-Regiment Prinz Ludwig Rudolphs von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); später Obrist und Bataillons-Kommandeur in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten (Landesmiliz).
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gehalten, der mir ein Gold-stuck von 50 thlrn
so ich versetzet, wieder eingehändiget, habe auch mit Pistolen nach
a der Scheibe und selbige mitten inzwey geschoßen, bin des
nachmittages nach meinem GarttenWolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" erwähnt, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hinaus gefahren, und habe
mit dem ältesten Prinzen von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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im Billard gespielet.
Den 3ten April ist AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe gewesen. Ich habe diesen
tag 80 f in BassetteBassette:
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Vabanque.
verlohren. Den 4ten April bin ich
nach meinem GarttenWolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" erwähnt, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hinaus spatzieren gefahren und habe
etliche 80 f ausgegeben, so ich den vorigen tag aufgelehnetauflehnen:
Ein Darlehen aufnehmen, (Geld) leihen.
. 
Den 6ten April habe ich Graf CastellsCastell-Remlingen, Leopold Friedrich Ernst, Graf und Herr zu (1679-1702):
Einziges Kind von Graf und Herr Friedrich Magnus zu Castell-Remlingen (1646-1717), kaiserlicher Generalfeldmarschall der Kavallerie, und Susanna Johanna, geb. Gräfin von Oettingen-Oettingen (1643-1713); Hauptmann in fürstlich-wolfenbüttelschen Diensten, ab 1701 Obristleutnant.
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und CampensCampen, Bernhard Adolph von (1678/79-1745):
Vermutlich Sohn von Johann Georg Christoph von Campen; 1694 Studium an der Ritterakademie in Wolfenbüttel; um 1701 Hauptmann des königlich-polnischen Dragonerregiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Erbherr auf Kirchberg.
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Com-
pagnien von meinem hiesigen Regimente alhier zu Wolfen-
büttel
Wolfenbüttel:
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besehen. Den tag vorhero hab ich mit Pistolen ge-
schoßen nach dem Ziel mit Graf RanzauRantzau, Alexander, Graf von (1681-1747):
Sohn von Graf Christoph von Rantzau (1623-1696) und Dorothea Hedwig, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1636-1692); seit 1699 am Hof seines Onkels, Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1717), aufgenommen; 1700 Fähnrich der herzoglichen Leibkompanie, später (vor 1707) Capitain (Hauptmann).
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und bin nebst
meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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und dem Prinzen AugustBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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nach dem
GarttenWolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" erwähnt, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
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spatzieren gefahren. Diesen Tag habe ich vor
eine Uhr und Tabacs-Dose 30 Thlr ausgegeben. Meine
4 übrigen Compagnien von meinem hiesigen Regiment seynd
aufs Land verleget worden, weil Sie beritten waren.
Den 7. April habe ich die Compagnie, welche von denen
zusammen gestoßenen, so von denen 4 berittenen Compagnien
unberitten geblieben, aufgerichtet war, und welche
der Haubtmann PrieggePrigge, Hans Georg (gest. nach 1714):
Vermutlich Sohn des Oberstleutnants der fürstlichen Leibgarde zu Pferd Bernhard Prigge (1631-1693); 1688 Rittmeiter, um 1701 Hauptmann (Capitain) im Dragoner-Regiment Prinz Ludwig Rudolphs von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); später Obrist und Bataillons-Kommandeur in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten (Landesmiliz).
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commandirete, alhier zu Wolf-
fenbüttel
Wolfenbüttel:
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besehen. Jch habe diesen Tag mit Pistolen
nach Tellers geschoßen und den nachmittag nach der Schei-
be mit der Büchsen. Den tag vorher, als den 6ten April
ist SchleinitzSchleinitz, N. N. (1) von:
Männlicher Angehöriger des meißnischen Uradelsgeschlechts; Ehemann von N. N. (2) von Schleinitz.
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aus Sachsen wieder anhero gekommen, und
ist Monsieur HalckHalcke, Gustav Georg von (1647-1713):
Sohn von Hans Albrecht von Halcke (gest. 1658), kurbrandenburgischer Stallmeister, und Clara Juliana, geb. von Plotho (1612-1681); 1655 Page am kurfürstlichen Hof in Berlin, 1660 am landgräflichen Hof in Kassel; Studium in Marburg (1669), auch Heidelberg, Straßburg und Rinteln; 1679 Kammerjunker und Regierungsassessor in Kassel, dann Regierungsrat, 1687 Oberamtmann und Bergamtsdirektor in Schmalkalden, 1699 Geheimer Rat, 1702 Regierungspräsident, zugleich Konsitorialpräsident.
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CasselscherHessen-Kassel, Landgrafschaft:
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Envoyé wieder abgereiset, wie
auch der Obriste ZornZorn von Plobsheim, Wolf Christian (1655-1721):
Sohn von Nikolaus Zorn von Plobsheim (gest. 1705), Oberhofmeister in Gotha, und N. N. von der Grün; 1684 Leutnant und Hofjunker in Gotha, 1686 Kammerjunker, um 1692 Obristleutnant, 1697 Stadtkommandant von Gotha, 1698 Obrist, 1699 Kommandant von Schloss Friedenstein, 1703 herzoglicher Baudirektor, dann Oberbaudirektor, 1713 Generalmajor.
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und der Lieutenant21.  28
b 8ten April ist Krieges-Raht alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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über einen Corporal von meinem hiesigen Dragoner-Regiment,
so von des Major KernsKern, David Heinrich:
Militär in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, um 1700 Major im Dragonerregiment von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), ab 1701 Obristlieutenant.
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Compagnie und NiemeierNiemeier, N. N. (gest. 1701):
Korporal des Dragonerregiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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hieß,
gehalten, und auf der parade alhier auf der FreyheitWolfenbüttel, Freiheit:
Kleiner Stadtbezirk östlich der Dammfestung, des Dammtores und des Festungsgrabens, also zwischen Schlossareal und der Heinrichstadt gelegen; wohl schon Mitte des 15. Jahrhunderts entstanden, Anfang des 17. Jahrhunderts als Händler- und Handwerkersiedlung ausgebaut; unterstand dem Residenzamt, nicht dem Stadtrat.
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exe-
cutiret worden. Dieser hatte das Geld, so er denen Ge-
meinen geben sollen, verspielet, ist deswegen auf die
Schild-Wache, als Gemeiner zu stehen condemniretcondemniren:
verurteilen, verdammen.
worden;
Auch ist ein Dragoner, so falsche einsprache gethan, zwi-
schen 2 neu-angehenden Ehe-Leuten, 6 Stunden in
den Block gespannet zu werden condemniret wor-
den. Diesen Tag ist AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe gewesen.
Den 9ten April habe ich mit Pistolen +und Büchßen+ nach der Scheiben,
so ziemlich klein, und 2 mahl unten in den Pfahl
geschoßen. Den tag vorher gar spät ist der Haubtmann
CampenCampen, Bernhard Adolph von (1678/79-1745):
Vermutlich Sohn von Johann Georg Christoph von Campen; 1694 Studium an der Ritterakademie in Wolfenbüttel; um 1701 Hauptmann des königlich-polnischen Dragonerregiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Erbherr auf Kirchberg.
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von meinem Polnischen Dragoner Regiment
aus PohlenPolen, Königreich:
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alhier zu Wolffenbüttel
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angekommen, und
hat kurtz darauff ein Schreiben erhalten, in welchem
er Obrist-Wachtmeister vom König in PohlenAugust II., König von Polen (1670-1733):
Sohn von Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen (1647-1691); seit 1694 Kurfürst von Sachsen sowie von 1697-1706 und erneut 1709-1733 zugleich König von Polen und Großherzog von Litauen.
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benah-
met worden. Den 10ten April ist ein Dragoner von
Hauptmann CampensCampen, Bernhard Adolph von (1678/79-1745):
Vermutlich Sohn von Johann Georg Christoph von Campen; 1694 Studium an der Ritterakademie in Wolfenbüttel; um 1701 Hauptmann des königlich-polnischen Dragonerregiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Erbherr auf Kirchberg.
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Compagnie EversEvers, Hans Heinrich (gest. 1701):
Aus Söhlde gebürtig; Dragoner des Regiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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benahmet,
von SöhleSöhlde:
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aus dem HildesheimischenHildesheim, Hochstift:
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bürtig, gestorben
und den 11ten begraben worden mit hergebrachten Ce-
remonien. Ich bin diesen Tag umb den Schloß- und
Stadt-Wall alhierWolfenbüttel:
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spatzieren gegangen. Den
13ten April bin ich hinüber nach ScheppenstedtSchöppenstedt:
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ge-
fahren, und habe daselbst meine Leib-Compagnie
besehen nebst meinem ObristLieutenant VölckeningVölckening, Jobst Eberhard von (gest. 1743):
Militär in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1680 Leutnant, 1688 Capitain, 1693 Major, 1694 Obristlieutenant des Dragonerregiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), 1701 Obrist, 1714 Brigadier, 1726 Generalmajor, auch Kommandant der Festung Wolfenbüttel und Festungsbaudirektor; 1730 geadelt.
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und habe selbige in gutem stande gefunden. Ich habe
den mittag auf der Vogtey in Scheppenstedt bey dem 29
LandvogtBortfeld, Caspar Heinrich (gest. 1730):
Gutsverwalter in Achim bei Börßum; um 1695-1715 Landvogt in Schöppenstedt; seit 1695 1. Ehe mit Margaretha Christine Grote (1662-1700), seit 1702 2. Ehe mit Ursula Gertrud Prigge (gest. 1735), Tochter des herzoglich-wolfenbüttelschen Oberstleutnannts Bernhard Prigge.
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geßen, nebst meinem Obrist-LieutnenatVölckening, Jobst Eberhard von (gest. 1743):
Militär in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1680 Leutnant, 1688 Capitain, 1693 Major, 1694 Obristlieutenant des Dragonerregiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), 1701 Obrist, 1714 Brigadier, 1726 Generalmajor, auch Kommandant der Festung Wolfenbüttel und Festungsbaudirektor; 1730 geadelt.
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, Monsieur KrammCramm, Johann Ludwig von (ca.1665-nach 1712):
Sohn von Hans Philipp von Cramm (1619-1669), braunschweig-lüneburgischer Geheimer Rat und Landdrost, und Margarethe Eva von Münch; Oberstleutnant, 1699 Kammerjunker und Hofmeister von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), seit 1709 Oberkammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel.
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meinem
Hoff-meister, dem herrn StreithorstenStreithorst, Franz Christoph Ernst von der:
Sohn des Wolfenbütteler Schlosshauptmanns Christoph von der Streithorst (gest. 1669?) und Sabina Elisabeth, geb. von Thal; spätestens 1689 herzoglicher Schatzrat zu Wolfenbüttel; Erbherr auf Küblingen; seit 1667 Ehe mit Anna Sophia von Roßau.
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von KüblingenKüblingen:
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, deßen Prediger
SteineckenSteineck, N. N.:
Um 1701 Prediger in Küblingen.
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, dem Haubtmann PrieggenPrigge, Hans Georg (gest. nach 1714):
Vermutlich Sohn des Oberstleutnants der fürstlichen Leibgarde zu Pferd Bernhard Prigge (1631-1693); 1688 Rittmeiter, um 1701 Hauptmann (Capitain) im Dragoner-Regiment Prinz Ludwig Rudolphs von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); später Obrist und Bataillons-Kommandeur in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten (Landesmiliz).
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, und Lieutenant WeichselWeichsel, N. N.:
Um 1701 Leutnant im Dragoner-Regiment Prinz Ludwig Rudolphs von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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,
wie auch dem Land-Vogt. Nach dem eßen habe ich mit Pistolen
nach einem höltzernen Brett geschoßen und das schwartze touchiret.
Ich habe eine Stute nebst einem Fohlen gegen einen Hengst ver-
tauschet von dem herrn von Küblingen, wolte auch noch ein Pferd
handeln, konte aber des Kauffes nicht einig werden, ob ich schon
42 Thlr davor gebothen. Der Verkäuffer wolte davor 48 haben,
es war noch ein Jung Pferd und eine Stute, und hette sollen
gleich wie der Hengst ein Dragoner Pferd unter meiner Com-
pagnie werden; des abends bin ich wieder nach WolffenbüttelWolfenbüttel:
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gefahren, woselbsten der alhier in Diensten gewesene Gehei-
me Rath von AlvenslebenAlvensleben, Johann Friedrich von (1657-1728):
Sohn von Gebhard von Alvensleben (1618-1681) und Agnes, geb. von Rautenberg (1616-1685); 1675-1678 Studium an der Universität Leipzig, anschließend bis 1681 Bildungsreise durch Holland, England, Frankreich, Italien und die Schweiz, dabei Studienaufenthalt in Saumur; 1682 Kammerjunker Herzog Anton Ulrichs von Braunschweig-Wolfenbüttel, 1686 Hofrat; 1688 Eintritt in kurbrandenburgische Dienste als Kammer- und Kriegsrat, 1691 wirklicher Geheimer Rat, blieb aber in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten als Geheimer Rat; 1719-1726 kurhannoverscher Staatsminister; sehr gelehrt, korrespondierte mit Leibniz, Kunstsammler; Erbherr auf Hundisburg; seit 1686 Ehe mit Adelheid Agnes von der Schulenburg (1664-1726).
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angekommen und hatte einige
affairen mit denen 2 Hertzogen zu tractirentractiren:
bewirten
; er ist nach
etlichen tagen wiederumb abgereiset. Den 12ten April habe
ich des morgens mit Pistolen nach der Scheiben geschoßen, den
mittag bin nach meinem GarttenWolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" erwähnt, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
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spatzieren geritten, den
Nachmittag mit der Büchsen nach der Scheibe geschoßen und
7 mahl getroffen auf 150 schritt. Den 14. April habe
ich mit Pistolen nach der Scheibe geschoßen, und den Na-
gel 3 mahl gestreiffet. Den 15. April ist von
dem Commissario zu BraunschweigBraunschweig:
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gemustert worden.
Ich habe 10 Thlr zu ScheppenstedtSchöppenstedt:
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ausgegeben an Dragoners,
arme Leute und im hause, wo ich geßen. Der herr
von Streithorst
Streithorst, Franz Christoph Ernst von der:
Sohn des Wolfenbütteler Schlosshauptmanns Christoph von der Streithorst (gest. 1669?) und Sabina Elisabeth, geb. von Thal; spätestens 1689 herzoglicher Schatzrat zu Wolfenbüttel; Erbherr auf Küblingen; seit 1667 Ehe mit Anna Sophia von Roßau.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
hat mir müßen auf den Tausch 12 hbten
Haber zu geben. Die Stute war schon 9 Jahr alt und
sehr mager, wegen des gehabten Fohlens, der Hengst 30
aber erst 6 Jahr und frisch und gesund. Den 16. April
habe ich mit dem ältesten Prinzen von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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mit Pistolen
nach der Scheibe geschoßen, des nachmittages bin ich aus dem
HertzogthoreWolfenbüttel, Herzogtor:
Stadttor in Wolfenbüttel; nördlicher Durchgang aus der Heinrichstadt durch die Festungswälle Richtung Braunschweig; 1660 erbaut.
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geritten, und in das Hartz-ThoreWolfenbüttel, Harztor:
Stadttor in Wolfenbüttel; südlicher Durchgang aus der Heinrichstadt durch die Festungswälle; 1603 erbaut.
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wieder
herein. Diesen Tag ist ein HolländischerNiederlande, Vereinigte (Generalstaaten):
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Gesandter alhier
nebste Seinem SohneMeer, Frans van der (ca.1685/87-1743):
Sohn von Aelbert van der Meer (1656-1713), Sondergesandten der Vereingten Niederlande, und Jeanne van Merode; seit 1723 niederländischer Gesandter in Spanien.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
22, nahmens Mien Heer von der MöerMeer, Aelbert (Albertus) van der (1656-1713):
Gebürtig aus Leiden; um 1701/03 Sondergesandter der Vereingten Niederlande, u.a. im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel und dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg, 1703-1713 niederländischer Gesandter in Turin; seit 1685 Ehe mit Jeanne van Merode aus Genf.
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angekommen, und des Abends zum erstenmahl zu der Au-
dienz nach hoffe geholet worden. Den 17ten April
ist des mittages zu Hofe bunte-Reihe gewesen, und
des Abends AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
; Ich habe +in+ à l'OmbreLombre (L'Hombre):
Kartenspiel für drei Personen, ursprünglich aus Spanien stammend, doch v. a. am französischen Hof verbreitet.
mit dem
ältesten Prinzen von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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, und dem herrn Ober-Schen-
cken von SpörckenSpörcken, Georg Friedrich von (1667-1725):
Sohn von Werner Hermann von Spörcken (1626-1693), braunschweig-lüneburgischer Land-, Schatz- und Kriegsrat, und Anna Eleonore, geb. von Lenthe (1642-1716); um 1694 Hofmeister und Hofrat, 1695 Haupt- und Schlosshauptmann zu Wolfenbüttel, später (um 1698/1701) Oberschenk in Wolfenbüttel, 1694-1701 zugleich Probst der Stifter St. Blasii und St. Cyriaci zu Braunschweig, später (um 1705) Oberhauptmann und Landdrost zu Harburg.
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76 g: verlohren; den tag vorhero
ist alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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mit der in Garnison lie-
gender Soldatesca eben eine solche Musterunge vorge-
nommen worden, wie zu BraunschweigBraunschweig:
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geschehen. Den
19ten Aprill ist des Abends zu Hofe AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
gewe-
sen; Ich habe diesen Tag in BassetteBassette:
Karten-Glücksspiel, wohl in Venedig erfunden, seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich bekannt; Vorläufer des späteren Pharaon/Faro. Vgl. Vabanque.
136 f verlohren,
in à l'ombreLombre (L'Hombre):
Kartenspiel für drei Personen, ursprünglich aus Spanien stammend, doch v. a. am französischen Hof verbreitet.
74 gg: in Trante quarenteTrente et Quarante ("30 und 40"):
Karten-Glücksspiel.
74 Mg:
Diesen Tag habe ich meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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30 Thlr ge-
schencket. Den 20ten April ist der Holländische
Abgesandte
Meer, Aelbert (Albertus) van der (1656-1713):
Gebürtig aus Leiden; um 1701/03 Sondergesandter der Vereingten Niederlande, u.a. im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel und dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg, 1703-1713 niederländischer Gesandter in Turin; seit 1685 Ehe mit Jeanne van Merode aus Genf.
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wiederumb abgereiset, und bin ich nach
erhaltener erlaubnuß von dem Hertzog RudolphBraunschweig-Wolfenbüttel, Rudolph August, Herzog von (1627-1704):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); seit 1666 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; seit 1650 1. Ehe mit Gräfin Christiane Elisabeth von Barby (1634–1681), seit 1681 2. Ehe mit Rosine Elisabeth Menthe (1663–1701; "Madame Rudolphine").
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nebst dem ältesten Prinzen von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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und Monsieur
CrammenCramm, Johann Ludwig von (ca.1665-nach 1712):
Sohn von Hans Philipp von Cramm (1619-1669), braunschweig-lüneburgischer Geheimer Rat und Landdrost, und Margarethe Eva von Münch; Oberstleutnant, 1699 Kammerjunker und Hofmeister von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), seit 1709 Oberkammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel.
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nach SeesenSeesen:
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gereiset auf die Auer-hanen
Pfaltz23, und seynd des mittages zu Lutter am Ba-
ckenberg
Lutter am Barenberge:
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gewesen. Ich habe diesen Tag zu Seesen
mit Pistolen nach der Scheibe geschoßen nebst dem
ältesten Prinzen von Bevern, der damahls am 31
c besten getroffen. Den 21. Aprill habe ich des mor-
gens einen Auerhanen mit Schrot in dem Hartz-GebürgenHarz:
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nahe bey SeesenSeesen:
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, so 12 gewogen, geschoßen. Des nach-
mittages seynd wir sämbtlich auf die Schneppen-Jagd hin-
aus gewesen; erstlich aber haben Wir mit der Büchse nach
der Scheiben geschoßen. Den 22ten April habe Ich ei-
nen Spießer geschoßen von 2 Jahren mit der Büchse
nahe bey SeesenSeesen:
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, und hernach mit Pistolen nach der Schei-
be, den selbigen tag seynd Wir wieder hinüber nach
WolfenbüttelWolfenbüttel:
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gereiset. Diesen Tag habe ich auch 6 Thlr
in das Hauß zu Seesen gegeben, und an die 2 Jäger
so mich und den PrinzenBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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accompagniret auch 6 Thlr
an die Dragoners, so damahls die Wache gehabt und von
KernsKern, David Heinrich:
Militär in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, um 1700 Major im Dragonerregiment von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), ab 1701 Obristlieutenant.
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Compagnie waren und daselbst im Quartier
lagen 4 Thlr, und an einen armen Mann 12 g:
Den tag vorhero, nemlich den 21ten [April] ist Krieges-Recht
alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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gehalten worden, über ei-
nen Fendrich von meinem Regiment KühlweinKühlewein, Johann Friedrich (1671-1727):
Aus urspr. meißnischer Adelsfamilie stammend; Sohn von Kilian von Kühlewein (1626-1679), Kaufmann und Ratsherr in Magdeburg, und Maria Elisabeth, geb. Lüderwald (gest. nach 1683); 1696 Fähnrich im Dragonerregiment Prinz Ludwig Rudolphs von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), 1702 Leutnant, 1708 Capitain, 1726 Major im herzoglichen Leibregiment, ist 1727 tot; seit 1711 Ehe mit Rosina Elisabeth von Nickelschütz.
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genant,
so einen Fourier von Major WildenheimbsWildenheim (Wildenhain), Georg Heinrich von (gest. 1712):
Militär in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1675 Fährnich in der Leibgarde zu Fuß, 1676 Kornett, 1690 Hauptmann im Infanterieregiment Kragen, 1697 Major im selben Regiment, später im Regiument des Erbprinzen August Wilhelm (1662-1731), 1701 Obristleutnant, 1705 Obrist.
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Compagnie,
HarnischHarnisch, N. N.:
Um 1701 Furier in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten.
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benennet, auf der Haubt-Wache ohne Ursache
geprügelt, und war der ObristLieutenant BobardBobart, Daniel Arnold von (1663-1736):
1694 Hauptmann (Kapitän) im Leibbataillon des Herzogs Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel, 1695 Major, 1697 Obristleutnant im Leibbataillon Prinz August Ferdinands, 1702 Obrist, 1714 Brigadier, 1726 Generalmajor, 1731 Geheimer Kriegsrat, zugleich 1704-1714 Oberkommandant der Festung Wolfenbüttel, um 1710-1736 Kommandant der Festung Braunschweig; seit 1707 Ehe mit Justine Dorothea von Jettebrock.
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da-
rinnen Præses; der Fendrich ist gecondemniretcondemniren:
verurteilen, verdammen.
wor-
den 8 tage lang im Stock-hauseStockhaus:
Schwerer Kerker, Gefängnis.
zu sitzen, weil er,
in dem er die Wache gehabt, truncken gewesen,
und eine reprimande von Seinem Chef deswegen aus-
zustehen. Den 22ten [April] ist dieses Urthel an Ihme voll-
zogen worden. Diesen Tag ist auch ein Dragoner von
meiner Leib-Compagnie, nahmens Hanß HarmersHarmers, Hans:
Um 1701 Dragoner in der Leibkompanie von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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,
weil er sich ohne vorher ertheilete permission verlobet 32
mit einem Mädgen aus SchönningenSchöningen:
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, alhier ins Stock-
Hauß
Stockhaus:
Schwerer Kerker, Gefängnis.
zu WolfenbüttelWolfenbüttel:
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gebracht, und geschloßen wor-
den; Auch hat mein ObristLieutenant VölckeningVölckening, Jobst Eberhard von (gest. 1743):
Militär in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1680 Leutnant, 1688 Capitain, 1693 Major, 1694 Obristlieutenant des Dragonerregiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), 1701 Obrist, 1714 Brigadier, 1726 Generalmajor, auch Kommandant der Festung Wolfenbüttel und Festungsbaudirektor; 1730 geadelt.
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ordre
bekommen, im Lande herumb zu reisen, und sich zu
erkundigen, wo gute Stallungen vor Pferde anzu-
treffen. Den 24ten April ist ordinaire Assam-
blée
Assemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe gewesen; Ich habe in à l'OmbreLombre (L'Hombre):
Kartenspiel für drei Personen, ursprünglich aus Spanien stammend, doch v. a. am französischen Hof verbreitet.
96 g:
verlohren gegen den dänischen EnvoyéMencke (Mencken), Otto (von) (1654-1703):
Sohn von Helmrich Mencke (1609-1669) aus Oldenburg und Mette, geb. Spießmacher; Amtmann in Steinburg, Amt Holstein, 1684-1685 dänischer Legationssekretär, bis 1689 Geschäftsträger in Hannover und Celle, um 1693/97 dänischer Resident in Wolfenbüttel; August 1697 bis Oktober 1703 Gesandter in Wolfenbüttel; zwischen 1693 und 1698 Korrespondenz mit Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716); seit 1689 Ehe mit Eva Margarethe Jessen (1673-1723).
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. Den
25ten April ist der Fendrich KühlweinKühlewein, Johann Friedrich (1671-1727):
Aus urspr. meißnischer Adelsfamilie stammend; Sohn von Kilian von Kühlewein (1626-1679), Kaufmann und Ratsherr in Magdeburg, und Maria Elisabeth, geb. Lüderwald (gest. nach 1683); 1696 Fähnrich im Dragonerregiment Prinz Ludwig Rudolphs von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), 1702 Leutnant, 1708 Capitain, 1726 Major im herzoglichen Leibregiment, ist 1727 tot; seit 1711 Ehe mit Rosina Elisabeth von Nickelschütz.
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wieder aus
dem Stock-hauseStockhaus:
Schwerer Kerker, Gefängnis.
gelaßen worden, weil er die
Gerichts-Schulden erstattet, und dann auch 2 Offi-
ciers von dem Beverschen Regiment zu fuße beyde
Lieutenants, nahmens EberhardEberhard, N. N. (1):
Um 1701 Leutnant in einem herzoglich-wolfenbüttelschen Regiment zu Fuß.
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, und RömmersRömmers, N. N. (1):
Um 1701 Leutnant in einem herzoglich-wolfenbüttelschen Regiment zu Fuß.
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,
umb seine erlaßung bey mir gesolicitiretsollicitiren:
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
hatten,
auch ist der DragonerHarmers, Hans:
Um 1701 Dragoner in der Leibkompanie von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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nach gehaltener Verhör und
Befindung seiner Unschuld loß-gelaßen worden.
Ich bin nebst meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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und dem Prinz Au-
gust von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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nach meinem GarttenWolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" erwähnt, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
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hinaus
spatzieren gefahren. Den Abend habe ich umb
halb 7 Uhr eine Estaffette nach HolzmündenHolzminden:
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an
den Haubtmann KühleweinKühlewein, Georg Balthasar von (1667-1725):
Aus urspr. meißnischer Adelsfamilie stammend; Sohn von Kilian von Kühlewein (1626-1679), Kaufmann und Ratsherr in Magdeburg, und Maria Elisabeth, geb. Lüderwald (gest. nach 1683); Major im Dragonerregiment des Herzogs Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel, um 1700 Hauptmann des Dragonerregiments Prinz Ludwig Rudolphs von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), seit 1701 Major, später (um 1706/18) Obristleutnant; seit ca.1695 Ehe mit Anna Margaretha von Burktorff (1669-1731).
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abgesandt wegen ei-
nes Dragoners von seiner Compagnie Andreaß
Schrader
Schrader, Andreas:
Um 1701 Dragoner in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten.
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benahmet, so sich hier wegen eines Wild-
diebes stellen solte. Den 27. April habe ich Einen
Species-Thlr an einer Armen Wittfrauen gegeben,
1 Thlr an 2 Tambours, von welchen der einen vom
Beverschen Regiment und der 2te von des ObristLieutnant
VölckeningsVölckening, Jobst Eberhard von (gest. 1743):
Militär in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1680 Leutnant, 1688 Capitain, 1693 Major, 1694 Obristlieutenant des Dragonerregiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), 1701 Obrist, 1714 Brigadier, 1726 Generalmajor, auch Kommandant der Festung Wolfenbüttel und Festungsbaudirektor; 1730 geadelt.
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Compagnie war. Den 28ten April
ist der General-Major TruchlebenDruchtleben, Johann Gottfried von (1656-1717):
Aus westfälischer Adelsfamilie; Sohn des Johann Elmerhaus von D. (1620-1670) und der Clara Elisabeth von Siddesen; 1680 Hauptmann, später Oberst und Generalmajor in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1698 kommandierender General der Truppen der Hansestadt Hamburg; 1680 vermählt mit Gertrud Sophia Amalia Freifrau von Bothmer (1661-?).
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, Commendante 33
von HamburgHamburg:
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alhierWolfenbüttel:
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angekommen von seinen Güthern
aus West-phalenWestfalen:
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und hat den abend zu Hofe gegeßen;
den folgenden tag ist er nach BraunschweigBraunschweig:
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hinüber ge
reiset. Den 29ten April ist ordinaire AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").

zu Hofe gewesen. Ich habe diesen Tag im Trictrac(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.

4 Thlr verlohren, habe auch von meinem Haubtmann
PrieggenPrigge, Hans Georg (gest. nach 1714):
Vermutlich Sohn des Oberstleutnants der fürstlichen Leibgarde zu Pferd Bernhard Prigge (1631-1693); 1688 Rittmeiter, um 1701 Hauptmann (Capitain) im Dragoner-Regiment Prinz Ludwig Rudolphs von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); später Obrist und Bataillons-Kommandeur in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten (Landesmiliz).
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an Monat-Geldt auf den April 124 Thlr
empfangen. Diesen Tag ist der Dragoner Andreß
Schrader
Schrader, Andreas:
Um 1701 Dragoner in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten.
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von hier wieder abgeferttiget worden.
Den 30ten April ist BodavinBodavin, N. N.:
um 1701 polnischer Sondergesandter in Wolfenbüttel.
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wieder von hier, wie man
sagte, nach PolenPolen, Königreich:
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gereiset. Diesen Tag habe ich
14 Thlr vor ein Brettspiel ausgegeben. Den
1ten May ist ordinaire AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
alhier zu WolffenbuttelWolfenbüttel:
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bey
Hofe gewesen, und habe in Trictrac(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
7 f verlohren. Den
8ten May ist alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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ordinaire AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
d
gehalten worden, und habe ich in Trictrac(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
2 f verlohren.
Den tag vorher als den 7ten May ist ein KayserlicherLeopold I., Kaiser (Heiliges Römisches Reich) (1640-1705):
Sohn von Kaiser Ferdinand III. (1608–1657) und Maria Anna, geb. Infantin von Spanien (1606-1646); seit 1654 deutscher König, seit 1655 König von Ungarn, seit 1656 König von Böhmen, seit 1658 Kaiser des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation.
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Gesandter
nahmens Graff RappachRappach, Karl Ernst, Graf von (1649-1719):
Sohn des Kämmerers Graf Karl Ferdinand von Rappach (1620-1664) und Maria Eleonora, geb. von Breunner (1629-1649); kaiserlicher Kämmerer, Feldmarschall, Generalfeldzeugmeister, Hofkriegsrat, 1705 Erblandstabelmeisters in Österreich ob und unter der Enns.
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bey dem Hertzoge Rudolph Au-
gusto
Braunschweig-Wolfenbüttel, Rudolph August, Herzog von (1627-1704):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); seit 1666 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; seit 1650 1. Ehe mit Gräfin Christiane Elisabeth von Barby (1634–1681), seit 1681 2. Ehe mit Rosine Elisabeth Menthe (1663–1701; "Madame Rudolphine").
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zur Audienz gewesen, den folgenden tag darauff
hieher nach WolffenbüttelWolfenbüttel:
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gekommen, und des mittages
zur Audienz herauff geholet worden. Es ist auch ein
Baron von Metternich ReuschenbergReuschenberg, Johann Sigismund Wilhelm, Freiherr von (1675-1703):
Aus der rheinischen Adelsfamilie Reuschenberg (Linie zu Setterich, bei Aachen, 14.-18. Jahrhundert), Sohn von Alexander Ambrosius Johannes von R. und der Maria Elisabeth, geborene Freifrau Raitz von Frentz; katholisch; 1691-1696 Theologiestudium in Köln, weitgereist und studiert in Brüssel, Leiden, Paris und Rom; vermählt mit Maria Elisabeth von Frenz zu Kendenich; Kanoniker zu Trier, 1697 Präbende am Domstift in Hildesheim, 1701 dort Domkapitelherr; lebte überwiegend in Vienenburg (Amtsdrost); korrespondierte mit Gottfried Wilhelm Leibniz. Seine umfangreiche Nachlass-Bibliothek ging in die Dombibliothek zu Hildesheim ein.
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24 benahmet nebst Seiner
Frauen
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alhier angekommen. Er war annoch ein Junger Mann
von 20 Jahren und Grand Musquetairegrand mousquetier:
Mitglied der 1. Kompanie der königlich-französischen Gardemusketiere.
in FranckreichFrankreich, Königreich:
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2 +jahr+
gewesen; Sie hatten auch noch eine Schwester
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bey sich. Auch
ist umb diese Zeit ein junger FrißbergWrisberg, N. N. von:
Um 1701 junger Angehöriger des niedersächsischen Adelsgeschlechts.
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hier gewesen.
Den 9ten May ist ordinaire AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hoffe ge-
wesen. Des morgens bin ich ein wenig nach meinem Gart-
ten
Wolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" erwähnt, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
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spatzieren geritten. Ich habe diesen Tag 9 f 34
in á l'OmbreLombre (L'Hombre):
Kartenspiel für drei Personen, ursprünglich aus Spanien stammend, doch v. a. am französischen Hof verbreitet.
gewonnen. Sonsten seynd vorher den 4ten May
zu BraunschweigBraunschweig:
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des nachmittages zwischen 4 und 5 Uhren 4 Hau-
bitzen und 3 Mörsels gegoßen in Gegenwartt meines herrn
VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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, des Prinzen August Ferdinands von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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, Meiner,
des GeneralLieutnant Grafens von der LippeLippe-Brake, Georg, Graf zur (1641-1703):
Sohn von Graf Otto zur Lippe-Brake (1589-1657) und Margarethe, geb. Gräfin von Nassau-Dillenburg (1606-1661); 1674 Generalmajor, 1685 Geheimer Kriegsrat und Kommandant der Festung Wolfenbüttel, 1689 Generalleutnant, d. h. höchster Generalitätsrang nach dem Herzog.
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, des FranzösischenFrankreich, Königreich:
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Envoyés Monsieur du BonacBonnac, Jean Louis d'Usson, Marquis de (1672-1738):
Sohn von Salomon d’Usson (1638-1698), Marquis de Bonnac; anfangs Militär, später Diplomat, 1696 Gesandtschaftssekretär in Dänemark unter seinem Onkel, François d'Usson, Marquis de Bonrepaus (1654-1719), 1698 Geschäftsträger der französischen Gesandtschaft in Den Haag, 1700-1701 französischer Sondergesandter beim Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel (als Nachfolger des seit 1698 in Wolfenbüttel amtierenden französischen "envoyé extraordinaire", Charles-François de Caradas, Marquis du Héron), dann in Schweden (1701), französischer Botschafter in Polen (1707-1710), Spanien (1711-1713), Konstantinopel (1716-1724) und Solothurn (1727-1736); seit 1715 Ehe mit Françoise Madeleine de Gontaut-Biron (1691-1739).
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, des General-Majors von Berns-
dorff
Bernstorff, Hans Valentin von (1650-1715):
Sohn von Andreas von Bernstorff (1604–1655), braunschweig-wolfenbüttelscher Rat und Prinzenhofmeister, auch Domherr zu Ratzeburg, und Anna Elisabeth, geb. von Bülow (1621-1673); seit 1681 Obristleutnant in fürstlich-wolfenbüttelschen Diensten, 1684 Obrist, 1691 Brigadier, 1695 Generalmajor, 1705 Generalleutnant.
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Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
, des CanzlersProbst (von Wendhausen), Philipp Ludwig (1633-1718):
Sohn des Gandersheimer Stiftskanonikers Georg Wilhelm Probst (gest. 1721); Erbherr auf Wendhausen, Schöningen und Riddagshausen; Studium in Helmstedt (1650), in den Niederlanden (Leiden), England (Cambridge, Oxford), in Frankreich (Orléans) und der Schweiz (Genf); 1658 Dr. jur. (Helmstedt); 1660 Syndikus der Landschaft; 1669 Rat Herzog Rudolf Augusts von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); 1678 Konsistorial- und Klosterrat, 1673-1680 Dekan des Stifts St. Blasii in Braunschweig; 1680 Kanzler des Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttel und seit 1685 Leiter des Geheimen Rats, des Konsistoriums und der Klosterratsstube; 1683 Erhebung in den Reichsadelsstand ("Probst von Wendhausen"); 1695 Probst des Klosters St. Lorenz bei Schöningen.
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, des Obristen HeringenHeringen, Georg Albrecht von:
Sohn von Georg von Heringen (gest. ca.1663); 1670 in Militärdienst in Wolfenbüttel, anfangs Korporal, 1671 Sergeant, 1674 Fähnrich und Leutnant, 1675 Hauptmann, 1687 Major, 1689 Obristleutnant, 1691 Obrist, 1699 Kommandant der Stadt und Festung Braunschweig, 1701 Brigadier, 1702 Generalmajor, 1704 Dimission, schließlich kurhannöverscher Generalmajor der Infanterie; Erbherr auf Groß Mehlra und Bovenden bei Göttingen.
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als Commendan-
ten und vieler andern Cavalliers und Officiers. Es
waren 123 Ztr. Metall in dem Gieß-Offen, darvon
haben Sie nichts mehr gießen können als obgemeldete StuckStück:
Geschütz
,
ob sie wohl noch anstalt gemachet hatten auf 2 StuckStück:
Geschütz
,
welche aber in ermangelung des Metals nicht gegoßen
wurden. Den 7ten May haben Wir sämbtliche Chefs
von meinem Dragoner-Regiment über die neue mon-
dierunge
Mondierung:
Ausstattung (insbes. einfacher Soldaten), vorzugsweise mit Kleidung: Livree, Uniform.
uns beredet und geresolviretresolviren:
entschließen, beschließen
, vor die Elle
Roth tuch 1 Thlr 2 gg: zu geben; den nachmittag ist
der Contract geschloßen mit dem Kauffmann GoesGoes, Ernst (1647-1706):
Sohn von Heinrich Goes, Kaufmann und seit 1694 Ratsverwandter in Braunschweig; Kaufmann und Mitglied im städtischen Rat in Braunschweig. Er hinterließ seine Witwe (in 2. Ehe, 1672) Elisabeth, geb. Lattemann, und mehrere Kinder. S. Eberhard Finen: Leichenpredigt auf Ernst Goes, 1706. http://diglib.hab.de/drucke/db-4f-194-1s/start.htm und ein Epicedium von Johann Friedrich Kätzler, dito, https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN719328055.
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aus BraunschweigBraunschweig:
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und beliebet worden, vor die Elle
Roth-tuch 1 Thlr 6 gg: zu geben, und ist mit auff
schlägen, Unterfutter, Knöpf, Hüten, und anderer klei-
nen mondirunge das Regiment bey 1700 Thlr aufs
neue schuldig worden. Sonsten hat Graf CastellCastell-Remlingen, Leopold Friedrich Ernst, Graf und Herr zu (1679-1702):
Einziges Kind von Graf und Herr Friedrich Magnus zu Castell-Remlingen (1646-1717), kaiserlicher Generalfeldmarschall der Kavallerie, und Susanna Johanna, geb. Gräfin von Oettingen-Oettingen (1643-1713); Hauptmann in fürstlich-wolfenbüttelschen Diensten, ab 1701 Obristleutnant.
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den 9ten May alhier zu WolfenbüttelWolfenbüttel:
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Capituliret
bey einem Regiment Cavallerie zu stehen als Obrist-
Lieutenant, so von 6 Compagnien und jede Compag-
nie von 39 Gemeinen; Er hat auf Jeden Mann mit
Pferd und voller mondirung bekommen 90 Thlr. Seine
Compagnie Dragoner hat der Haubtman PrieggePrigge, Hans Georg (gest. nach 1714):
Vermutlich Sohn des Oberstleutnants der fürstlichen Leibgarde zu Pferd Bernhard Prigge (1631-1693); 1688 Rittmeiter, um 1701 Hauptmann (Capitain) im Dragoner-Regiment Prinz Ludwig Rudolphs von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); später Obrist und Bataillons-Kommandeur in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten (Landesmiliz).
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35
wieder bekommen, der bis dato bey der meinigen gestanden;
und RockhaußenRockhausen, Georg Friedrich von (1673-1752):
Sohn des fürstlich sachsen-weißenfelsischen Kammerjunkers Christoph Jahn von Rockhausen (1643-1682), auf Kirchscheidungen, und Barbara Regina, geb. von Bissing a.d.H. Löberitz; kursächsischer Kommissar des Thüringischen Kreises, um 1697/1704 Capitain (Hauptmann) in Diensten Braunschweig-Wolfenbüttels beim herzoglichen Leibbataillon zu Fuß; Erbherr auf Obhausen, Leimbach und Albersroda; seit 1697 Ehe mit Marie Elisabeth von der Streithorst a.d.H. Küblingen, Kammerfräulein bei der regierenden Herzogin.
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ist wieder zu der Leib Compagnie als Capitain
reformé
zu stehen kommen. Den 10ten May bin ich mit
meinen Officierern umb den Stadt-Wall spatzieren gegangen.
Des morgens ist der Kaiserliche AbgesandterRappach, Karl Ernst, Graf von (1649-1719):
Sohn des Kämmerers Graf Karl Ferdinand von Rappach (1620-1664) und Maria Eleonora, geb. von Breunner (1629-1649); kaiserlicher Kämmerer, Feldmarschall, Generalfeldzeugmeister, Hofkriegsrat, 1705 Erblandstabelmeisters in Österreich ob und unter der Enns.
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bey mir gewesen;
Ich habe vor eingekauffete Tabaks-dosen 11 Thlr ausgegeben.
Des abends habe ich im SchachtSchacht:
Schachspiel.
mit dem ältesten Prinzen von
Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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gespielet. Hernach seynd wir umb den hiesigen Wall
zu schießen ausgegangen, und hat der Prinz von Bevern
6 Schwalben geschoßen, ich aber alle Zeit gefehlet. Mei-
ne GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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war diesen Abend bey Frau MutterBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Juliane, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonora, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1680); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).
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und herrn
VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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auf Ihren Gartten
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vor dem Hertzog-thoreWolfenbüttel, Herzogtor:
Stadttor in Wolfenbüttel; nördlicher Durchgang aus der Heinrichstadt durch die Festungswälle Richtung Braunschweig; 1660 erbaut.
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zum
AbendEßen, und aß ich des abends allein in meiner Cammer
mit dem Prinz von Bevern und Haubtmann MünchhausenMünchhausen, Hans Heinrich von (gest. nach 1718):
1677 Fähnrich, 1686 Leutnant, 1693 Capitainleutnant, 1694 Capitain (Hauptmann), 1703 Major, Oberstleutnant, 1709 Oberst, 1718 Generalmajor.
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25.
Sonsten ist den 3ten May die Erb-PrincessinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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nacher AckenAken:
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verreiset, umb der brunnen-Cur sich daselbsten zu bedienen,
und habe ich einen brieff an meinen bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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derselbigen
mitgegeben, habe auch ein Schreiben von dem Geheimen Rath
BosenBose (d. Ä.), Christoph Dietrich von (1628-1708):
Sohn von Balthasar von Bose (1593-1664) und Anna Margaretha, geb. von Loß (1601-1666); 1645 Edelknabe bei der kursächsischen Friedensdelegation in Westfalen, dann Militär in kaiserlichen, kurbrandenburgischen bzw. französischen Diensten; 1654 Kammerjunker in Dresden; 1671 Oberschenk und Kammerherr, 1672 Kammerrat, 1674 Bergrat, 1678 bis 1680 in Halle in Diensten des Magdeburger Administrators Herzog August von Sachsen(-Weißenfels) (1614-1680) sowie Oberhauptmann des Fürstentums Querfurt, 1680 kursächsischer Kammer- und Bergratsdirektor, 1682 Wirklicher Geheimer Kriegsrat und Direktor der Kriegskanzlei, 1692 Wirklicher Geheimer Rat, 1696 Obersteuerdirektor; 1704 Abschied von seinen Ämtern; seit 1655 Ehe mit Ursula von Gustedt (1636–1694).
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von DresdenDresden:
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bekommen. Den 6ten May seynd
meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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, Ich, meine ältiste TochterElisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
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, der älteste
Prinz von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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nebst Seinem bruder dem Prinz ChristianBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Ferdinand Christian, Herzog von (1682-1706):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1705-1706 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig.
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,
die Princessin Eleonora von MeinungenSachsen-Meiningen, Eleonora Friederike, Herzogin von (1683-1739):
Tochter von Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen (1649-1706) und Elisabeth Eleonora, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1658-1729); Nichte des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Kanonisse im Reichsstift Gandersheim.
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, die Princessin von
Hollstein
Braunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Sophia Maria, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1683-1767):
Tochter von Herzog Rudolph Friedrich von Schleswig-Holstein-Norburg (1645-1688) und Bibiane, geb. von Promnitz (1649-1685); wuchs nach dem Tod des Vaters zusammen mit ihrem Bruder Ernst Leopold (1685-1722) bei ihren Vormündern, den Herzögen Rudolph August (1627-1704) und Anton Ulrich (1633-1714), in Wolfenbüttel auf; seit 1701 1. Ehe mit Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704), seit 1710 2. Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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und Ihr bruderSchleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg, Ernst Leopold, Herzog von (1685-1722):
Sohn von Herzog Rudolph Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1645-1688) und Bibiane, geb. von Promnitz (1649-1685); nach 1688 am Hof zu Wolfenbüttel erzogen; später Offizier in kaiserlichen Diensten, letztlich Generalfeldwachtmeister und Obrist eines Dragonerregiments.
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von SaltzdahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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wieder hereinge-
kommen, woselbsten wir den 5ten waren hingereiset und die
Nacht alda geblieben. Den 5ten May ist der Cammer-
Præsident von ImhoffImhoff, Anton Albrecht von (1653-1715):
Sohn von Hofrat Hieronymus von Imhoff (1606-1668) und Margarethe von Levetzow (1632-1710) a.d.H. Schorrentin; Page am Wolfenbütteler Hof, später Oberschenk, dann Geheimer Rat und Kammerpräsident in Wolfenbüttel, um 1700 Chefunterhändler mit Frankreich (2. Bündnisvertrag 1701); ab 1704 kurfürstlich-sächsischer Kammerpräsident in Dresden; seit 1694 Ehe mit Sophie Henriette von Lenthe (gest. 1742).
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von der Leipziger Oster-Meße wie-
der zuruck gekommen. Sonsten ist den 6ten May einer
von meinen Reit-Knechten Hanß MevesMeves, Hans:
Um 1696/1702 Reitknecht in Diensten von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); seit 1702 Ehe mit Anna Lucia Beyer.
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genandt mit einem
Schieß-Gaul von Ost-FrießlandOstfriesland, Fürstentum:
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vor den Fürsten von ÖttingenOettingen-Oettingen, Albrecht Ernst II., Fürst von (1669-1731):
Sohn von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644-1674); Bruder von Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1747); seit 1683 regierender Fürst von Oettingen-Oettingen; Generalfeldmarschall.
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36
alhier angelanget, und ist nicht über 3 wochen unterwegens gewe-
sen. Den 7ten May seynd herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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+und+ Frau MutterBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Juliane, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonora, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1680); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).
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nachdem
Abend-Eßen hieher nach WolffenbüttelWolfenbüttel:
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von SaltzdahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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gekommen
wegen des KayserlichenLeopold I., Kaiser (Heiliges Römisches Reich) (1640-1705):
Sohn von Kaiser Ferdinand III. (1608–1657) und Maria Anna, geb. Infantin von Spanien (1606-1646); seit 1654 deutscher König, seit 1655 König von Ungarn, seit 1656 König von Böhmen, seit 1658 Kaiser des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation.
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Abgesandten Graff RappachsRappach, Karl Ernst, Graf von (1649-1719):
Sohn des Kämmerers Graf Karl Ferdinand von Rappach (1620-1664) und Maria Eleonora, geb. von Breunner (1629-1649); kaiserlicher Kämmerer, Feldmarschall, Generalfeldzeugmeister, Hofkriegsrat, 1705 Erblandstabelmeisters in Österreich ob und unter der Enns.
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amkunfft.
Den 11ten May ist der HolländischeNiederlande, Vereinigte (Generalstaaten):
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Gesandte Mien herr von MoërMeer, Aelbert (Albertus) van der (1656-1713):
Gebürtig aus Leiden; um 1701/03 Sondergesandter der Vereingten Niederlande, u.a. im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel und dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg, 1703-1713 niederländischer Gesandter in Turin; seit 1685 Ehe mit Jeanne van Merode aus Genf.
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nebst Seinem SohnMeer, Frans van der (ca.1685/87-1743):
Sohn von Aelbert van der Meer (1656-1713), Sondergesandten der Vereingten Niederlande, und Jeanne van Merode; seit 1723 niederländischer Gesandter in Spanien.
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wieder nach BraunschweigBraunschweig:
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gekommen. Ich
bin mit dem ältesten Prinz von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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umb den Schloß-
Wall alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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gegangen, habe mit meiner
GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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im Schach gespielet und nach dem Abend-Eßen
in dem kleinen Gartten bey dem SchloßeWolfenbüttel, Schlossgarten:
Nach dem 30jährigen Krieg war kein Lustgarten mehr im Wolfenbütteler Schlossbezirk angelegt worden, wohl aber bezeugt Herzog Ludwig Rudolf selbst am 11. Mai 1701 (Tagebuch Blank. 28) einen "kleinen Gartten bey dem Schloße". Häufiger spricht er von einemn Aufenthalt in "unserm Gartten", ohne dass dieser immer eindeutig zu identifizieren wäre. Neben seinem eigenen an der Ost- und dem Garten seiner Frau Luise Christine an der Westseite des Neuen Wegs gab es auch noch den Lustgarten, den Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) 1655 vor dem Harztor im Süden der Stadt als "Mon Plaisir" hatte anlegen lassen (das 1678 dort erbaute Lusthaus musste aber bereits 1709 abgerissen werden).
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Spatzieren ge-
gangen. Den 12ten May haben von hiesiger Garnison
zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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100 Mann angefangen an dem Waßer-
Fall bey der Spitze des Mühlen-BastionsWolfenbüttel, Mühlenbastion:
Bastei an der Nordwestecke der das Schlossareal umgebenden Dammveste
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zu arbeiten
umb denselbigen wieder in den Stand zu bringen. Ich habe
meinen bären mit hunden hetzen laßen, und hat mir
der Capitain RockhausenRockhausen, Georg Friedrich von (1673-1752):
Sohn des fürstlich sachsen-weißenfelsischen Kammerjunkers Christoph Jahn von Rockhausen (1643-1682), auf Kirchscheidungen, und Barbara Regina, geb. von Bissing a.d.H. Löberitz; kursächsischer Kommissar des Thüringischen Kreises, um 1697/1704 Capitain (Hauptmann) in Diensten Braunschweig-Wolfenbüttels beim herzoglichen Leibbataillon zu Fuß; Erbherr auf Obhausen, Leimbach und Albersroda; seit 1697 Ehe mit Marie Elisabeth von der Streithorst a.d.H. Küblingen, Kammerfräulein bei der regierenden Herzogin.
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von meinem Regiment ei-
nen hund darzu verehret. Habe auch mit OppelnOppel, Moritz Friedrich von (gest. 1707):
seit spätestens 1697 Kammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel, erneut bestallt 1699, tätig bei Herzogin Elisabeth Juliane (1634–1704), dann bei Herzog Anton Ulrich (1633-1714).
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in Tric-
trac
(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
gespielet und nichts gewonnen noch verlohren.
Den 13ten May ist mein herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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hinaus nach
Saltz-dahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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spatzieren gefahren; der GeneralLieutnant
Graff von der LippeLippe-Brake, Georg, Graf zur (1641-1703):
Sohn von Graf Otto zur Lippe-Brake (1589-1657) und Margarethe, geb. Gräfin von Nassau-Dillenburg (1606-1661); 1674 Generalmajor, 1685 Geheimer Kriegsrat und Kommandant der Festung Wolfenbüttel, 1689 Generalleutnant, d. h. höchster Generalitätsrang nach dem Herzog.
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ist diesen Tag wieder von hier
abgereiset. Den 14ten May bin ich nach meinem
GarttenWolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" erwähnt, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
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hinaus gefahren und habe des mittages draus-
sen geßen, habe auch meinen Cammerdiener EurichErich, Eberhard (gest. nach 1727):
Barbier und Wundarzt, um 1701 Kammerdiener von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), genannt "Eurich".
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nach Schwalbach(Bad) Schwalbach:
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gesendet umb mir den Sauer-brunnen
zu überbringen (Sonsten ist den 12ten May zu Hofe
AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
gehalten worden; den 11ten May habe ich
aufgeliehen 100 Thlr von dem Hoff-Ambt-SchreiberDommes, Daniel (gest. 1729):
Seit 1689 Hofamtsschreiber in Wolfenbüttel, 1693 Bestallung zum Amtsverwalter und Rechnungsführer beim Amt Wolfenbüttel, Rechnungsführer der Ritterakademie in Wolfenbüttel, seit 1709 Haushofmeister am Wolfenbütteler Hof.
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darvon habe ich 100 f meinem Cammer-diener EurichErich, Eberhard (gest. nach 1727):
Barbier und Wundarzt, um 1701 Kammerdiener von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), genannt "Eurich".
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ge37-
geben zu seiner Reise, 11 Thlr vor TabatierenTabatiere:
Schnupftabaksdose
und 30 f an
meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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. Den 6ten May habe ich vor 19 Thlr bücher
ausgenommen von dem hiesigen Buchführer Freytag
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; Gegen
den Abend habe ich ein schreiben von Monsieur EgelingEgeling, N. N.:
Vermutl. Händler in Bremen.
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aus Bre-
men
Bremen:
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bekommen.  Den 7ten May habe ich einen Vorreiter
zu meinem Spann-Kutsch-Pferde angenommen, so bey Monsieur
StreithorstStreithorst, Franz Christoph Ernst von der:
Sohn des Wolfenbütteler Schlosshauptmanns Christoph von der Streithorst (gest. 1669?) und Sabina Elisabeth, geb. von Thal; spätestens 1689 herzoglicher Schatzrat zu Wolfenbüttel; Erbherr auf Küblingen; seit 1667 Ehe mit Anna Sophia von Roßau.
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zu KüblingenKüblingen:
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vor dehm in diensten gewesen
und den gewesenen Vorreiter habe ich zum Rait-Knecht ge-
machet. Den 12ten May habe ich vor bilder und ein buch
23 gg ausgegeben, und 3 f an der buch-binderin zu Braun-
schweig
Braunschweig:
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) Den 14ten May habe ich eine Silberne Schlag-Uhr
und 2 Silberne Schachteln vor 30 Thlr versetzet und ha-
be von denen 30 thlrn ausgegeben 12 Thlr 12 g: an die
arbeits leute auf dem GarttenWolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" erwähnt, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
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, 2 Thlr an meinen Cammer-
Laquejen BerndLuppels (Lüppels/Lippels), Bernhard Daniel:
Um 1696/97 Lakai von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), um 1701 Kammerdiener, genannt "Bernd".
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, 1 Thlr 12 g: an den Gärttner, auch habe
ich an den Fendrich Hasenbein26 so nach dennemarck von meinem
bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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verschicket worden, umb vor Jhn Pferde heraus
zu bringen, so Ihme der KönigFriedrich IV., König von Dänemark und Norwegen (1671-1730):
Sohn von König Christian V. von Dänemark und Norwegen (1646-1699) und Charlotte Amalia, geb. Landgräfin von Hessen-Kassel (1650-1714); seit 1699 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein.
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geschencket, vor 3 Paar Dän-
nische handschu 3 Thlr gegeben, und an den Gärttner vor
Herren-Dienste 24 Mg:. An meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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habe ich
auch 10 f gegeben, so ich ihr schuldig gewesen. Ich habe
diesen Tag eine ordre bekommen, daß zu der neuen Com-
pagnie Dragoner des künfftigen Major LentensLenthe, N. N. (2) von:
Vor 1701 Capitain im Regiment Schulenburg in herzoglich savoyardischen Diensten; 1701 Major
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, so
damahls als Capitain unter dem Regiment von Schulen-
burg
Schulenburg, Matthias Johann, Graf von der (1661-1747):
Sohn von Gustav Adolph von der Schulenburg (1632-1691), kurbrandenburgischer Geheimrat und Kammerpräsident, und Petronella Ottilie, geb. von Schwencken (1637-1674) a.d.H. Haselünne ; Schulbesuch in Magdeburg, Studium in Saumur (1680) und Paris (1683); 1685 Kammerjunker in Wolfenbüttel; 1687-1688 Volontär in kaiserlichen Militärdiensten; Oberkammerjunker in Wolfenbüttel und Hauptmann der Infanterie, 1690 Major, 1692 Obristleutnant, 1693 Obrist; 1699-1701 Generalmajor in Diensten Savoyen-Sardiniens; 1702 Generalleutnant in Diensten Kursachsen-Polens; seit 1715 Reichsgraf.
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in SavoyischenSavoyen, Herzogtum:
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Diensten stund, von meinem hiesigen
Dragoner-Regiment solten par Compagnie 5 alte
Mann nebst voller mundirung abgegeben werden,
ausgenommen die Pferde, welches 25 Mann ausmachete,
weil ich nur noch 5 Compagnien zusammen hatte, indehm 38
die Sechste, so der Major KernKern, David Heinrich:
Militär in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, um 1700 Major im Dragonerregiment von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), ab 1701 Obristlieutenant.
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commandiret, und welche die schönste
an Mannschafft und Pferden war, wie auch die älteste, schon vor-
her abgegangen, zu mahlen man vor guth befunden, umb einen
Fueß bey dem neuen Regimente zu machen, so hernach der
herr GeneralMajor KlengelKlengel, Hans Caspar von (ca.1665/70-nach 1706):
Sohn von Wolf Caspar von Klengel (1630-1691), kursächsischer Generalwachtmeister, und Maria von Bex (1645-1717); in kaiserlichen Diensten Hauptmann einer Dragonerkompanie, kursächsischer Capitain der Infanterie, um 1691 kursächsischer Obristleutnant der Artillerie, um 1701 braunschweigisch-wolfenbüttelscher Generalmajor der Kavallerie.
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bekommen, diese alte schöne Com-
pagnie darzu zu employirenemployiren:
einstellen, in Dienst nehmen
, und wurde bey solcher Gelegen-
heit obgemelter Kern Obrist-Lieutenant von solchem Regimente,
worunter dann der Major LenteLenthe, N. N. (2) von:
Vor 1701 Capitain im Regiment Schulenburg in herzoglich savoyardischen Diensten; 1701 Major
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auch zu stehen kommen. Die-
sen tag hat der Graf CastellCastell-Remlingen, Leopold Friedrich Ernst, Graf und Herr zu (1679-1702):
Einziges Kind von Graf und Herr Friedrich Magnus zu Castell-Remlingen (1646-1717), kaiserlicher Generalfeldmarschall der Kavallerie, und Susanna Johanna, geb. Gräfin von Oettingen-Oettingen (1643-1713); Hauptmann in fürstlich-wolfenbüttelschen Diensten, ab 1701 Obristleutnant.
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bey Seiner Compagnie Dragoner,
so er unter meinem Regiment Commandirete, als Capitain
öffentlich abgedancket, und ist als ObristLieutnant bey dem Regiment
Reuther, davon der FranzöscheFrankreich, Königreich:
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Envoyé Monsieur de BonacBonnac, Jean Louis d'Usson, Marquis de (1672-1738):
Sohn von Salomon d’Usson (1638-1698), Marquis de Bonnac; anfangs Militär, später Diplomat, 1696 Gesandtschaftssekretär in Dänemark unter seinem Onkel, François d'Usson, Marquis de Bonrepaus (1654-1719), 1698 Geschäftsträger der französischen Gesandtschaft in Den Haag, 1700-1701 französischer Sondergesandter beim Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel (als Nachfolger des seit 1698 in Wolfenbüttel amtierenden französischen "envoyé extraordinaire", Charles-François de Caradas, Marquis du Héron), dann in Schweden (1701), französischer Botschafter in Polen (1707-1710), Spanien (1711-1713), Konstantinopel (1716-1724) und Solothurn (1727-1736); seit 1715 Ehe mit Françoise Madeleine de Gontaut-Biron (1691-1739).
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Obrister
geworden, zu stehen kommen, auch seynd umb eben diese Zeit
der Obrist-Lieutnant HagenHagen, Busso von (1665-1734):
Sohn von Michael Hermann von Hagen (1620–1666), Hofmeister und Rat in Plötzkau, und Klara, geb. von der Asseburg (gest. 1675); Schulbesuch in Magdeburg, Studium in Utrecht (1684-87); Militär in braunschweig-wolfenbüttelschen Dienst, seit 1689 Rittmeister, 1693 Obristwachtmeister, 1695 Obristleutnant, 1701 Obrist und Oberkammerjunker , 1709 Generalmajor und Kammerherr, dann General en chef, 1720 zugleich kaiserlicher Feldmarschallleutnant, 1727 Abschied aus braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; Erbherr auf Biendorf und Döbernitz; seit 1698 1. Ehe mit Dorothea Henriette von Schöning (1682–1714), seit 1715 2. Ehe mit Ehrengardt Marie von der Schulenburg verw. Freifrau von Canstein (1664–1748).
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von der Garde zu Pferde und
Obrist-Lieutnant TürckTürck (Türke), Anton Julius von (gest. 1725):
Konvertierter Türke; Militär in Diensten Braunscheig-Wolfenbüttels, 1695 Fähnrich, vor 1701 Kapitänleutnant, 1701 Obrist, spätestens 1720 Schlosshauptmann zu Wolfenbüttel.
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von Hertzog RudolphsBraunschweig-Wolfenbüttel, Rudolph August, Herzog von (1627-1704):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); seit 1666 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; seit 1650 1. Ehe mit Gräfin Christiane Elisabeth von Barby (1634–1681), seit 1681 2. Ehe mit Rosine Elisabeth Menthe (1663–1701; "Madame Rudolphine").
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Garde zu Pferde,
wie auch mein Obrist-Lieutnant VölckeningVölckening, Jobst Eberhard von (gest. 1743):
Militär in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1680 Leutnant, 1688 Capitain, 1693 Major, 1694 Obristlieutenant des Dragonerregiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), 1701 Obrist, 1714 Brigadier, 1726 Generalmajor, auch Kommandant der Festung Wolfenbüttel und Festungsbaudirektor; 1730 geadelt.
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zu Obristen de-
clariret worden, und seynd stehen blieben bey dem Corps,
das sie vorher comandiret. Dem Prinz Ferdinand
Albrecht von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel, Ferdinand Albrecht II., Herzog von (1680-1735):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); 1701 Obristleutnant in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1701-1705 Probst der Kollegiatstifte St. Blasius und St. Cyriakus in Braunschweig; seit 1735 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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seynd auch Patenta von hier nach Franck-
reich
Frankreich, Königreich:
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nachgeschicket worden, als Obrist-Lieutnant bey des
Obristen HeringsHeringen, Georg Albrecht von:
Sohn von Georg von Heringen (gest. ca.1663); 1670 in Militärdienst in Wolfenbüttel, anfangs Korporal, 1671 Sergeant, 1674 Fähnrich und Leutnant, 1675 Hauptmann, 1687 Major, 1689 Obristleutnant, 1691 Obrist, 1699 Kommandant der Stadt und Festung Braunschweig, 1701 Brigadier, 1702 Generalmajor, 1704 Dimission, schließlich kurhannöverscher Generalmajor der Infanterie; Erbherr auf Groß Mehlra und Bovenden bei Göttingen.
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Regimente Infanterie zu stehen.
Den 15ten May ist der HolländischeNiederlande, Vereinigte (Generalstaaten):
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AbgesandteMeer, Aelbert (Albertus) van der (1656-1713):
Gebürtig aus Leiden; um 1701/03 Sondergesandter der Vereingten Niederlande, u.a. im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel und dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg, 1703-1713 niederländischer Gesandter in Turin; seit 1685 Ehe mit Jeanne van Merode aus Genf.
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von Braun-
schweig
Braunschweig:
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herüber nach WolffenbüttelWolfenbüttel:
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gekommen. diesen
tag ist des mittages bunte riche zu Hofe gewesen, und
haben folgende Persohnen Zettel gezogen: Mein herr Vat-
ter
Braunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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, Frau MutterBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Juliane, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonora, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1680); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).
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, Meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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, die Princessin Eleonora
von Meinungen
Sachsen-Meiningen, Eleonora Friederike, Herzogin von (1683-1739):
Tochter von Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen (1649-1706) und Elisabeth Eleonora, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1658-1729); Nichte des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Kanonisse im Reichsstift Gandersheim.
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, die Princessin von HollsteinBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Sophia Maria, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1683-1767):
Tochter von Herzog Rudolph Friedrich von Schleswig-Holstein-Norburg (1645-1688) und Bibiane, geb. von Promnitz (1649-1685); wuchs nach dem Tod des Vaters zusammen mit ihrem Bruder Ernst Leopold (1685-1722) bei ihren Vormündern, den Herzögen Rudolph August (1627-1704) und Anton Ulrich (1633-1714), in Wolfenbüttel auf; seit 1701 1. Ehe mit Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704), seit 1710 2. Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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, und meine äl-
tiste Tochter
Elisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
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, der älteste Prinz von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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, Ich, der
KaiserlicheRappach, Karl Ernst, Graf von (1649-1719):
Sohn des Kämmerers Graf Karl Ferdinand von Rappach (1620-1664) und Maria Eleonora, geb. von Breunner (1629-1649); kaiserlicher Kämmerer, Feldmarschall, Generalfeldzeugmeister, Hofkriegsrat, 1705 Erblandstabelmeisters in Österreich ob und unter der Enns.
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, FranzösischeBézac, Jean d'Usson, Marquis de (1651/52-1705):
Sohn von François d’Usson (gest. nach 1667), seigneur de Bonrepaus et de Bonnac, und Bernardine de Faure; Militär und Diplomat; 1696 französischer Generalleutnant, Gouverneur der Grafschaft Nizza; 1701-1702 französischer Sondergesandter ("envoyé extraordinaire") beim Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel als Nachfolger seines Neffen, Jean Louis d'Usson, Marquis de Bonnac (1672-1738); Komtur (Commandeur) des königlich-französischen "Ordre royal et militaire de Saint-Louis".
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, DännischeMencke (Mencken), Otto (von) (1654-1703):
Sohn von Helmrich Mencke (1609-1669) aus Oldenburg und Mette, geb. Spießmacher; Amtmann in Steinburg, Amt Holstein, 1684-1685 dänischer Legationssekretär, bis 1689 Geschäftsträger in Hannover und Celle, um 1693/97 dänischer Resident in Wolfenbüttel; August 1697 bis Oktober 1703 Gesandter in Wolfenbüttel; zwischen 1693 und 1698 Korrespondenz mit Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716); seit 1689 Ehe mit Eva Margarethe Jessen (1673-1723).
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und Holländische Gesandte, 39
Ein Junger Graff Reuß
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, so den 13ten May alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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angekommen, umb Sich in der hiesigen AcademieWolfenbüttel, Ritterakademie "Rudolph-Antoniana":
Ritterakademie, 1687 von den Herzögen Rudolph August und Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel gegründet, im Kleinen Schloss in Wolfenbüttel untergebracht, 1715 aufgelöst.
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eine Zeitlang auf-
zuhalten, nemlich Heinrich der * * *, und dann ein bruderWartensleben, Simon Elmershausen von (1653-1720):
Sohn von Hans Hermann von Wartensleben (1620-1687) und Margarethe Elisabeth, geb. von Haxthausen (1635-1695); 1686 Stallmeister der Grafen von der Lippe-Schaumburg; 1691 Obrist in Diensten des Herzogs Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646-1691); 1701 Obrist zu Roß in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; königlich-preußischer Regierungsrat zu Minden und Landdrost zu Hausberge a.d. Weser.; Ehe mit Anna Sophie von Cornberg (gest. 1709).
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des GothischenSachsen-Gotha-Altenburg, Herzogtum:
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Generals von WarttenslebenWartensleben, Alexander Hermann, Graf von (1650-1734):
Sohn von Hans Hermann von Wartensleben (1620-1687) und Margarethe Elisabeth, geb. von Haxthausen (1635-1695); Page am landgräflichen Hof in Kassel, seit 1666 im Militärdiensten, anfangs in französischen Diensten, ab 1673 in Diensten Hessen-Kassels, 1680 Obristleutnant, 1683 Generaladjutant, 1684 Obrist, 1690 Generalmajor; seit 1691 in Diensten des Herzogs Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646-1691) und zugleich Oberbefehlshaber des herzoglich-sächischen Kontingents der Reichsarmee; 1691 auch Mitglied des Vormundschaftsrat für die Herzöge Friedrich II. (1676-1732) und Johann Wilhelm (1677-1707) von Sachsen-Gotha-Altenburg; 1691 kaiserlicher Feldmarschalleutnant, 1695 Generalfeldzeugmeister; 1702 Wechsel in königlich-preußische Dienste als Generalfeldmarschall und Geheimer Kriegsrat; 1706 Reichsgraf; seit 1676 1. Ehe mit Sophie Dorothea von May (1655-1684), seit 1693 2. Ehe Anna Sophia von Treskow (1670-1735).
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, so hernacher Obri-
ster geworden von einem Regiment Cavallerie. Es wurde
gespeiset in dem ordinairen Eß-Gemach und bekahm jede
Dame 2 Cavalliers an Ihre seiten des Abends war ordi-
naire
AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe und habe ich in Trictrac(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
verloh-
ren 11 f. Den 16ten May ist alhier zu WolfenbüttelWolfenbüttel:
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des mittages in dem großen Saal gespeiset worden,
und hat man abermahlen Zettels gezogen. Des Abends
ist der Hoff al corpo zum erstenmahl gewesen von diesem
Jahr in dem Lecheln-HoltzeLechlumer Holz:
Früher Lecheln-Holtz nach einem wüstgefallenen Dorf Lechede; Waldgebiet im Norden von Wolfenbüttel; Standort der herzoglichen Richtstätte ("Hohes Gericht") vom 16. bis 18. Jahrhundert.
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, und hat man des Abends
aldort in dem daselbst befindlichen Hause gegeßen; bey
der Taffel haben etliche Berg-Knappen mit Cithrinen
und Violinen aufgewarttet und dabey gesungen. Die-
sen tag ist ein Dragoner von Haubtmann CampensCampen, Bernhard Adolph von (1678/79-1745):
Vermutlich Sohn von Johann Georg Christoph von Campen; 1694 Studium an der Ritterakademie in Wolfenbüttel; um 1701 Hauptmann des königlich-polnischen Dragonerregiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Erbherr auf Kirchberg.
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Compag-
nie von meinem Regiment alhier zu Wolffenbüttel
gestorben, nahmens BalckeBalcke, Henning (gest. 1701):
Aus Groß Flöthe gebürtig; Dragoner des Regiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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von Großen FlöteGroß Flöthe:
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hier aus dem
LandeBraunschweig-Wolfenbüttel, Herzogtum:
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. Ich habe 11 f von meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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aufgeliehen[.]
Den 17ten May habe ich meinen bären hetzen laßen,
und bin umb den Schloß- und Stadt-Wall spatzieren
gegangen. Diesen Tag ist eine Opera alhier zu
WolffenbüttelWolfenbüttel:
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gespielt worden, nemblich EndymioneOper "Endimione":
Früherer Druck (Aufführung am 5./ 15. 10. 1700): ENDIMIONE FAVOLA PER MUSICA da rappresentarsi NEL TEATRO DI WOLFENBUTTEL. Endimion in einem singenden Schäfer-Spiel/ vorgestellet Auf dem Fürstl. Wolffenbüttelischen THEATRO. Wolfenbüttel: Bißmarck [um 1700]. HAB: Textb. 291.1 (Digitalisat: http://diglib.hab.de/drucke/textb-291-1/start.htm). VD17 23:251605C; Chrysander, S. 254f.; Schmidt (1929), S. 8 Nr. 154; Thiel: Libretti, Nr. 627. Das Stück war bereits am 24. 5./ 3. 6. 1700 im Schloss Salzdahlum aufgeführt worden: ENDIMIONE ... NEL TEATRO Di SALTHAL. Endymion ... auf dem kleinern Theatro des Fürstlichen Lust-Hauses zu Saltzthalen. Wolfenbüttel: Bißmarck 1700. HAB: Textb. 291. VD17 23:251603N; Schmidt (1929), S. 8 Nr. 150; Thiel: Libretti, Nr. 626. Eine von beiden Drucken abweichende Fassung in HAB: Textb. Sammelbd. 3 (4). VD17 23: 252016P. Komp.: Georg Caspar Schürmann (1672-1751); Libretto: Francesco Lemwene (1634-1674). Spätere Aufführungen sind für den 21. 2. und 17. 5. 1701 - letztere in Wolfenbüttel und auf Italienisch (Tagebuch Herzog Ludwig Rudolphs, Cod. Guelf. 28 Blank., S. 13 und S. 39) -, den 20. und 23. 9. 1707 in Salzdahlum (vgl. Pegah, S. 184 u. 188) und für den März 1720 in Wolfenbüttel bezeugt: Endimione. Pastorale con Prologo rappresentato Nel Giorno Natalizo Del ... Duca Augusto Guilelmo, Duca regnante di Brunsviga e Luneburgo Per Commando ... di Elisab. Sophia Maria, Duchessa regnante ... Nel Teatro Ducale di Wolffenbüttel. Endimion. Schäffer-Spiel nebst einem Prologo ... an dem höchst-erfreulichen Geburts-Tage ... Herrn August Wilhelms ... Als solcher den 8. Mertz 1720 zu Wolffenbüttel celebriret wurde ... Auf dem Hertzoglichen Theatro zu Wolffenbüttel vorgestellet. Wolfenbüttel: Bartsch [1720]. HAB: Textb. 645; Schmidt (1929), S. 13 Nr. 247; Thiel: Libretti, Nr. 628. Lit.: Rashid Sascha Pegah: Und abends war "opera". Tagebuchnotizen aus dem Jahre 1707. In: Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte 23.2 (1998), S. 182-190, hier S. 184 u. 188; Gustav Friedrich Schmidt: Neue Beiträge zur Geschichte der Musik und des Theaters am Herzoglichen Hofe zu Braunschweig-Wolfenbüttel. Folge 1: Chronologisches Verzeichnis der in Wolfenbüttel, Braunschweig, Salzthal, Bevern und Blankenburg aufgeführten Opern, Ballette und Schauspiele ... mit Musik bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. München 1929, S. 8 u. 12; E. Thiel: Libretti. Verzeichnis der bis 1800 erschienenen Textbücher. Frankfurt a. M. 1970 (Kataloge der Herzog August Bibliothek, 14).

so Italienisch und schon vorher etliche mahl gespielet war;
nach endigung der Opera ist an etlichen tafeln in dem
ordinairen Eß-Gemach gespeiset worden. Den 18ten
May
habe ich den letzt verstorbenen DragonerBalcke, Henning (gest. 1701):
Aus Groß Flöthe gebürtig; Dragoner des Regiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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begraben
laßen mit hergebrachten Ceremonien. Diesen 40
tag haben Meine Frau MutterBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Juliane, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonora, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1680); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).
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und meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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des mittages
zusammen auf Ihrem GarttenWolfenbüttel, Garten Herzogin Elisabeth Julianes:
Um 1690 angelegter Garten Herzogin Elisabeth Julianes (1634-1704), der Mutter Herzog Ludwig Rudolphs, westlich des Neuen Wegs vor dem Herzogtor. An der Ostseite des Neuen Wegs lag Ludwig Rudolphs Garten.
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vor dem Hertzog-thoreWolfenbüttel, Herzogtor:
Stadttor in Wolfenbüttel; nördlicher Durchgang aus der Heinrichstadt durch die Festungswälle Richtung Braunschweig; 1660 erbaut.
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gegeßen; des
Abends ist der älteste Prinz von PlönSchleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Adolf August, Herzog von (1680-1704):
Sohn von Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704) und Dorothea Sophia, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1653-1722); 1694 Ritterakademie in Den Haag, 1697 Reise nach England, Besuch der Höfe in Hannover, Kopenhagen, Stockholm und Wien, 1699-1701 Teilnehmer der kaiserlichen Gesandtschaft nach Konstantinopel; um 1701 Obrist in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; seit 1701 Ehe mit Herzogin Elisabeth Sophie Marie von Schleswig-Holstein-Norburg (1683–1767).
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von StraßburgStraßburg (Strasbourg):
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nebst ei-
nem Grafen von der LippeLippe-Brake, Ludwig Ferdinand, Graf zur (1680-1709):
Sohn von Graf Friedrich zur Lippe-Brake (1638-1684) und Sophie Luise, geb. Herzogin von Holstein-Beck (1650-1714); erzogen am Hof zu Plön, 1699/1701 Hofmeister von Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704); seit 1707 regierender Graf zur Lippe-Brake.
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alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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angekommen,
nachdehm er 2 Jahr auf Seinen Reisen in Fremden Ländern zu-
gebracht; wie er dann mit dem Kaiserlichen Pottschaffter Gra-
fen von Öttingen
Oettingen-Wallerstein, Wolfgang IV., Graf von (1626-1708):
Sohn von Graf Ernst II. von Oettingen-Wallerstein (1594-1670), Reichshofratspräsident, und Maria Magdalena, geb. Gräfin Fugger (1606-1670); 1653 Reichshofrat, 1654 Kämmerer, 1678 Geheimer Rat, 1683 Reichshofratspräsident, Diplomat in kaiserlichen Diensten, 1699-1701 Botschaftsreise nach Konstantinopel; seit 1661 Ehe mit Gräfin Anna Dorothea von Wolkenstein-Rodenegg (1636-1702).
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nach ConstantinopelKonstantinopel (İstanbul):
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gereiset, von dannen
Er über WienWien:
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nach ItalienItalien:
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, und von dannen nach FranckreichFrankreich, Königreich:
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,
und so über Straßburg wieder zurückgekommen; seinen Hoff-
meister den Haubtmann BuschBusch, N. N. (2) von:
Um 1701 Hauptmann und Reise-Hofmeister des Prinzen Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön.
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unter des General Major
BernsdorffsBernstorff, Hans Valentin von (1650-1715):
Sohn von Andreas von Bernstorff (1604–1655), braunschweig-wolfenbüttelscher Rat und Prinzenhofmeister, auch Domherr zu Ratzeburg, und Anna Elisabeth, geb. von Bülow (1621-1673); seit 1681 Obristleutnant in fürstlich-wolfenbüttelschen Diensten, 1684 Obrist, 1691 Brigadier, 1695 Generalmajor, 1705 Generalleutnant.
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Regiment zu Fueß, hat er zu Straßburg
kranck zurücke gelaßen. Des Abends ist Ordinaire
AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe gewesen, nach deren endigunge
man an kleinen Tafeln in dem großen Saal gegeßen,
und ist der abend mit einem Ball beschloeßen worden;
Ich habe in Trictrac(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
gegen Monsieur KnorrenKnorr von Rosenroth, Johann Christian (1670-1716):
Sohn von Christian Knorr von Rosenroth (1636-1689), pfalz-sulzbachischer Kanzleidirektor, und Susanna, geb. Paumgartner (gest. 1696); seit 1699 Kammerjunker des Herzogs Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714), später auch Legationsrat und 1705 Gesandter Braunschweig-Wolfenbüttels beim Regensburger Reichstag; trug mit Opernlibretti zur Braunschweig-Wolfenbüttelschen Hofkultur bei.
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4 f ver-
lohren. Sonsten habe ich in diesem tag des mittages
bey der Taffel, so in meines herrn VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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Vorgemach
gehalten wurde, und an welcher nichts als Manns-Per-
sohnen saßen, von dem Holländischen Envoyé, Mien herr
von der MöerMeer, Aelbert (Albertus) van der (1656-1713):
Gebürtig aus Leiden; um 1701/03 Sondergesandter der Vereingten Niederlande, u.a. im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel und dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg, 1703-1713 niederländischer Gesandter in Turin; seit 1685 Ehe mit Jeanne van Merode aus Genf.
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erzehlen hören, daß 2 Neapolitanische Prin-
zen kurtz vor Seiner ankunfft daselbst sich verun-
williget hetten, und weil Sie es von solcher Wichtig-
keit zu seyn befunden, daß Sie einander mit der Fuchtel
in der hand sehen müsten, weren Sie auß der intention
nach ZürichZürich:
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, in der SchweitzSchweiz, Eidgenossenschaft:
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gelegen, gereiset, umb mit
desto größerer Freyheit Sich duelliren zu können;
Wie Sie nun nach ausgestandenem vielen Ungemach
endlich hingekommen, hetten Sie, als Ordnung lie41-
bend, erst permission bey dem Rath daselbsten gesuchet, ihre hän-
del auszuführen, welcher solch frembd begehren aber gleich rund
abgeschlagen, mit der bedeütung, daß es Ihme als einem Ehr-
sahmen Rathe nicht in Seinen Kräfften stünde, ihnen wieder ihre
alte löbliche Gesetze, ja wieder alle billigkeit einen Orth
anzuweisen und Jhnen Freyheit mitzutheilen, in solcher Sache,
worüber Jhnen könte Unheil zustoßen; Es erforderte
vielmehr seine Pflicht, Jhnen einen solchen Orth zu zeigen,
der zu Ihrem gütlichen Vertrag und accommodement die-
nen könte; Weil aber der obgemelten Prinzen mei-
nung nach, die Sache von gar zu großer wichtigkeit,
daß Sie könte ohnmöglich abgethan werden zu beyder-
seitiger Satisfaction, als mit dem Degen in der Faust,
hette endlich ein Ehrsamer-Rath beliebet, Jhnen eine
Jnsel in der Stadt gelegen, zu debattirung Ihrer händel
einzuraumen, doch so, daß nicht beyde sich derselben be-
dienen solten, sondern den Fluß zwischen Sich habend, einer
dießeits der andere jentseits Ihre degen entblößen,
wann solches geschehen, solten einige von dem Magi-
strat gleich zutretten, und Sie von einander bringen,
und Zeugen seyn, daß die 2 Prinzen Ihre Sachen
zur Gnüge ausgeführet hetten. Der Envoyé sagte,
daß es 15 tage vorher geschehen, ehe er were hingekommen,
und hette es ihm einer erzehlet, so selbst mit darbey
gewesen, und Schiedes-Mann mit abgegeben. Es er-
zehlete auch eben derselbige Envoyé damahlen, daß wie be-
kandt, zu TurinTurin (Torino):
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das eingebildete heilige Schweiß-tuch des
Herrn Christi aufbehalten wird, in welches Er Sein Haupt
und Leib im Grab verhüllet, und so gar selten, und nur 42
bey gewißen Fest-tägen gewiesen wird, oder wann es einer von de-
nen sterbenden Fürstlichen Persohnen begehret zu sehen, Es sich bege-
ben, daß, als man obgedachtes tuch oder Lacken wegen der Princessin
Louise

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halben, so es in ihrem letzten Sterb-stündlein noch begehret
zu sehen, mit großem Pomp und Ceremonie gewiesen worden,
daß etliche arme Leute so unter unzähligen Persohnen dieses
mit angesehen, von Zerbrech- und niederstürtzung eines Thea-
tri und Schau-Gerüsts (deren viele daherumb erbauet gewe-
sen) übel zugerichtet und ihren Geist aufgegeben. Dieses
haben nun 2 Jesuiten so bey dem Holländischen Envoyé
Mien heer von MöerMeer, Aelbert (Albertus) van der (1656-1713):
Gebürtig aus Leiden; um 1701/03 Sondergesandter der Vereingten Niederlande, u.a. im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel und dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg, 1703-1713 niederländischer Gesandter in Turin; seit 1685 Ehe mit Jeanne van Merode aus Genf.
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(so mir dieses erzehlete, gestanden
und zugesehen) mit beobachtet, und aus allzu hitziger
Andacht heraus gefahren und gesaget: Quelle heu-
reuse mort, que ces gens meurent saintement, en re-
gardant le digne Sang de leur Sauveur
(in dem tuche
siehet man hin und wieder viel blutes annoch, so von
dem Heiligen zerfetzten Leibe soll angebacket seyn)
Worauff der Envoyé gefraget: Est ce que Vous n'en-
vierez point une si belle mort mes Peres?
Welches
Sie aber unbeantworttet gelaßen, und schmutzer-
lachend
schmutzerlachen:
verschmitzt lächeln, schmunzeln
unter einander gesaget: Voislà une pen-
seé bien juste.
 Den 19ten May habe ich des morgens
mit Pistolen nach der Scheibe geschoßen, und bin umb den
Wall spatzieren gangen; des nachmittages habe ich mei-
nen bären hetzen laßen, und habe des abends im Tric-
trac
(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
gegen Monsieur BrionBrion, Abel Armand de:
Militär in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1689 Fähnrich, 1692 Capitainleutnant, 1693 Capitain (1703 Abschied); 1690 zugleich herzoglicher Kammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel, erneute Bestallungen von 1695, 1699 und 1703; um 1719 herzoglicher Kammerherr.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und OppelnOppel, Moritz Friedrich von (gest. 1707):
seit spätestens 1697 Kammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel, erneut bestallt 1699, tätig bei Herzogin Elisabeth Juliane (1634–1704), dann bei Herzog Anton Ulrich (1633-1714).
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6 f verlohren, die-
sen tag ist ordinaire AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe gewesen.
Den 20ten May habe ich des morgens 2 Compagnien 43
von meinem hiesigen Dragoner Regimente, nemlich die Meinungische
und Campische, darvon die erstere haubtmann PrieggePrigge, Hans Georg (gest. nach 1714):
Vermutlich Sohn des Oberstleutnants der fürstlichen Leibgarde zu Pferd Bernhard Prigge (1631-1693); 1688 Rittmeiter, um 1701 Hauptmann (Capitain) im Dragoner-Regiment Prinz Ludwig Rudolphs von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); später Obrist und Bataillons-Kommandeur in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten (Landesmiliz).
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commandiert
und des Graff von CastellsCastell-Remlingen, Leopold Friedrich Ernst, Graf und Herr zu (1679-1702):
Einziges Kind von Graf und Herr Friedrich Magnus zu Castell-Remlingen (1646-1717), kaiserlicher Generalfeldmarschall der Kavallerie, und Susanna Johanna, geb. Gräfin von Oettingen-Oettingen (1643-1713); Hauptmann in fürstlich-wolfenbüttelschen Diensten, ab 1701 Obristleutnant.
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seine vorhero gewesen +exerciren laßen+ in Gegenwartt des
Jungen Prinzen von PlöenSchleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Adolf August, Herzog von (1680-1704):
Sohn von Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704) und Dorothea Sophia, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1653-1722); 1694 Ritterakademie in Den Haag, 1697 Reise nach England, Besuch der Höfe in Hannover, Kopenhagen, Stockholm und Wien, 1699-1701 Teilnehmer der kaiserlichen Gesandtschaft nach Konstantinopel; um 1701 Obrist in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; seit 1701 Ehe mit Herzogin Elisabeth Sophie Marie von Schleswig-Holstein-Norburg (1683–1767).
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und Prinz Augusts von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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,
und waren sie en Battaille auf dem Philips-bergeWolfenbüttel, Bastion Philippsberg:
Zwischen 1606 und 1609 errichteter nordöstlicher Eckpunkt der Wolfenbütteler Stadtbefestigung (am Ziegenmarkt in der Heinrichstadt), das mächtigste Bollwerk der gesamten Befestigungsanlage.
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gestellet,
Wir seynd hierauff mit einander umb den Schloß- und Stadt-
wall gegangen; den Nachmittag haben Wir mit Pistohlen
nach der Scheibe geschoßen und hat der Prinz von PlöenSchleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Adolf August, Herzog von (1680-1704):
Sohn von Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704) und Dorothea Sophia, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1653-1722); 1694 Ritterakademie in Den Haag, 1697 Reise nach England, Besuch der Höfe in Hannover, Kopenhagen, Stockholm und Wien, 1699-1701 Teilnehmer der kaiserlichen Gesandtschaft nach Konstantinopel; um 1701 Obrist in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; seit 1701 Ehe mit Herzogin Elisabeth Sophie Marie von Schleswig-Holstein-Norburg (1683–1767).
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2
mahl den Nagell getroffen , und ich einmahl gestreifet;
hernach haben Wir nach einem bloßen degen geschoßen
umb die Kugeln mitten von einander zu schneiden, wel-
ches der Prinz von Plöen 3 mahl glücklich verrichtet; der
Prinz August hatte 3 mahl in den kleinen Pfahl getroffen.
Den Abend ist ordinaire AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
zu Hofe gehalten
worden, und habe ich im Trictrac(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
gegen Monsieur OppelnOppel, Moritz Friedrich von (gest. 1707):
seit spätestens 1697 Kammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel, erneut bestallt 1699, tätig bei Herzogin Elisabeth Juliane (1634–1704), dann bei Herzog Anton Ulrich (1633-1714).
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,
BrionBrion, Abel Armand de:
Militär in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1689 Fähnrich, 1692 Capitainleutnant, 1693 Capitain (1703 Abschied); 1690 zugleich herzoglicher Kammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel, erneute Bestallungen von 1695, 1699 und 1703; um 1719 herzoglicher Kammerherr.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und KnorrenKnorr von Rosenroth, Johann Christian (1670-1716):
Sohn von Christian Knorr von Rosenroth (1636-1689), pfalz-sulzbachischer Kanzleidirektor, und Susanna, geb. Paumgartner (gest. 1696); seit 1699 Kammerjunker des Herzogs Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714), später auch Legationsrat und 1705 Gesandter Braunschweig-Wolfenbüttels beim Regensburger Reichstag; trug mit Opernlibretti zur Braunschweig-Wolfenbüttelschen Hofkultur bei.
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20 f verlohren. Den 21ten May
ist der Prinz von PlöenSchleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Adolf August, Herzog von (1680-1704):
Sohn von Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704) und Dorothea Sophia, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1653-1722); 1694 Ritterakademie in Den Haag, 1697 Reise nach England, Besuch der Höfe in Hannover, Kopenhagen, Stockholm und Wien, 1699-1701 Teilnehmer der kaiserlichen Gesandtschaft nach Konstantinopel; um 1701 Obrist in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; seit 1701 Ehe mit Herzogin Elisabeth Sophie Marie von Schleswig-Holstein-Norburg (1683–1767).
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, der Prinz August von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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,
nebst dem Grafen von der LippeLippe-Brake, Georg, Graf zur (1641-1703):
Sohn von Graf Otto zur Lippe-Brake (1589-1657) und Margarethe, geb. Gräfin von Nassau-Dillenburg (1606-1661); 1674 Generalmajor, 1685 Geheimer Kriegsrat und Kommandant der Festung Wolfenbüttel, 1689 Generalleutnant, d. h. höchster Generalitätsrang nach dem Herzog.
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und noch einem fremb-
den Cavallier, so von PlöenPlön:
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gekommen, umb den Wall
gangen, und haben die Heilige Dreyfaltigkeitkirche
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besehen.
Mein herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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, Frau MutterBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Juliane, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonora, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1680); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).
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waren zusammen wieder
hinaus nach SaltzdahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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, hernach haben Wir mit Flinten
und Pistolen geschoßen. Den 22ten May seynd der
Prinz von PlöenSchleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Adolf August, Herzog von (1680-1704):
Sohn von Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704) und Dorothea Sophia, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1653-1722); 1694 Ritterakademie in Den Haag, 1697 Reise nach England, Besuch der Höfe in Hannover, Kopenhagen, Stockholm und Wien, 1699-1701 Teilnehmer der kaiserlichen Gesandtschaft nach Konstantinopel; um 1701 Obrist in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; seit 1701 Ehe mit Herzogin Elisabeth Sophie Marie von Schleswig-Holstein-Norburg (1683–1767).
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, Meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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, die Princessin Ele-
onora von Meinungen
Sachsen-Meiningen, Eleonora Friederike, Herzogin von (1683-1739):
Tochter von Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen (1649-1706) und Elisabeth Eleonora, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1658-1729); Nichte des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Kanonisse im Reichsstift Gandersheim.
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, und die von HollsteinBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Sophia Maria, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1683-1767):
Tochter von Herzog Rudolph Friedrich von Schleswig-Holstein-Norburg (1645-1688) und Bibiane, geb. von Promnitz (1649-1685); wuchs nach dem Tod des Vaters zusammen mit ihrem Bruder Ernst Leopold (1685-1722) bei ihren Vormündern, den Herzögen Rudolph August (1627-1704) und Anton Ulrich (1633-1714), in Wolfenbüttel auf; seit 1701 1. Ehe mit Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704), seit 1710 2. Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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, der Prinz
August von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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, Ich, der Junge Graff von der LippeLippe-Brake, Ludwig Ferdinand, Graf zur (1680-1709):
Sohn von Graf Friedrich zur Lippe-Brake (1638-1684) und Sophie Luise, geb. Herzogin von Holstein-Beck (1650-1714); erzogen am Hof zu Plön, 1699/1701 Hofmeister von Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704); seit 1707 regierender Graf zur Lippe-Brake.
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hinaus nach SaltzdahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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gefahren, woselbsten Wir den
gantzen tag verblieben, und haben kleine Spiele gespielet.
Mein herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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ist des nachmittages hinüber nach Braun44-
schweigBraunschweig:
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gewesen, und gegen den Abend erst wieder gekommen;
des abend spät ist der Drost ImhoffImhoff, Wilhelm Heinrich von (1663-1725):
Sohn von Hofrat Hieronymus von Imhoff (1606-1668) und Margarethe, geb. von Levetzow (1632-1710) a.d.H. Schorrentin; Geheimer Rat der Fürsten zu Ostfriesland, sowie Oberschenk, Drost der Stadt und des Amtes Leer; Gesandter an vielen deutschen und europäischen Höfen, u.a. Kursachsen und Kurbrandenburg-Preußen; vor 1705 Ehe mit Isabella Sophia Boreel (1667–1728).
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aus Ost-FrießlandOstfriesland, Fürstentum:
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von BerlinBerlin:
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hiergekommen, und hat Uns erzehlet, was vor große Solennitä-
ten bey dem Einzuge des Königs von PreußenBrandenburg, Friedrich III., Kurfürst von (1657-1713):
Sohn von Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688), Herzog in Preußen, und Luise Henriette, geb. Gräfin von Nassau-Dillenburg[-Oranien] (1627-1667); seit 1688 Kurfürst von Brandenburg und Herzog in Preußen; seit 1701 König in Preußen; seit 1679 1. Ehe mit Landgräfin Elisabeth Henriette von Hessen-Kassel (1661–1683), seit 1684 2. Ehe mit Herzogin Sophie Charlotte von Braunschweig-Lüneburg (1668-1705).
Weitere Informationen in der MWW-Personensuche. Preußen, Friedrich I., König in (1657-1713):
Sohn von Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688), Herzog in Preußen, und Luise Henriette, geb. Gräfin von Nassau-Dillenburg[-Oranien] (1627-1667); seit 1688 Kurfürst von Brandenburg und Herzog in Preußen; seit 1701 König in Preußen; seit 1679 1. Ehe mit Landgräfin Elisabeth Henriette von Hessen-Kassel (1661–1683), seit 1684 2. Ehe mit Herzogin Sophie Charlotte von Braunschweig-Lüneburg (1668-1705).
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zu Berlin ge-
wesen. Den 23ten May ist in meiner Cammer eine
kleine AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
gewesen und habe ich 4 Tische mit Carten
und 2 mit Brettspielen gehabt. Ich habe im VerkehrenVerkehren:
Brettspiel
ge-
gen den Prinzen von PlöenSchleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Adolf August, Herzog von (1680-1704):
Sohn von Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704) und Dorothea Sophia, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1653-1722); 1694 Ritterakademie in Den Haag, 1697 Reise nach England, Besuch der Höfe in Hannover, Kopenhagen, Stockholm und Wien, 1699-1701 Teilnehmer der kaiserlichen Gesandtschaft nach Konstantinopel; um 1701 Obrist in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; seit 1701 Ehe mit Herzogin Elisabeth Sophie Marie von Schleswig-Holstein-Norburg (1683–1767).
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Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
2 f verlohren. Diesen Tag
seynd die 2 Abgesandten als KayserlicherRappach, Karl Ernst, Graf von (1649-1719):
Sohn des Kämmerers Graf Karl Ferdinand von Rappach (1620-1664) und Maria Eleonora, geb. von Breunner (1629-1649); kaiserlicher Kämmerer, Feldmarschall, Generalfeldzeugmeister, Hofkriegsrat, 1705 Erblandstabelmeisters in Österreich ob und unter der Enns.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und HolländischerMeer, Aelbert (Albertus) van der (1656-1713):
Gebürtig aus Leiden; um 1701/03 Sondergesandter der Vereingten Niederlande, u.a. im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel und dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg, 1703-1713 niederländischer Gesandter in Turin; seit 1685 Ehe mit Jeanne van Merode aus Genf.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
von
hier wieder abgereiset. Den 24ten May ist eben eine
solche AssambléeAssemblée:
Höfische Zusammenkunft von adligen Herren und Damen mit Spielen, Tanz und ähnlicher Zerstreuung, tw. unterschieden in einfache/gewöhnliche ("ordinaire") und besondere/große ("grande").
in der Princessin von HollsteinBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Sophia Maria, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1683-1767):
Tochter von Herzog Rudolph Friedrich von Schleswig-Holstein-Norburg (1645-1688) und Bibiane, geb. von Promnitz (1649-1685); wuchs nach dem Tod des Vaters zusammen mit ihrem Bruder Ernst Leopold (1685-1722) bei ihren Vormündern, den Herzögen Rudolph August (1627-1704) und Anton Ulrich (1633-1714), in Wolfenbüttel auf; seit 1701 1. Ehe mit Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704), seit 1710 2. Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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Cammer
gewesen. Den 25ten May seynd Wir des nachmit-
tages al Corso gefahren in dem Lecheln-holtzeLechlumer Holz:
Früher Lecheln-Holtz nach einem wüstgefallenen Dorf Lechede; Waldgebiet im Norden von Wolfenbüttel; Standort der herzoglichen Richtstätte ("Hohes Gericht") vom 16. bis 18. Jahrhundert.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
und habe
ich Sie hernach in meinem GarttenWolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" erwähnt, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
Registereintrag mit weiteren Fundstellen.
zum Abend-Eßen
behalten; Ich habe einen Taschenspieler, so ein Italie-
ner war und von ArnstadtArnstadt:
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kommen, seine Künste vor dem
eßen daselbsten in Gegenwartt der Compagnie machen
laßen. Die Compagnie bestand aus folgenden Per-
sohnen: Meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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, Princessin Eleonora von Mei-
nungen
Sachsen-Meiningen, Eleonora Friederike, Herzogin von (1683-1739):
Tochter von Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen (1649-1706) und Elisabeth Eleonora, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1658-1729); Nichte des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Kanonisse im Reichsstift Gandersheim.
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, Princessin von HollsteinBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Sophia Maria, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1683-1767):
Tochter von Herzog Rudolph Friedrich von Schleswig-Holstein-Norburg (1645-1688) und Bibiane, geb. von Promnitz (1649-1685); wuchs nach dem Tod des Vaters zusammen mit ihrem Bruder Ernst Leopold (1685-1722) bei ihren Vormündern, den Herzögen Rudolph August (1627-1704) und Anton Ulrich (1633-1714), in Wolfenbüttel auf; seit 1701 1. Ehe mit Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704), seit 1710 2. Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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, ihrer Hoff-Meisterin
und Fräulein HaxthausenStöckheim, Anna Sophia von, geb. von Haxthausen (1671-1743):
Tochter von Hermann Rabe von Haxthausen (1624/25-1682) und Agnes Maria, geb. Kamptz von Godau (gest. 1695); spätestens 1698 Kammerfräulein der Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Lüneburg (1671-1747); seit 1705 Ehe mit Obristleutnant Ernst Ludwig von Stöckheim (1662-1706).
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, Prinzen von PlöenSchleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Adolf August, Herzog von (1680-1704):
Sohn von Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704) und Dorothea Sophia, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1653-1722); 1694 Ritterakademie in Den Haag, 1697 Reise nach England, Besuch der Höfe in Hannover, Kopenhagen, Stockholm und Wien, 1699-1701 Teilnehmer der kaiserlichen Gesandtschaft nach Konstantinopel; um 1701 Obrist in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; seit 1701 Ehe mit Herzogin Elisabeth Sophie Marie von Schleswig-Holstein-Norburg (1683–1767).
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, Prinz Au-
gust von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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, Ich, dem Grafen von der LippeLippe-Brake, Ludwig Ferdinand, Graf zur (1680-1709):
Sohn von Graf Friedrich zur Lippe-Brake (1638-1684) und Sophie Luise, geb. Herzogin von Holstein-Beck (1650-1714); erzogen am Hof zu Plön, 1699/1701 Hofmeister von Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704); seit 1707 regierender Graf zur Lippe-Brake.
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, Monsieur
Haubitzen
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von PlöenPlön:
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, und Monsieur KrammenCramm, Johann Ludwig von (ca.1665-nach 1712):
Sohn von Hans Philipp von Cramm (1619-1669), braunschweig-lüneburgischer Geheimer Rat und Landdrost, und Margarethe Eva von Münch; Oberstleutnant, 1699 Kammerjunker und Hofmeister von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), seit 1709 Oberkammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel.
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. Den
26ten May ist der Prinz von PlöenSchleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Adolf August, Herzog von (1680-1704):
Sohn von Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704) und Dorothea Sophia, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1653-1722); 1694 Ritterakademie in Den Haag, 1697 Reise nach England, Besuch der Höfe in Hannover, Kopenhagen, Stockholm und Wien, 1699-1701 Teilnehmer der kaiserlichen Gesandtschaft nach Konstantinopel; um 1701 Obrist in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; seit 1701 Ehe mit Herzogin Elisabeth Sophie Marie von Schleswig-Holstein-Norburg (1683–1767).
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nebst dem Grafen
von der Lippe
Lippe-Brake, Ludwig Ferdinand, Graf zur (1680-1709):
Sohn von Graf Friedrich zur Lippe-Brake (1638-1684) und Sophie Luise, geb. Herzogin von Holstein-Beck (1650-1714); erzogen am Hof zu Plön, 1699/1701 Hofmeister von Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704); seit 1707 regierender Graf zur Lippe-Brake.
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nach BraunschweigBraunschweig:
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gereiset und bin Ich
nebst meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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, und dem Prinz August von
Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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nach Frau MutterBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Juliane, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonora, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1680); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).
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GarttenWolfenbüttel, Garten Herzogin Elisabeth Julianes:
Um 1690 angelegter Garten Herzogin Elisabeth Julianes (1634-1704), der Mutter Herzog Ludwig Rudolphs, westlich des Neuen Wegs vor dem Herzogtor. An der Ostseite des Neuen Wegs lag Ludwig Rudolphs Garten.
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vor dem Hertzog-thoreWolfenbüttel, Herzogtor:
Stadttor in Wolfenbüttel; nördlicher Durchgang aus der Heinrichstadt durch die Festungswälle Richtung Braunschweig; 1660 erbaut.
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gelegen spatzieren gefahren. Den 27. May seynd
meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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, die Princessin von MeinungenSachsen-Meiningen, Eleonora Friederike, Herzogin von (1683-1739):
Tochter von Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen (1649-1706) und Elisabeth Eleonora, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1658-1729); Nichte des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Kanonisse im Reichsstift Gandersheim.
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, und 45
HollsteinBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Sophia Maria, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1683-1767):
Tochter von Herzog Rudolph Friedrich von Schleswig-Holstein-Norburg (1645-1688) und Bibiane, geb. von Promnitz (1649-1685); wuchs nach dem Tod des Vaters zusammen mit ihrem Bruder Ernst Leopold (1685-1722) bei ihren Vormündern, den Herzögen Rudolph August (1627-1704) und Anton Ulrich (1633-1714), in Wolfenbüttel auf; seit 1701 1. Ehe mit Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704), seit 1710 2. Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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, Meine 2 Töchter, ihre Hoffmeisterin, eine Französin
von ZelleCelle:
Bis 1705 Residenz der Herzöge von Braunschweig und Lüneburg.
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, der Prinz von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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, und Ich, gegen der Predigt
des morgens hinaus nach SaltzdahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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gefahren, und ist der
Prinz von PlöenSchleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Adolf August, Herzog von (1680-1704):
Sohn von Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704) und Dorothea Sophia, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1653-1722); 1694 Ritterakademie in Den Haag, 1697 Reise nach England, Besuch der Höfe in Hannover, Kopenhagen, Stockholm und Wien, 1699-1701 Teilnehmer der kaiserlichen Gesandtschaft nach Konstantinopel; um 1701 Obrist in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; seit 1701 Ehe mit Herzogin Elisabeth Sophie Marie von Schleswig-Holstein-Norburg (1683–1767).
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nebst dem Grafen von der LippeLippe-Brake, Ludwig Ferdinand, Graf zur (1680-1709):
Sohn von Graf Friedrich zur Lippe-Brake (1638-1684) und Sophie Luise, geb. Herzogin von Holstein-Beck (1650-1714); erzogen am Hof zu Plön, 1699/1701 Hofmeister von Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704); seit 1707 regierender Graf zur Lippe-Brake.
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und
einem Cavallier auch dahin von BraunschweigBraunschweig:
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gekommen;
Wir haben den nachmittag in der Grotte kleine Spiele ge-
spielet, und seynd alle nach dem Abend-Eßen nach Wolf-
fenbüttel
Wolfenbüttel:
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gefahren, ohne herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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, und Frau MutterBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Juliane, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonora, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1680); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).
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.
Des Abends hat man zu Saltzdahlen auf dem innern
Schloß-platze auf denen 2 grünen Plätzen gegeßen.
Des morgens hat mir mein herr Vatter zu Saltzdahlen
gesaget, daß (ohnerachtet mein herr Vatter es mir
selbsten 14 tage vorher versprochen) Ich nicht könte al-
hier in seinen Diensten General-Major werden, aber
wohl unter einem anderen herren, und würde ich
nimmer höhere Kriegs-Chargen alhier erlangen können,
alß ich schon hette; Und damit ich mich nicht dörffte chagri-
niren
chagriniren:
bekümmern, grämen
, daß ich unter des neuen General-Majors KlengelsKlengel, Hans Caspar von (ca.1665/70-nach 1706):
Sohn von Wolf Caspar von Klengel (1630-1691), kursächsischer Generalwachtmeister, und Maria von Bex (1645-1717); in kaiserlichen Diensten Hauptmann einer Dragonerkompanie, kursächsischer Capitain der Infanterie, um 1691 kursächsischer Obristleutnant der Artillerie, um 1701 braunschweigisch-wolfenbüttelscher Generalmajor der Kavallerie.
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Commando zu stehen kähme, so solte ich gäntzlich meiner Dien-
ste als Obrister erlaßen seyn, und mein Regiment hin-
füro besitzen als mein eigenes Leib-Regiment; Vor
welche hohe Gnade Ich mich unterthenigst bedancket, und
gesaget: Unter andern herren zu dienen were meine
Lust nicht, sondern were schon mit dem König von PolenAugust II., König von Polen (1670-1733):
Sohn von Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen (1647-1691); seit 1694 Kurfürst von Sachsen sowie von 1697-1706 und erneut 1709-1733 zugleich König von Polen und Großherzog von Litauen.
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zufrieden, in deßen Diensten ich stünde, meine Begierde, so
ich von jugend auf hette getragen, meinem hause Krieges-
dienste leisten zu können, hette mich bis dato abgehalten
unter anderen Herren meine Fortun zu suchen, in Hoffnung
daß herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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mich selbst employiretemployiren:
einstellen, in Dienst nehmen
haben würde; Weil 46
aber das nicht seyn könte, were Ich mit allem zufrieden.
Den 28ten May haben Wir des Abends auf dem Walle in dem
so genandten Liebes-WinckelWolfenbüttel, Liebeswinkel:
Garten auf dem Mühlenbollwerk
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geßen, und waren es folgen-
de: der Prinz von PlöenSchleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Adolf August, Herzog von (1680-1704):
Sohn von Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704) und Dorothea Sophia, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1653-1722); 1694 Ritterakademie in Den Haag, 1697 Reise nach England, Besuch der Höfe in Hannover, Kopenhagen, Stockholm und Wien, 1699-1701 Teilnehmer der kaiserlichen Gesandtschaft nach Konstantinopel; um 1701 Obrist in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; seit 1701 Ehe mit Herzogin Elisabeth Sophie Marie von Schleswig-Holstein-Norburg (1683–1767).
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, Ich, Meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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, die Prin-
cessinnen von MeinungenSachsen-Meiningen, Eleonora Friederike, Herzogin von (1683-1739):
Tochter von Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen (1649-1706) und Elisabeth Eleonora, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1658-1729); Nichte des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Kanonisse im Reichsstift Gandersheim.
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, und HollsteinBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Sophia Maria, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1683-1767):
Tochter von Herzog Rudolph Friedrich von Schleswig-Holstein-Norburg (1645-1688) und Bibiane, geb. von Promnitz (1649-1685); wuchs nach dem Tod des Vaters zusammen mit ihrem Bruder Ernst Leopold (1685-1722) bei ihren Vormündern, den Herzögen Rudolph August (1627-1704) und Anton Ulrich (1633-1714), in Wolfenbüttel auf; seit 1701 1. Ehe mit Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704), seit 1710 2. Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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, der Prinz August
von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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, Graff von der LippeLippe-Brake, Ludwig Ferdinand, Graf zur (1680-1709):
Sohn von Graf Friedrich zur Lippe-Brake (1638-1684) und Sophie Luise, geb. Herzogin von Holstein-Beck (1650-1714); erzogen am Hof zu Plön, 1699/1701 Hofmeister von Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704); seit 1707 regierender Graf zur Lippe-Brake.
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, Fräulein HaxthausenStöckheim, Anna Sophia von, geb. von Haxthausen (1671-1743):
Tochter von Hermann Rabe von Haxthausen (1624/25-1682) und Agnes Maria, geb. Kamptz von Godau (gest. 1695); spätestens 1698 Kammerfräulein der Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Lüneburg (1671-1747); seit 1705 Ehe mit Obristleutnant Ernst Ludwig von Stöckheim (1662-1706).
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und die Hollsteinische Hoffmeisterin, und haben nach dem
Eßen kleine Spiele gespielet, und seynd umb den
Schloß-Walle spatzieren gegangen. Ich habe des
Nachmittages im Billard gespielet, nichts gewonnen,
nichts verlohren, hingegen gegen den Prinzen von
Plöen im VerkehrenVerkehren:
Brettspiel
6 f verlohren. Den
29ten May seynd Wir zusammen ohne meine 2 Töch-
ter wieder nach SaltzdahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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gefahren, allwo Wir
des nachmittages kleine Spiele gespielet, und nach
der Abend-mahlzeit wieder herein gefahren.
Mein herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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ist nebst dem Prinzen von PlöenSchleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Adolf August, Herzog von (1680-1704):
Sohn von Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704) und Dorothea Sophia, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1653-1722); 1694 Ritterakademie in Den Haag, 1697 Reise nach England, Besuch der Höfe in Hannover, Kopenhagen, Stockholm und Wien, 1699-1701 Teilnehmer der kaiserlichen Gesandtschaft nach Konstantinopel; um 1701 Obrist in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; seit 1701 Ehe mit Herzogin Elisabeth Sophie Marie von Schleswig-Holstein-Norburg (1683–1767).
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,
und Grafen von der LippeLippe-Brake, Ludwig Ferdinand, Graf zur (1680-1709):
Sohn von Graf Friedrich zur Lippe-Brake (1638-1684) und Sophie Luise, geb. Herzogin von Holstein-Beck (1650-1714); erzogen am Hof zu Plön, 1699/1701 Hofmeister von Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704); seit 1707 regierender Graf zur Lippe-Brake.
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nach BraunschweigBraunschweig:
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gereiset. Den 30ten May seynd Meine Ge-
mahlin
Braunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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, der Prinz August von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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, Ich, die
Madame Crammen
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, ihr MannCramm, Johann Ludwig von (ca.1665-nach 1712):
Sohn von Hans Philipp von Cramm (1619-1669), braunschweig-lüneburgischer Geheimer Rat und Landdrost, und Margarethe Eva von Münch; Oberstleutnant, 1699 Kammerjunker und Hofmeister von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), seit 1709 Oberkammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel.
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, die Fräulein Haxt-
hausen
Stöckheim, Anna Sophia von, geb. von Haxthausen (1671-1743):
Tochter von Hermann Rabe von Haxthausen (1624/25-1682) und Agnes Maria, geb. Kamptz von Godau (gest. 1695); spätestens 1698 Kammerfräulein der Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Lüneburg (1671-1747); seit 1705 Ehe mit Obristleutnant Ernst Ludwig von Stöckheim (1662-1706).
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, Monsieur CampeCampen, Bernhard Adolph von (1678/79-1745):
Vermutlich Sohn von Johann Georg Christoph von Campen; 1694 Studium an der Ritterakademie in Wolfenbüttel; um 1701 Hauptmann des königlich-polnischen Dragonerregiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Erbherr auf Kirchberg.
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des Abends umb 6 Uhr
hinaus nach unserm GarttenWolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" erwähnt, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
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gefahren, haben
daselbsten zu Abend gegeßen, nach deßen endigun-
ge Wir im Lechelen-HoltzeLechlumer Holz:
Früher Lecheln-Holtz nach einem wüstgefallenen Dorf Lechede; Waldgebiet im Norden von Wolfenbüttel; Standort der herzoglichen Richtstätte ("Hohes Gericht") vom 16. bis 18. Jahrhundert.
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in Chaisen Rolande spa-
tzieren gefahren, und habe Ich die Crammen geführet.
Der Prinz August und Ich haben auf der Flöte ge-
spielet, umb das Echo in einer von denen Alléen
im Lecheln-Holtze recht hören zu können, hernacher 47
seynd Wir wieder nach der StadtWolfenbüttel:
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gefahren. Diesen Tag seynd
von Meinem Dragoner Regimente an das KlengelischeKlengel, Hans Caspar von (ca.1665/70-nach 1706):
Sohn von Wolf Caspar von Klengel (1630-1691), kursächsischer Generalwachtmeister, und Maria von Bex (1645-1717); in kaiserlichen Diensten Hauptmann einer Dragonerkompanie, kursächsischer Capitain der Infanterie, um 1691 kursächsischer Obristleutnant der Artillerie, um 1701 braunschweigisch-wolfenbüttelscher Generalmajor der Kavallerie.
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Dragoner
Regiment 25 Mann zu des Major LentensLenthe, N. N. (2) von:
Vor 1701 Capitain im Regiment Schulenburg in herzoglich savoyardischen Diensten; 1701 Major
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Compagnie mit
voller MondirungeMondierung:
Ausstattung (insbes. einfacher Soldaten), vorzugsweise mit Kleidung: Livree, Uniform.
abgegeben worden ohne die Pferde.
Den 31ten May seynd der Prinz von PlöenSchleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Adolf August, Herzog von (1680-1704):
Sohn von Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704) und Dorothea Sophia, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1653-1722); 1694 Ritterakademie in Den Haag, 1697 Reise nach England, Besuch der Höfe in Hannover, Kopenhagen, Stockholm und Wien, 1699-1701 Teilnehmer der kaiserlichen Gesandtschaft nach Konstantinopel; um 1701 Obrist in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; seit 1701 Ehe mit Herzogin Elisabeth Sophie Marie von Schleswig-Holstein-Norburg (1683–1767).
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und Graff von
der Lippe
Lippe-Brake, Ludwig Ferdinand, Graf zur (1680-1709):
Sohn von Graf Friedrich zur Lippe-Brake (1638-1684) und Sophie Luise, geb. Herzogin von Holstein-Beck (1650-1714); erzogen am Hof zu Plön, 1699/1701 Hofmeister von Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704); seit 1707 regierender Graf zur Lippe-Brake.
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des morgends frühe von BraunschweigBraunschweig:
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wieder
hiehergekommen. Diesen Tag seynd Wir des Abends nach
dem Eßen hinauß vor das Hertzog-thorWolfenbüttel, Herzogtor:
Stadttor in Wolfenbüttel; nördlicher Durchgang aus der Heinrichstadt durch die Festungswälle Richtung Braunschweig; 1660 erbaut.
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spatzieren
geritten, nachdehm Wir des nachmittages kleine Spiele
gespielet in Meines herren VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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Vorgemache,
und auf der kleinen Gallerie gespeißet. Ich habe
den Prinzen von Plöen meinen Polacken zu reiten
übergeben, und ritten der Prinz August von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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und Ich, der Graff von der Lippe und Monsieur CampeCampen, Bernhard Adolph von (1678/79-1745):
Vermutlich Sohn von Johann Georg Christoph von Campen; 1694 Studium an der Ritterakademie in Wolfenbüttel; um 1701 Hauptmann des königlich-polnischen Dragonerregiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Erbherr auf Kirchberg.
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nebst
dem Prinzen von Plöen, die Dames, als Meine Ge-
mahlin
Braunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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und die 2 Princessinnen von MeinungenSachsen-Meiningen, Eleonora Friederike, Herzogin von (1683-1739):
Tochter von Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen (1649-1706) und Elisabeth Eleonora, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1658-1729); Nichte des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Kanonisse im Reichsstift Gandersheim.
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und Holl-
stein
Braunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Sophia Maria, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1683-1767):
Tochter von Herzog Rudolph Friedrich von Schleswig-Holstein-Norburg (1645-1688) und Bibiane, geb. von Promnitz (1649-1685); wuchs nach dem Tod des Vaters zusammen mit ihrem Bruder Ernst Leopold (1685-1722) bei ihren Vormündern, den Herzögen Rudolph August (1627-1704) und Anton Ulrich (1633-1714), in Wolfenbüttel auf; seit 1701 1. Ehe mit Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704), seit 1710 2. Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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fuhren in Chaisen Rolanden. Der Prinz von
Bevern hette bald ein großes Unglück haben sollen,
wann Jhn Gott nicht sonderlich bewahrt, maßen
Er in einen Graben über einem höltzern steeg
springen muste, weil Jhn ein Heur-Fuhrmann
so sehr in die Klemme mit seinem Wagen gebracht,
daß ohne nicht gerädert zu werden, Er sich zu die-
sem sprunge resolvirenresolviren:
entschließen, beschließen
muste, er kahme aber
noch glücklich darvon, und sprang das Pferd
so wie es hinein gesprungen auch wieder herauß.
Den 1ten Juni ist der Prinz von PlöenSchleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Adolf August, Herzog von (1680-1704):
Sohn von Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704) und Dorothea Sophia, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1653-1722); 1694 Ritterakademie in Den Haag, 1697 Reise nach England, Besuch der Höfe in Hannover, Kopenhagen, Stockholm und Wien, 1699-1701 Teilnehmer der kaiserlichen Gesandtschaft nach Konstantinopel; um 1701 Obrist in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; seit 1701 Ehe mit Herzogin Elisabeth Sophie Marie von Schleswig-Holstein-Norburg (1683–1767).
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und der
Graff von der LippeLippe-Brake, Ludwig Ferdinand, Graf zur (1680-1709):
Sohn von Graf Friedrich zur Lippe-Brake (1638-1684) und Sophie Luise, geb. Herzogin von Holstein-Beck (1650-1714); erzogen am Hof zu Plön, 1699/1701 Hofmeister von Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704); seit 1707 regierender Graf zur Lippe-Brake.
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von hier nach BraunschweigBraunschweig:
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von dar Sie weitter nach PlöenPlön:
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haben reisen wollen. 48
Er hat mir des Abends geschrieben, welchen Brieff Ich gleich
wiederumb beantworttet. Ich bin mit Meiner Ge-
mahlin
Braunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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und dem Prinz August von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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hinaus
nach Unserm GarttenWolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" erwähnt, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
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spatzieren gefahren und haben
mit Pistolen nach der Scheibe daselbsten geschoßen,
da dann Meine Gemahlin das beste treffen ge-
than, und in 8 mahlen 1 mahl die Scheibe gefehlet.
Den 2ten Juni ist der Prinz von PlöenSchleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Adolf August, Herzog von (1680-1704):
Sohn von Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704) und Dorothea Sophia, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1653-1722); 1694 Ritterakademie in Den Haag, 1697 Reise nach England, Besuch der Höfe in Hannover, Kopenhagen, Stockholm und Wien, 1699-1701 Teilnehmer der kaiserlichen Gesandtschaft nach Konstantinopel; um 1701 Obrist in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten; seit 1701 Ehe mit Herzogin Elisabeth Sophie Marie von Schleswig-Holstein-Norburg (1683–1767).
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des morgends
umb 2 Uhr abgereiset von BraunschweigBraunschweig:
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. Diesen
tag habe Ich in Trictrac(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.
1 f gewonnen und 3
PartheyenParthey:
Partie beim Spiel.
gegen den Prinz August von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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im SchachtSchacht:
Schachspiel.
. Den 3ten Juni seynd Meine Gemah-
lin
Braunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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, Meine 2 Töchter, der Prinz August von Be-
vern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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, der Prinz von HollsteinSchleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg, Ernst Leopold, Herzog von (1685-1722):
Sohn von Herzog Rudolph Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1645-1688) und Bibiane, geb. von Promnitz (1649-1685); nach 1688 am Hof zu Wolfenbüttel erzogen; später Offizier in kaiserlichen Diensten, letztlich Generalfeldwachtmeister und Obrist eines Dragonerregiments.
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nacher SaltzdahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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gefahren. Ich habe müßen hier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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bleiben, weil ich Flüße an denen Augen siedersieder:
seit

dem 30ten May schon gehabt, und hatte ich mich den
tag vorhero als den 2ten Juni schröpfen laßen.
Sie seynd erst des Abends umb 8 Uhr wieder hie-
her gekommen. Den 4ten Juni ist Meine Gemah-
lin
Braunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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des morgends früh umb 9 Uhr hinaus nach
SaltzdahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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gefahren, umb Meiner Frau MutterBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Juliane, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonora, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1680); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).
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Glück zu wünschen zu Ihrem Gebuhrts-tage, und
ihre præsenten über zu bringen; Sie ist gegen mit-
tag wieder hieher nach WolffenbüttelWolfenbüttel:
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gekommen.
Den 5ten Juni ist Meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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des morgends 49
gegen der Predigt nach SaltzdahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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hinaus gefahren, die andern
seynd alle hier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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geblieben; Ich habe mit dem
Prinzen August von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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in SchachtSchacht:
Schachspiel.
und Billard gespielet,
nichts gewonnen, nichts verlohren. Den 6ten Juni hat Mein
herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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zu Mittage mit Uns geßen mit Meiner Gemah-
lin
Braunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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und Mir, wie auch dem Prinz August von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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auf
meinem Gemach. Diesen Tag ist des Nachmittages Mein
Schwalbacher Sauerwaßer alhie zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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auf einem
Karren angekommen, nachdehm es 11 tage unter weges ge-
wesen, Mein Cammer-Diener EurichErich, Eberhard (gest. nach 1727):
Barbier und Wundarzt, um 1701 Kammerdiener von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), genannt "Eurich".
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aber ist kranck an einem
Fieber zuruck in Schwalbach(Bad) Schwalbach:
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liegen geblieben. Die über-
bringung dieses Sauerwaßers von welchem 200 Bouteil-
les
angefüllet gewesen, hat mir in allem 130 f gekostet,
40 Thlr vor die Fracht, und das übrige zum Reisegelde
vor meinen Cammer-Diener, Ich habe aber hernach wegen
seiner Kranckheit noch zuschießen müßen. Diesen Tag
bin Ich nebst dem Prinz August und Meiner Gemahlin
spatzieren gefahren und haben des Abends draußen
geßen. Den 7ten Juni hat Meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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Sich
zur Ader gelaßen, und habe Ich Ihr 20 Thlr und ein großes
Silbern Schreib-Zeug nebst einer Schere mit einem silber-
nen handgriff zum Aderlaß geschencket; des Nach-
mittages seynd Wir hinaus nach SaltzdahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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gewesen und
haben eines bauern Hochzeitlichen Tantze beygewohnet, wel-
cher in dem mittlern Schloß-platze gehalten wurde. Die
braut hieß Hedwig
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und war des AchillesAchilles, N. N. (1631/32-1701):
Bauer in Salzdahlum.
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Tochter, so ein
Man von 90 Jahren schon damahls war, der braütigamb
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war ein Ackers-mann; die braut verehrete Meinem
Herrn VatternBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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und mir einen Schnuptuch mit kleinem 50
bunten bande an denen 4 Ecken besatzet an welchen Eckern
waren. Diesen Tag ist des Nachts umb 1 Uhr ein Commando
von hiesiger WolffenbüttelscherWolfenbüttel:
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Garnison aus 500 Mann beste-
hend unter Commando des ObristLieutenants von BobardBobart, Daniel Arnold von (1663-1736):
1694 Hauptmann (Kapitän) im Leibbataillon des Herzogs Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel, 1695 Major, 1697 Obristleutnant im Leibbataillon Prinz August Ferdinands, 1702 Obrist, 1714 Brigadier, 1726 Generalmajor, 1731 Geheimer Kriegsrat, zugleich 1704-1714 Oberkommandant der Festung Wolfenbüttel, um 1710-1736 Kommandant der Festung Braunschweig; seit 1707 Ehe mit Justine Dorothea von Jettebrock.
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ausgegangen, umb das HildesheimischeHildesheim, Hochstift:
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Dorff OhrenOhrum:
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ein
zu nehmen, und wegen verübten insolentien an denen
WolffenbüttelschenBraunschweig-Wolfenbüttel, Herzogtum:
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Unterthanen nach aller rigeur zu
exequirenexequiren:
(eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken
. Den 8ten Juni habe ich ein wenig spatzie-
ren geritten und bin aus dem MühlenthorWolfenbüttel, Mühlentor:
Stadttor in Wolfenbüttel; westlicher Durchgang aus der Dammfestung in die Auguststadt; 1605 anstelle eines Vorgängerbaus errichtet.
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hinaus
und in das HartzthorWolfenbüttel, Harztor:
Stadttor in Wolfenbüttel; südlicher Durchgang aus der Heinrichstadt durch die Festungswälle; 1603 erbaut.
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wieder herein, und habe mit
Meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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und dem Prinzen von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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in à l'ombreLombre (L'Hombre):
Kartenspiel für drei Personen, ursprünglich aus Spanien stammend, doch v. a. am französischen Hof verbreitet.
gespielet, seynd auch vor dem Abendeßen
aus dem Hartzthore ein wenig spatzieren gefahren.
Diesen Tag seynd des Abends umb 9 Uhr nach voll-
brachter execution und wohl ausgerichtetem Commando
die ausgecommandireten wieder in Ihre Garnison zu
WolffenbüttelWolfenbüttel:
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eingemarchiret. Der gewesene Lieutnant
BernerBarner (Berner), Rudolph August von (1683-1751):
Aus dem alten mecklenburgischen Adelsgeschlecht Barner (Bärner/Berner) stammend; Leutnant in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, ab 1701 Capitainleutnant; 1712 Hofjunker, 1722 Kammerjunker, um 1725 Major, später Oberstleutnant, schließlich Oberst; vor 1699 Ehe mit Anna Eleonora von der Wense (gest. nach 1758).
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hatt die Haubt-wache zum erstenmahl
des morgends aufgeführet als CapitainLieutenant
von des General-Major KragensKragen, Christoph Julius von (1648-1703):
Sohn von Johann Adolph von Kragen auf Schrentz und Anna Christina, geb. von Zaschnitz; 1664 Freireiter in kursächsischen Diensten, 1665 Reiter in braunschweigischen Diensten, 1668 Kadett in Herzog Rudolph Augusts von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704) Garde zu Fuß, 1671 Fähnrich bzw. Leutnant, 1674 Capitain, 1681-1682 Reise durch die Niederlande, England und Frankreich, 1682 Major, 1684 Obristleutnant, 1688 Obrist, 1694 Brigadier, 1698 Generalmajor; seit 1689 Kommandant der Residenz und Festung Wolfenbüttel.
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Compagnie Granadierer.
Sonsten ist den tag vorher der berühmbte Mahler l'Avan-
turier
L'Avanturier (Laventurre), N. N.:
Nicht ermittelt, vermutlich stark entstellte Namensschreibung; (Porträt-)Maler aus Brabant, im Juni 1699 in Bad Ems, im Juni 1701 in Wolfenbüttel auf der Durchreise nach Öttingen.
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, bürtig aus Chatelaist
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in BrabandBrabant, Herzogtum:
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nebst Seiner
Frauen alhier zu Wolffenbüttel ankommen; Er excelli-
ret
excelliren:
herausragen, sich hervortun oder auszeichnen
en Portraits und absonderlich en miniatures; Er
kahm von Ost-FrießlandOstfriesland, Fürstentum:
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, und wolte nach ÖttingenOettingen, Fürstentum:
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reisen.
Den 9ten Juni habe Ich den Schwalbacher(Bad) Schwalbach:
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Sauerbrun-
nen zum ersten mahl angefangen zu trincken.
Diesen Tag habe ich mit dem Prinzen von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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in
Billard gespielet, und habe Ihme 8 f abgewonnen, 51
hernach habe ich gegen Monsieur CampenCampen, Bernhard Adolph von (1678/79-1745):
Vermutlich Sohn von Johann Georg Christoph von Campen; 1694 Studium an der Ritterakademie in Wolfenbüttel; um 1701 Hauptmann des königlich-polnischen Dragonerregiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Erbherr auf Kirchberg.
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im VerkehrenVerkehren:
Brettspiel
3 f gewonnen;
habe sonsten nebst Meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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und dem Prinzen von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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mit Pistolen nach Kopf und Scheibe geschoßen, bin auch umb den
Wall spatzieren gegangen, Meine Gemahlin hat wieder das
beste im schießen gethan. Den 10ten Juni habe Ich gegen
Monsieur BrionBrion, Abel Armand de:
Militär in braunschweig-wolfenbüttelschen Diensten, 1689 Fähnrich, 1692 Capitainleutnant, 1693 Capitain (1703 Abschied); 1690 zugleich herzoglicher Kammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel, erneute Bestallungen von 1695, 1699 und 1703; um 1719 herzoglicher Kammerherr.
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im Billard 3 f verlohren und bin des morgends
umb den Schloß- und StadtWall spatzieren gefahren. Den
12ten Juni ist Meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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des Vormittages gegen der Predigt
hinaus nach SaltzdahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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gefahren und bin Ich darauf des
nachmittages nachgefolget nebst dem Prinz August von Be-
vern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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und seynd daselbst zum Abendeßen zusammen verblieben.27
Den 13ten Juni habe Ich mit Pistolen nach der Scheibe und dem
Kopfe geschoßen. Diesen Tag seynd Wir zusammen spatzieren
gefahren und haben des Abends auf dem Wall in dem so
genandten Liebes-WinckelWolfenbüttel, Liebeswinkel:
Garten auf dem Mühlenbollwerk
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gegeßen. Mein herr bruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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seynd
diesen Tag nebst Ihrer GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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auch nach glücklich vollendeter
brunnen-Cur von AakenAken:
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alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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des Abends
zwischen 8 und 9 Uhren würcklich angelanget, nachdehm
Mein bruder vorhero in FranckreichFrankreich, Königreich:
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eine kleine Post-Reise
gethan, ist Er darauff nach Aaken zu Seiner Gemahlin
gereiset. Der König in FranckreichLudwig XIV., König von Frankreich (1638-1715):
Sohn von König Ludwig XIII. von Frankreich und Navarra (1601-1643) und Anna, geb. Infantin von Spanien (1601-1666); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter Regentschaft); seit 1660 Ehe mit Infantin Maria Teresa von Spanien (1638–1683).
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hatt Ihme sehr gnädig
und Freundlich begegnet, und unter andern vielen Freund-
schaffts-bezeigungen Ihme einen mit Diamanten reichlich
versetzten Degen geschencket, welchen aber Er damahls nicht
mitgebracht, sondern der Herr von ImhoffImhoff, Anton Albrecht von (1653-1715):
Sohn von Hofrat Hieronymus von Imhoff (1606-1668) und Margarethe von Levetzow (1632-1710) a.d.H. Schorrentin; Page am Wolfenbütteler Hof, später Oberschenk, dann Geheimer Rat und Kammerpräsident in Wolfenbüttel, um 1700 Chefunterhändler mit Frankreich (2. Bündnisvertrag 1701); ab 1704 kurfürstlich-sächsischer Kammerpräsident in Dresden; seit 1694 Ehe mit Sophie Henriette von Lenthe (gest. 1742).
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ihme erst auf
der folgenden Sommer-MeßeBraunschweiger Messe:
1498 landesherrlich, 1505 und 1521 kaiserlich privilegierte Messen in der Stadt Braunschweig, zweimal im Jahr, für jeweils 10 Tage im Sommer (um Laurentii, 10. August) bzw. im Winter (um Mariae Lichtmeß, 2. Februar), stattfindend; Niedergang im 16. und 17. Jahrhundert; nach der Eroberung der Stadt Braunschweig 1671 durch Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel neu belebt und offiziell beginnen lassend mit dem Montag nach Mariae Lichtmess (2. Februar) bzw. Laurentius (10. August) für jeweils 18 Tage; gehörten bis Anfang des 19. Jahrhunderts neben den Messen in Leipzig und Frankfurt am Main zu den größten und frequentiertesten in Deutschland.
überliefert. Den 14ten
Juni
habe Ich nebst Meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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und dem Prinzen
August von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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auf Unserm GarttenWolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" erwähnt, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
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des Abends
geßen, und waren die Gäste Madame CrammCramm, Eleonore Elisabeth von, geb. von Cramm (1655-1701):
Tochter von Thedel von Cramm (gest. 1682), auf Sambleben und Oelber, und Dorothea, geb. von Angern; seit 1684 Ehe mit Hans Adolph von Cramm (1655-1705).
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und CampenCampen, Bernhard Adolph von (1678/79-1745):
Vermutlich Sohn von Johann Georg Christoph von Campen; 1694 Studium an der Ritterakademie in Wolfenbüttel; um 1701 Hauptmann des königlich-polnischen Dragonerregiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Erbherr auf Kirchberg.
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52
nebst Unsern Leuten; Wir schoßen nach dem Abend-
eßen mit Pistolen nach der Scheibe, und that Meine
Gemahlin das beste treffen. Den 15ten Juni habe
Jch im SchachtSchacht:
Schachspiel.
gespielet und bin spatzieren geritten.
Den 16ten Juni bin Jch des Morgends nach Meinem Gart-
ten
Wolfenbüttel, Garten Herzog Ludwig Rudolphs:
Garten Herzog Ludwig Rudolphs, von ihm öfter als "mein Garten" erwähnt, vor dem Herzogtor zu Wolfenbüttel, östlich des Neuen Weges am südlichen Rand des Lechlumer Holzes gelegen und mit einem Lusthaus versehen; ungefähr auf Höhe des späteren Schlösschens Antoinettenruh.
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geritten, und habe 2 Lerchen und 1 Schwalbe
im fluge geschoßen; Ich wolte auch Wachteln tirassie-
ren laßen, habe aber nichts gefangen; Ich bin den
gantzen tag auf dem Gartten geblieben und habe des
Mittags und Abends nebst Meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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, Prinz
August von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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, ObristLieutenant BobardBobart, Daniel Arnold von (1663-1736):
1694 Hauptmann (Kapitän) im Leibbataillon des Herzogs Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel, 1695 Major, 1697 Obristleutnant im Leibbataillon Prinz August Ferdinands, 1702 Obrist, 1714 Brigadier, 1726 Generalmajor, 1731 Geheimer Kriegsrat, zugleich 1704-1714 Oberkommandant der Festung Wolfenbüttel, um 1710-1736 Kommandant der Festung Braunschweig; seit 1707 Ehe mit Justine Dorothea von Jettebrock.
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, Fräu-
lein HaxthausenStöckheim, Anna Sophia von, geb. von Haxthausen (1671-1743):
Tochter von Hermann Rabe von Haxthausen (1624/25-1682) und Agnes Maria, geb. Kamptz von Godau (gest. 1695); spätestens 1698 Kammerfräulein der Herzogin Christine Luise von Braunschweig-Lüneburg (1671-1747); seit 1705 Ehe mit Obristleutnant Ernst Ludwig von Stöckheim (1662-1706).
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und Monsieur CampenCampen, Bernhard Adolph von (1678/79-1745):
Vermutlich Sohn von Johann Georg Christoph von Campen; 1694 Studium an der Ritterakademie in Wolfenbüttel; um 1701 Hauptmann des königlich-polnischen Dragonerregiments von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Erbherr auf Kirchberg.
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gegeßen. Den
17ten Juni ist Meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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gegen den mittag
hinaus nach SaltzdahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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gefahren, ich aber nebst dem
Prinzen von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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gegen den Abend, und haben
Wir des Abends in Unserm Gemache alhier zu
WolffenbüttelWolfenbüttel:
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geßen. Ich habe im SchachtSchacht:
Schachspiel.
gespie-
let, wie auch spatzieren geritten. Den 19ten Juni
bin Ich nach der Vormittages Predigt hinaus nach
SaltzdahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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, alwo Jch den mittag gegeßen, Meine
GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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, Mein BruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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, Seine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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, der Prinz
August von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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waren auch mit hinaus und
seynd des Mittages und Abends draußen geblieben.
Ich bin des Nachmittages ein wenig in dem Lecheln-HoltzeLechlumer Holz:
Früher Lecheln-Holtz nach einem wüstgefallenen Dorf Lechede; Waldgebiet im Norden von Wolfenbüttel; Standort der herzoglichen Richtstätte ("Hohes Gericht") vom 16. bis 18. Jahrhundert.
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spatzieren gefahren, hernach nach WolffenbüttelWolfenbüttel:
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allwo ich des Abends gegeßen. Den 20ten Juni
habe Ich ausgeritten und habe nebst Meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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und dem Prinz August von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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des Abends 53
auf Unserm GarttenWolfenbüttel, Schlossgarten:
Nach dem 30jährigen Krieg war kein Lustgarten mehr im Wolfenbütteler Schlossbezirk angelegt worden, wohl aber bezeugt Herzog Ludwig Rudolf selbst am 11. Mai 1701 (Tagebuch Blank. 28) einen "kleinen Gartten bey dem Schloße". Häufiger spricht er von einemn Aufenthalt in "unserm Gartten", ohne dass dieser immer eindeutig zu identifizieren wäre. Neben seinem eigenen an der Ost- und dem Garten seiner Frau Luise Christine an der Westseite des Neuen Wegs gab es auch noch den Lustgarten, den Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) 1655 vor dem Harztor im Süden der Stadt als "Mon Plaisir" hatte anlegen lassen (das 1678 dort erbaute Lusthaus musste aber bereits 1709 abgerissen werden).
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geßen. Den 21ten Juni habe Ich des
morgends wieder ausgeritten und des Abends wieder auf Un-
serm Gartten
Wolfenbüttel, Schlossgarten:
Nach dem 30jährigen Krieg war kein Lustgarten mehr im Wolfenbütteler Schlossbezirk angelegt worden, wohl aber bezeugt Herzog Ludwig Rudolf selbst am 11. Mai 1701 (Tagebuch Blank. 28) einen "kleinen Gartten bey dem Schloße". Häufiger spricht er von einemn Aufenthalt in "unserm Gartten", ohne dass dieser immer eindeutig zu identifizieren wäre. Neben seinem eigenen an der Ost- und dem Garten seiner Frau Luise Christine an der Westseite des Neuen Wegs gab es auch noch den Lustgarten, den Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) 1655 vor dem Harztor im Süden der Stadt als "Mon Plaisir" hatte anlegen lassen (das 1678 dort erbaute Lusthaus musste aber bereits 1709 abgerissen werden).
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gegeßen; die Gäste waren: Mein BruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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, Sei-
ne GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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, die Princessinnen von MeinungenSachsen-Meiningen, Eleonora Friederike, Herzogin von (1683-1739):
Tochter von Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen (1649-1706) und Elisabeth Eleonora, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1658-1729); Nichte des Herzogs Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735); Kanonisse im Reichsstift Gandersheim.
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und HollsteinBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Sophia Maria, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1683-1767):
Tochter von Herzog Rudolph Friedrich von Schleswig-Holstein-Norburg (1645-1688) und Bibiane, geb. von Promnitz (1649-1685); wuchs nach dem Tod des Vaters zusammen mit ihrem Bruder Ernst Leopold (1685-1722) bei ihren Vormündern, den Herzögen Rudolph August (1627-1704) und Anton Ulrich (1633-1714), in Wolfenbüttel auf; seit 1701 1. Ehe mit Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1680-1704), seit 1710 2. Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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,
Meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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, der Prinz August von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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, die CantzlärinProbst von Wendhausen, Maria Elisabeth, geb. von Imhoff (gest. 1709):
Vor 1699 Kammerfräulein bei der Äbtissin Henriette Christine von Gandersheim, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1666-1753); seit 1699 Ehe mit dem Kanzler Philipp Ludwig Probst von Wendhausen (1633-1718).
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,
der FranzösischeFrankreich, Königreich:
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Envoyé Monsieur de BonacBonnac, Jean Louis d'Usson, Marquis de (1672-1738):
Sohn von Salomon d’Usson (1638-1698), Marquis de Bonnac; anfangs Militär, später Diplomat, 1696 Gesandtschaftssekretär in Dänemark unter seinem Onkel, François d'Usson, Marquis de Bonrepaus (1654-1719), 1698 Geschäftsträger der französischen Gesandtschaft in Den Haag, 1700-1701 französischer Sondergesandter beim Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel (als Nachfolger des seit 1698 in Wolfenbüttel amtierenden französischen "envoyé extraordinaire", Charles-François de Caradas, Marquis du Héron), dann in Schweden (1701), französischer Botschafter in Polen (1707-1710), Spanien (1711-1713), Konstantinopel (1716-1724) und Solothurn (1727-1736); seit 1715 Ehe mit Françoise Madeleine de Gontaut-Biron (1691-1739).
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, der Ober-Marschall
SteinbergSteinberg, Friedrich von (1651-1716):
Sohn von Friedrich von Steinberg (1619-1679), auf Bodenburg, Brüggen und Achim, und Elisabeth, geb. von Spiegel zu Peckelsheim (1620-1660); Studium in Rinteln, Utrecht, Tübingen und Genf, 1677 Volontär beim braunschweig-wolfenbüttelschen Militär, 1677 Assessor am Hofgericht zu Wolfenbüttel, 1684 Schatz- und Landrat, 1687 Oberhofmeister an der Ritterakademie in Wolfenbüttel, 1692 Geheimer Rat, 1693 Obermarschall, 1701 auch Oberberghauptmann und Hofrichter sowie Kammerdirektor, 1687-1703 zudem Leiter der Ritterakademie zu Wolfenbüttel; Erbherr auf Brüggen; seit 1686 Ehe mit Gertrud Luise von Grapendorff (1667-1743).
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, und Monsieur CrammCramm, Johann Ludwig von (ca.1665-nach 1712):
Sohn von Hans Philipp von Cramm (1619-1669), braunschweig-lüneburgischer Geheimer Rat und Landdrost, und Margarethe Eva von Münch; Oberstleutnant, 1699 Kammerjunker und Hofmeister von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735), seit 1709 Oberkammerjunker am Hof zu Wolfenbüttel.
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; Ich habe diesen Tag mit Meiner
Gemahlin und dem Prinzen von Bevern gespielet im Trictrac(Grand) Trictrac:
Brettspiel, ähnlich dem heutigen Backgammon, wohl in Frankreich erfunden Anfang des 16. Jahrhunderts.

und 5 f verlohren. Den 23ten Juni hat der Hoff-Meister
SchackSchack, Christian von (gest. nach 1734):
Angehöriger der niedersächsischen Adelsfamilie Schack; um 1698/1701 Kammerjunker bzw. Hofmeister des Herzogs August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731), später (nach 1713/vor 1716) Oberstallmeister, 1716/17 Landdrost im Distrikt Schöningen, 1718 Wirklicher Geheimer Rat und Obermarschall.
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so bey Meinem BruderBraunschweig-Wolfenbüttel, August Wilhelm, Herzog von (1662-1731):
Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und Elisabeth Juliane, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704); Studium an der Universität Genf; seit 1714 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.
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solche Charge bedienet, des mit-
tages in Seinem Hause alhier zu WolffenbüttelWolfenbüttel:
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nachfolgen-
de Persohnen tractirettractiren:
bewirten
: Meinen Herrn VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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, Meinen Bruder,
Seine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Sophia Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf (1670-1710):
Tochter von Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641-1694) und Friederike Amalie, geb. Prinzessin von Dänemark (1649-1704); seit 1695 Ehe mit Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel (1662-1731).
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, Meine GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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, Mich, den ältesten
Prinzen von Bevern
Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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, die Cammer-PræsidentinImhoff, Sophia Henriette von, geb. von Lenthe (gest. 1742):
Aus niedersächsischem Adelsgeschlecht stammend; um 1694 Kammerfräulein bei der Herzogin Elisabeth Juliane von Braunschweig-Lüneburg (1634-1704); seit 1694 Ehe mit Freiherr Anton Albrecht von Imhoff (1653-1715).
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nebst Ih-
rem MannImhoff, Anton Albrecht von (1653-1715):
Sohn von Hofrat Hieronymus von Imhoff (1606-1668) und Margarethe von Levetzow (1632-1710) a.d.H. Schorrentin; Page am Wolfenbütteler Hof, später Oberschenk, dann Geheimer Rat und Kammerpräsident in Wolfenbüttel, um 1700 Chefunterhändler mit Frankreich (2. Bündnisvertrag 1701); ab 1704 kurfürstlich-sächsischer Kammerpräsident in Dresden; seit 1694 Ehe mit Sophie Henriette von Lenthe (gest. 1742).
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, die Frau von BennigsenBennigsen, Magdalena Agnes von, geb. von Steinberg (1674-1727):
Tochter von Friedrich von Steinberg (1619-1679), auf Bodenburg, Brüggen und Achim, und Hedwig, geb. von Wiedensee (gest. 1699); seit 1698 Ehe mit dem Schlosshauptmann Levin Adolf von Bennigsen (1656-1716).
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nebst Ihrem MannBennigsen, Levin Adolf von (1656-1716):
Sohn des Zeitzer Stiftspräsidenten Erasmus Dietrich von Bennigsen (gest. 1681); 1679 Schlosshauptmann zu Wolfenbüttel, später Schatzrat und 1713 Hofmarschall; Erbherr auf Banteln und Emmeringen; seit 1698 Ehe mit Magdalena Agnes von Steinberg (1674-1727).
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, so
damahls Schloß-Haubtmann war, den CanzlärProbst (von Wendhausen), Philipp Ludwig (1633-1718):
Sohn des Gandersheimer Stiftskanonikers Georg Wilhelm Probst (gest. 1721); Erbherr auf Wendhausen, Schöningen und Riddagshausen; Studium in Helmstedt (1650), in den Niederlanden (Leiden), England (Cambridge, Oxford), in Frankreich (Orléans) und der Schweiz (Genf); 1658 Dr. jur. (Helmstedt); 1660 Syndikus der Landschaft; 1669 Rat Herzog Rudolf Augusts von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); 1678 Konsistorial- und Klosterrat, 1673-1680 Dekan des Stifts St. Blasii in Braunschweig; 1680 Kanzler des Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttel und seit 1685 Leiter des Geheimen Rats, des Konsistoriums und der Klosterratsstube; 1683 Erhebung in den Reichsadelsstand ("Probst von Wendhausen"); 1695 Probst des Klosters St. Lorenz bei Schöningen.
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und Ober-
Marschall SteinbergSteinberg, Friedrich von (1651-1716):
Sohn von Friedrich von Steinberg (1619-1679), auf Bodenburg, Brüggen und Achim, und Elisabeth, geb. von Spiegel zu Peckelsheim (1620-1660); Studium in Rinteln, Utrecht, Tübingen und Genf, 1677 Volontär beim braunschweig-wolfenbüttelschen Militär, 1677 Assessor am Hofgericht zu Wolfenbüttel, 1684 Schatz- und Landrat, 1687 Oberhofmeister an der Ritterakademie in Wolfenbüttel, 1692 Geheimer Rat, 1693 Obermarschall, 1701 auch Oberberghauptmann und Hofrichter sowie Kammerdirektor, 1687-1703 zudem Leiter der Ritterakademie zu Wolfenbüttel; Erbherr auf Brüggen; seit 1686 Ehe mit Gertrud Luise von Grapendorff (1667-1743).
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, wie auch General-Major BernsdorffBernstorff, Hans Valentin von (1650-1715):
Sohn von Andreas von Bernstorff (1604–1655), braunschweig-wolfenbüttelscher Rat und Prinzenhofmeister, auch Domherr zu Ratzeburg, und Anna Elisabeth, geb. von Bülow (1621-1673); seit 1681 Obristleutnant in fürstlich-wolfenbüttelschen Diensten, 1684 Obrist, 1691 Brigadier, 1695 Generalmajor, 1705 Generalleutnant.
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.
Bey Meiner Zuruckkunfft habe Ich ein Schreiben vorge-
funden von Monsieur WalternWalther, Friedrich Hans von (1662-1710):
Sohn von Hans (von) Walther (1618-1677), Generalmajor und Kommandant in Tönning, und Dorothea, geb. Hecklauer (1633-1669); Studium an der Ritterakdemie in Wolfenbüttel (1700), um 1701 Hofmeister des Herzogs Ferdinand Albrecht II. von Braunschweig-Wolfenbüttel(-Bevern) (1680-1735); vor 1703 Estatsrat; 1703 Oberhofmeister der Ritterakademie zu Wolfenbüttel.
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aus ParisParis:
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datiret vom 17. Juni
in welchem Er mir die Circumstantien von MonsieurOrléans, Philippe de Bourbon, Duc d' (1640-1701):
Sohn von König Ludwig XIII. von Frankreich und Navarra (1601-1643) und Anna, geb. Infantin von Spanien (1601-1666); 1640-1668 Herzog von Anjou, seit 1660 Herzog von Orléans, Chartres und Valois sowie (mehrfacher) Pair von Frankreich, seit 1672 auch Herzog von Nemours, seit 1695 auch Herzog von Montpensier; genannt "Monsieur"; seit 1661 1. Ehe mit Henrietta Anne Stuart, Prinzessin von England, Schottland und Irland (1644-1670), seit 1671 2. Ehe mit Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte bei Rhein (1652-1722; "Liselotte von der Pfalz").
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des
des KönigsLudwig XIV., König von Frankreich (1638-1715):
Sohn von König Ludwig XIII. von Frankreich und Navarra (1601-1643) und Anna, geb. Infantin von Spanien (1601-1666); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter Regentschaft); seit 1660 Ehe mit Infantin Maria Teresa von Spanien (1638–1683).
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Brudern Tode kund thate; Ich habe selbigen brieff
gleich wiederumb beantworttet. Darauff bin Ich nebst Mei-
ner Gemahlin, und dem Prinzen August von BevernBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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um den Wall spatzieren gangen. Den 24ten Juni so
Johannis-tag war, synd alle Fürstlichen Persohnen hinaus
nach SaltzdahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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gewesen. Ich aber bin hier zu Wolffenbüt-
tel
Wolfenbüttel:
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geblieben. Sie seynd des Nachmittages umb 4 Uhr
wieder gekommen; des Abends nach dem Eßen bin Ich
nebst Meiner GemahlinBraunschweig-Wolfenbüttel, Christine Luise, Herzogin von, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747):
Tochter von (Graf und seit 1674) Fürst Albrecht Ernst I. von Oettingen-Oettingen (1642-1683) und Christine Friederike, geb. Herzogin von Württemberg (1644–1674); seit 1690 Ehe mit Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735).
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und Prinzen AugustBraunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, August Ferdinand, Herzog von (1677-1704):
Sohn von Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1636-1687) und Christine, geb. Landgräfin von Hessen-Eschwege (1648-1702); Generalmajor.
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in dem Lecheln 54
in dem Lecheln-HoltzeWolfenbüttel, Lechlumer Holz:
Früher "Lechelnholtz"; Waldstück zwischen Wolfenbüttel im Süden und Braunschweig im Norden; vom 16. Jahrhundert bis 1759 auch Standort des Hohen Gerichts, der Hauptrichtstätte im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel.
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spatzieren gefahren. Den 25ten Juni
ist der Abt von CorveyFelden, Florenz von dem (1643-1714):
Gebürtig aus dem Herzogtum Geldern; Besuch des Gymnasiums in Roermond; 1660 Novize im Kloster Corvey; 1667 Priesterweihe; 1668 Novizenmeister im Kloster Corvey; 1672 Subprior; 1677 Prior; 1680-1683 zugleich Propst von Meppen; 1683-1691 zugleich Probst von Brenkhausen; seit 1696 Fürstabt von Corvey, seit 1704 zugleich Präsident der Bursfeler Kongregation.
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nebst 4 Geistlichen Herren, so Præ-
laten und Pröbste waren, hier durch WolffenbüttelWolfenbüttel:
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des
Abends umb 5 Uhr nach SaltzdahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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gefahren.
Den 26ten Junij ist in beyseyn des Abts von CorveyFelden, Florenz von dem (1643-1714):
Gebürtig aus dem Herzogtum Geldern; Besuch des Gymnasiums in Roermond; 1660 Novize im Kloster Corvey; 1667 Priesterweihe; 1668 Novizenmeister im Kloster Corvey; 1672 Subprior; 1677 Prior; 1680-1683 zugleich Propst von Meppen; 1683-1691 zugleich Probst von Brenkhausen; seit 1696 Fürstabt von Corvey, seit 1704 zugleich Präsident der Bursfeler Kongregation.
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, wie
auch des gantzen Hofes des morgends zu SaltzdahlenSalzdahlum:
Dorf zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, Standort eines unter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1688 bis 1694 erbauten und danach weiter ausgestalteten Lustschlosses als Sommerresidenz in kaschierter Fachwerkbauweise mit ausgedehntem Barockgarten, bereits zwischen 1811 und 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen.
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das neue Luttersche Jungfern-Closter, zur Ehre GottesSalzdahlum, Kloster zur Ehre Gottes:
1701 eingeweihtes evangelisches Frauenkloster, in der Großen Orangerie an der Südseite des Schlosskomplexes untergebracht; 1791 Umzug nach Wolfenbüttel.
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genant, solenniter eingeweihet worden durch den Abte
SpechtSpecht, Christian (1647-1706):
Sohn des Wolfenbütteler Generalsuperintendenten und Abts des Klosters Riddagshausen Christoph Specht (1599-1657) und dessen Ehefrau Dorothea, geb. Gatzemeier (1628-1680); Lutherischer Theologe aus Göttingen gebürtig; Besuch des dortigen Gymnasiums; bis 1670 Studium an der Universität Jena, dann Diakon in Wunsdorf, 1676 Pastor an der Kreuzkirche in Hannover; 1689 Hofprediger, Konsistorialrat und Superintendent in Eutin; seit 1692 Oberhofprediger, Konsistorialrat und Oberpfarrer an der Marienkirche in Wolfenbüttel, zugleich seit 1693 auch Abt des Klosters Riddagshausen; seit 1674 Ehe mit Ilse Lucia, geb. Steding (1649-1709).
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; Mein Herr VatterBraunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich, Herzog von (1633-1714):
Sohn von Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) und Dorothea, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1607-1634); Studium an der Universität Helmstedt; 1667 Statthalter für seinen Bruder, Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); seit 1685 Mitregent des Herzogtums von Braunschweig-Wolfenbüttel, ab 1704 alleinregierender Herzog.
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und Frau MutterBraunschweig-Wolfenbüttel, Elisabeth Juliane, Herzogin von, geb. Herzogin von Schleswig-Holstein-Norburg (1634-1704):
Tochter von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658) und Eleonora, geb. Fürstin von Anhalt-Zerbst (1608-1680); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).
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haben sol-
ches Closter fundiret; Es seynd auch zugleich die
Domina so ein Fräulein von dem Adeligen Geschlecht derer
von Kitzler
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, FlorentinaKötzler, Florentina von (1647-1741):
1701-1741 Domina des Jungfrauen-Klosters "Zur Ehre Gottes" in Salzdahlum.
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genant, und derer Schwester
Äbtißin zu SteterburgSteterburg:
Seit ca. 1000 n. Chr. Standort eines Nonnenklosters, mit der Reformation seit 1568 ein evangelisches Frauenstift, 1691 ein adeliges Damenstift, 1939 aufgehoben.
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Kötzler, Maria Eleonora von (1655-1732):
Hofdame der Herzogin; 1691 Stiftsfräulein zu Steterburg, 1694-1732 Äbtissin des Stifts Steterburg.
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damahls war, nebst dem
Probst PrætorioPrätorius, Samuel Rudolph (1667-1749):
Aus Lüneburg stammend; Studium in Jena; 1700-1749 Pastor zu Salzdahlum und Atzum, 1706-1748 zugleich Superintendent, seit 1701 zugleich auch Propst des Klosters Salzdahlum; seit 1701 Ehe mit Dorothea Magdalena Böttiger.
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und 8 Closter-Jungfern durch eine
schöne Rede, so der Canzlär Probst von WendhausenProbst (von Wendhausen), Philipp Ludwig (1633-1718):
Sohn des Gandersheimer Stiftskanonikers Georg Wilhelm Probst (gest. 1721); Erbherr auf Wendhausen, Schöningen und Riddagshausen; Studium in Helmstedt (1650), in den Niederlanden (Leiden), England (Cambridge, Oxford), in Frankreich (Orléans) und der Schweiz (Genf); 1658 Dr. jur. (Helmstedt); 1660 Syndikus der Landschaft; 1669 Rat Herzog Rudolf Augusts von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); 1678 Konsistorial- und Klosterrat, 1673-1680 Dekan des Stifts St. Blasii in Braunschweig; 1680 Kanzler des Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttel und seit 1685 Leiter des Geheimen Rats, des Konsistoriums und der Klosterratsstube; 1683 Erhebung in den Reichsadelsstand ("Probst von Wendhausen"); 1695 Probst des Klosters St. Lorenz bei Schöningen.
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vor dem Altar thate, investiret, und in Eyd und
Pflicht genommen worden; der Abt Specht thate
die Predigt, und hatte er zum Themate erwehlet:
der schönste Schmuck einer Geistlichen Closter-Jungfer.
Wie nun die Domina, Probst und Closter-Jungfern
in Eyd und Pflicht genommen worden, daß Sie nemblich
Ihrer Gnedigsten Herrschaft und deren Successoren in der
Regierung stets getreu und unterthänig verbleiben
wolten, und die Statuta und Observanz dieser Stifftung
verlesen worden, musten die Conventuales sämbtlichen
durch ein Ja-wort bekräfftigen, daß Sie alles sol-
ches fleißig zu halten nie wolten in Vergeß stellen.
Der Closter-Habit war ein kurtzes Wämbsgen oder über-
kleid, so Ihnen bis an die Knie gienge, ausgenommen 55
der DominæKötzler, Florentina von (1647-1741):
1701-1741 Domina des Jungfrauen-Klosters "Zur Ehre Gottes" in Salzdahlum.
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ihr Rock, so als ein SchammerluckSchamlock (Ciamberluc):
Prachtgewand des osmanischen Sultans.
gemachet bis auf
die Erden gieng, und waren Sie von Couleur himmel-blau
nebst denen Unter-Röcken und auf denen Canten mit
bourgogne oder dunckel-roth eingefaßet, darunter dann
wieder der Unterscheid, daß die Domina von Atlas das
Unterfutter hatte, die andern aber von Tuch; das Kopff
Aufgesatze war von Weiß Neßel-tuch, worauf eine schwar-
tze Fontange und hieng Ihnen hinten herunter eine schwar-
tze Florene Kappe, Sie hatten auch kleine schwartze schürtzen
von Atlas oder daffet, so Tabliers genennet werden, vor
und umb den Halß ein Weißes Tuch, so selbigen völlig
bedeckete. (Die Predigt, Rede, Eyd und Pflicht
folgen hierauf weitläufftiger, wie auch die Abbildunge
des Closter-Gebäudes, des Ordens-Habits und die
Nahmen der ersten Closter-Jungfern, wie auch die Abbil-
dung der Medaille oder Müntz so auf selbigen actu ge-
schlagen)e Nach vollbrachtem Sollennensollenn:
feierlich
Actu, führeten
die Fürstlichen Frauens-Persohnen jede eine von denen
Closter-Jungfern in Ihr Closter und Zelle, Meine
2 Töchter Elisabeth ChristineElisabeth Christine, Kaiserin (Heiliges Römisches Reich), geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750):
Älteste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1708 Ehe mit Erzherzog Karl von Österreich (1685-1740; seit 1711 Kaiser Karl VI.).
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, und Antonetta AmaliaBraunschweig-Wolfenbüttel, Antoinette Amalia, Herzogin von, geb. Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel. (1696-1762):
Jüngste Tochter von Herzog Ludwig Rudolph von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671-1735) und Christine Luise, geb. Fürstin von Oettingen-Oettingen (1671-1747); seit 1712 Ehe mit ihrem Cousin Herzog Ferdinand Albrecht II. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1680-1735).
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führeten auch mit, die OberHoff-Meisterin KragenKragen, Mette Katharina von, geb. von Bortfeld (1654-1720):
Tochter von Burchard von Bortfeld (1621-1664), stift-hildesheimischer Schatzrat, und Ursula Katharina, geb. von der Marwitz (1630-1700); seit 1688 Ehe mit Christoph Julius von Kragen (1648-1703), Generalmajor und Wolfenbüttler Festungskommandant; seit 1700 Oberhofmeisterin am Hof zu Wolfenbüttel für die Herzogin Elisabeth Juliane (1634-1704) und später die Herzogin Sophia Amalia von Braunschweig-Wolfenbüttel (1670-1710).
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genoß diese