In Ich-Form verfasster Pilgerbericht von Wilhelm Textor, hier in einer Abschrift vom Ende des 15. Jhds. Die Reise sowie das Ziel der Pilgerfahrt (1477-1478) werden ausführlich beschrieben. Reisestationen sind u.a. Venedig und Jaffa. Jerusalem und das Heilige Land werden im zweiten Teil des Berichtes genau beschrieben, dieser Teil ist etwas unpersönlicher gehalten. Auch Reisevorbereitungen und praktische Hinweise für Pilger finden Erwähnung.
In Ich-Form verfasstes Tagebuch der Reise von Hans Dernschwam in den Jahren 1553-1555. Die Reise führte von Wien nach Konstantinopel und zurück. Der Verfasser nennt als seine Begleiter den Diener "Lenharrt Tengk" und den Kutscher "Imrich" sowie drei Pferde. Am Ende des Tagebuches dankt er für die geglückte Heimkehr und erläutert die Kosten der Reise. Zusätzlich zu den Tagebucheinträgen, welche Datum, Routenangaben und Erläuterungen der täglichen Geschehnisse enthalten, sind in der Handschrift umfassende Ausführungen des Verfassers zu historischen und kulturellen Themen verzeichnet. Auf 184v die Zwischenüberschrift: "Rayß in Asiam.". Epigraphischer Anhang auf 344r-365r mit lateinischen und griechischen Inschriften. Das Tagebuch ist eine Abschrift des Originals, welches sich ohne Signatur im Fuggerarchiv befindet.
Von einem unbekannten Schreiber in Wir-Form verfasster Pilgerbericht von Jacob Wurmser. Die Reise führt ihn nach Jerusalem und zum heiligen Grab in den Jahren 1560 bis 1562. Die Reise beginnt in Straßburg, als Reisemittel werden ein Wagen und vier Pferde sowie 15000 Gulden genannt. Benannte Reisegefährten sind Felix von Wittelhausen und Jacob von Colmar. Auf der Rückreise trennen sich die Reisenden, jeder geht daraufhin seinen eigenen Geschäften nach. Allein der Anfang ist in Ich-Form verfasst: "Dieß ist die reise von anfang biß zum ende beschrieben, welche ich Jacob wurmbser der elter, nach dem heiligen grabe zuthun, angefangen habe auf dinstag Nicolai Anno Domini 1560". Auf 408r: "Die weise wie man bey dem Heiligen Grabe unsers Herren Jesu Christi schlecht.".
Beschreibung der Pilgerreise, die Jacob Wurmser in den Jahren 1560 bis 1562 unternahm. Die Reise beginnt in Straßburg, als Reisemittel werden ein Wagen und vier Pferde genannt. In Venedig verweilt er von Mai bis Juli 1561. In Ich-Form und in chronologischer Reihenfolge verfasst. Es werden tagebuchartig Tageseinträge mit Datum erstellt, ergänzt durch thematische Abschnitte. Auf dem Titelblatt: "Deß Edlen vnd vesten Juncker Jacob wurmbser deß Eltteren vonn Schafftoltzheim gethane Reisß vonn hinnen Biß gehn Hierusalem zu dem Heiligen Grabe.". Auf 162r-169v folgt der Abschnitt "Hienach Vollgt vff Was form vnnd maß man Ritter Deß Heiligen Grabs schlegt".
Abschrift des weit verbreiteten Reiseberichtes des Lodovico de Varthema, der von 1501 bis 1507 Reisen nach Osten durch Asien unternahm. Der Wahrheitsgehalt des Berichtes ist umstritten.
Bericht einer Reise von Nürnberg nach Tübingen, liegt hier vermutlich als Abschrift vor. Textbeginn auf 376: "Zu 15 May. Anno 1565. Bin Ich obgenannter [Name ausradiert] der Jünger, Im Nahmen gottes des Almechtigen von Nürmberg Auf Tübingen gereist." Auf 381 und 393 befinden sich Fragmente weiterer Beschreibungen von zwei Reisen nach Straßburg.
Reisebericht in Versen (aa bb cc dd) und in Ich-Form verfasst. Der Text beginnt mit "Laus deo 1560 den 6 augusti Mein Raiße wil ich euch zaigen an die ich In welschlande hab gethan vnd wie es mir drauff ist ergangen das wert Ir gutten beicht empfangen". Die Reise führt über Augsburg, Memmingen und Fulda nach Italien (Venedig) und zurück nach Nürnberg. Als Reisegefährte Hans Schwenters wird sein Schwager erwähnt. Beschrieben werden unter anderem Schlösser, Burgen, Wasserkunst und Bibliotheken.
Abschrift des Reiseberichtes von Emanuel Ortel. Anfangs in Ich-Form, später in Wir-Form verfasst. Die Reise führt von Augsburg über Venedig nach Ägypten. Laut Text war Oertel in Venedig ein Diener des Aloys Mocenigo, den er auf der Reise begleitete.
Von 3r bis 60v Familienchronik der Familie Pathe. Auf 3r bis 36v ist der Verfasser Hieronymus Pathe d. Ä. Im ersten Buch der Jahre 1551-1563 beschreibt er das Studium, Reisen und Dienstanstellungen. Die Reisen führen ihn z.B. nach Frankreich (6v-9v) und Italien (11v-15v). Im Jahr 1563 wird er Rat der Grafen von Reinstein und Blankenburg. Das zweite Buch gibt Auskunft über seine Güter und Schulden und enthält u.a. einen Kaufbrief von unbekannter Hand von 1564 für ein Haus in Blankenburg.
Übersetzung von "Aloysii Codamusti Schiffart zu den fremden vnd vnerfarnen Landen, übersetzt und bearbeitet durch Michael Herr". Zum Inhalt siehe die Edition: Norbert Ankenbauer (Hrsg.): Paesi novamente retrovati - Newe unbekanthe landte. Eine digitale Edition früher Entdeckerberichte. Wolfenbüttel 2016.
Herzog August der Jüngere von Braunschweig-Lüneburg
Zusammenfassung
Tagebuch von Herzog August dem Jüngeren von Braunschweig-Lüneburg. Der erste Eintrag erfolgt am 15. Geburtstag des Verfassers. Reisebeschreibungen (Europa: Italien, Niederlande, England), Notizen zu Erlebnissen und Ereignissen (z.B. Turniere, Hochzeiten, Geburten, Todesfälle, Audienz beim Kaiser).
In Ich-Form verfasstes Reisetagebuch. Neben dem Hauptziel Italien reist der Verfasser z.B. nach Köln, Amsterdam, Augsburg, München und Stuttgart. Die Reisen haben eigene Überschriften und der Text ist chronologisch gegliedert. Es gibt tagebuchartige autobiographische Notizen wie z.B. auf 120v: "Auf den 29 October gemeltes Jahr [1601] hielt Ich hochzeit mit obgemelter Jungfraw Regina" und auf 120v: "In disem Jahr 8 May starb gegen tag vmb 7. der Mathias hainhofer. den 10. dato wurdt er begraben Gott sey [...]". Auf 61r befindet sich eine Zwischenüberschrift: "Designatio Itineris susce[...] Coloniam [...].". Auf 276-277 gibt es eine weitere Überschrift: "Index über das manuali oder Itinerarium Philippi Hainhofii".
Im Auftrag von Julius von Braunschweig-Wolfenbuettel verfasste Biographie, daher als Autobiographie in das Repertorium aufgenommen. Einen großen Teil nimmt die Beschreibung der Krankheiten des Herzogs ein. Aber auch Reisen und die Lebensbedingungen, wie Ernährung und Gewohnheiten, werden beschrieben.
Im Auftrag von Julius von Braunschweig-Wolfenbuettel verfasste Biographie, daher als Autobiographie in das Repertorium aufgenommen. Auf 1r-4v: "An den günstigen Leser". Einen großen Teil nimmt die Beschreibung der Krankheiten des Herzogs ein. Aber auch Reisen und die Lebensbedingungen, wie Ernährung und Gewohnheiten, werden beschrieben.
Im Auftrag von Julius von Braunschweig-Wolfenbuettel verfasste Biographie, daher als Autobiographie in das Repertorium aufgenommen. In der Vorrede "fürstliche Narrata" genannt und näher erläutert in "An den günstigen Leser" auf 3r: "wie dann auch S.F.G. den Gebrauch hielten, daß ein jeder der bey und um Sie war, alles waß S.F.Gn. redeten protocolliren und verzeichnen muste, welches ich mit meinen protocollen und Diariis zu bescheinigen habe, dasmahl zu notiren, und bey mir zu behalten." Auf 4v beginnt die Lebensbeschreibung des Herzogs ab seiner Geburt (29. Juni 1528) bis zu seinem Todestag (3. Mai 1589). Einen großen Teil nimmt die Beschreibung der Krankheiten des Herzogs ein. Aber auch Reisen und die Lebensbedingungen, wie Ernährung und Gewohnheiten, werden beschrieben 78r: "Den Diet in Eßen und Trincken belan=gend sachen die Medici vor gut an, weil S.F.G eine schwehrfällige Persohn und voller phleg=ma waren" und "nur den Mit=tag eine gute Mahlzeit thäten, den abend aber musten S.F.G. etwas auß einer quar=tiers kanne darinnen dieselben weiß brodt schnitten auß Hamburger zu Winters zeiten aßen". Auf dem Titelblatt ist außerdem vermerkt: "und amtlichen Örtern geändert", "Anno 1608."
Berichtet wird von der Reise des Herzogs Albrecht von Österreich von Brüssel nach Valencia zur Hochzeit mit Isabella Klara Eugenia von Spanien. Der Reisebericht ist tagebuchartig verfasst. Die Einträge sind mit Datum, Orten und Meilenangaben versehen.
In Ich-Form verfasstes Tagebuch der Reise von Hans Dernschwam in den Jahren 1553-1555. Die Reise führte von Wien nach Konstantinopel und zurück. Der Verfasser nennt als seine Begleiter den Diener "Lenharrt Tengk" und den Kutscher "Imrich" sowie drei Pferde. Am Ende des Tagebuches dankt der Verfasser für die geglückte Heimkehr und erläutert die Kosten der Reise. Zusätzlich zu den Tagebucheinträgen, welche Datum, Routenangaben und Erläuterungen der täglichen Geschehnisse enthalten, sind in der Handschrift ausführliche Ausführungen des Verfassers zu historischen und kulturellen Themen verzeichnet. Epigraphischer Anhang auf 287r-308r, mit lateinischen und griechischen Inschriften. Das Tagebuch ist eine Abschrift des Originals, welches sich ohne Signatur im Fuggerarchiv befindet.
Abschrift des Pilgerberichtes von vier Adeligen mit Namen Melchior von Seydlitz, Wolff von Opffersdorff, Nicolaus von Reidburg und Moritz von Altmannshausen, verfasst in Wir-Form.
In Er-Form verfasster Lebenslauf, vermutlich autograph. Der Lebenslauf enthält allerdings von anderer Hand auch den Tod und die Beerdigung Hainhofers. Es werden die typischen Stationen und Ereignisse des Lebensverlaufes, wie Geburt, Ausbildung, Ehe und Reisen, beschrieben.
De ware beschrijvinge vande vnlangs geledene rayse gedaen bij de rechte Eerwaerdige Sieur Eduwardt ridder ende Capiteyn Jan Dauidts ende is het goede schip genaempt den Tyger ende des tygers Jonck is Oostindien. 1604–1606
Reisebericht von Pieter Willemsz Verhoeff aus dem Jahre 1608 an Jacob Huyghen van der Dussen. Pieter Willemsz Verhoeff war Kapitän und Admiral im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie und berichtet von der Reise nach Indien (genauer Kozhikode und Malabar).
Bericht einer Reise Hans Georg Peyerles nach Moskau. Vermutlich handelt es sich um eine Abschrift. Die Reise führte von Krakau nach Moskau und zurück im Zeitraum 19. März 1606 bis 15. Dezember 1608. Mit Peyerle zusammen reisten Andreasen Nathan, Matheo Bernhardt, Manlichen dem Jüngern, als Übersetzer Sebastian Löffel sowie sein Diener Jacob de Wien. Der Verfasser beschreibt die Vorgänge zur Beanspruchung des russischen Throns durch Pseudodimitri I. während seiner Gefangenschaft in Moskau. Auf 500r "Volget Erstlich eine kurze Relation. wie vnnd warumb der Demetrius Juanoviz, daz ist Juanß Sohn auß dem Landt Moscau gewichen, vnd wie er widerumb auf den Stuel seiner Vorfahren kommen, vnd sein vätterlich Reich erlangt, vnd besessen habe."
Bericht über mehrere Schifffahrten nach Florida/Amerika und zu anderen Reisezielen. In tschechischer Sprache verfasst, hier liegt vermutlich eine Abschrift oder Übersetzung vor.
Bericht der Reise Hans Georg Peyerles, in Wir-Form verfasst, liegt hier vermutlich als Abschrift vor. Die Reise führte von Krakau nach Moskau und zurück und zwar im Zeitraum 19. März 1606-15. Dezember 1608. Zusammen mit Peyerle reisten Andreasen Nathan, Matheo Bernhardt, Manlichen der Jüngere, Sebastian Löffel (Übersetzer) und Jacob de Wien (Diener). Peyerle beschreibt die Vorgänge zur Beanspruchung des russischen Throns durch Pseudodimitri I. und polnischer Truppen in Moskau, während er dort gefangen gehalten wurde. Auf 157r "Volget erstlich eine kurze Relation, wie vnd warumb der Demetrius Juanovitz, daß ist des Juans Sohn, auß dem Landt Moßcaw gewichen, vnd wie er widerumb auf den Stuel seiner vorfahren komen, vnd sein vätterlich Reich erlangt, vnnd besessen habe."
Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern
Zusammenfassung
Autographer Lebenslauf Ferdinand Albrechts I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, in Ich-Form verfasst. Textanfang: "Jm Jahr Christi 1636 den 22 May Sontag Abens um 9 Uhr, 30 Minuten bin ich in der Stadt Braunschweig, auf dem so genanten Graven-Hoffe, gebohren". Wichtige Lebensstationen, wie z.B. die Taufe und Reisen, werden beschrieben. Außerdem wird auf seine Erziehung sowie ihm bekannte Personen und Orte Bezug genommen.
Reisetagebuch einer Schiffsreise nach Brasilien. Das Tagebuch oder Logbuch berichtet davon, wie Heyn als Vize-Admiral der Niederländischen Westindien-Kompanie eine Flotte nach Brasilien und Afrika leitete. Es enthält viele Einträge zu Wind, Wetter, Landschaften sowie Längen- und Breitengraden. In Ich-From verfasst, hier vermutlich als Abschrift vorliegend.